Donnerstag, 30. Dezember 2010

Jahreszusammenfassung 2010

Januar: 
- ein Halogenbirne schießt aus der Deckenlampe und brennt ein Loch in den Teppich 
- Forumtreffen von hellasz.hu in Budapest in der Taverna Zorbas 
- ich sitze am Budapester Flughafen 8 Stunden fest, weil es in München schneit, mein Koffer wird aufgebrochen und ausgeraubt (ich kriege aber Entschädigung später)

Februar: 
- wir sind 4 Tage in Oberau (an der Loisach), es war wundeschön
- ich bin in der Arbeit vorangekommen


März: 
- wieder daheim in Budapest und wieder hellasz.hu Forumtreffen
- M's großer Skiunfall

April:
- sehr stressiger Monat, M. kann nicht laufen, in meiner ganzen freien Zeit fahre ich ihn zu Arztterminen und pflege ihn
- wir fahren mit dem Auto zu meiner Mutter nach Budapest nach Hause, ich fahre hin-und zurück erstmal in meinem Leben ganz allein die ganze Strecke (750 km) 
- wir verbringen einen wunderschönen Tag bei unseren Freunden in Göppersdorf
- am Ende des Monats wird M's Knie operiert (Kreuzbandriß)


Mai:
- meine aus Kos in 2008 heimgebrachten Oleander blühen alle wunderschön auf dem Balkon
- M. kann zuerst nicht laufen, dann vergeht der ganze Monat nur mit Terminen zum Orthopäden, Krankengymnastik...es wird langsam besser

Juni:
- wir fliegen (noch mit halbsteifem Knie) für drei Wochen nach Griechenland. Ich quäle M. jeden Tag mit Wasserübungen, die unglablich gut helfen. In der ersten Woche kann er noch nur mit der Knieorthese gehen, in der zweiten Woche schon ohne und ganz gut, in der dritten Woche läuft er so, als ob nie was geschehen wäre. Das Meereswasser tut Wunder. Es war ein super Urlaub!






Juli:
- M. fängt wieder zu arbeiten an
- ich überrasche meine Mutti unangemeldet in Budapest zu ihrem Geurtstag - die Überraschung hat gut funktioniert

August:
- wir haben oft Gäste, wir genießen es, unsere Freunde aus Göppersdorf verbringen bei uns ein Wochenende, wir gehen in den Biergarten und machen einen Tagesausflug nach Garmisch, Ettal und Oberammergau 
- ich fange komplett neuen Blog (bzw. zwei Blogs) zu schreiben an


September: 
- nichts besonderes

Oktober:
- toller Urlaub auf Teneriffa (4. mal)





November:
- Geburtstage, viele viele Gäste bei uns

Dezember: 
- ekeliges Wetter, so viel Schnne gab noch nie nacheinander, ich bin dauermüde

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Mittwoch, 29. Dezember 2010

Meine Alpenabenteuer/Teil 4.

16. Mai 2005 Ehrwald

Wir haben schon ungeduldig auf den Frühling gewartet, damit wir Ausflüge machen könnten. Wir sind wegen unserer Unerfahrenheit in eine komische Situation geraten. Kein Problem, der Mensch lernt aus seinen eigenen Fehlern.

An diesem schönen, lauwarmen Pfingstmontag machen wir uns auf den Weg nach Ehrwald. Seit wir im Februar hier waren, hat es uns nicht in Ruhe gelassen, in welche Richtungen ab dort die Wanderwege gehen. Aus Ehrwald fahren wir mit der Seilbahn auf die Ehrwalder Alm, die auf 1500 Höhenmeter liegt. Als wir aussteigen, schrecken uns ein bißchen die kleinen Schneeflecken ab, da unser Ziel der auf 1874 Höhenmetern gelegene Drachensee ist. Wir gehen auf einem matschigen Pfad los. Zuerst müssen wir einen kleineren Berg umgehen, damit wir dem Geißbach folgend auf die Seeben Alm herankönnen, und dann später  von dort weiter.


Kaum laufen wir paar hundert Meter, als der Pfad vor uns dick mit Schnee bedeckt ist. Kein Problem (denken wir), wir werden dort auch weitergehen, weil wir denken, es wird nur dieses Stück so schneeig sein, und dann geht es wieder normal weiter. Wir hatten bis jetzt wirklich noch keine Ahnung davon, daß es im Mai noch so großen Schnee geben  kann. Wir haben Turnschuhe an, wir sind Anfänger beim Wandern. Uns holen  zwei Kerle und eine Frau in Skianzügen ein. Sie haben Snowboards mit dabei. Sie starren unsere Schuhe an, und machen sich über uns lustig. Sie sagen, kann nicht unser ernst sein, daß wir so von hier sonstwohin noch weitergehen wollen. Sie lachen uns aus, als wir sagen, doch, wir wollen weiter. Wir verstehen noch immer nicht, warum sie uns so kritisieren.  Nach einer Zeit hört der Schnee auf dem Pfad gar nicht mehr auf, sondern wird immer mehr und tiefer. Langsam fangen unsere Turnschuhe durchzunässen an, aber wir marschieren weiter. Bei einer Abzweigung sehen wir, daß sie in ihren Skianzüge dort abgekehrt sind, also machen wir es auch so. Sie laufen total schnell, während einigen Augenblicken verschwinden sich vor unseren Augen. Im dichten Wald wird der Schnee immer tiefer. Vernünftige Menschen würden hier nicht weitergehen, geschweige denn so angezogen, wie wir sind. Wir sehen langsam ein, es gibt kein weiter, aber eine grenzenlose Gier ist in uns, daß wir den in Katalogbildern gesehenen Gebirgssee sehen können. Wir denken ständig, es kann nicht mehr viel sein, und kämpfen uns weiter in dem immer tieferen Schnee. Hier gibt es keine Spur von irgendeinem Pfad mehr, wir irren nur im Wald herum, versuchen den Spuren "der Kollegen" zu folgen. Wenn sie hier gehen können, können wir es auch - und fertig! Sind nicht nur unsere Schuhe durchgenässt, sondern unsere Socken und unsere Hosen sind auch pitsch naß. Blindwütig gehen wir weiter.  Ich kann es nicht beschreiben, was uns so treibt. Irgendwo schwellt auch Angst in mir an, der Wald ist ausgestorben, wir haben keine Ahnung davon, wo wir laufen, wohin wir gelangen,  manchmal  wiederhallen sich rätselhafte Töne. Es ist einfach unheimlich. Nachher kommen wir endlich aus dem Wald auf eine Wiese. Dort empfängt uns durchgehendes Schneefeld, wir können es nicht wissen, was darunter liegt, trotzdem überqueren wir es. Einmal plumpsen wir bis zum Knie hinein. Ich weiß nicht mehr, was wir uns von dem Weitergang erwarten. Wie könnte es oben weniger Schnee sein, als hier? Vernünftige Menschen hätten  schon längst umgedreht. Nach der Wiese gehen wir noch ein Stück und auf einmal erblicken wir das Dach der Hütte. Dort werden wir dann uns hinsetzen, aufwärmen, essen und trinken. Wir können uns ihr kaum nähern, da hier noch größerer Schnee den Boden bedeckt. Wieso konnten wir so naiv sein? Die Hütte ist geschloßen, vor ihrer Tür langt der Schnee bis auf Brusthöhe. Die Holztische kann man gerade noch unter dem Schnee erahnen. Hier treffen wir uns wieder mit den drei "Skianzügen". Sie machen wieder spöttische lustige Bemerkungen über uns. Wir essen Sandwiches und trinken unsere Getränke und wir glauben noch immer daran, daß wir bis zum Drachensee hochgelangen können. Wo wir jetzt sind, heißt Seeben Alm und liegt auf 1575 Meter. Die Skianzüge gehen weiter, kurz darauf gehen wir auch auf ihren Spuren los. Hiervon  ist das Gelände fast schon unbegehbar. Tief und durchgehend ist der Schnee, oft plumpsen wir bis zum Oberschenkel hinein. Mancherorts sehen wir Fußspuren von Tieren: von Hufigen, Hasen und großem Hund. Während wir nur langsam vorankommen, die roten Skianzüge "der Kollegen" sehen wir schon auf dem gegenüberen steilen Hang. Stöhnend und jämmerlich kommen wir endlich zu dem Seebensee an, dessen Wasser halb zugefroren ist. Wir sind jetzt auf 1700 Meter Höhe.


Wir müssen es einsehen, es gibt kein weiter. Traurig sezten wir uns auf eine Bank, ziehen unsere Schuhe aus, drücken das Wasser aus unseren Socken aus, dann ziehen wir alles wieder an, und enttäuscht gehen wir zurück.


Unterwegs treffen uns zwei, mit ihren Hunden spazierende Menschen. Also, andere kommen auch hierher, sind nicht nur wir durchgeknallt, es beruhigt uns, daß es doch nicht so hirnloses Ding war hier raufzukommen. Währenddessen "die skianzügigen Kollegen" rasen schon auf dem Berghang abwärts mit ihren Snowboards. Da abwärts uns keinerlei Sehnsucht mehr treibt, dieser Weg ist noch qualvoller, als es aufwärts war. Unsere Schuhe patschen und unsere Füße frieren sehr.

Wir wollen ganz schnell runter, da wir jetzt keinen Spaß mehr an dem Ganzen haben und werden bestimmt krank sein. Bei einer Abzweigung entscheiden wir uns, daß wir noch den Igelsee anschauen wollen. Er ist nicht weit, aber wir müssen wieder durch viel Schnee. Der See ist klein und grün. Wo kein Schnee mehr liegt, dort ist die Wiese voll mit Krokussen. Ich habe noch nie in meinem Leben so viele Krokusse wild gewachsen gesehen.  


Auf dem Nordufer des Sees liegt kaum mehr Schnee, weil die Sonne aus Süden über den Bergen dahinscheinen kann. Hinter dem Südufer ragen die hohen Berge. Wir essen unsere Sandwiches auf einem Stein sitzend und werden auf Gedröhne aufmerksam. Wir wissen nicht, was das ist, wir drehen uns um und sehen als auf dem gegenüberen Hang eine Lawine runterrennt. Ich kriege Panik. Nicht weil wir jetzt in Gefahr wären, sondern, da mir einfällt, daß wir vor etwa 2-3 Stunden gerade unter dieser Felswand im Wald herumgeirrt sind. Ich denke mich hinein, daß uns dort locker was passieren hätte können. Ich bin böse auf uns. Ich sehe erst jetzt ein, wie unverantwortlich und hirnlos wir waren. 

Wir kommen zu der Seilbahn zurück, aber wir haben nicht daran gedacht, wie lang sie im Betrieb ist. Sie fährt nicht mehr. Wir müssen noch 500 Höhenmeter von dem Berg runter. Der Weg schein unendlich zu sein. Zum Glück im Auto haben wir Wechselkleidung. 

19. Juni 2005 Fünf-Seen Tour: Tegernsee, Schliersee, Spitzingsee, Achensee, Sylvenstein Speichersee

Wir planen eine Fahrradtour bei einem See in Oberbayern, aber wir können noch nicht entescheiden, bei welchem. Wir fahren zuerst zum Tegernsee. Wir haben schönes Wetter. Wir schauen erst eine größere Siedlung an, und dann gefällt es uns hier nicht, ist irgendwie zu touristisch, obwohl der Radlweg um den See gut ausgebaut ist, haben keine Lust hier zu radln. Wir möchten ein bißchen was originaleres, keinen Betonweg, nur einen Pfad durch den Wald. Deshalb fahren wir weiter. 


Wir gucken in die Landkarte, was es in der Nähe gibt und fahren zum 12 km weit entfernten Schliersee. Hier packen wir die Fahrräder von dem Autodach runter und fahren eine Runde um den See. Aber da der See sehr klein ist, dauert unsere Tour auch nicht lange. Wir fahren weiter, Richtung Bayrischzell. Dann machen wir einen Abstecher zum Spitzingsee, da ich Seen so sehr liebe, möchte ich ihn auch gerne sehen. Der winzige See liegt in der aller schönsten Umgebung im Gegensatz zu den Anderen. Hier könnte man wandern, aber im Parkplatz wird Parkgebühr verlangt und so was brauchen wir nicht. Lieber fahren wir zu den Österreichern weiter. Unsere nächste Station ist Kufstein. Charmante Stadt, aber diesmal steigen wir hier nicht aus. Wir fahren zum, von hier ca. 30 km südwestlich liegenden Jenbach, und dortvon weiter zum Achensee. 


Der Achensee liegt auch zwischen traumhaft schönen Bergkulissen. Wir lassen das Auto an einem Parkplatz und machen eine Radltour um den südlichen Zipfel des Sees. Hier gefällt es uns sehr gut. Nachher fahren wir Richtung deutscher Grenze, durch einen engen Paß, den Achenpaß zum Sylverstein-Speichersee. Natürlich  ist er auch wunderschön und in dieser Umgebung könnte man auch tolle Wanderungen machen. Auf dem Heimweg pflücken wir Erdbeeren auf einem Feld in der Nähe von Bad Tölz. Es war ein wunderschöner Tag!


28. Juni 2005 - Barmsee, Finzbachklamm, Wallgau, Grubsee

Der nächste eintägige Ausflug. Diese Toueren plane ich ganz einfach so, daß ich unsere Freytag&Berndt Wanderkarte hernehme, und so lange drin rumsuche, bis ich möglicherweise einen Rundwanderweg finde. Ja, und natürlich ein Plus Punkt, wenn auch ein See in der Nähe liegt. Östlich liegend von Garmisch-Partenkirchen gibt es mehrere kleine Seechen. So ist unser erste Ziel heute der Barmsee. Wir parken in der Nähe von ihm und fahren mit den Fahrräder bis zum See (bzw. noch ein Stück entlang des Ufers). Wir möchten heute gerne eine größere Fahrradtour machen, aber zuerst möchten wir die kleine Finzbachklamm anschauen. Dorthin führt aber nur ein schmaler, steiler, und mit Baumwurzeln durchgewachsener Pfad, er ist mit Fahrräder unbefahrbar. Da wir keine Lust haben umzudrehen, gehen wir zu Fuß weiter. Die Klamm selber ist sehr kurz, danach müssen wir über einen steilen Pfad auf den Berghang rauf.


Wir kommen abgekämpft zu einem Jägerstand an, ab hier können wir auf der breiten Schotterpiste weiterlaufen, wo wir eigentlich ursprünglich mit den Fahrrädern hin wollten. Zu Fuß ist hier ein bißchen langweilig, da diese Piste sich ewig kilometerlang schlängelt. Dann kommen wir auf einer Alm an, wo sich zwei Bäche treffen und Kühe grasen. An einer Stelle überqueren wir den einen Bach und auf seiner anderen Seite gehen wir auf dem Rückweg los. Es ist aber nur ein Gefühl, daß der Weg uns zurück führt. Zwischendurch fängt es an zu regnen, aber zum Glück dauert es nicht lang. Der Weg scheint unendlich zu sein, viel länger als er hinwärts war. Nach langer Zeit kommen wir zu einer Wiese, wo wir nicht mehr wissen, in welche Richtung es weitergeht. Wir gehen nur nach unseren Gefühlen weiter, und glücklicherweise wählen wir den richtigen Weg aus.  Da wir noch unsere Fahrräder irgendwo im Wald suchen müssen. Endlich finden wir sie. 


Von hier radln wir ins Dorf Wallgau, ein echtes, schönes Alpendorf. Schließlich belohnen wir uns mit einem Bad in dem kleinen Grubsee, der ein bißchen künstlich wirkt. Sein Wasser ist komisch grün und trüb, und er erstreckt sich länglich in dem Tal. Man muß geringen Eintittspreis zahlen. Das Wasser ist angenehm lauwarm. Hinlegen kann man sich nur auf dem steilen Hügelhang, in dem hohen Gras zwischen Wiesenblumen.  Paradisicher Zustand. Das Idyll machen nur die Wasserrutsche und die schreienden Kinder kaputt. Trotzdem ist es hier romantisch. 


Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Dienstag, 28. Dezember 2010

"Käsiger Pogatscha"

Sajtos pogácsa

Es ist ein sehr beliebtes ungarisches Salzgebäck, passt zum Party als Knabberzeug, oder zum Brotafstrich...wir lieben es sehr und jedem hier in Deutschland hat es sehr gut geschmeckt:

500 g Mehl
5 Eier -> nur das Eigelb zum Mehl geben, Eiweiß aufheben für später
1 kleine Pack. Hefe (ca. 40g)
1 Becher Saure Sahne
2 Teelöffel Salz
(nach Geschmack evtl. wenig Pfeffer oder Kümmel oder Paprikapulver)
ca. 300 g Rama Margarine
ca. 150 g fein geriebenen Käse in den Teig rühren

Den Teig lang und gut zusammenrühren, gute halbe Stunde stehen lassen. 

Dann den Teig dünn ausrollen und von seinen vier Ecken wieder zusammenlegen, es ca. 3 mal machen, (davon wird innerlich der Teig locker und luftig), dann die „Pogácsá”s mit kleinem runden Stecher ausstechen und auf Belch legen, oben alle mit dem Eieweiß beschmieren und auch geriebenen Käse darüber streuen. 

Backofen vorheizen auf Maximum (250 Grad) und dann das Blech reinschieben, ständig nachschauen, es bäckt ganz schnell, innerhalb 6-10 Minuten ist es fertig. Man sieht wie die Gebäcke schön hochkommen. 



Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Sonntag, 26. Dezember 2010

Vier Tage in Oberau im Winter/2005

Ich war noch nie im Winter in den Bergen. Ich habe lebenslang davon geträumt, irgedwo im großen Schnee paar Tage zu verbringen und meine Träume haben so ausgesehen: bis zum Hals langender Schnee, riesige Eiszapfen, Alpenhütte, vor dem Kamin auf dem Boden Eisbärenfell, Romantik... :-) M. mag Skifahren, ich kann nicht und will es auch nicht probieren. Er konnte sich es gar nicht vorstellen, was sollen wir in dem Schnee machen, wenn nicht Skifahren. Ich aber konnte es sehr gut. Wir schreiben Februar, es ist Skisaison, es war gar nicht einfach eine Unterkunft zu finden. Aber es ist gelungen... 

17. Februar 2005 Oberau an der Loisach


In Grainau gab es keine freie Unterkunft, in Garmisch und auch nirgends in der Umgebung auch nichts, obwohl ich seit Anfang Dezember mindestens Hunderte angerufen habe. Oberau liegt ca. 8-10 Km vor Garmisch, dort haben wir was im Internet gefunden.

Wir fahren in München bei furchtbarem Grauschleier los. Richtung Süden liegt immer mehr Schnee auf der Straße und auf den Bäumen. In Oberau angekommen finden wir ohne Problem sofort unsere Unterkunft. Wir klingeln und bald kommt die Besitzerin (sie wohnt nicht in dem selben Haus). Sie wundert sich, daß wir so früh da sind (10 Uhr), aber es wäre kein Problem, wir dürfen schon unsere Ferienwohnung nehmen. In dem  Haus gibt es 4-5 Ferienwohnungen. Die sind alle im Alpenstil eingerichtet. Die Frau ist sehr nett, und die Wohnung ist genau so, wie ich mir vorgestellt habe: Holzschnitzereimöbel, bayerischer Stil, groß, geräumig, hell und gemütlich. Unser Zimmer ist im Erdgeschoß und wir sehen im Garten, daß mindestens ein halber Meter Schnee liegt.  


Nach dem Auspacken gehen wir in Oberau spazieren. Wie ein kleines Kind, kann ich mich über den Schnee freuen und hupfe drinnen rum. So viel Schnee habe ich noch nie in meinem Leben gesehen,  noch dazu ist er frisch, nicht schmutzig, von den Straßen ist er auch noch nicht weggeräumt. Die Landschaft sieht aus, als ein Gemälde wäre. Von den Überdächern der Scheunen hängen meterlange Eiszapfen. Es ist eisig kalt, die Luft ist sehr klar, darauf sagt man in Ungarn "man kann sie beißen". Nach halbstündigem Kennenlernen mit Oberau fahren wir zum Eibsee. Wir wollen um den See laufen, wissen aber nocht nicht, wie es in dem großem Schnee funktionieren soll. Den Eibsee liebe ich so sehr, ich will ihn in Winterkulissen auch unbedingt sehen.  



Der Eibsee ist komplett zugefroren, und das Eis ist dick mit Schnee bedeckt. Nur der Sonnenschein fehlt. Wie anders die Kontraste wären mit Sonnenschein und blauem Himmel. Ich bin sehr überrascht, nämlich der Pfad um den See ist geräumt. Zuerst denken wir, wahrscheinlich nur auf den paar Metern vor den Hotels, aber nein, es ist wirklich auf der ganzen 11 km langen Strecke garäumt. Die Landschaft ist hier ein typisches Wandkalenderbild. Es ist - 7 Grad kalt, aber kein Problem! Wenn es - 20 Grad wäre, wollte ich auch spazieren hier! :-) Also ohne Zweifel gehen wir los. In dem Rucksack stecken zwei Thermoskannen heißen Tee. Wir marschieren zwei Stunden lang um den See. Wir frieren uns überhaupt nicht, wir schwitzen sogar, da wir oft bergauf gehen müssen. Für eine halbe Stunde kommt die Sonne auch vor und die Schneeoberfläche glänzt. Nach dem Spaziergang ist immer noch zu früh in die Unterkunft zurückzufahren, deshalb fahren wir noch nach Oberammergau in die andere Richtung. Dort ist alles zauberhaft. Wenn es geht, ist hier noch größerer Schnee und die Sonne scheint. Meterlange Eiszapfen hängen überall von den mit Motiven bemalten Häusern runter. Es wird aber schnell dunkel. Den Abend verbringen wir in der Wohnung und wir fühlen uns sehr gut dort. 


18. Februar 2005 Partnachklamm, Scharnitz, Leutaschtal

In der früh fahren wir nach Garmisch, d.h. genauer zu der Partnachklamm. Wir zweifeln, ob es im Winter offen sein kann, aber es lohnt einen Versuch. Wie vorher schon zweimal, parken wir bei dem Skisprungstadion. Klar, es ist im Winter mit Schnee bedeckt der richtige Anblick und nicht wie im Sommer grün. Auf dem 2 km langen Weg bis zum Klammeingang denken wir, daß wir uns erfrieren, obwohl die Sonne scheint und die Landschaft wunderschön ist. 



Die Klamm kann ich gar nicht mit Wörtern beschreiben. Zwar habe ich im Sommer auch das selbe gesagt, aber das war nichts gegen dieses winterlichen Bild! Die ganze Klamm ist komplett von Eis bedeckt. Auf den 60-80 Meter hohen Felswänden hängen Eiszapfen, gar Eissäulen komplett in ihrer ganzen Höhe, genauso breite Eisvorhängen, manche grünlich, bläulich verfärbt. Die Eisformationen bilden tausendartige Gestalten. Die Bachseite des von den Felsen ausgemeißelten Weges schließen mit Eisvorhängen ab. Eine Märchenwelt!   In den Alpen gibt es zahlreiche solche Klammen. Es lohnt sich eine im Winter anzuschauen, egal wo man ist.  Es ist ein unvergessliches Erlebnis! Ich möchte es noch öfter erleben dürfen.








Nachher fahren wir mit dem Auto ohne Ziel los. Wir fahren zuerst Richtung Mittenwald, wo die Sonne scheint, und entdecken neue, für uns noch unbekannte Gebiete. Auf der deutsch-österreichischer Grenze, nach Scharnitz werden wir auf einen Forstweg durch den Wald aufmerksam. Wir wissen es nicht, wo er hinführt, aber sind neugierig. Dichter, mit viel Schnee bedeckter Föhrenwald umschlingt den Weg. Es ist so was von romantisch und traumhaft, daß ich es gar nicht beschreiben kann. Nach paar Kilometern gelangen wir nach Leutasch.


Laut unserer Wanderkarte führt ein Forstweg durch das Gaistal, wir hoffen, daß es mit Auto befahrbar ist und dann würden wir dort nach Erwald kommnen. Aber wie es sich herausstellt, ist es nur ein Wanderweg. Schade. 

Diesmal kommen wir früh zu Hause an und machen Mittagessen und fauelenzen ein bißchen und später gehen wir noch auf einen großen Spaziergang in Oberau. 

19. Februar 2005 Ammergauer Alpen, Plansee, Ehrwald, Leutasch, Kreith, Mittenwald

Heute fahren wir über Oberammergau Richtung Linderhof in der Hoffnung, daß wir irgendwo rodeln könnnen. Die Autostraße begleiten Langlaufloipen, wo wir viele Skilangläufer sehen. Es ist der einzige Weg, welcher hier durch dieses Naturschutzgebiet führt. Im Radio hören wir gerade von Lawinen in der Nähe, wobei zwei Menschen ums Leben gekommen sind. Nach Lindehof kommt eine 12%-ige Steigung und steht natürlich "Kettenpflicht" Schild da (wir haben sie von dem Nachbar ausgeliehen dabei), aber es geht auch ohne. Keine Menschenseele fährt hier außer uns! Wir übertreten die österreichische Grenze bei einer Ammersattel genannten Stelle (1118 m). Wir möchten gerne nach Neuschwanstein, es wäre kleine schlechte Idee das Schloß in der Winterlandschaft zu sehen. Unterwegs fahren wir auf der österreichischen Seite um den Plansee herum, dann biegen wir bei Reutte Richtung Füssen ab. Auf einmal steht eine endlos lange Autoschlange vor uns und sie bewegt sich keinen cm Richtung Deutschland. Wir wollen hier nicht den halben Tag verbringen, lieber drehen wir um. Nach Reutte wählen wir dann einen anderen Weg, so können wir mit einem großen Umweg nach Garmisch zurückfahren. Unterwegs gucken wir dauernd, wo man rodeln könnte. Wir kommen in Ehrwald an, vor uns türmt sich die schneebedeckte Zugspitze auf, es gefällt mir wahnsinnig, aber wir fahren doch weiter, wir wollen den idealen Rodelplatz finden. Da wir absolut kein direktes Ziel haben, und wollen eigentlich nur die Winterlandschaft genießen, fahren wir einfach Richtung Innsbruck weiter. Wunderschöne Strecke ist es. Endlich entscheiden wir uns für den gestrigen Forstweg Richtung Leutasch und finden eine Rodelbahn in  Kreith.



Einen Schlitten kan man hier für 5 Euro für den ganzen Tag mieten. Der Sessellift ist aber pro Fahrt und pro Person 5 Euro extra. Also einmal runterrodeln für uns zwei kostet so 15 Euro. Kein billiges Vergnügen, aber wir wollen es ausprobieren. Die Rodelbahn ist ganz anders, als ich es mir vorgestellt habe bzw. wie ich aus meiner Kindheit eine Rodelbahn gekannt habe. Nämlich hier fährt man nicht auf einem geradlienigen Hügelhang (dort ist die Skipiste), sondern die Rodelpiste schlängelt sich durch den Wald und um die Skipiste herum und ist lediglich nur ein max. 2 Meter breiter Forstweg. Wir sitzen zu zweit auf dem Schlitten und ich finde nicht viel Freude an diesem Weg. Die Kurven sind total scharfkantig, wir schaffen nur kaum die Kurven ohne umzukippen. Einmal durchqueren wir die Skipiste, ich finde es lebensgefährlich, wir müssen anhalten und warten, bis die Skifahrer alle wegfahren. M. macht es riesen Spaß, nur ich bin zu ängstlich! Wenn wir bremsen müssen, dann schlagen unsere Fersen so stark den Schnee auf, daß unsere Hosen bis zum Knie voll mit Schnee werden und der Schnee schlägt auch in unsere Gesichter. Wir schreien und lachen uns tot, es macht riesen Spaß, wenn es auch nervig ist. Es war eine schöne Gaudi es einmal auszuprobieren. Nachher fahren wir auf einem anderen schönen schneeigen Weg nach Mittenwald zurück, wo wir noch in diesem idyllischen Dorf spazieren. 


20. Februar 2005 Ehrwald

Es ist unser letzter Tag, und wir wachen mit Schneefall auf. Draußen ist Dunkelheit und in dem dicken Schneefall kann man nicht vieles vorhaben. Wir packen erstmal alles zusammen. Laut Erfahrungen der vorherigen Tage ist das Wetter immer auf der Südseite des Wetterstein-Gebirges schöner. Wir fahren deshalb jetzt auch zu den Österreichern rüber, aber jetzt in die andere Richtung, nach Ehrwald. Es schneit aber. Wir gehen aus dem Dorf auf einem geräumten Pfad in einem Kieferwald los. Hier und da stehen mit meterdickem Schnee bedeckte Scheunen. In der Umgebung kündigen zahlreiche Schilder Wanderwege an. Jetzt können wir nichts mehr machen, aber wir wollen hierher zurück. 



Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Samstag, 25. Dezember 2010

Meine Alpenabenteuer/Teil 3.

26. Juni 2004 Tour von Hammersbach durch die Höllentalklamm

Wir brechen früh auf und unsere Muskeln sind von dem gestrigen Fahrradfahren als ob sie aus Blei wären. Wir fahren mit dem Auto nach Hammersbach (kleines Dorf neben Grainau). Hier beginnt der Wandepfad zu der Höllentalklamm. Es ist ähnlich wie die Partnachklamm, aber ich finde sie noch viel mehr wildromantischer. Der breite Pfad führt zuerst durcch hohen Föhrenwald, man sieht die großen Berge, blühenden Wiesen und dann gehen wir entlang des Baches in dem dichten laubigen Wald. Der Weg wird immer steiler. Nach ca. anderthalb Stunden erreichen wir eine Abzweigung, dort führt der eine Weg direkt auf die Klamm zu, der andere jedoch oberhalb dieser. Diesen zweiten wählen wir. Der Pfad führt zuerst sehr steil durch dichten Wald, dann auf einer schmalen Rampe unter den Felsen des Vorderen Waxensteines und schließlich erreichen wir die Höllentalklamm von oben. 


Wir bewegen uns weiterhin auf einem sehr schmalen, mit Geröll bedeckten Pfad am Rand des Felses fort. Danach gehen wir auf einer Brücke über der Klamm und nachher auf Felsen heraufsteigend weiterhin auf einem sehr schmalen Pfad weiter. Hier gibt es ein Drahtseil für uns zum Festhalten. Unter uns ist die Tiefe: das Tal des Hammersbaches. Am Ende dieses Weges steigen wir zu dem Bach runter. Hier empfangen uns riesige Schneebrocken aus zusammengefrorenem Schnee. Wir hätten in dieser Höhe und bei diesen Temperaturen so was nicht erwartet. Als wir in dem engen Kessel immer höher steigen, erscheinen immer mehr und mehr zusammenhängende Schneeflächen. Von den steilen Felsen plätschern kleine Wasserfälle runter. An einer Stelle müssen wir durch ein Schneefeld, aber zum Glück ist der Schnee hart genug, wir sinken nicht hinein. Die Landschaft  besitzt unbeschreibbare Herrlichkeiten. Die letzte Strecke ist auch sehr steil, uns hängt die Zunge aus dem Mund und es schmerzen unsere Muskeln, bis wir endlich zu der Höllentalanger Hütte ankommen. Sie liegt auf 1400 Meter Höhe. Dort essen wir unsere Sandwiches und spüren erstmal, wie kalt die Luft wirklich ist, wenn man in durchgeschwitzten T-Shirts ist. Hier beginnt ein breiteres Hochtal, das eigentliche Höllental, dessen Ende steile Felswände abschließen. Wenn man sie erklettert, dann kann man weiter zur Zugspitze. Wir haben noch Zeit, deshalb entscheiden wir uns, daß wir noch bis zu diesen Felswänden gehen. Der Weg geht entweder entlang oder in einem ausgetrockneten Bachbecken. Unterwegs sehen wir mal Schafe, oder wilde Blumen und kleine Wasserfälle. Am Ende des Tales endet unser Weg, wir können und wollen auch nicht die Felsen erklettern. Nach einer kleiner Pause drehen wir um. Als wir den großen eisigen Schneebrocken dort erreichen, wo die Klamm und der obere Weg sich treffen, wählen wir diesmal den Pfad durch die Klamm. Die Klamm ist für mich eine unglaubliche Naturgestaltung, ich finde keine Wörter dazu, es zu beschreiben. Teilweise sehr eng ist es, größtenteils müssen wir in einem künstlich ausgebildeten Tunnel laufen, woran "Fenster" sind. Dort könnte man normalerweise in die Klamm rausschauen, aber jetzt nicht, da jetzt gigantische, mehrere Tonnen schwere, zusammengefrorene Schneegerölle einfach zwischen den beiden Klammwänden hängengeblieben sind. Deren Oberfläche sieht so aus, wie ein Golfball. 


Sehr interessant. Mit dem Verstand sind diese Naturschönheiten kaum zu kapieren. Als der Tunnel aufhört, laufen wir über Stege, schmale Felswege und Treppen. Zum Schluß kommen wir zu einem Häuschen an, wo man die Eintrittskarte kaufen kann und ab dort laufen wir auf dem selben Pfad, wie schon aufwärts. Wir kommen tot müde am Campingplatz an.

27. Juni 2004 mit dem Fahhrad um den Eibsee

Nach dem Frühstück müssen wir das Zelt wegräumen. Danach fahren wir zu diesem Parkplatz nach Grainau, auf dem Weg zum Eibsee, vor dem Vorderen Waxenstein und lassen das Auto dort und springen auf die Fahhräder. Der Weg zum Eibsee ist sehr steil, für Ungeübte (wie wir) zu steil. Na ja, jetzt fliegt es auf, daß unsere untrainirten Körper nicht fähig sind diese Steigungen zu überwältigen. Es sind nur 300 Meter Höhenunterschied. Anfangs treten wir noch ganz gut, aber zum Schluß rollen die Fahrräder eher zurück, als nach vorne. :-) So bleibt nichts anderes übrig, wir schieben sie. Als Abkürzung wählen wir einen Waldpfad,  aber es ist noch steiler als die Autostraße war. Egal. Erledigt, aber stolz kommen wir am Eibsee an. Diesmal fahren wir die 11 km um den See mit Fahhrädern.


Nur an einer Stelle wird der Weg steil, sonst geht es für Ungeübten auch. Heute entdecken wir einen kleinen Nebensee, dessen Wasser unglaublich grün ist, und voll mit umgekippten Baumstämmen ist. Es ist zauberhaft schön. Auf dem gegenüberen Ufer legen wir uns kurz auf eine Wiese, und dann müssen wir uns leider schon auf den Heimweg machen. 

2. August 2004 Salzburg, Hellbrunn, Königssee

Ich habe mich schon seit langen Jahren nach Salzburg gesehnt, endlich können wir auch dorthin fahren. Aus München dauert die Fahrt etwas weniger als zwei Stunden. Zuerst gehen wir auf die Festung - natürlich zu Fuß. Es ist echt nervig, daß die hier für jeden Furz extra Geld (Eintritt) nehmen wollen. Uns reicht es nur für den Hof, das Innere interessiert uns nicht so sehr. Dort hat man ein wundervolles Panorama auf die Stadt.  Dann spazieren wir in der Altstadt, in der Umgebung des Domes. Mir gefällt besonders gut der Friedhof der Sank Peter Abtei, da dort die altmodischen und schönen schmiedeeisernen Grabdenkmale eine besonders eigenartige Stimmung ausstrahlen. In der Nähe ist eine Wassermühle auch zu sehen. In der Getreidestrasse durchspazierend empfängt großer Trubel. Hier hängen noch alte schmiedeeisernen Schilder. Es ist einfach wunderschön hier. Natürlich gibt es auch viele teuere Souvenierläden. Die Mozart Schokoladen kriegt man hier überall - auch sehr teuer. Der alte Marktplatz ist auch sehr schön. Wir spazieren auf der Brücke über die Salzach bis zum Mirabell-Garten. Es lohnte sich so weit zu spazieren, die schlängelnden Blumenmuster, das Schloß und das Panorama mit dem Fluß und der Festung bilden gemeinsam ein wunderschönes Bild. Danach spazieren wir am Ufer der Salzach zurück zu unserem Auto. 


Das nächste Ziel ist Hellbrunn. Im Schloßgarten gibt es alle Arten von Seen, Wasserbecken, Springbrunnen und auch Springbrunnenspielen. Für Letztere muß man extra Eintritt zahlen, so lassen wir es aus. Aber der Park selbst lohnt sich für einen Spaziergang. Von hier ab nach Berchtesgaden: die Perle der deutschen Alpen. Der Königssee ist die attraktivste Sehenswürdigkeit des Berchtesgadener Nationalparks. Er liegt in einem zauberhaften Umfeld, zwischen 2000-er Gipfeln eingestanzt. Am Ufer des smaragdgrünen, länglichen (6,5 km) Sees reihen sich interessante Bootshäuser aneinander. Hier zahlen wir für einen Schiffsausflug. Ein  großes, mit Motor ausgerüstetes Schiff schneidet das grüne Wasser, dessen Durchschnittstiefe 100 Meter ist, an der tiefesten Stelle erreicht er die 190 Meter. Demnächst kommen wir zu der Engstelle, wo glatte, aufrechte Felsenwände den See umschlingen und hier halten wir an. Ein in Tracht angezogener Mann bläst sein Horn und hält Pause. Wir können ganz klar und deutlich das berühmte Berchtesgadener Echo hören. Nachher kommen wir in Sankt Bartholomä an, wo die von den Postkarten und Wandkalandern gut bekannte Kirche steht. Hier verdunkelt sich der Himmel über uns bedrohend. Oberhalb des winzigen Dorfes  ragen die Scheitel des Watzmanns vor. Man hört fast jedes Jahr von tödlichen Bergsteigerunfällen aus diesem Bereich. Wir haben eine Stunde Freizeit im Dorf, bevor das Schiff zurückfährt. Das Gesamtbild verblüfft uns: die unglaubliche grüne Farbe des Wassers und die besondere, rot, zwiebelkuppelige Gestaltung der Kirche. Das Wetter kühlt plötzlich sehr stark ab. Wir müssen nach Hause. 



Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.