Mittwoch, 31. August 2011

Peloponnes 2010/3.

5. Tag, 14. Juni 2010 

Unsere Unterkunft
Finikounda

Es ist unser letzter Tag in Finikounda, und sowieso die Verlängerung, da wir einen Tag länger geblieben sind, als was wir gebucht haben, da es uns hier so gut gefallen hat. 

Wir stehen um 9 Uhr auf, heute ist der Himmel bewölkt, aber trotzdem ist es eine höllische Hitze. Wir verzehren unser Frühstück ganz bequem, genießen (wie jedes Mal) das wunderbare Panorama von dem Balkon und packen unsere Sachen zum Baden zusammen. In den hier verbrachten fünf Tagen kommt nicht zum ersten Mal der Satz aus unserem Mund heraus: „Ich könnte hier leben!” Wir sind verliebt geworden in Finikounda! Es tut direkt weh, daß wir morgen weiterfahren. Wir überlegen auch das, daß wir vielleicht zum Schluß nochmal zurückkommen.  
Zuerst fahren wir nach Pylos um rumzuschauen und Mittag zu essen. Wir wollen die Burg anschauen, aber heute ist sie zu. Es ist Montag, und am Montag hat alles zu. Wir spazieren zuerst und dann setzen wir uns ins Gyrosbuffet, wo wir schon 2005 so zufrieden waren. In der hinteren Ecke des großen Hauptplatzes mit den Platanen steht dieses Buffet neben der Bank und der komischen Tankstelle, direkt an der Bushaltestelle. So setzen sich hier die Leute, die auf den Bus warten. Wir müssen uns innen hinsetzen, da draßen es laut und voll ist. Beide bestellen wir eine Gyrosplatte, und bekommen mächtige Portionen, die wir kaum essen können. Das Fleisch ist sehr lecker, ist knusprig gebraten und gut gewürzt. Eine Platte kostet 7 Euro. Wir werden total satt und gehen wieder ein bißchen um uns zu bewegen, als ein Auto uns anhupt. Es ist Zacharia mit seiner Mutter und sie winken lächelnd. Ich kaufe Obst in einem Laden unter den Arkaden. 



Jetzt will ich erwähnen die ca. 10 km lange Straßenstrecke zwischen Methoni und Finikounda. Die Straße wurde durch einen Sandsteinfels geschnitten. Links und rechts ragen hohe, orangefarbige Felswände auf, beide Straßenseiten sind mit bunten Oleandern geschmückt, die Straße selbst führt runter und rauf wie eine Achterbahn. Ich finde sie besonders interessant und wenn man von Finikounda nach Methoni fährt, dann kommen Momente, wenn man plötzlich einen Blick auf das dunkelblaue Meer oder auf Methonis Häuser in dem Morgenlicht kriegt, es sieht einfach fantastisch aus. 





Wir haben uns für den Strand Tsapi entschieden, den wir einmal schon angeschaut haben und dorthin führen  furchtbare Serpentinen herunter. In der Bucht sind wenig Menschen, das Wasser ist hier auch kristallklar und sehr kalt. Es wird leider windig, so hält unser Sonnenschirm nicht und in der starken Sonne halten wir nicht zu lang aus. So treibt der Wind uns leider frühzeitig weg. Bevor wir weggehen würden, setzen wir uns noch in die Strandtaverne für einen Frappé, der aber fast untrinkbar ist. Er ist zu dunkel, zu stark, zu bitter und wässerig, von Milch kann man keine Spurenelemente darin entdecken. 
Wir gehen heute ziemlich früh heim, nach dem Duschen bereite ich griechischen Salat zu. Ich kann ihn sehr gut machen, und wir lieben ihn ohne Ende. 


Wir gehen noch ein letztes Mal zu einem riesigen Spaziergang ins Dorf runter, dann sitzen wir noch lang auf dem Balkon. Es tut uns leid, daß wir morgen weiterfahren. 


6. Tag, 15. Juni 2010 

Ich stehe früh auf und hole frisches Brot von dem Bäcker. Wir haben bis jetzt meistens erst am Abend Brot gekauft und es war dann immer Restbrot von Morgen, was schon den ganzen Tag auf dem Regal gestanden ist und total ausgetrocknet und hart war. Ich komme innerhalb 10 Minuten zurück und wecke M. auf. Wir essen alles auf, was ohne Kühlung kaputt gehen würde. 

Der Himmel ist bewölkt, trotzdem ist es sehr heiß. Wir packen zusammen, verabschieden uns von Zacharia und fahren um 9:10 Uhr los und um 10 Uhr zeigt schon das Thermometer 35° Grad! 

Wir wissen, daß auf dem Mani es nicht viele großartige Einkaufsmöglichkeiten geben wird, deshalb kaufen wir im Lidl bei Kalamata alles für die nächsten Tage ein. Hier ist der Benzin 10 Cent billiger, so tanken wir auch das Auto voll. Wir kommen ziemlich schnell in Kardamyli an. Die Hitze wird unertragbar. Wir spazieren in dem hübschen Dorf eine Runde, aber nach 10 Minuten sind wir schon am Sterben von der Hitze und wir fahren lieber weiter. 2005 haben wir schon den Ort und auch seinen historischen Teil (Altdorf) angeschaut. 



Wir fahren gezielt nach Stoupa, dort wollen wir Unterkunft suchen, aber dort können wir nicht mal parken, überall sind Touristen, es gefällt uns nicht, der Ort ist überfüllt, lieber fahren wir weiter in den Nachbarort, Agios Nikolaos, wo ich recht nette Unterkünfte im Internet im Voraus ausgesucht habe. Zuerst verpassen wir die Abfarht und wir biegen in dem nächsten Dorf,  Ag. Dimitrios ab. Dann fahren wir über eine Küstenstraße nach  dem charmanten Agios Nikolaos zurück. 


Wir suchen die Skafidakia Villen, aber finden sie nicht, statt deren finden wir aber das Haupthaus des  Besitzers. Das Apartmenthaus sieht gut aus, wir wollen hier bleiben, wir läuten. Freundliche junge Frau macht die Tür auf und zeigt uns ein freies Zimmer. Sie spricht sehr gut englisch. Das Apartment ist perfekt, besteht von extra Schlaf- und Wohnraum, hat gut ausgerüstete Küche, nur das Bad ist winzig klein, aber für zwei Nächte stört es uns auch nicht. Eine Nacht kostet 40 Euro, bei mehreren Nächten 37 Euro/Nacht. Es gefällt uns so sehr, daß wir es sofort nehmen, versuchen nicht mal zu verhandeln. Wir nehmen es für zwei Nächte.  
Das Apartment befindet sich in einem landestypischen, schönen Natursteinhaus, in einem, mit Zitrusbäumen vollen Garten. Agios Nikolaos ist ein ganz kleines Dorf, mit einem mini Hafen, und hier ist auch das Zentrum, wo es paar Tavernen gibt und wo alle Einheimischen sitzen. 




Pausenlos läuft das Wasser von uns runter, wir leiden heute extrem unter der Hitze und wollen schnell zum Strand. Zuerst suchen wir ein Gyrosbüffet in Stoupa, wir finden aber keinen Parkplatz, wir müssen viel laufen und 10 Meter sind schon die Hölle in der Hitze. Stoupas Hauptstrand ist sehr schön, gefällt uns hier trotzdem nicht, weil es mit schneeweißen oder zu krebsrot gebrannten englischen Menschenmassen überfüllt ist. Schatten findet man hier nirgends. Wir fahren zu der nördlich liegenden Nebenbucht, Kalogria, welche auch voll ist, aber traumhaft schöne Wasserfarben hat. Wir bleiben hier, auf diesem von Zykaden lauten Traumstrand. Im Hintergrund stehen hohe karge Berge. 

Stoupa
Kalogria

Hier hören wir keine deutsche Sprache, nur englisch und italienisch. Es ist der erste Ort in Griechenland, wo wir unsere Wertsachen nicht an der Küste liegen lassen wagen, und deshalb nur abwechselnd ins Wasser gehen. 
Das Wasser ist unbeschreiblich klar und hat karibische Farben, ich genieße es so sehr, ich könnte stundenlang drin bleiben. Es ist hier überhaupt nicht kalt, sogar angenehm lauwarm. Ohne Touristen wäre es ein idyllischer Ort, aber auch mit den vielen Touristen ist es für uns der schönste Strand des Peloponnes. Die Küste ist feinsandig und alte, große Tamarisken spenden hinten Schatten, vorne kann man Liegen mit Schirmen mieten. Man kann hier auch Tretboot  mieten, und es gibt eine Bar und Taverne. Heute weht nicht mal eine Brise, die Luft bewegt sich nicht, so bleibt auch unser eigener Sonnenschirm stehen. Wir bleiben hier ganz bis Abend. 


Dann fahren wir heim, duschen und essen zum Abend die Früchte auf dem Balkon, die wir heute gekauft haben. Wir laufen eine Runde bis zum winzigen Hafen und zurück und dann fahren wir nach Stoupa einkaufen. Die Küche ist nicht nur gut ausgerüstet, sondern sehr sauber und steht für uns extra auch eine volle Flasche Abspülmittel und ein original eingepackter Schwamm da. Es gibt Küchentücher, Wasserkocher...alles. Ich mache Horiatiki, der ein bißchen zu viel wird, aber wir essen ihn trotzdem ganz auf. Die Besitzerin sagt uns Bescheid, daß an der Ecke neben dem Haus eine Wasserquelle ist, deren Wasser können wir auch trinken und sie empfehlt lieber es auch zum Obstwaschen, als aus der Leitung. Die Luft steht und es kühlt auch nicht in der Nacht ab. Wir sitzen noch um Mitternacht draußen und läuft das Wasser von uns runter. 


Das Schlafen geht hier überhaupt nicht. Es gibt zwar Klimaanlage, aber die vertrage ich nicht und ohne kann man fast ersticken in der Luftlosigkeit, die Fenster kann man wegen den Mücken nicht aufmachen. So leiden wir in der ganzen Nacht schlaflos von der Hitze.

Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Dienstag, 30. August 2011

Peloponnes 2010/2.

3. Tag, 12. Juni 2010 

Wir wollten heute früh aufstehen, damit wir auch früh zu der Voidokilia-Bucht ankommen ("Ochsenbäuchlein- Bucht"), aber wir stehen um 8 Uhr auf und wursteln so lang rum, daß wir dann doch zu spät losfahren. 
Nach Methoni führt ein wunderschöner Weg in einem, mit Olivenhainen vollen grünen Tal. Wir kommen erst um halb 11 in der Voidokilia-Bucht an. Es ist schon sehr heiß. Wir packen alles runter und ich nehme sofort eine Flasche Wasser, den Fotoapparat und die Mütze zu mir und gehe allein, entlang der endlosen halbkreisförmigen (besser gesagt: Ω-förmigen) Bucht in dem heißen Sand los. Jeder Schritt fällt schwer in dem Sand, da man tief reinsinkt, aber die Neugierde treibt mich an und da ich M. wieder nicht gern allein lasse, bzw. er lässt mich auch nicht gern allein auf den Berg, so beeile ich mich richtig, daß ich fast schon laufe, was mich natürlich in der Hizte und in dem Sand total fertig macht. Der Bogen der Bucht ist sehr lang, mir kommt es vor, als wenn von ihrem einen Ende bis zum anderen ewig laufen würde. Ich laufe wirklich schnell, aber es dauert so auch ca. eine viertel Stunde, bis ich an der anderen Seite ankomme. Dies alles für ein Foto, was ich mir so wünsche, die Bucht von oben, in ganzem zu sehen. 2005 waren wir hier an einem Nachmittag, es war unertragbar heiß und wir haben den Weg zu dem Hügel nicht gefunden. Seitdem haben mir paar Leute in einem Forum darüber erzählt, wie man da rauf kommt.

Voidokilia-Bucht



Ich muß erst über mächtige Sanddünen hochlaufen, ich will es schnell-schnell und renne, wie eine, die die Türken treiben. Dann komme ich zu einem buschigen Teil, wo ich erstmal nach Luft schnappe und keuche furchtbar. Hier warte ich ein bißchen, daß ich zu mir komme, mache paar Fotos, trinke und dann gehe ich über einen Trampelpfad weiter. Dann kommen die niedrigen stacheligen Büsche, die Macchia, und die Menschen haben zwischen diesen Büschen schon einen Pfad getrampelt. Hier muß ich mich weit vorne gebückt, zwischen dicken Wurzeln und Felsen stolpernd durchkämpfen. Zwischendurch muß ich immer überall hingucken, nicht daß ein Zweig mein Auge aussticht, oder nicht daß ich durch so ein großes Spinnennetz laufe, wovon hier hunderte sind und noch mächtigere Spinnen sitzen drinnen. Ich sehe aber nur mein Ziel in meinem Kopf vor mir und laufe ganz besessen weiter. Endlich komme ich keuchend, durchgeschwitzt zu dem Eingang der großen "Nestor-Höhle", aus deren Mund angenehm kühler Hauch (und unangenehmer Uringeruch) rauskommt. Ich stelle mich in den Schatten, in den Eingang der Höhle und warte ab, daß ich mich auspuste und nachher fotografiere ich die Landschaft in jede Richtung. Die Bucht ist von dort oben wunderschön, und ich kann es mir so schwierig vorstellen, wie die Natur so was ausbilden kann, so eine perfekte Form. Dann suche ich noch nach einem Pfad, welcher weiter nach oben, zu den Burgruinen führen würde, aber finde ihn nicht, bzw. man könnte über Felsen weiter klettern, aber dazu habe ich in der Hitze und allein keine Lust. 

Dir Burgruinen auf dem Fels und darunter der Eingang der Nestor-Höhle

Voidokilia-Bucht (und oben rechts eine fette Spinne)

Wenn man auf das untere Bild klickt und vergrößert es, dann sieht man in der Ferne, auf der gegenüber liegenden Küste der Bucht ein kleines rotes x, dort saß M. und wartete auf mich und ich habe meinen Weg mit einer roten Linie gezeichnet:


Als ich wieder unten bin, ziehe ich sofort meine mit Sand vollen Schuhe aus, und laufe bis zum Knie im Wasser stapfend zurück. Ich erzähle meine Erlebnisse M. und wir schwimmen hier in dem kristallklaren aber eiskalten Wasser viel.  

Gegen halb 2 fahren wir in Richtung Norden weiter. Wir schauen mehrere Strände und Buchten an. Die meisten Küsten sind felsig, wo man überhaupt nicht baden kann. Es gibt eine andere Bucht, die genauso, wie die Voidokilia aussieht, nur kleiner ist. Sie heißt Vromeneri und sie gefällt uns auch sehr, aber hier baden sehr viele Menschen. Ich mache nur Fotos und wir fahren weiter. 

Vromeneri:
Ein Schiffswrack

Wir sehen hinter dem Ort Marathopoli ein Schiffswrack. Dann finden wir in Ag. Kiriaki ein Restaurant mit den typischen blaukarierten Tischdecken, aber es ist total voll. Nachher sehen wir in Filiatra einen kleinen Eiffel-Turm (Kopie) und schließlich kommen wir in Kiparissia an, welche eine charakterlose Stadt ist, mit geraden Straßen, die viereckigen Wohnblöcke umfassen. Wir setzten uns am Hafen in eine Taverne. Hier sitzen viele Einheimische, die die Fußball-WM schauen. Wir essen Horiatiki, gegrillte Hühnchenbrust und Souvlaki. Alles ist lecker und die Portionen sind groß, wir können sie kaum aufessen, mit zwei Cola bezahlen wir 20 Euro. 

Danach fahren wir mit dem Auto zu der Burg rauf, sie ist aber keine richtige Burg mehr, nur ein Ruinenhaufen. Kein Mensch ist hier außer uns. Wir brauchen hier nicht viel Zeit, es ist absolut uninteressant und danach machen wir uns auf den Weg nach Hause. 



Nächtes Mal halten wir erst in Gialova an, und uns gefällt die Stimmung der Küstentavernenreihe, so setzen wir uns in ein Café, direkt am Wasser. Wir bestellen zwei Frappés (ich mit Eis drinnen = 5 Euro die beiden)   und genießen lang die Ruhe am Meer. In der Ferne sehen wir die weißen Häuser von Pylos. Wir haben hier eine tiefe innere Ruhe, wir sind beide sehr nachdenklich und fühlen es so, als ob die Zeit hier angehalten wäre. Wir unterhalten uns und überlegen den weiteren Urlaub mit M's Bein und wir nehmen es an, das Schicksal wollte es so, wir müssen damit leben können und lieber diese Ruhe genießen, als ständig darüber nachzudenken, was alles wir machen könnten, wenn sein Knie nicht kaputt wäre. 

Es wird schon halb 7, als wir wieder losfahren. Wir suchen in Pylos noch einen größeren Supermarkt und kaufen erneut Getränkvorräte ein. Um halb 8 sind wir daheim, wir duschen und lesen noch lang auf dem Balkon, wo ganz angenehme Abendtemperaturen sind.  

4. Tag, 13. Juni 2010

Wir schlafen nicht gut und früh morgens werden wir von den Kirchenglocken aufgeweckt. Für heute haben wir keinen bestimmten Plan, wir machen alles schön gemütlich und fahren gegen 10 Uhr los, paar Dörfer in der Nähe zu besuchen, aber wir finden dort nichts interessantes. Durch den Ort Kallithea kommen wir dann wieder zu der Küste, nach Agios Andreas runter, wo wir gerne was zum Mittag essen würden, aber wir finden keine sympatische Taverne hier. Heute ist der Himmel mit Schleierwolken bedeckt und es ist total schwül. Nachmittag zeigt das Thermometer des Autos 37° Grad. In Nea Koroni sehen wir auch nichts interessantes, so fahren wir nach Koroni zum Essen. Dort empfangen uns überraschungsmäßig total volle Tavernen, aber wirklich so, daß man nirgends einen Platz findet. Alles ist voll mit Griechen. Bestimmt, weil es Wochenende ist. Wir finden kaum einen Platz, und ihn auch nur im Innenraum einer Taverne, wo sich die Luft nicht bewegt. Es ist die selbe Taverne, wo wir vor paar Tagen draußen den Frappé getrunken haben. In der Hitze wünschen wir uns kein warmes Essen und keine große Portionen, deshalb bestellen wir lieber nur paar Vorspeisen. So essen wir Taramosalata (Fischrogencreme), Gavros (mini fritierte Sardellen) und Saganaki (panierter und fritierter Käse/oder Schafkäse). Die drei Kleinigkeiten reichen uns völlig und mit zwei Cola zahlen wir 17,20 Euro. 


Mit dem Essen zufrieden flüchteten wir dann schnell aus dem vollen und heißen Dorf zu seinem Strand.

Zana Beach

Der Strand hat weichen, feinen Sand und heute in der Hitze kann man es barfüßig überhaupt nicht ertragen, es brennt schmerzhaft. Das Wasser ist kristallklar und etwas wärmer, als wo anders bis jetzt war. Der Strand ist nicht zu voll, sind hauptsächlich Einheimische hier. Wir halten aber die Hitze nicht länger als 2 Stunden lang aus. Wir haben Sonnenschirm, aber der starke Wind dreht oder kippt ihn immer aus, wir wollen eine windgeschützte Bucht suchen. Der Wind macht unsere ganzen Sachen voll mit Sand. Ich mag lieber kieselige Strände. 

Wir fahren über furchtbare Schotterstraßen zu drei Buchten in der Umgebung runter, aber überall tobt starker Wind und sind große Wellen. Schließlich finden wir eine traumhaft schöne Bucht, die genau die winzigen Kiesel hat, wie ich es mag und ein Fels spendet natürlichen Schatten darüber. Das Wasser hat wunderschöne Farben. 
In Koroni bei einem Bäcker habe ich zwei riesige, mit Feta gefüllte Blätterteigtaschen (Tiropita?) gekauft, die wir hier auf dem schönen Strand verzehren und die schmecken wirklich sehr lecker. 

Es war die Bucht ohne Name

Der Strand besteht aus zwei Zwillingsbuchten, zu der hinteren kann man nur über Felsen rüberkommen, und es schafft M. auch irgendwie. Dort hinten ist es ganz ruhig, nur ein junges italienisches Paar ist noch dort außer uns, aber sie sind ewig weg zu schnorcheln. Wir können dir Ruhe und den wunderschönen Strand hier sehr gut genießen. Ich möchte gerne nochmal hierher zurückkommen, oder morgen den ganzen Tag hier baden. Wir bleiben bis 18 Uhr und fahren nach Hause. 

Wir duschen und machen uns gemütlich langsam fertig und gehen ins Dorf zu spazieren. Dort essen wir  Gyros, die sehr lecker gewürzt sind und später setzen wir uns in eine Bar, wo wir dann die Fußball-WM anschauen und dazu leckeres Eis essen. Heute weht der Wind stärker, als sonst, spät am Abend kühlt es schon ab. 

Finikounda:

Unter den zwei obersten Häusern stehen unsere 5 Bungalows:


Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen. 

Sonntag, 28. August 2011

Peloponnes 2010/1.

1. Tag, 10. Juni 2010

Frühes Aufstehen...mit dem Flug alles in Ordnung...die Koffer bekommen wir auch schnell...genau um 13 Uhr laufe ich, wie eine vergiftete Maus hin und zurück vor dem Flughafen von Athen, den Minibus suchend, der uns abholen sollte, aber er ist nicht da. Wir haben diesen Transfer vom Autovermieter auf 13 Uhr bestellt. Ich bin innerlich sehr nervös, aber beruhige mich damit, daß eine halbe Stunde Verspätung noch locker zu der griechischen Mentalität passt. Wir haben noch Zeit zu verzweifeln. Um 13:20 kommt dann der Minibus und wir steigen mit einem anderen Paar ein und fahren maximal 5 Minuten zu dem Standort der Firma Auto Union. Den Mietwagen bekommen wir binnen Minuten und da sie unsere gewünschte Kategorie nicht da haben, kriegen wir eine Nummer größeres Auto, ohne Aufpreis! Es ist ein Hyundai Accent und wir freuen uns sehr darüber, da er einen mächtigen Kofferraum hat, wo alles und noch drei Leichen bequem reinpasst. Der Mietpreis wird von unserer Kreditkarte abgebucht und keine Kaution!!! Ganz ungewöhnlich, aber sympathisch. Der Prozess des Automietens geht sehr schnell und korrekt. Sie nehmen mich als Zweitfahrer ohne Plus Gebühr auf. 

Wir fahren mit unserem großen, alten, weißen Auto, das wenig PS und eine schwache Klimaanlage hat, um 14 Uhr los. Wir verfahren uns in Athen sofort, da ich die falsche Karte eingepackt habe. Wir springen in einen großen Supermarkt ein, um Getränke zu kaufen und fragen die Kassiererin nach dem Weg Richtung Korinthos, aber sie zieht nur ihre Schulter hoch. Später fragen wir einen Tankstellenangestellten und er zeichnet den Weg sofort auf ein Papier und erklärt uns alles ganz nett und mit einem guten Englisch. Seine Beschreibung ist perfekt und wir finden ganz schnell den richtigen Weg und fahren schon aus Athens Chaos Richtung Elefsina raus. 

Bis wir aus der Stadt rausfahren, fährt M., dann tauschen wir. Ich fahre dann bis Tripoli. Ich genieße es, da auf der Autobahn seit Kortinhos fast kein Auto außer uns fährt. Zuerst fahren wir durch sehr schöne, bergige Landschaft, dann wird sie Richtung Tripoli flacher. Zwischen den, die zwei Bahnen trennenden Leitplanken, sind Oleander eingapflanzt, meistens dunkelrosa, oder weiß, aber ab und zu auch fast unbekannte, interessante Farben. Die ganze Zeit begleiten sie uns auf der Autobahn. Ich liebe dieses Bild. Die Landschaft ist stark grün, die Hänge sind gelb von den blühenden Ginstern. Ich habe Griechenland meistens im Herbst, ausgetrocknet, farblos, gelb erlebt, und jetzt sind die Farben stark und spenden für die Landschaft eine einmalige Schönheit. Es ist die Schönheit einer Frühsommerreise. Es gibt sehr viele Baustellen auf dieser Autobahnstrecke und wir fahren oft nur mit 60 km/h, irgendwann beherrscht uns die Müdigkeit und wir möchten schon endlich in Finikounda ankommen.  

Autobahngebühren auf dieser Strecke (2010):
Erstes Tor nach Athen: 2,90 Euro
Zweites Tor bei Nafplion: 1,40 Euro
Drittes Tor bei Tripoli: 1,30 Euro

Es wird plötzlich bewölkt, und wir fahren erneut in Richtung Berge, wo uns dann der Regen erreicht und wir gelangen in ein fürchterliches Gewitter. Hier tauschen wir und M. fährt bis Messini. Der Regen hört erst dort auf. Die Luft hat sich von den 33° Grad in Athen jetzt auf 21° Grad abgekühlt.  
Bei Messini finden wir zufällig einen Lidl und wir halten hier an um einzukaufen, so können wir unsere Getränkevorräte viel billiger besorgen, als wenn wir sie in örtlichen Kleinläden kaufen würden. Wir kaufen auch Gemüse und Obst, eine grose Dose Fetakäse und noch paar Kleinigkeiten. 

Nach Messini fahre ich ganz bis Finikounda, die Straße, die durch stimmungsvolle Küstendörfer führt, gefällt mir sehr und ich gucke nur verzaubert, wie viele Farben und Sorten es von Oleandern, Bougainvilleas und Trichterblüten es hier gibt. Von Athen nach Finikounda haben wir 347 km hinter uns gelassen und wir kommen erst um 20 Uhr an. Die Unterkunft habe ich im Internet gefunden und im Voraus gebucht.

Die schönen, neuen Bungalows sind leicht zu finden, sie liegen direkt rechts an der Hauptstraße: fünf bunte, fröhliche, moderne Häuschen (Studios Chroma). Eine Markise ist über den Parkplätzen gespannt und als wir darunter parken, treffen wir gleich den jungen Besitzer, Zacharia. Als wir aussteigen, gibt er sofort seine Hand, aber sprechen können wir nicht viel miteinander, da er nur paar Wörter auf Englisch kann. Obwohl sein Handgelenk eingegipst ist, hebt er sofort die zwei schweren Koffer und schleppt sie über die lange Treppenreihe zu dem obersten Haus. Die Einrichtung ist so neu, daß es noch nach Neumöbeln riecht. Alles ist modern, geräumig, bequem, geschmackvoll und sauber. Die Küche hat noch einige Mängel, aber später sehen wir, daß Zacharia jeden Tag noch Sachen bringt, er war einfach noch nicht so weit mit der Einrichtung. Es gibt Mückennetze, Klimaanlage und auch Fernseher. Der Balkon ist schön, und wir haben einen Blick auf ganz Finikounda und auf das Meer. Es kostet 45 Euro/Nacht.




Wir packen aus, und haben ein bißchen Sorgen, daß es hier wegen der Hauptstraße sehr laut wird, aber schließlich fährt doch vielleicht ein Auto pro Stunde hier vorbei. Nach dem Duschen spazieren wir ins Dorf runter, es dauert nur 5 Minuten den Ortskern zu erreichen. Wir haben Bärenhunger und setzen uns gleich in die zweite Taverne rein, die direkt an der Küste steht. Als der Besitzer kommt, fange ich an quälend auf Griechisch mit der Bestellung, worauf aber er gleich uns auf Deutsch anspricht. :-) Er ist selbst Deutscher oder Österreicher. Wir essen Kalamari und Gavros mit Pommes und Tzatziki. Alles schmeckt sehr gut und die Portionen sind mächtig, wir können gar nicht alles aufessen. Wir würden noch gerne wegen der Stimmung bleiben, aber der Küstenwind wird immer stärker und ich friere mich. Wir zahlen mit zwei Getränken 24 Euro und gehen zu unserer Unterkunft zurück. Dort oben bewegt sich die Luft keinen Millimeter, es ist eine kaum ertragbare Hitze draußen und auch im Zimmer. Im Dorf gibt es (zur Zeit) kaum Touristen, wenn doch, dann sind es Deutsche oder Österreicher. Der ganze Ort strahlt eine sehr deutsche Atmosphäre aus, die Metzgerei gehört auch zu einem Deutschen und viele Ausschriften stehen auf den Schildern auf Deutsch. Fast jedes Haus hat "rooms to let" , eigentlich das ganze Dorf ist ein Haufen von lauter Unterkünften. Ich finde Finikounda charmant, ruhig und es hat eine gute Lage, seine Küste ist auch schön. Wir sind hier 2005 nur durchgefahren, bzw. für ein Foto angehalten und damals hat es hier mir schon so gut gefallen, daß ich unbedingt zurück wollte. Meine Wahl lag dann nicht falsch. Wir genießen sehr lang auf dem Balkon den Blick des sternenklaren Himmels und die Lichter des Dorfes.   

Die erste Nacht ist für mich (wie fast immer) eine Qual. Ich kann kaum schlafen, vielleicht 2-3 Stunden insgesamt in Stücken. Wir haben leider auch viele Mücken drin.

2. Tag, 11. Juni 2010

Der Morgen ist wunderschön auf dem Balkon. Vor uns liegt das charmante Dorf von dem Morgenlicht ganz anders beleuchtet, und dahinter das ruhige, glatte Meer, mit paar Inselchen drinnen. Ich wollte immer im Leben mein Frühstück so verzehren, bei einem solchen Blick. Wir genießen es, und sitzen ganz gemütlich bis 10 Uhr da und dann fahren wir nach Koroni, in das hübsche Dorf, wofür 2005 leider keine Zeit blieb. Der Weg wäre in Luftlienie kurz, aber durch die Berge, über Serpentinen dauert es doch etwas länger. 


In Koroni findet man sofort am Ortseingang einen größeren Parkplatz, es ist empfohlen das Auto hier zu lassen, weil in den engen Gassen dann sowieso keine Parkmöglichkeit mehr kommt. Wir wollen trotzdem erst mit dem Auto das Dorf entdecken, da M. mit seiner Schiene auf dem Bein und mit den Krücken in den steilen Gassen noch kaum laufen kann. 


Unbewusst gelangen wir dann plötzlich oben zu der Burg und schämen uns nicht direkt vor deren Eingang anzuhalten. Es macht keiner sonst, aber wir wissen, daß M. auf keinen Fall von unten bis hierher raufkommen könnte, also ihm bleibt keine andere Möglichkeit die Burg anzuschauen. Schließlich wagen wir aber das Auto doch nicht hier zu lassen und er bleibt doch dort, wenn er wegfahren müsste und ich gehe allein in die Burg. Große Hitze herrscht heute. Ich spaziere auf dem Weg bis zur Kirche, wo auch ein Friedhof ist und erreiche danach die Burgmauer, wovon man auf den schönen Strand (Zana Beach) von Koroni runterblicken kann. Direkt unter mir steht eine ältere Kirche zwischen Zypressen, Pinien und Palmen, das Wasser hat grüne Saphierfarbe und ist kristallklar, der gesamte Anblick erinnert mich viel mehr auf ein Bild von Mallorca, als von Griechenland. Dann laufe ich recht schnell weiter (da ich nicht gerne allein bin und noch weiniger gern M. warten lasse) entlang der Mauer und mache paar Fotos von den wunderschönen felsigen Küsten unten.  

Als ich zurückkomme, steht M. im Schatten und erzählt, daß irgendwelche Griechen mit ihm geschimpft haben, daß wir dort parken. Ich kann es völlig verstehen, da hier Parkverbot ist, aber es war ein älteres Ehepaar, die auch mit Auto raufgefahren sind und wollten für sich den einzigen Parkplatz - darum ging es.  
Ich erzähle  M., was ich alles gesehen habe. 

Zana Beach


Es ist ein furchtbar schlimmes Gefühl für mich, daß wir uns trennen müssen und es tut mir direkt weh, daß er diese Sachen nicht sehen kann und daß er irgendwo sitzen bleiben muß und sich langweilt, währenddessen ich die schönen Sachen allein erlebe. Wir gehören zusammen und die neue Entdeckungen machen auch nur zusammen Spaß, daß man sich dann sofort äußern kann, man kann seine Gefühle, Endrücke erzählen, besprechen. Wenn mich irgendwas berührt, ich jubele, springe rum, wie ein kleiner glücklicher Hund, ich grinse, aber allein muß ich es natürlich auch zurückhalten. Ich bin innerlich voll nervös, daß ich schnell wieder bei ihm sein möchte, und so macht es keinen Spaß. 

Dann fahren wir in den unteren Parkplatz zurück und spazieren zu der Küstenpromenade, wo wir uns dann in den schattigen Teil einer Taverne, direkt am Wasser reinsetzen. Ich habe Hunger, aber wir wollen hier jetzt noch nicht mittagessen, so bestelle ich einen Joghurt mit Honig und Nüssen und M. einen Frappé. Später schickt er mich weg, ich soll ganz ruhig allein rumschauen, er sitzt hier gut mit seinem Frappé. Ich gebe zu, ich wollte noch so gerne in den Gässchen bummeln und fotografieren, so gehe ich über hunderte Treppen in der großen Hitze los und laufe bis zum Dach des Dorfes, daß ich fast zusammenfalle. Es ist schon wieder ein schlechtes Gefühl, daß ich Sachen sehe, die er nur auf den Fotos sehen wird. Ich will es nicht mehr so machen. Entweder gehen beide, oder keiner von uns. 



Als ich zurückkomme, bezahlen wir den Joghurt und Frappé (4,5 Euro) und spazieren zurück zum Auto. Koroni hat sehr gute Bäckereien, es lohnt sich das frische Brot hier zu kaufen. 

Auf dem Weg nach Hause fahren wir zu einer versteckten Bucht (Tsapi) runter. Schöner Strand und das Wasser ist kristallklar, wie hier überall. Wir baden jetzt nicht, aber merken uns den Strand für später. Wir essen daheim Mittag: frisches Brot, Fetakäse und Gemüse. Dann gehen wir zu dem örtlichen Strand und unterwegs kaufen wir einen Sonnenschirm. Hier ist nicht so windig, wie sonst, aber dazu stark genug, daß der Schirm nicht halten kann. Es ist das erste Mal, daß M. seine Knieorthese abnimmt und versucht ins Wasser zu kommen. Er läuft sehr unsicher und schwierig, ich muß ihm helfen. Das Wasser ist sehr kalt. Ich treibe M. ständig an, er soll Übungen im Wasser machen, es wird die Schwellung auch lindern und wird seine Beweglichkeit zurückgeben. Er ist sehr traurig über seinen Zustand, hat Sorgen, wie könnte er den Urlaub so genießen, aber ich bin sicher, das Wasser wird Wunder tun. Er muß nach dem Urlaub arbeiten gehen, bis dahin muß sein Knie funktionieren. Ich bin gnadenlos und lasse ihm keine Ruhe mit den Übungen. 

Strand von Finikounda

Wir gehen gegen 18 Uhr heim und nach dem Duschen sitzen wir noch lang auf dem Balkon. Später bekommen wir Hunger und gehen ins Dorf runter um Gyros zu essen. Aber bei dem Auto fällt mir ein, Methoni liegt in der Nähe, es ist doch ein größeres Dorf und auch mal was neues, wir fahren lieber dorthin zum Abendessen.  


Wir sind schnell dort und setzen uns in eine Taverne, die voll mit Deutschen ist. M. ißt Souvlaki, ich Moussaka. Beide sind lecker und ausgiebig. Mit einem Tzatziki und zwei Getränken bezahlen wir dafür 19,40 Euro. Wir denken, die älteren deutschen Herren  - die hier die Knochen in Serviette wegräumen für die Hunde - leben wahrscheinlich hier. 

Nach dem Essen fahren wir nach Finikounda zurück und spazieren noch eine Runde in die andere Richtung, wo wir noch nicht waren. Zu unserer Überraschung ist hier das hübsche und lebhafte Dorfzentrum mit  Bars, Geschäften voll und empfängt uns ein Nachtleben, wie wir hier in der Umgebung noch nie gesehen haben.  Der Hafen ist auch stimmungsvoll, mir gefällt Finikounda sehr, ich mag hier sein. Wir sitzen danach noch bis spät in der Nacht auf unserem Balkon, die hierherige Stimmung bezaubert uns total. Die sanfte Brise bringt ab und zu den süsslichen Duft des Anis, Jasmins und Oleanders, es herrscht stille, tausende Sterne leuchten am Himmel  - es ist so idyllisch - nur der Mond fehlt. Ja es ist wahr, ich bin nicht verrückt, aber in Finikounda gibt es keinen Mond! Wir suchen ihn überall auf dem Himmel, aber wir finden ihn 4 Tage lang nicht, auch wenn ich in der Nacht aufstehe, gucke ich raus und suche nach dem Mond, aber Finikounda hat keinen. Ganz komisches Gefühl, da es den Mond doch geben muß, konnte keiner ihn wegklauen!!!

Jetzt schlafen wir schon gut, die Mücken stören uns auch nicht mehr (wir lassen nie was offen), die Klimaanlage lassen wir stundenlang laufen, bis wir auf dem Balkon sitzen, und wenn wir schlafen gehen, schalten wir sie aus, so schlafen wir in idealen Temperaturen. 

Finikounda:



Dieser Eintrag ist hier auf ungarisch zu lesen.