Freitag, 26. August 2016

Griechenland 2016 - Lefkada, Agiofili

Unser letzter Tag auf Lefkada. Wir stehen um 8:45 Uhr auf, was uns schwer fällt und fahren mit dem Taxiboot um 11 Uhr zu der Bucht Agiofili, die aus Vasiliki auch zu Fuß erreichbar ist (2,5 km). Das Boot kostet 6 Euro für hin und zurück. Die ganze Fahrt dauert kaum 10 Minuten. Die Bucht ist aber in dieser Uhrzeit schon überfüllt. Kaum einen freien Platz kann man finden. Der Tag ist wieder so heiß, daß die Luft glüht und man kann es nur im Wasser aushalten.
 

 



 

 







 

 

Um  16:30 Uhr fahren wir schon zurück, es war genug von der Hitze und von dem vollen Strand. Im Hafen esse ich noch ein sehr gutes Eis und M. trinkt Frappé. Zu Hause muß ich schon Koffer packen. Wir wollten heute nochmal in die Taverna Dimitris (auf dem Berg) fahren, aber da dort die Bedienung so lang gedauert hat, wollen wir es uns am letzten Abend nicht antun, so eintscheiden wir uns um für die Taverne Bardis in Nidri, wo wir an dem Tag, als wir angekommen sind, schon Mittag gegessen haben und die jemand im Forum empfohlen hat, daß dort der beste Octopus ist. 

Die Bardis wird keine Enttäuschung sein. Ich frage vorsichtshalber die Besitzerin, ob sie Octopus hat und ob dann ein ganzes Tier auf den Teller kommt. Sie antwortet mit ja. Ich erzähle ihr kurz, daß ein Bekannter sie empfohlen hat und sie erinnert schon sofort, derjenige hat hier vor einem Monat jeden Abend einen Octopus gegessen und alles abgelichtet. Das war mein Glück, da ich diese Fotos gesehen habe. :-)

Wir bestellen Tzatzikit, griechischen Salat, M. wünscht sich einen gemischten Grillteller, welcher im Angebot gar nicht drin steht, aber kein Problem, es machen sie für ihn,  und ich den gegrillten Octopus. Alle sind mächtige Portionen und lecker. Zum Schluß unterhalten wir uns noch mit der Besitzerin und bekommen unerwartet ein Geschenksüßigkeit: griechischen Joghurt mit in irgendeinem Likör eingelegten Datteln, was sehr lecker ist. Wir könnten schon wieder platzen, sind so satt. Die Rechnung beträgt nur  28,40 Euro (und davon mein ganzer Octopus nur 10,50 Euro, solang im Hafen von Vasiliki zwei Arme 16 Euro waren. Wollt ihr es ausrechnen? Das Restaurant in Vasiliki verdient an einer Krake 64 Euro! und ist nicht mal freundlich.) Die hier sind so was von freundlich und die wunderhübsche Tochter der Besitzerin bedient, und bleibt auch immer paar Minuten für Gespräch da. Um 21 Uhr kommen wir nach Hause. Morgen fahren wir weg. Aber eine Station haben wir noch vor uns...







Dienstag, 23. August 2016

Griechenland 2016 - Lefkada, zwei Tage auf dem Desimi Beach

Ab jetzt kommt nicht mehr viel spannendes. Wir geben uns für das Faulenzen. Ehrlich gesagt, ich könnte so weiter leben. :-) Wir stehen um 10 Uhr auf uns machen alles so langsam und gemütlich, daß wir erst um 12 Uhr so weit sind, wegzufahren. Da an der westlichen Seite so wellig ist, müssen wir wohl heute einen Strand auf der Ostseite der Insel suchen. Mir fällt da der Desimi Beach ein, daß es so tief in einer U-förmigen Bucht liegt. Den haben wir schon inspiziert und hat uns nicht so gut gefallen, aber so schlimm war es auch nicht. Also, wir fahren dorthin.

Wir parken bei dem betonierten Parkplatz, wo drei Euro steht, komischerweise müssen wir nicht beim Ankommen zahlen. Später kommt es auch, wenn man länger als 3 Stunden da ist, zahlt man schon 6 Euro.

Die Küste ist nur ein schmaler Streifen und groß kieslig. Es gibt Bäume, die natürlichen Schatten spenden, das ist sehr gut, aber diese Plätze sind fast alle schon voll. Es sind auch paar Liegen und Schirme zu mieten, wie auch Tretboote und diese surfbrettähnlichen Dinge, wo man darauf steht und paddelt. Das Wasser ist unglaublich glatt und kristallklar. Am Rand ist es noch grünlich, dann wird immer blauer, bis zum Schluß tiefblau. Viele Segelboote und Katamarane ankern in der Bucht, was bestimmt einige stört, aber uns nicht. Wir schwimmen weit hinter die rein, gute 100 m weit von der Küste. Hier kann man nicht mehr bis zum Boden runtersehen. Wir schätzen hier die Tiefe so um die 30 m, aber es kann auch völlig falsch sein. Die Farbe ist einfach unglaublich faszinierend.






Links in der Felswand, weiter außen gibt es eine große Höhle, viele paddeln oder fahren mit dem Tretboot dahin. Uns zieht sie nicht an. Vor der Höhle gibt es 2-3 ganz mini schmale Buchten an der Felswand, zu einer schwimmen wir hin und ziehen uns dort nackig aus und genießen diese paradiesische Freiheit.
Es ist kein Wind, und sehr heiß. Wir sind fast nur im Wasser, länger als eine Stunden in einem Stück. Viele fragen, ob es nicht anstrengend ist. Ich muß sagen, nicht, da wir so sind, wie die Wale. :-) Wir schweben nur, nicht auf dem Rücken, nein. Wir hängen im Wasser ganz senkrecht mit Fußspitzen nach unten, die Arme sind am Körper auch nach unten, nur der Kopf schaut aus, und wir brauchen gar nichts zu machen, wir schweben ohne die kleinsten Bewegungen. Es ist so entspannend. Und wir denken nach. Nach vielen Sachen. Diese Ruhe ist paradiesisch, wir haben uns in diesen Strand verliebt. Und wissen schon, daß wir morgen auch hierher wollen.

Ich habe heute meine Kamera nicht mitgenommen, wollte so nicht, daß ich wusste, wir machen nur Strandtag. So habe ich an diesem Tag paar Bilder mit dem Handy machen müssen.

Es gibt zwei Strandtavernen und eine Bar hier, einmal holen wir Frappé.
Wir bleiben bis 18:45 Uhr.

(So, hier kommt jetzt eine längere Restaurantgeschichte, über Touristenver...schung, wen es nicht interessiert, kann überspringen.)
 
Am Abend möchten wir was gutes Essen, ich wünschte mir die ganze Zeit eine ordentliche Portion gegrillten Octopus. Wir wollen es romantisch haben, also gehen in Vasiliki in den Hafen, wo die schön gedeckten Tische am Hafen herum stehen. Die Restaurants sind teuer, das haben wir schon gesehen, aber egal, einmal geht es, Hauptsache, das Essen wird gut.
Stürmischer Wind tobt, man friert direkt so am Wasser. Wir bekommen keine Menükarte, da eine englische Gruppe alle bei sich hat, warten schon auf die Karte sehr lang. Dann auch auf das Essen. Ich frage die Kellnerin, wie groß ist der Oktopus (ich meinte wieviel Arme sind es, weil oft sind nur zwei und dann würde ich lieber was anderes essen, da es zu wenig ist, meistens ist es ja auch nur Vorspeise). Sie guckt mich an, als ich komplett blöd wäre, oder der Serienkiller wäre und antwortet ziemlich flegmatisch: genau eine Portion. Na toll, damit bin ich gut ausgeholfen.
Ich bestelle mit der Hoffnung den Octopus, daß es groß wird mit Potatos (in Auswahl stehen: Reis, Potatos und Salat) und M. gegrillten Thunfisch mit Salat. Unsere Vorstellungen sehen so aus, daß ich zu meiem Octopus gekochte Kartoffeln bekomme, und M. wahrscheinlich in extra Teller einen großen Salat. Beide Essen kosten je 16 Euro.
Als das Essen kommt, bekomme ich innerlichen Wutanfall, da es tatsächlich nur zwei Octopusarme sind und wieder Pommes. Bei M. ist der Thunfisch kleiner als ein Minutensteak und völlig zu Kohle gebrannt, außerdem der Salat besteht aus paar dünnen Blattsalatblättern und paar Scheiben teilweise verfaulten Tomaten!
Wir haben noch nie irgendwo in einem Restauran reklamiert, wir sind einfach nicht von der Sorte, und fühlen uns dann auch unangenehm, aber so kann es nicht bleiben. Nur eben, bis wir schaffen, daß jemand da hinkommt und M. reklamieren kann, habe ich schon meinen ganzen Octopus aufgegessen und mein Magen knurrt furchtbar vom Hunger. M. zeigt den verbrannten Thunfisch und die kaputen Tomaten und der Kellner nimmt seinen Teller ohne ein Wort mit. Nach ca. 10 Minuten bekommt er nochmal das selbe, mit doppelt so großem Thunfisch und doppelt so vielen und nicht kaputten Salat. Und ich habe solche Wut von Hunger, daß ich am liebsten aufstehen würde und von dem Gyrosstand neben denen einen Pitagyros holen würde und demonstrierend damit mich hier hersetzen würde. Aber tue ich es nicht.
Mit den zwei Bieren zahlen wir zum Schluß 40 Euro (bzw. 39,60 und den 40 Cent lassen wir dort). Kein Mensch redet mit uns noch ein Wort, sie schauen uns an und behandeln uns als wir die größten Verbrecher wären. Ich finde es einfach furchtbar, daß man in teueres Restaurant geht (teuer heißt, in Grichenland kannst schon von 8-10 Euro satt essen, alles was darüber ist, ist in unseren Augen teuer) dann noch hungrig und behandelt, wie ein streunender Hund wegkommt.


Am nächsten Tag fahren wir auch zum Desimi Beach und verbringen einen langen wunderschönen Tag dort. Heute kommen wir etwas früher, so bekommen wir noch Parkplatz entlang der Straße und müssen nicht in teueren Parkplatz. Auch heute habe ich meine Nikon Kamere im Safe gelassen und nur die alte Panasonic mitgneommen, so sind diesmal die Bilder nicht in so hoher Qualität:

Die Bucht von Nidri von oben von der Straße gesehen:


Desimi Beach: 



















Wir genießen den Tag. Einmal gehen wir zu einer Taverne, wollen nur Frappé trinken, aber gesehen, was für leckere Sachen dort auf den Tellern sind, bekommen wir Lust, eine Kleinigkeit zu essen. Wir bräuchten eigentlich nichts, da wir schon unsere eigene Sandwiches gegessen haben. Die Bedienungen sind sehr freundlich. Wir bestellen eine Portion Gavros (frittierte mini Sardinen) und einen Teller Pommes und zwei Cola. Der Gavros kostet 7 Euro. Super gute Gerichte sind noch in der Karte, ich könnte hier alles durchessen und alles ist unter 10 Euro und wie es aussieht, bei den anderen Menschen neben uns auf den Tisch, sind es große und gut aussehende Portionen. Warum finden wir nicht abends so ein Restaurant?

 







Heute bleiben wir bis 18 Uhr. Trotz gestriger Enttäuschung, wollen wir heute wieder essen gehen, ich habe noch zwei Empfehlungen aus dem Reiseforum. Wir entscheiden uns heute für die Taverne Dimitris in Paleokatouna (ein mini Dorf oberhalb Nidri, halbe Stunde Autofahrt von uns).
Das Restaurant liegt an dem Hang, von Nidri führt eine ca. 2 km lange kurvige Straße zwischen Olivenhainen darauf. Als ich es schon erblicke, bin ich voll begeistert. Eine mächtige Terrasse hat es mit traumhaftem Panorama.




Wir kommen gegen 20:15 Uhr hier an und das Restaurant wird innerhalb einer halben Stunden bis zum platzen voll. Die zwei Kellner schaffen es einfach nicht. Bis unsere Bestellung aufgenommen wird, ist schon fast eine Stunde vergangen. Aber heute bin ich nicht böse. Ich bestelle Hauswein, der sehr gut schmeckt und genieße den Blick und ich bin glücklich und verzaubert.


Unsere Vorspeisen sind Tzatziki und mit Feta gefüllte gegrillte Paprikaschoten. Diese sind so was von lecker! Wow. Alle Vorspeisen kosten hier 2,50 Euro, und sind groß und lecker. Unsere Hauptspeisen sind Souvlaki Spieße, für M. aus Schweinefleisch (6 Euro), für mich aus Lammfleisch (7 Euro). Die Portionen sind ausreichend und megalecker gewürzt. Zu der Rechnung bekommen wir noch Wassermelonenscheiben geschenkt. Wir zahlen nur 24 Euro, sind satt und zufrieden und alles hat geschmeckt. Also, geht doch!




 
Nur die Bedienung war wahnsinnig langsam, wir verbrachten hier 2,5 Stunden bis wir bezahlt haben, aber es lohnte sich. Wir wollen morgen auch hierher kommen.