Donnerstag, 31. Mai 2012

Korsika 2003/2.

31. August 

Wir schlafen uns gut aus, es gibt keine Mücken, das Bett ist bequem. Nach dem Frühstück packen wir paar Sandwiches und fahren zu dem Strand von Liscia, welcher nur paar Kilometer entfernt von uns liegt. Wir haben gestern Abend mit unseren neuen Freunden besprochen, daß wir uns dort treffen. Der Strand liegt in einer langen  Bucht, er hat eine breite sandige Küste. Heute ist es hier mit Menschen voll und das Meer wellt sich sehr.




Wir legen uns in den Sand. Der Wind bläst ziemlich stark, die Bucht ist ein Paradies für Windsurfer. Man kann hier heute nicht baden, höchstens in dem seichtem Wasser zwischen den Wellen hupfen. Wir gehen etwa 100 Meter weit darein und das Wasser reicht noch immer nur bis zur Hüfte. Aber die Wellen kippen uns ständig um und drücken uns oft unter Wasser. Als wir rausgehen, sehen wir gerade M. und B. ankommen. Wir bleiben an dem ganzen Tag zusammen hier auf diesem Strand.

unser Apartment 

Unsere Unterkunft liegt ca. 4-5 km weit von diesem Strand. Unterwegs nach Hause halten wir bei schönen felsigen Buchten zum Fotografieren an und schauen in dem kleinem Laden unserem Haus gegenüber an, was man dort kaufen kann. Die Preise sind unrealistisch hoch und wir sind froh, daß wir große Getränke-, und einige Essensvorräte von zu Hause mitgebracht haben. Wir essen was und gehen zu dem Strand runter. Wir möchten entlang der Küste spazieren, aber es ist hier nicht möglich, weil sie von dem Felsen gesperrt ist.   Dann gehen wir wieder entlang der Hauptsraße Tiuccia zu entdecken. Es wird Abend und wir setzen uns wieder mit unseren neuen Freunden auf den Balkon zusammen und planen für den nächsten Tag. Sie haben nur eine Woche Urlaub hier, sie wollen jeden Tag was anschauen, wir möchten erstmal uns ein bißchen ausruhen, so planen wir für den nächsten Tag nichts größeres.

1. September

Wir sind auch nicht zu früh aufgestanden, erst am frühen Vormittag sind wir nach Ajaccio, der Inselhauptstadt gefahren, die ca. 15 km weit von uns liegt und der Geburtsort von Napoleon ist. Bei einem Strand finden wir Parkplatz und die mediterrane Stimmung mit vielen Palmen und Oleandern gefällt mir sofort. Entlang dieser Palmenpromenade spazieren wir in die Stadt rein.




Ich finde, daß es in der Stadt nicht so viel Interessantes anzuschauen gibt, paar Kirchen, das Geburtshaus von Napoleon, eine alte, ruinige Festung und einen wunderschöner mediterranen Platz mit der Reiterstatue von Napoleon.

Der Strand in Ajaccio 
Ajaccio liegt an dem Anfang einer Landzunge, die Richtung Westen ausragt, deren Spitze ist das Kap Punta de la Parata. Wir fahren dorthin, es kann ca. 10 km weit von Ajaccio sein. Hier klettern wir noch zu dem alten Wachturm auf und genießen den wunderschönen Blick:



Den Blick genießen wir lange und dann können wir die Souvernierverkäufer im Parkplatz kaum abkratzen, sie wollen unbedingt was verkaufen.  
Wir fahren nach Ajaccio zurück und halten noch kurz bei einem schönen Platz an, wo Napoleons Stehstatue ist und dann fahren wir entlang der Küste nach Süden, wir möchten einen schönen Strand zum Baden finden. Hier ist aber die Küste überwiegend felsig, zum Baden nicht geeignet. Endlich finden wir einen traumhaft schönen Strand, wo der Sand fast weiß und das wild wellende Meer wunderschön hellblau ist.



Wir baden hier, aber nur kurz, da das Wasser sofort tief wird und die Wellen ziemlich gefährlich sind. Dann merken wir, daß in dem Ende der Bucht eine geschützte Ecke ist, ca. 500 m weiter. Wir spazieren dort hin und man kann hier kaum glauben, daß es noch die selbe Bucht ist, wie vorher. Das Wasser ist hier ruhig, kristallklar und zwischen den Felsen kann man gut schnorcheln, wir sehen auch einen Octopus. Super Platz!

Wir bleiben ca. 2 Stunden hier, wir merken kaum, wie schnell die Zeit vergangen ist, ist schon fast 17 Uhr, und wir wollen noch Propriano anschauen. Wir denken, das Städtchen wäre nicht mehr weit von hier. Ist auch nicht weit, aber eine fürchterliche, löcherige Serpentinenstraße führt dahin. So wird es abends 19 Uhr als wir dort ankommen. Uns bleibt nicht mehr viel Zeit hier zu bummeln, wir setzen uns auf eine Bank in dem schönem Yachthafen und essen frische Backwaren.


Die schlechte Küstenstraße wollen wir nicht nehmen, so bleibt als Alternative die Hauptstraße im Inselinneren. Die ist auch sehr kurvig und geht erst aufwärts, gleich erreichen wir ein komisches Dorf, Olmeto, dessen Häuser total schmal und länglich sind, sie stehen wie irgendwelche Türme. In der Mitte der ganz engen Hauptstraße ist eine Ampel, die paar Minuten lang nur von der einen Richtung, dann von der anderen die Autos durchlässt.


Nach dem Dorf kommt ein Paß und dann fahren wir über eine Brücke über den Fluß Taravo. Die Straße schlängelt und schlängelt sich endlos. Aber sie hat eine gute Qualität. Propriano liegt nur 86 km entfernt von Ajaccio, aber diese Strecke kostet uns doch etwas mehr als zwei Stunden zu befahren. Als wir Ajaccio erreichen ist schon längst dunkel und wir wissen wieder nicht, welche Richtung wir fahren müssen. Wir kommen sehr spät heim, genauso unsere Freunde von ihrem Ausflug. Die späte Uhrzeit hält uns aber davon nicht zurück, daß wir paar Bierchen auf dem Balkon gemeinsam trinken und unsere Erfahrungen von heute  bzw. den Ausflug für morgen besprechen. Morgen wollen wir gemeinsam nach Bonifacio. Jetzt wissen wir, daß die Fahrt bis Propriano schon lange dauert und das Dorf liegt erst auf dem halben Weg. So rechnen wir grob 3-3,5 Stunden für die ganze Fahrt. Sie möchten auf den Serpentinen nicht bei uns in dem Auto hinten sitzen, da würde bestimmt einer kotzen, sondern sie wollen mit ihrem Motorrad hinter uns fahren.

Mittwoch, 30. Mai 2012

Korsika 2003/1.

Es war schon sau lange her :-) aber ein sehr cooler Urlaub mir sehr schönen Erinnerungen. Die Fotos sind leider nicht in der besten Qualität, die sind noch mit dem üblichen Filmfotoapparat gemacht worden und eingescannt... 

30. August - 13. September 2003

Wir haben es uns nicht getraut erst am Abend wegzufahren, um die Fähre in Livorno am nächsten Morgen zu erreichen, wir haben gedacht, lieber fahren wir tagsüber schön gemütlich und schlafen eine Nacht irgendwo auf dem Campingplatz. 

Wir fahren am 29. August 2003 morgens in München los. M. hatte vorher noch nie einen Urlaub mit Auto und mit Selbstversorgung, ihm ist es total ungewöhnlich, daß der kleine Corsa bis zum Platzen vollgeladen ist. Tatsach, wir haben extrem viel dabei, da wir auch die Campingsachen eingepackt haben und nach Korsika verbringen wir die dritte Woche in Ungarn. 

Wir machen uns um 9 Uhr auf den Weg Richtung Garmisch-Partenkirchen, dann Innsbruck, Brennerpaß und so weiter...möglicherweise wollen wir den Autobahnen ausweichen, um Geld damit zu sparen.

Notbremsweg kurz vor Innsbruck

Bei Trento bekommen wir so einen starken Regen, daß wir anhalten müssen (fast jeder hält an), da der Scheibenwischer nicht schnell genug arbeiten kann und der Regen ist so dicht, daß wir überhaupt nichts mehr sehen.
In der Höhe des Gardasees fahren wir auf der anderen Seite des Berges Monte Baldo, auf der Straße Nr. 12 und hier scheint schon die Sonne und wir sehen zahlreiche Äpfel- und Birnenbäume, die Landschaft ist malerisch schön. 

Gegen 18 Uhr sind wir bei Modena, wir tanken voll und wählen erneut eine Landstraße statt Autobahn. Auf der Karte schätze ich für diese kurvige Straße ca. eine Stunde Fahrzeit. Die Straße liegt zwischen Modena und Lucca. Es wird bald dunkel und wir fahren auf einem wahnsinnig kurvenreichen Serpentinenweg, in die Berge rein. Merkwürdige mächtige Bäume stehen neben der Straße, ihre Rinde ist als ob sie abgeschält wurde und sie sind sehr rötlich. Eulen schreien uhu und Fledermäuse fliegen rum. Die Straße hat in sich keinen Meter geradeaus Strecke. Wir fahren hier in dem Stockdunklem stundenlang mit 30-40 km/h. Ich denke ständig daran, was wäre hier mit dem leeren Benzintank gewesen?? Voll der „Hitchcock-Wald”! :D Es kostet uns fast 4 Stunden die 80 km lange Strecke zu schaffen. 

So ist es schon nach 23 Uhr als wir aus diesem Horrorwald rauskommen und entlang dem Fluß Serchio in Lucca ankommen. Von hier fahren wir die übrige Strecke bis Livorno über Autobahn. Wir suchen nach Campingplatz, aber es ist schon nach Mitternacht und als wir es realisieren, wie kompliziert es alles so spät wäre, entscheiden wir uns plötzlich, in dem Hafen im Auto zu schlafen. Wir stellen das Auto an einem großen Parkplatz hin und versuchen in der erdrückenden Hitze bei geschlossenen Fenstern, kerzengeradeaus sitzend (da hinter dem Sitz alles vollgepackt ist) zu schlafen. Wir können natürlich keine Sekunde schlafen. 

30. August 2003

Gegen 5 Uhr in der früh kann ich nicht mehr im Auto sitzen, ich steige aus und gehe hin und her um das Auto.  Die Zeit vergeht wahnsinnig langsam, bis das Einsteigen in die Fähre gegen 7 Uhr beginnen soll. Aber die Fähre kommt nicht und es ist sehr windig, das Meer ist sehr wild. Wir warten noch lang bis wir die große weiß-gelbe Fähre mit der Aufschrift: Corsica Ferries erblicken können. 


Es dauert alles ewig, bis die zahllosen Autos aus dem Magen der Fähre rausfahren und wir rein dürfen. Wir sind noch nie mit eigenem Auto mit einer Fähre gefahren. Wir gehen ins Restaurant und versuchen dort sitzend zu schlafen, was aber nicht klappt dann gehen wir rauf, auf das offene Deck. Das Schiff ist so voll, daß man sich nirgendwo hinsetzen kann. Letztendlich hocken wir die ganze Zeit auf irgendwelchen eisernen Treppen in dem heftigen Wind. Endlich kommen wir um 13 Uhr in Bastia an.

Diese zwei Fotos stammen von einer Bekannten: Bastia

Bastia

Im Hafen empfängt uns ein furchtbares Durcheinander, es kostet viel Zeit und hauptsächlich Nerven, bis wir endlich Bastias "Irrenhaus" verlassen. Erst fahren wir in die falsche Richtung, aber schnell merken wir es und finden die richtige Straße. 

Schnell führt uns die Straße in die Berge rein und schlängelt sich dem ausgetrockneten Flußbett des Flußes Golo folgend. Schon am Anfang sehen wir eine Harley Davidson mit ungarischem Kennzeichen. Meine Güte, denken wir, sie kommen so weit mit dem Motorrad?? Wir sind tot müde und der Rest der Fahr ist eine Qual für uns beide. In dem Vizzavona-Paß können wir nur mit 30 km/h fahren, da die Straße so kurvenreich ist. 


Die Landschaft ist wunderschön. Wir schaffen es ganz bis Ajaccio, ohne uns zu verfahren. Aber dort finden wir den Weg nach Tiuccia nicht mehr. Wir fahren zweimal ziemlich weit weg in der falschen Richtung, bis wir endlich die kleine Nebenstraße finden und haben das Gefühl, wir werden nie Tiuccia finden. Nach Ajaccio fahren wir wieder durch einen Paß und sehen von oben die schönen Buchten unter uns. Es ist schon 18 Uhr als wir endlich in Tiuccia ankommen.

Das Apartmenthaus finden wir leicht, es steht direkt zwischen dem Meer und der Hauptstraße. Sofort fällt mir auf, daß das ungarische Motorrad im Hof steht. Bald kommt der Besitzer, der aber nur "korsisch" spricht. Zum Glück spricht M. ein bißchen französisch (was aber mit dem korsischen Dialekt nicht so viel zu tun hat). Wir checken ein und bekommen das Zimmer, welches supergroß und gut eingerichtet ist, mit Meeresblick. Dann gehen wir zu dem Strand runter und baden einmal. Der kleine Küstenabschnitt ist absolut ungeeignet zum Baden, da es total felsig ist, auch im Wasser liegen große Steine. Hier unterhalten wir uns mit dem ungarischen Paar. 


Dann duschen wir und es wird schon dunkel, bis wir losgehen, um die Ortschaft zu entdecken. Im Ort gibt es gar nichts, nur ein Geschäft, ist absolut ausgestorben. Ich habe so was erwartet, wie immer in Griechenland, wo es eine kleine Hauptsraße gibt, voll mit Souvernierläden und Restaurants. 



Nachher gehen wir zu den Ungaren runter, um es zu besprechen, daß wir eventuell paar Sachen auf der Insel gemeinsam machen würden. Der Mann spricht gut englisch und auch wenig deutsch, es entsteht eine Mischsprache und wir verstehen uns ganz gut. 

Dienstag, 29. Mai 2012

Penne mit Pfifferlingen und Ruccola

Ich dünste auf wenig Olivenöl eine große, aufgehackte Zwiebel und 2-3 kleingehackte Knoblauchzehen an. Dann kommen die (ca. 500 g) geputzten Pfifferlige dazu und bißchen später ca. 1 dl Weißwein. Dann lasse ich es ein bißchen kochen und gebe das Salz, den Pfeffer, die frische Petersilie und Thymian dazu. Zum Schluß kommt ein Becher Schlagsahne rein. 

Ich koche die Nudeln und vor dem Servieren mische ich sie in die Soße rein. Auf den Teller lege ich oben auf die Nudeln frische Ruccolablätter und streue viel geriebenen Parmesan darüber.  
Hmm...sehr lecker :-) 




Montag, 28. Mai 2012

Grün und rot

Bis ich wieder mit einem frischen Reisebericht dienen kann, grabe ich aus der ferneren Vergangenheit, ältere Reiseberichte aus. Vielleicht gibt es noch jemanden, wen es interessiert. So werde ich morgen mit einem Bericht aus 2003 von Korsika anfangen. Bis dahin ein Foto für heute. 


Gestern waren wir Erdbeeren pflücken. Zwei Kilo Erdbeeren waren es - haben schon alle gegessen. :-) 

Sonntag, 27. Mai 2012

Wiesenblumen

selber gepflückt

Freitag, 25. Mai 2012

"Quark Rudi" und Co.

Ich habe es mir jetzt vorgenommen, wenn ich jetzt in meiner Heimat sein werde, werde ich unterschiedliche, typisch ungarische Produkte fotografieren und danach sie hier im Blog für Euch vorstellen. Ich würde jetzt schon total gerne von paar Sachen schreiben, aber ich finde immer grausam, vom Internet Bilder dazu zu suchen. Also in guten zwei Wochen startet hier eine neue Serie: "Ungarns typische Produkte", wovon man erfährt, was z.B. ein "Túró Rudi" oder ein "Krémes" ist...Ich freue mich schon auf das neue Thema.

Túró Rudi :-) /Quelle: www.origo.hu

Donnerstag, 24. Mai 2012

Teide Gipfel-Genehmigung

Heute habe ich die Genehmigung zu der Teide Gipfel-Besteigung beantragt. Der Teide steht in dem gleichnamigen Nationalpark und die Touristen können mit der Teleferico genannten Seilbahn fast bis zum Gipfel rauffahren. Die Endstation liegt ca. 200 Höhenmeter unter dem Kraterrand. Ab hier kann man nur mit einer Sondergenehmigung bis zum Gipfel steigen. Diese muß man bei der Verwaltung des Nationalparks persönlich beantragen oder man kann es auch kostenlos per Internet tun.
Wir wollen schon seit unserer ersten Reise auf die Insel diesen 3.718 m hohen Berg besteigen. Aber ich fand es immer ganz blöd, daß ich es Monate früher auf einen bestimmten Tag und bestimmte Uhrzeit festlegen muß. Man kann nicht wissen, ob dann das Wetter geeignet wird, oder man fühlt sich an dem Tag vielleicht nicht so gut, oder überhaupt, wie kann ich es ausrechnen, daß ich einen Berg zu Termin besteige?? Weil es wir eben zu kompliziert gefunden haben, haben wir in den letzten Jahren schließlich immer auf die Besteigung verzichtet. Aber jetzt muß es schon endlich sein! Wir möchten auf den Vulkan rauf und runter mit der Seilbahn. 
Mit der Seilbahn kommen täglich mehrere hundert, wenn nicht tausend Touristen auf den Berg, aber es werden täglich nur 150 Menschen zu dem Krater raufgelassen, deshalb ist nichts falsches dabei, wenn man  sich frühzeitig um diese Genehmigung kümmert. Es sind vier Zeiträume an einem Tag, zw. 9-11, 11-13, 13-15, 15-17 Uhr, wo man mit der Genehmigung darauf darf und man sollte es nicht verpassen, da angeblich die Wächter ganz streng sind.  
Also, ich habe heute die Genehmigung für 16. Oktober für vier Personen beantragt und sofort bekommen. Jetzt bin ich gespannt, wie es dann an dem Tag mit der Zeit in der Wirklichkeit klappen soll. 
Ohh, ich freue mich so darauf und wieder eine Herausforderung!! :-)

Quelle: www.kanarenexpress.com

Liebster Blog

Ich schenke ganz gerne den "Liebsten Blog Preis" jetzt hier für Nova, Kilchen, Leni und für die Culinaria Ungaria.



Ihr könnt Euch ihn hier holen und wegen mir müsst ihr sie nicht unbedingt weitergeben:

Mittwoch, 23. Mai 2012

Eine Beerdigung, die es nie gab

Kein lustiges Thema, aber ich will darüber schreiben, weil hier in dieser Beziehung auch einige Unterschiede zwischen Deutschland und Ungarn sind.

Als ich über unser Wohnungseinrichten geschrieben habe, habe ich erwähnt, daß meine Oma in der Zeit gestorben ist. Mein Opa ist schon 1984 verstorben (24 Jahre vor der Oma!) und er wurde verbrannt und waren seine Reste lange Jahre in einem Friedhof, bis vor paar Jahren dieser Urnenmietplatz abgelaufen ist und dann kam die Idee von mir...
Wir gehen sowieso nie auf den Friedhof, da wir es völlig überflüssig finden, man ist "seelisch im Kontakt" mit dem Verstorbenen, damit daß ich Blumen dahin bringe, erreiche ich nichts und es ist auch eine Belastung. Ich war ca. seit 15-20 Jahren nicht auf einem Friedhof. Dann sagte ich zu meiner Mutti und Oma, "der Opa sollte nach Hause", wir gehen sowieso nie dorthin, dann wofür wollen wir viel Geld bezahlen?
Beide haben komisch geschaut, aber nach kurzer Überlegung haben sie mir recht gegeben.

In Ungarn darf man mit der Asche das machen, was man will. Meine Oma hat immer gesagt, sie möchte, daß wir ihre Asche in die Donau streuen, sie wollte nicht, daß wir sie irgendwo "besuchen" müssen.
Dann haben wir "den Opa" heimgebracht, zur Oma und sie freute sich darüber. Eine schöne Keramikurne stand in dem kleinen Zimmer auf dem Tisch, da konnte sie immer frische Blumen hintun und es schaute überhaupt nicht erdrückend oder komisch aus.
Kurz nachher kam die Oma mit der Idee, sie will doch nicht in die Donau, sie möchte auch heim, neben den Opa. Es fand ich so schöne Idee.

Nur die Abschiedszeremonie war so sehr schwierig. Sie wurde verbrannt und dann mussten wir ihre Asche von einem Beerdigungsinstitut abholen, in einer Kartonschachtel (wie eine Geburtstagstorte) eingepackt. Es war sehr komisch und weil wir nachher nichts mehr mit einem Friedhof zu tun gehabt haben, bestand auch keine Möglichkeit für eine Abschiedszeremonie. Die einzige Möglichkeit war, daß wir eine Abschiedsmesse in einer Kirche machen können. Es war absolut absurd, da Oma sehr böse auf die Kirche war und wir sind auch so erzogen, daß wir mit der Kirche nichts zu tun haben, ich tue schon aus Prinzip meine Füße nur ausschließlich im Urlaub bei Besichtigung in eine Kirche rein. Es wäre nie ihr Wunsch gewesen, aber anders ging es nicht, daß die Bekannten Abschied nehmen können. Ich habe es mir anders vorgestellt. Ich hätte es lieber irgendwo in einem Saal gemacht, wo jemand paar nette Sätze geredet hätte und wäre von Johann Sebastian Bach das Air abgespielt, und von meiner Mutter gewünscht das Ave Maria. Aber die haben es in der Kirche natürlich uns nicht gemacht.
So haben wir die Urne vor einen Nebenaltar stellen dürfen, wo die Leute ihre Blumen hinlegen konnten, und dann gab eine Abschiedsmesse. Nachher haben wir Oma wieder in den Karton gepackt und mit nach Hause genommen, neben Opa gestellt, die beiden haben eine schöne Spitzendecke auf ihre Urnen bekommen und die beide Urnen stehen auf einem Tischchen, was der Opa damals gemacht hat, von Schmiedeeisen und eine Marmorplatte ist darauf. Es ist ist der Platz, wo sie sich bestimmt wohl fühlen.

Es ist keine übliche Geschichte, aber daß man die Asche verstreut oder in seinem eigenen Garten vergräbt, ist in Ungarn ganz normal und üblich. Und ich finde es schön und gerecht! Man sollte den Wunsch des Verstorbenen respektieren und nicht unter irgendwelche nationale Regel stellen. 

Kartoffel Pogatscha

Ich habe einmal schon euch den ungarischen Pogácsa vorgestellt. Es gibt eigentlich drei bekannte Sorten: den käsigen, den kartoffeligen und den mit Grammeln. Da ich hier Grammeln nicht bekomme, habe ich heute zu der Fortbildung in der Arbeit von den ersten zwei Sorten insg. 4 Bleche gemacht. 

Das Rezept für den "kartoffeligen Pogatscha":

400 g Mehl
1 Ei
250 g Rama Margarine
1 Pack. Backpulver
1 Pack. Trockenhefe (oder halbe Pack. frische)
2 El Salz
bißchen Pfeffer
1/2 Becher saure Sahne
250 g Kartoffeln

Alle Zutaten gut zusammenarbeiten, Kartoffeln in Würfel geschnitten kochen und dann mit Gabel fein zerdrücken und als letztes zu dem Teig mischen.

Teig genauso anfertigen, wie bei dem käsigen Pogatscha zum Schluß mit aufgeschlagenem Ei einschmieren und Sesam oder andere Körner darüber streuen.

Es braucht im vorgeheizten Backofen (250° Grad) nur max. 10 Minuten. 



Es ist ein Salzgebäck, gut zu jeder Gelegenheit zu naschen, wenn Gäste kommen, gut zum Wein, oder mit Frischkäse als Kleinigkeit für unsere Gäste. Die sind an dem ersten Tag knusprig, luftig und lecker. An dem zweiten Tag sind schon feucht. Also nicht im Voraus für den nächsten Tag zubereiten. :-)

Dienstag, 22. Mai 2012

Ingolstadt und Neuburg

Am Sonntag konnte ich nur bis 8 Uhr schlafen, habe aber M. bis 10 Uhr gelassen. Dann sind wir nach Ingolstadt gefahren, um die Altstadt anzuschauen und für den Blog paar Fotos bringen, aber ich fand die Stadt nicht so schön. Es war eine unglaubliche Hitze. Wir haben am Marktplatz einen göttlichen Döner gegessen, das Fladenbrot war so gut, wie wir noch nie im Leben gegessen haben. 

Ingolstadt

Die Donau bei Ingolstadt

Die Schlösser von Verliebten gefallen mir immer wieder auf den Brücken. 

es war der göttliche Döner





Wir sind nur eine gute Stunde in Ingolstadt geblieben und sind dann zu meiner ungarischen Freundin nach Neuburg an der Donau gefahren. Da wird immer versprochen, wir strengen uns an, deutsch zu sprechen, aber zum Schluß kommt immer wieder automatisch ungarisch. So hat sich M. freiwillig als "Aupair-Jüngchen" beschäftigt. 
Wir waren spazieren, essen und wieder spazieren. Bei dem Restaurant gab es mächtige Portionen, gut daß ich nur kleine Portion bestellt habe. Der Tag ist sehr schnell weggeflogen und es wurde wieder Abend bis wir heimgekommen sind. 


Die Tochter meiner Freundin (14 Monate alt)
Der Aupair :-)
Neuburg an der Donau

Samstag, 19. Mai 2012

Ausflüge und eine Überraschung

Heute haben wir einen sehr schönen Tag gehabt.

Unglaublich, daß die Arbeit und eine tgl. 5 stündige Fortbildung mich so ruinieren kann, daß ich gestern Abend kaum mehr lebendig war und schon um 21 Uhr ins Bett gefallen bin und trotzdem ist mir heute um 8:30 das Aufstehen sehr schwer gefallen. Noch schwerer war es für den armen M., der ständig nur arbeitet und arbeitet, und wenn er frei hat, darf sich auch nie ausschlafen, weil beim letzten frei wegen Mailand wir auch um 5 Uhr aufstehen mussten und heute wäre es doch schön gewesen, wenigstens bis 10 Uhr zu schlafen. Aber wenn man frei hat und einiges vor hat, dann muß man Kompromisse machen. Also M. war tot erledigt und so musste ich fahren, was aber mich erledigt hat, da die Scheiß-LKW-Fahrer immer so brutal überholen. Ich fahre mit ca. 130 in der mittleren Spur und sie kommen mit ihrem Schneckentempo ganz plötzlich, meisten sofort danach, daß sie gerade nur einmal geblinkt haben, schon raus. Die linke Spur ist nicht frei und ich muß bremsen wie die Verrückte und bekomme dabei mindestens 5 kleinere Herzinfakte. Ich habe Angst vor denen und ich hasse eben deshalb auf der Autobahn zu fahren. Bei Greding mussten wir tanken und die letzte Strecke über Landstraße hat dann M. gefahren.

Wir sind zu V. und U. nach Göppersdorf gefahren, und sind um halb 12 angekommen. Den schönen gemeinsamen Tag haben wir mit Grillen begonnen. Das Wetter war wunderbar, strahlende Sonne und sommerliche Wärme - es war so schön nach den vorherigen kalten Tagen. V. macht immer sehr leckere Salate und mit dem Fleisch, Bratwürsten und Beilagen wurden wir so satt, daß wir uns nach dem Essen kaum überwinden konnten, noch überhaupt aufzustehen und irgendwas zu unternehmen.   




Zuerst sind wir nach Treuchtlingen gefahren, die Burgruinen anzuschauen, aber die waren wirklich nur noch paar Steinhaufen und es lohnte sich nicht wirklich uns in der Hitze auf den Hügel raufzuschleppen. 



Dann haben wir irgendwo bei einem winzigen See angehalten, der ein Kanal sein sollte, aber wurde nie fertiggebaut: 



Nachher sind wir nach Weißenburg gefahren, wo wir schon vor zwei Jahren mit denen einmal waren, aber damals war es schon abends und finster. Jetzt haben wir jede Ecke des Städtchens durchgebummelt und  ich habe dabei viel fotografiert, es hat mir gut gefallen. Zum Schluß haben wir mächtige und leckere Eisbecher gegessen. Aber mein Magen war noch nicht mal von dem Mittagessen frei, so habe ich nach dem Eis mich so gefühlt, als wenn mein Magen schon in meine Lunge hochgeschoben wurde. :-) 












Auf dem Rückweg haben wir noch die Kirche und das Schloß von Ellingen angeschaut, beide waren richtig schön: 





Es waren schöne Ausflüge, nur M. hat zum Schluß ein bißchen gemeckert, da heute das Finale von den Champions League Spielen ist und wir waren noch um 20:15 in Göppersdorf, ca. 150 km entfernt von Schleißheim. Also es war eindeutig, daß wir bis 20:45 nicht nach Hause schaffen. Wir hätten es auch bei unseren Freunden schauen können, bzw. dort schlafen können. Aber ich schlafe an einem fremden Ort immer schlecht oder gar nicht und wir haben noch für morgen auch einiges vor. 

V. und U. haben uns heute richtig überrascht. Es ist typisch bei ihnen, sie mögen Überraschungen und auch irgendwas monatelang verheimlichen. Wir eben nicht, also ist auch gut gewesen, daß sie es zum Schluß erzählt haben: sie fahren im Oktober nach Teneriffa mit und wollen mit uns den Teide besteigen!!!