Mittwoch, 31. Oktober 2012

Teneriffa 2012 - Zu Besuch

13. Oktober 2012

Wir wachen ziemlich müde um  halb 9 auf, die Nacht war zu kurz, bis jetzt haben wir es noch nicht geschafft uns richtig auszuschlafen, obwohl es unser fester Plan eigentlich für jeden Tag war. Aber heute fahren wir zu Nova, und vorher möchten wir noch die versteckte Bucht, worüber sie vor kurzem in ihrem Blog berichtet hat. Ich habe aber irgendwie den Zettel verschlampert, worauf ich noch daheim die Anfahrt und den Namen der Bucht aufgeschrieben habe, so wissen wir es nicht mal, wie die heißt, also suchen können wir sie auch nicht. Wir fahren ziemlich früh los, laut der Karte rechne ich einen viel längeren Weg. Wir biegen bei der Siedlung San Juan de la Rambla ab, da wir hier die Küste anschauen wollen. Jedes Mal, wenn wir die Straße aus Puerto de la Cruz in diese Richtung nehmen, bleibt uns jedes Mal der Atem weg vor lauter Wundern, weil diese felsigen Steilküsten einfach unbeschreiblich exotisch sind: braune Felsen, grün bewachsen, überall Palmen, der blaue Ozean mit den weiß prallenden Wellen, solche löcherigen Tunnel, wie auf der Westseite des Gardasees... Ein Traum und ich kann sie nie fotografieren, da hier kaum Möglichkeiten zum Anhalten sind. Ich finde, diese Fahrstrecke ist die schönste auf der ganzen Insel. 

Wir erwarten bei diesem Dorf, San Juan de la Ramlba den Strand aus dem Blog, aber wir finden nur ein nettes Dörfchen mit einer steinigen Küste. 




Von hier fahren wir schon direkt zu Nova und da der Weg nach La Guancha von hier nur 4 km Länge beträgt, kommen wir ziemlich früh bei ihr an. Ich gucke nur den Weg und kann mich genau auf die Videoabschnitte aus ihrer Homepage erinnern, sogar so gut, daß ich die Notizen, die ich in mein Heft geschrieben habe, gar nicht lesen muß. Wie ein dejavu ist es, als wenn ich schon diesen Weg oft befahren hätte. Novas Straße geht wahnsinnig steil runter, es ist kaum mehr im normalen Bereich. M. zweifelt noch oben, ob wir hier wirklich runter wollen. Ihr Haus steht am Anfang und wir parken gleich vor ihrem Tor. Wir sind halbe Stunde früher da, und trauen uns nicht zu läuten, da ich es unhöflich finde und ich schlage vor, wir sollten ein bißchen noch im Dorf rumspazieren. Aber in dem Moment öffnet sich das Tor und Nova guckt heraus. Sie hat gehört, daß ein Auto hier anhält und wollte nachschauen. Also, so gehen wir schon viel früher zu ihr rein und nehmen Platz am Pool in der Sonne. Wir fangen in der Begleitung kalter Getränke sofort mit einem lockeren Gespräch an, als wenn wir uns schon ewig kennen würden. Wir zwei Weißhäutigen beginnen in der Sonne ganz schnell zur Kohle zu brennen, deshalb ziehen wir dann zur Bar in den Halbschatten und lassen unsere Kilos wachsen durch Novas megaleckeren Apfelkuchen. :-) Später kommen Wolken und es wird sofort kühler, ich habe dann ganze Zeit Gänsehaut. Ich kann es kaum kapieren, wie schnell auf dieser Insel die Wetterverhältnisse bzw. Temperaturen sich ändern können.  



Nova's Kätzchen



Die Zeit fliegt schnell weg und es ist fast unglaublich, daß wir von halb 11 bis 14 Uhr bei Nova sind und dann gehen wir auch nur darum weg, weil wir noch paar Küstenabschnitte anschauen wollen. Wir beschenken uns gegenseitig, ich Nova mit paar ungarischen Produkten (edelsüßes Paprikapulver, Gulaschcreme und scharfe Paprikacreme) und sie uns mit einem hausgemachten Mojo (Soße) und selbst eingelegten Nisperos (die übrigens kein Mensch außer mir wissen will, was sie überhaupt sind, sogar den Namen kennt ja keiner). Gegessen habe ich sie auch noch nie, aber den Namen und Aussehen nach kenne ich doch aus Ungarn. 
Hier kann man bei ihr von unserem Treffen lesen. 


Total aufgedreht und gut gelaunt kommen wir von Nova weg, die sofort an mein Herz gewachsen ist. 

Dienstag, 30. Oktober 2012

Aguamansa und ein Abendspaziergang in Puerto

Wir besichtigen noch bei dem Parkplatz das Forellenzuchtgelände und gegen 13:30 Uhr sind wir schon daheim. Wir gehen noch schnell in den Martianez Laden runter um paar Garnelen zum Abendessen zu kaufen und dann schwimmen wir noch paar Runden im Pool.





Es ist unsere Apartmentanlage von außen, von der Seite des Barrancos, wo wir gerne ein Zimmer gehabt hätten...


M. schläft am Pool unter dem Schirm ein, und ich will ihn nicht stören, aber ich friere mich sehr, da die Sonne gerade hinter Wolken steckt, so gehe ich allein rauf und nach einer Dusche, fange ich an unser Essen zu zubereiten. Heute gibt es Garnelen  mit Gemüse-Reis-Mischung. Die Garnelen kaufen wir immer frisch, so müssen wir sie auch selber putzen. Bis er auch kommt, ist das göttliche Essen fast schon fertig und er freut sich sehr darauf. 



Wir essen heute ziemlich früh. Gegen 20:15 Uhr kommen V. und U. und wir gehen gemeinsam in die Stadt zu spazieren. Wir laufen ewig und machen eine mächtige Runde. An dem Platz Plaza del Charco trommelt gerade eine Gruppe. Viele Menschen sammeln sich um die Trommler und manche fangen gleich an zu tanzen. Wir schauen es lange an, während wir unser leckeres Eis genießen. Die Stimmung erinnert mich an den Karneval von hier.





Überrascht merke ich, daß die Tore des Lago Martianez's offen stehen und jeder läuft nach Lust und Laune einfach darein oder raus, also wir selber gehen natürlich auch darein. Wir haben es noch nie erlebt, daß die Anlage abends offen gewesen wäre und man ohne Eintritt reingehen könnte. Baden kann man natürlich jetzt nicht. Aber im größten Becken läuft der große Springbrunnen, der nicht so oft eingeschaltet ist und er wird mit unterschiedlichen Lichtern beleuchtet, was an sich schon sehenswert ist.  Wir laufen überall herum und es gefällt uns sehr. Nachher kommen noch unsere Freunde rauf zu uns und es wird 00:30 bis wir ins Bett kommen.




Montag, 29. Oktober 2012

Teneriffa 2012 - Los Organos

12. Oktober 2012

Wir schlafen bis halb 9. Wir haben für heute nichts Konkretes geplant. Bei dem Frühstück besprechen wir, daß wir einen kleineren Ausflug machen, so wählen wir aus dem Reiseführer, die Höhenwanderung zu den Basaltorgeln (Los Organos) oberhalb von La Orotava aus. Es ist eine Rundwanderung und so was mögen wir eher, als einen Weg, wo man hin und zurück die selbe Strecke läuft.  



Hindernis auf der Straße :-)

Die Tour scheint ziemlich eindeutig von der Karte zu lesen zu sein, und ich bin zu faul den ganzen Text durchzulesen, ich denke, wir finden problemlos so auch den richtigen Weg. Also, ich gucke nur in die Karte und wir gehen von der Stelle los, wo die Forellenzucht ist. Dank des Feiertages sind sehr viele Leute unterwegs, junge Gruppen um zu wandern und ältere Päarchen mit dem Hund. Der Pfad ist steil und in der Hitze schwitzen wir unsere Sachen schnell durch. 





Wir sind die ganze Zeit ziemlich sicher, daß wir auf dem richtigen Weg laufen. Bis dahin, als auf einmal, der Pfad aufhört. Ab dort führt nur ein ganz hauchdünner Pfad ducrh den ganz dichten Wald in einem steilen Hang, zwischen stacheligen Büschen. Da kein anderer Weg zu entdecken ist, wagen wir diesen komischen auszuprobieren. Es ist hier sehr unangenehm, man muß ständig Zweige vor dem Gesicht schieben und der ganz trockene, staubige, mit Tannennadeln dick bedeckte Boden rutscht teilweise unter unseren Füßen heraus. Wir sind in der wahren Wildnis und irgendwann erreichen wir eine Stelle, wo keine Spuren von einem Pfad mehr zu entdecken sind. Ich habe meine Hand schon an mehreren Stellen mit den Zweigen aufgekratzt, ich habe keinen Bock mehr hier mich zu verirren und will lieber zurück. Was dabei uns sehr nervt, daß wir immer wieder die Töne von anderen Wanderern hören können, nur wir wissen es nicht, wie sollten wir auch dahin kommen, wo sie sind.
Wir gehen zurück und treffen andere Deutsche, die uns abraten, auf den Höhenweg zu gehen, da sie meinen, wir sollten ein gutes Stück zurücklaufen und dann auf einen Pfad aufwärts gehen und dazu wäre es schon zu spät. Meine Uhr ist im Rucksack und wir glauben ihnen und denken fast, es könnte schon 15 Uhr sein. Später gucke ich auf die Uhr und sehe, daß es erst nur 13 Uhr ist, also es wäre eigentlich noch genügend Zeit gewesen, die Wanderung fortzusetzen. Aber wir haben dann keine Lust mehr. Gute zwei Stunden sind wir gelaufen und irgendwie sind wir schon erledigt, wir wollen lieber noch im Pool schwimmen. 

Diese wären die Basaltorgeln.



Sonntag, 28. Oktober 2012

Doch winterlich...

Inka schrieb mir vor meinem Urlaub zu dem Eintrag "Winterlich" im Kommentar fast empört: "Wie lange geht der Urlaub eigentlich? Denn im November fällt ja eher weniger Schnee, oder bleibt Ihr da so lange?"...

So bitteschön, was für ein Bullshit soll dann es sein??? :-) Am 28. Oktober!


Dieses Bild hat mich heute früh empfangen und seitdem hat es noch etwas dazugeschneit. Und, was ich kaum  glauben konnte, die Fahrertür meines Dienstwagens war inklusive Schlüsselloch komplett zugefroren. Ich musste von der Beifahrerseite rein und die Fahrertür ging weiterhin nicht auf!!!

Ohh, wieso kann ich nicht noch immer auf Teneriffa sein???

Spaziergang in Puerto de la Cruz - Taoro Park

Wir bummeln in den kleinen Gassen zwischen dem Hafen und Ortskern und danach gehen wir in der steilen Straße und über Treppen in den Taoro Park. Unser Weg nach Hause würde sowieso in die Richtung führen, also wir machen keinen großen Umweg aber in der Hitze ist es über die Treppen sehr anstrengend. 















Wir haben vorher noch nie eine Bouganviellea mit solchen zweifarbigen Blättern gesehen:



Dieser Pool gehört zu dem einen hässlichen Hochhaus, wo ich nicht wohnen möchte - aber den Pool würde ich gerne auch daheim haben. Es wäre doch eine gute Lösung für unsere Tiefgarage: Garage ausbombadieren, nicht so teuer renovieren und so einen Pool dareinbauen. Dann könnte ich vom Balkon durch eine Rutsche direkt dareinrutschen. :-) 






Wir rufen von einer Telefonzelle Nova an und besprechen ein Treffen für Samstag (und erfahren wir von ihr, daß morgen, am Freitag ein Feiertag wird und die meisten Geschäfte zu werden). Sie hat so eine nette Stimme, daß ich sofort einen sehr positiven Eindruck von ihr bekomme.

Gegen halb 2 sind wir wieder daheim, wir essen eine Scheibe Brot und gehen zum Pool runter. So könnte ich alle unsere Tage vorstellen, ein bißchen Programm, aber viel faulenzen. Gegen 17 Uhr fahren wir zum Einkaufen. Heute nehmen wir (da unsere Freunde am Abend kommen) zwei kleinere Schollen, eine Dorada und einen Sama und noch Garnelen dazu. Abends warten wir ziemlich aufgeregt auf V. und U. (mit denen wir auch in Mexiko zusammen waren), die erst jetzt abends auf der Insel landen und zu uns zum Abendessen eingeladen sind. Um 21 Uhr kommen sie, alles ist schon fertig und die Fische schmecken jedem. Sie bleiben bis 23:30. Es war ein angenehmer Abend.