Donnerstag, 31. März 2011

Kleinausflüge in Franken

Wir haben nach Franken mehrere Verbindungen. M. kommt aus Oberfranken, aus Naila, und dort lebt noch immer der größte Teil seiner Familie in der Umgebung. Mir gefällt die hügelige Landschaft mit ihren Fichtenwäldern, zahlreichen Burgruinen und wunderschönen Städten, wie Würzburg, Kulmbach, Kronach, Bamberg, Coburg…sehr gut. Und ich möchte einmal diese Städte und die wunderschönen Naturformationen, wie das Fichtelgebirge, die Fränkische Schweiz oder das Seenland... anschauen. Ich könnte mir einen ganzen Sommer in Franken vorstellen, z.B. mit einem Wohnmobil unterwegs. Trotzdem sind für uns immer unsere fernen Reisen wichtiger und nach Franken fahren wir letztendlich nur zum Familien- oder Freundenbesuch. 

An dem Fränkischen Seenland wohnen unsere Freunde, die wir 2007, im Urlaub auf Mauritius kennengelernt haben. Zu ihnen fahren wir ganz oft. 

Eine offizielle Homepage von Frankenhttp://www.freizeitfuehrer-franken.de/

Wie ich es hier erfahren habe, die Franken sind ein sehr stolzes Volk, und trotzdem daß Franken ein Teil von Bayern ist, mögen sie es nicht, wenn sie als Bayern bezeichnet werden, sie sind keine Bayern, sie sind Franken! 

In Oberfranken werden die Familienverbindungen ganz fest gepflegt. Wenn irgendein Familienfest, oder Hochzeit, Konfirmation, Jahreswenden oder Geburtstag gibt, dann ist es ganz gewöhnlich, die ganze Verwandtschaft einzuladen. So war ich auch schon paarmal bei solchem großen Familienfest mit dabei. Da reserviert die Familie meistens eine Gastwirtschaft in der Umgebung, wo es dann immer ein Menü gibt, meistens mit den selben Sachen, wie: Kartoffelknödel und Serviettenknödel, Gans und Reh und Lachs. Später Kaffee und Kuchen und man sitz neben dem vielen Essen stundenlang dort.  


Einmal haben wir einen Ausflug im Fichtelgebirge gemacht, und so sind wir zur Luisenburg gekommen, wo ein  Granitfelsenlabyrinth gibt. Es hat mir sehr gut gefallen. 





Der berühmteste See des Fränkischen Seenlands, der Brombachsee:






Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Mittwoch, 30. März 2011

Oberammergau - Ettaler Mandl

30. Juli 2008

Wir haben heute frei gehabt und haben den Tag für einen Tagesausflug genutzt. 
In der früh haben wir es nicht eilig gemacht, sind erst um 9 Uhr, nach dem 90 km weit liegenden Oberammergau losgefahren. Ich liebe dieses Dorf genau so sehr, wie Garmisch-Partenkirchen. Wir sind schon oft hier gewesen.  

Das Haus mit dem Rotkäppchen, gefällt mir immer wieder so sehr. 
Wir kommen in einer Stunde schon an. Wir haben heute diese Gegend gewählt, weil hier die Berge nicht so hoch sind, und wir können hier einen kürzeren Ausflug mit schönem Panorama ohne große Anstrengungen machen. Unser Ausgangspunkt liegt auf 800 Höhenmeter. 


Wir wollten auf den Berg "Laber", wohin dieser kleine Aufzug rauffährt, aber wir gehen zu Fuß, und dagegen wie wir es gedacht haben, wird diese Tour doch ziemlich anstrengend, da der Weg sehr steil ist und wir müssen doch 800 m Höhenunterschied schaffen. 


Die Aussicht auf das Kloster Ettal ist von oben super schön. Bei einer Berghütte essen und trinken wir und dann gehen wir auf den Ettaler Mandl weiter und dann mit einer großen Runde wieder zu unserem Ausgangspunkt.


Wir haben unterwegs viele ganz große Pilze gesehen, manche haben einen Durchmesser von 20 cm: 


Wir sind insgesamt 6 Stunden unterwegs gewesen. 


Wir haben sehr schönes Wetter gehabt, ein bißchen sind wir abgebrannt, aber zum Schluß kamen graue Wolken und es hat zugezogen. Zum Glück hat es erst zu regnen angefangen, als wir gerade zu unserem Auto angekommen sind. Unsere anstrengende Arbeit haben wir dann mit dem göttlichen Eis von einer italienischen Eisdiele von Oberammergau belohnt. Wir behaupten, daß hier das beste Eis der Welt gibt! :-)  Die Portionen sind mächtig groß. 


Wir sind schmutzig und müde heimgekommen und ich bin sofort in die Badewanne gefallen. :-)

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Mit Fahrrad entlang der Isar

Ein super Nachmittag 

2009, Anfang September, an einem Nachmittag nach der Arbeit sind wir mit Fahrrad aus Freising Richtung Moosburg, entlang der Isar unterwegs gewesen (insgsamt 34 km). Diese Strecke ist nur ein kleines Stück von dem mehreren kilometerlangen Isarradlweg. Zauberhaft sind die Isarauen, die Überschwemmungsgebiete der Isar.
Es war sehr schön, was neues zu sehen und das Wetter war ganz sommerlich. 
Als wir dann nach Freising zurückgeradelt sind, haben wir uns das Freisinger Volksfest angeschaut, welches so ausschaut, wie ein kleines Oktoberfest, nur mit viel weniger Menschen und dadurch nicht so hektisch, nicht so stressig, viel angenehmer, ruhiger. Wir konnten hier dem Steckerlfisch nicht Nein sagen :-) und haben eine ganz große Makrele gekauft, und mit nach Hause gebracht und später als leckeres Abendessen verzehrt. Es war ein so schöner Tag, er mußte sich feierlich beenden, deshalb habe ich einen Sekt aufgemacht. :-)  

Dort waren gigantisch große Ölbäume an dem Ufer (ich schreibe Ölbaum, da sie keine Oliven sind, aber unter dieser Familie, ich weiß aber nicht, wie sie genau heißen). Die gibt's in Ungarn auch überall.


Wir haben viele solche pilzige Baumstämme gesehen:


Und dort wohnen Wasservögel:


Steckerlfisch:


Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Montag, 28. März 2011

Deutsche Gewohnheit

- den Balkonboden mit grünem Billiardteppich bedecken 
- Gartenzwerge und alle möglichen Sorten von Tontierchen im Garten anhäufen 
- kreisförmigen Magnet in die Seife stecken und mit dessen Hilfe auf einen Plastikarm aufhängen 
- eine ca. 20 cm lange Metallstange auf den Rand des Kleiderschrankes montieren, worauf man dann Bügel aufhängen kann 
- Kalklösende Tablette in den WC-Spülbehälter werfen und mit Genuß anschauen, daß beim Spülen blaues Wasser läuft 
- sich mit Waschlappen waschen 
- hinter vorhanglosen Fenstern leben 
- schmutzigweißfarbige Stofftaschen für alles benutzen und überall damit hingehen 
- jeden Quadratzentimeter der Wohnungswände mit Familienfotos tapizieren, oft auch im Bad 
- dem Ehebett auch dessen Teil immer frisch beziehen, wo der Ehepartner schon lange gestorben ist 
- das Brot nur auf 3-4 mm dicke Scheiben schneiden 
- den wässerigen deutschen Kaffee nur mit Milch trinken 
- im stärksten Regen joggen gehen 
- die Waschmaschinen in einem Waschkeller halten
- zum Früchstück immer Marmelade essen
- die Autos auf der Straße immer nur der Fahrtrichtung entsprechend einparken
- das Bier mit Limo oder Cola mischen

Dies sind alles Gewohnheiten der überwiegenden Mehrheit der Deutschen, die ich hier während meiner Arbeit kennengelernt habe und die ich so von zu Hause nicht kenne und deshalb mir sonderbar, ja sogar zum Teil witzig vorkommen.

Sonntag, 27. März 2011

Frappé

Wie sehr lieben wir diese braune Plörre. :-) ??? 
Und ich hasse Kaffee! Dann warum? Ich weiß es gar nicht. Weil es nicht nur um den Geschmack geht, sondern es ist ein Ritual. Und den Geschmack kann man nach seinem Wunsch gestalten.

hier mit mehr Milch
Hier etwas stärker

Als ich im vorigen Frühling gerade M. die Detaile unserer Griechenlandreise auf dem Computer zeigend zergliedert habe, hat er gesagt, daß solche Ruhe nirgendwo anders, als in Griechenland gibt. Dann habe ich nur so viel gesagt  - und währenddessen zwei große Frappé auf den Computertisch gestellt - daß die schlauen  griechischen Männer eben deshalb den Frappé erfunden haben, damit sie zu Hause zu ihren Frauen sagen können  "Schatzi, ich haue mal auf einen Frappé in die Kafeterie ab!"  :-) 

Und dann setzt sich der griechischen Mann ins Café, wo die Frau (meistens) nichts zu suchen hat. Er bestellt seinen Frappé, den er dann minimum eine Stunde lang trinkt. Zwischendurch glotzt er und dreht seine Kombostini. Und warum MUß man einen Frappé eine Stunde lang trinken? Ich kann es erklären. :-)


Man fängt einen Frappé mit paar Löffeln Nescafé und Zucker und einen fingerbreit Wasser an zu machen. Diese Mischung schlägt man mit einem speziellen Frappémixer so lang, bis es ein fester Schaum wird. Dann kommen die Milch und das eiskalte Wasser, die im Glas runterlaufen und eine völlig geschmacklose Lösung bilden, da der ganze Kaffeegeschmack (und die Stärke - Koffein) oben in dem Schaum steckt. Dieser Schaum löst sich aber sehr langsam und nur dann, wenn man ihn ständig heftig rührt auf. Wenn wir den Frappé einfach schön lang stehen lassen, dann fallen die kleinen Nescafé Körnchen auch von sich selbst runter. Einem echten Frappékonsumenten bleibt nie Schaum zurück in seinem Glas. Aber daß der obere harte Schaum in der unteren Flüßigkeit  sich auflöst, braucht viel Zeit. 


Wer war der erste, wer diese Art der Anfertigung eines Kaffees erfunden hat?
Angeblich wollte ein Mann 1957 auf der Internationalen Handelsmesse in Thessaloniki seinen Kaffee von instant Kaffepulver fertig machen, aber er konnte dort dazu kein Wasser kochen. Er hat dann die Idee von dem einen Aussteller genommen, der ein Kindergetränk verkaufen wollte, das man in einem Shaker zusammenschütteln soll. So hat der Mann sein Kaffeepulver, Zucker und kaltes Wasser in einem Shaker zusammengeschüttelt und so ist der Frappé entstanden, der dann ganz Griechenland erobert hat. 



Der Frappé ist eine Zeremonie und nicht nur Genuß. Wer einen Frappé bestellt, soll sich dazu die Zeit nehmen und einen wolkenloses, verlangsamten Hirnmodus aufnehmen und halbe Stunde lang relaxen.

Ich kann mich sehr ärgern, wenn ich Gäste habe und ich biete ihnen "Eiskaffee" an (da sie den Namen Frappé gar nicht kennen) und sie saugen sofort von unten die wässerige Brühe aus und lassen den ganzen feinen Schaum drin und jammern dann, was für ein schwacher Kaffee es war. Und wenn ich ihnen erklären will, wie man Frappé trinkt, dann nehmen sie es als Belehrung und gefällt ihnen gar nicht. Es sind die, die nie einen schönen Urlaub in Griechenland haben und die haben bei mir keinen Frappé verdient! :-) 


Ich mache meinen Frappé so:
- zwei TL Nescafé (wenn es geht die originale Marke, es schäumt nämlich am besten - da ich keinen Kaffeegeschmack mag, ich kaufe die "milde" Version, es ist nicht nur milder, sondern noch cremiger) und werfe ich dazu ein TL Kristallzucker, dies alles in ein tiefes, langes, schmales Glas und ich lasse dazu ca. 2 cm hoch kaltes Leitungswasser rein (man kann auch Mineralwasser ohne Kohlensäure, im Tiefkühlschrank abgekühlt ,nehmen). 

Es ist mein ganz einfacher Frappémixer aus Griechenland (kostet ca. 8 Euro)

Dann schlage ich mit dem Mixer diese wenige Flüßigkeit so lang, bis der Schaum so hart wird, daß auch ein Löffel darin stehen bleibt. Richtig ist, wenn das Glas jetzt bis zu seiner Hälfte mit Kaffeeschaum voll ist und keine Flüßigkeit drin mehr übrig bleibt. Dann lasse ich vorsichtig über der Innenwand des Glases ca. 2 fingerbreit Milch reinlaufen, und dann genauso vorsichtig (damit der Schaum nicht zusammenfällt) so viel kaltes Leitungswasser, daß das Glas fast voll wird. Dann kommen die Eiswürfel auch ganz vorsichtig rein und ein Löffel Vanille oder Straciatella Eis. Dann braucht man nur noch einen Strohhalm und die Zeit, eine bequeme Balkonliege und Sonnenschein.  


Ich habe vor einer Woche meine "offizielle Frappésaison" eröffnet, d.h. ich habe aus dem Schrank die Frappémaschine ausgegraben und habe meine ersten Frappés auf dem Balkon genossen. :-)

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Samstag, 26. März 2011

Thailand 2011/Letzter Tag und Heimfahrt

2. März

Schluß mit den Ausflügen, es ist unser letzter Tag und wie eine Bleiwolke lastet sie auf uns. Ich bin schon voll lauter Krämpfe, von den ekeligen Gedanken an die Heimfahrt und Arbeit.  
Nach einem letzten reichlichen Frühstück gehen wir zu unserem Kumpel Bond, da wir einen Computer in seinem Büro gesehen haben, vielleicht wird er uns dahin lassen zum Internet, weil wir unsere Sitzplätze für den Flug reservieren und online einchecken wollen. Im Hotel kosten 15 Minuten 160 Bath (und im Zimmer, wo es unmittelbare Kabelverbindung gibt, kostet es 640 Bath für einen Tag). Der alte PC von Bond ist leider kaputt, aber er bietet uns sofort an, daß wir den Roller nehmen dürfen und damit ins Dorf fahren können. So gibt er uns den Roller nur einfach so, ohne Bezahlung, auf freundschaftlicher Basis, da wir schon so viel bei ihm gebucht haben, und auch weil wir jeden Tag, wenn wir bei seinem Büro vorbeigegangen sind, immer zu ihm reingegangen sind, und haben uns immer ein bißchen  unterhalten. Wir düsen mit dem Roller ins Zentrum von Kamala und gehen zu einem Internetbüro, wo eine Minute 1 Bath kostet und reservieren uns unsere Sitzplätze und drucken die Boardingkarten aus. Danach kaufen wir noch in einem 7/11 Laden Getränke und zwei Stangen Zigaretten (es will der Verkäufer nicht verstehen, daß nicht nur zwei Schachtel, sondern 20 wir wollen, er guckt uns sehr erstaunt an). Zwei Schachtel kaufen wir extra für Bond. Nach einer halben Stunde sind wir schon wieder bei ihm und er wird total ergriffen davon, daß wir Zigaretten ihm schenken wollen. Zuerst will er sie gar nicht nehmen, dann sucht er Postkarten für uns aus und schenkt sie uns. Sehr sehr freundlich. 
Danach gehen wir beide in den Massagesalon vor dem Hotel, zu einer einstündigen Fußmassage (inkl. Fußssohlenreflexpunkte). Wir liegen nebeneinander und genießen die Verwöhnung. Nur einmal tut es mir sehr weh, als die Frau mit einem kleinen Holzstäbchen fest und tief, an 5 unterschiedlichen Stellen in die Sohle drückt. Nachher wollen wir zum Pool runter, aber es gibt keine freien Liegen mehr. Wäre uns kein Problem, wir machen kein Theater davon, wir können uns auch auf das Gras legen. Aber bis wir runtergehen, werden gerade zwei Liegen frei, so haben wir bequeme, schattige Plätze für uns und genießen das Relaxen. Wir lesen und schwimmen viel. 








Wo sollten wir am Abend hingehen, wenn nicht zur Pond?? Als wir ihr sagen, daß es unser letzter Abend ist, bekommen wir nach dem Bezahlen einen großen Obstteller geschenkt und küssen und umarmen uns alle und sagen, daß wir im nächsten Jahr wieder kommen sollen. Auf dem Heimweg treffen wir die Masseurinnen, die uns noch freundlich vom Roller winken und auf Wiedersehen schreien. Beim Hotel verabschieden wir uns noch von der Verkäuferin in dem kleinen Laden, wo wir täglich etwas eingekauft haben. Sie gibt uns auch sehr freundlich ihre Hand. Von Bond haben wir uns noch vor dem essen gehen verabschiedet. 
Wir kondensieren wie immer auf dem Balkon ein letztes Mal und ich packe die Koffer. Ende.

3. März

Wir stehen um 5:15 Uhr auf und um 6 Uhr werden wir abgeholt. Wir bekommen Lunchpakete, die wir später am Flughafen erst essen, darin sind sehr leckere, große Sandwiches. Von dem Hotel können wir nur Gutes erzählen. 
Das Einchecken geht problemlos, aber unsere Maschine hat eine Stunde Verspätung, da am Triebwerk irgendein Fehler ist. 12 Stunden fliegen wir, und ich bin schon nach 2 Stunden total unruhig und kann nicht sitzen bleiben. 


In München empfangen uns  8-10 Grad…

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.

Freitag, 25. März 2011

Thailand 2011/Similan Inselgruppe

28. Februar

Ruhetag. Wir fahren mit Tuk-Tuk zum Laem Sing Beach und verbringen den ganzen Tag dort (ca. bis halb 5) und kommen zu Fuß nach Kamala zurück. Später gehen wir zum Abendessen und buchen unseren letzten Ausflug zu den Similan Inseln. Natürlich essen wir bei Pond. Bis jetzt waren alle Gerichte göttlich gut bei ihr. Die zwei duselige Jungen, die nette Buchhälterin (die manchmal bei der Bedienung mithilft), die immer laut lachende Pond, die witzige und familiäre Atmosphäre des Restaurants fesseln nicht nur uns, sondern wir sehen jeden Abend immer zurückkehrende andere Gäste. 

M. mit "Mr. Bond" vor seinem Büro 

"masaman curry chicken"



1. März 

Wir stehen um 5:50 auf und werden um 6:45 abgeholt, so bleibt uns nur eine viertel Stunde zu frühstücken. Wir hoffen, vielleicht heute werden wir deutsche Mitreisende haben, aber im Bus sind wieder nur zwei Plätze frei und die alle anderen sind mit Russen besetzt. Die schreien ständig laut und essen ihre Frühstückpakete aus dem Hotel, und dazu trinken mehrere Flaschen Bier. In unseren bisherigen Reisen haben wir immer gemischte  Nationen angetroffen, es war noch nirgendwo so, daß extrem nur ein Volk dort wäre. Wenn ich die Menschenmassen hier anschaue, dann scheint Phuket Mallorca von Asien und Mekka von den Russen zu sein. :-)

Die Reise ist so eintönig bis nach Khao Lak. Hier sind schon ca. 100 Menschen, die in einem offenen Restaurant sitzen. Hier werden wir wieder mit bunten Aufklebern auf Gruppen aufgeteilt. 80% sind wieder Russen und deshalb gibt es hier extra russischsprechenden Guide. Von 100 Leute sind höchstens 20 andere Nationen und wir 20 kommen in ein Boot mit einem englischsprechenden lustigen, dicken Thaikerl zusammen. 

Es wird öfters betont, daß die Inseln Teil eines Marinen Nationalparks sind und man darf nicht rauchen und weil Muslimen dort leben, darf man keinen Alkohol trinken (jetzt verstehe ich schon, warum die Russen hinter uns im Bus 6 Flaschen - eine Flasche ist 640 ml - Bier getrunken haben, sie wollten im Voraus ihre Tagesportion erledigen). :D

Bevor wir ins Boot steigen, werden unsere Schuhe weggenommen und alle zusammen in eine große schwarze Mülltüte geworfen. Niemand sagt uns, warum.

Heute ist der Himmel ganz bewölkt, was mich wieder sehr ärgert, weil bei den Similan Inseln der Sand sehr weiß, und das Wasser sehr azurblau ist, wird es wieder nichts mit den Farben, alles hat nur Grautöne. 



Unterwegs sieht einmal unser Käpten Delfine, und er hält plötzlich das Boot an, aber dann sehen wir sie leider nie mehr. Wir fahren 1,5 Stunden bis zu der ersten Insel, die Koh 8 oder Similan heißt. Es ist der wunderschöne Ort, den ich schon auf vielen Prospekten, Riesenpostern gesehen habe, wo eine mächtig große, graue Granitfelsengruppe (und oben drauf ein Pendelstein) über der unbeschreiblichen Traumbucht thront. Für mich absolut ein Seychellen-Gefühl! Als wir ankern, bin ich wieder enttäuscht, da ich gedacht habe, daß diese Inseln nicht so bekannt sind, hierher kommen weniger Touristen, aber hier empfängt uns genau so die Massenhysterie, wie wo anders war. Wir haben hier halbe Stunde dafür, daß wir mit dem Guide auf die Felsen klettern müssen - es wurde extra betont, als das Baden keine Alternative wäre. Wir gehen auf einem schmalen Pfad zwischen den Felsen und durch den Urwald los. Ja, aber wir sind nicht die einzigen! Sondern noch von ca. 15 anderen Booten ihre Fahrgäste, also min. 130 Menschen. Man muß manchmal durch ein enges Loch, nach vornegebeugt durch, wo auf einmal nur ein Mensch durchpasst, und so entsteht hier ein wahnsinniger Stau. Jetzt kommen gerade in der engen Passage die Leute (ca. 50) runter, die schon oben waren und wir stehen nur und warten gute 10 Minuten. Es ist ein komisches Gefühl, mit unseren, in schneeweißem Mehl frisch panierten Füßen auf dem schwarzen, feuchten, kalten und harten Urwaldpfad treten. Wir lassen weiße Fußabdrücke hinter uns. Ich habe noch nie in meinem Leben so weichen, so winzigkörnigen, feinen Sand erlebt. Ich würde davon gerne mitnehmen, aber man darf hier nichts mitnehmen und hätte so wie so nichts, wo ich ihn reinfüllen könnte. Hier ist alles geschützt, vielleicht wurden unsere Schuhe deshalb weggenommen??? Das Gedränge, die Stoßerei ist genau so extrem hier, wie am Nachmittag um halb 5 in der Budapester U-bahn. :-) Es gibt welche, die es nicht mit ihren Nerven aushalten und drehen sich um und gehen baden. Vielleicht sollten wir auch so tun, aber ich will den Blick von oben sehen.  







Als wir oben ankommen, müssen wir warten, damit wir zu einem Aussichtspunkt hinkönnen. Die rauen Felsen stechen sehr unsere Sohlen. Endlich gehen die meisten und wir bleiben ca. zu zehnt oben, aber wir sehen niemanden aus unserer Gruppe mehr. Gerade bleibt noch Zeit in alle Richtungen paar Fotos zu schießen und dann verzweifeln wir und gehen schnell runter, bzw. wir würden schnell gehen, es ist aber schon wieder "Stau". Dann sehen wir an der Küste noch paar Leute aus unserer Gruppe und so machen wir auch noch paar Fotos, aber dann sehen wir, daß unsere schon einsteigen, also wir laufen zu dem Boot und fahren schon los.  Ich finde es alles total stressig und nervig. 











Von hier fahren wir zu der mini Insel, Koh Bangu, Nr. 9, und bei deren felsigen Küsten ankern wir, um zu schnorcheln. Hier ist das Wasser super, ca. 10 m tief und sehr klar, ist voll mit Felsen, Korallen und zahlreichen bunten Fischen. Wir dürfen hier halbe Stunde schnorcheln und es gefällt uns sehr. Das Problem ist nur so viel, daß nach uns ca. 4-5 andere Boote auch kommen und so schnorcheln mit uns auf einer 50 quadratmeterigen Fläche ca. 100 andere Menschen gleichzeitig, und dessen unvermeindbare Folge ist, daß man manchmal  einen unerbetenen Fußtritt von fremden Floßen an den Kopf kriegt.  



Nachher fahen wir zu der Insel 4 (Koh Mieng), wo man in Zelten übernachten kann. Hier  steigen wir an der wunderschönen weißsandigen Küste aus und gehen zu Fuß durch die ganze Insel, durch den Urwald (barfüßig nicht gerade schön)  ca. 10 Minuten lang zu einem anderen Strand. Hier fressen uns Riesenmücken auf, wir denken von Mißverständnis bekommen wir hier kein Mittagessen, sondern wir werden als Mittagessen diesen Mücken geopfert. :-) Wir kommen in eine nächste traumhaft schöne "Seychellen-Bucht" an, mit pferdegroßen Mücken an uns vollgeklebt.  Hier bekommen wir das Mittagessen. Unser Boot ist schon lange herumgefahren und wir sehen noch gerade, wie aus großen Plastikbehältern das Essen ausgekippt wird. Das ist das schlechteste Essen im ganzen Urlaub, geschmacklose Tomatensoße mit Garnelen drin, roher Gemüsehaufen auch ohne Geschmack, winzige Hühnchenkeulen, die fast nur Knochen sind und sau scharf und als Beilage Reis oder Nudeln. 




Fledermäuse




Danach haben wir 45 Minuten an diesem Traumstrand zu baden, der vielleicht der schönste Strand meines Lebens wäre, wenn nicht so viele Menschen hier wären. Überall posieren Frauen vor den Felsen und ihre Männer fotografieren sie minutenlang, und die anderen stehen in der Reihe, daß sie auch daran kommen. Was ich bei diesen Ausflügen nicht ganz verstehen kann, daß die Gruppen alle gleichzeitig an einen Ort ankommen und einige blieben kürzer, andere länger, aber mit 15-30 minütigen Unterschied hauen dann alle ab und bleiben diese Küsten leer und paradiesisch. Warum können diese Veranstalter die Zeiten zwischen einander nicht einteilen? Könnte der eine Vormittag fahren, der andere Nachmittag, sie sollten einfach nur die Reihenfolge der Orte wechseln.   













Von hier fahren wir nur paar Minuten, um nochmal zu schnorcheln. Auf den Bäumen sitzen Fischadler und kreischen laut. Hier ist die Unterwasserwelt unbeschreiblich schön und wir haben eine ganze Stunde zu schnorcheln. Auf dem Boot bekommen wir Ananas und Wassermelone und leider hier endet sich das Programm, wir fahren dann zum Festland zurück. 






Dort bekommen wir unsere Schuhe zurück.
Die Busfahrt scheint ewig lang zu sein und ist sehr unbequem. 
Heute sind wir faul zu Pond zu spazieren (ca. 15 Min.) und essen in der kleinen Straße vor dem Hotel bei einem Inder, wo aber alles viel teurer ist, als bei Pond. Mir schmeckt es nicht so gut (M. mag es), weil in der Soße solche Gewürze sind, die nicht meine Lieblinge sind, wie Zimt, Koriander und zu viel Kümmel. Zimt und Koriander kann ich nicht leiden. 

Heute sind wir schon gegen halb 10 so müde, daß wir schlafen gehen wollen, aber dann fällt öfter der Strom aus und fängt ein ganz wildes Gewitter, mit Blitzen und Donnern an. Ich mag großen Regen anschauen und wir beide gehen auf den Balkon und schauen es lang an, wie die Blitze in unserem Hof zucken und mit Tageslicht den Pool beleuchten. Eine Stunde lang schauen wir, und dann gehen wir schlafen.

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.