Donnerstag, 17. Januar 2013

Santorini - Die Geschichte des Vulkans

Die Geschichte des Vulkans

Wir stehen auf dem Kraterrand eines gigantischen Vulkans! Und das unter uns liegende dunkelblau, glänzende Meer ist selbst der Krater, d.h. der Kaldera. Kaldera werden die mächtig großen vulkanischen Krater genannt. Wenn ein riesiger Vulkan im Meer steht und ausbricht, nachdem sein Vulkankegel einstürzt, drängt sich Meereswasser in den Kessel rein und füllt ihn auf. Es kann auch passieren, daß der Vulkankegel komplett zersprengt und nur kleinere Fetzen davon übrig bleiben, die uns nur erahnen lassen, wo ca. der Rand des ehemaligen Vulkans sein konnte. Bei Santorini kann man es sehr gut erkennen.

Mein erster Vulkan, den ich persönlich getroffen habe, war der Vesuv. 1995 war ich auf einer Auto-Zelt-Rundreise in Italien und wir haben den Vesuv und seine berühmten Ruinenstädte, Pompei und Herculaneum besucht. Damals habe ich aber noch kein besonderes Interesse für Vulkane gehabt. Wenn ich jetzt an den Vesuv zurückdenke, dann sehe vor meinen Augen einen Vulkan, wie es sich jeder vorstellt, aber wenn ich ihn mit Santorini vergleiche, dann muß ich erkennen, daß ich auf einem Stück eines gigantischen Vulkans Urlaub mache! Klingt verrückt, gell?
Man braucht große Vorstellungskraft dazu, daß man sich vostellen kann, wenn man die jetztigen Kraterränder mit einer fiktiven Linie nach oben verlängert, solang bis sie sich in einem Vulkankegel treffen, dann bekommen wir einen mehreren tausend Meter hohen vulkanischen Berg, welcher auf der Stelle der jetztigen Kaldera stehen würde.

Ein Vulkan ist meistens ein kegelförmiger Berg, welcher eigentlich aus dem, bei den Ausbrüchen abgeladenen Gebröckel besteht und wächst während Jahrtausenden-Jahrmillionen. Bei den aktiven Vulkanen führt ein Magmakanal in die Tiefe der Erde. Im Grunde genommen unterscheidet man zwei Haupttypen von Vulkanen: die Schichtvulkane mit hohlen Hängen und die Schildvulkane die gewölbte Hänge haben. Bei einem Untermeeresausbruch häufen sich die Lavaschichte an einander und so wächst der Vulkan, bis er eines Tages über dem Meer ragt.

Auf solche Art ist wahrscheinlich, während Jahrmillionen der ehemalige Santorini Riesenvulkan entstanden. Stellen wir es uns vor, daß er urplötzlich, mit einer mächtigen Explosion ausbricht, wie z.B. der Krakatau.

Hier die Erklärung zu solchen Ausbrüchen aus der Wikipedia.

Bei so einem gigantischen Ausbruch kann das Gebröckel bis zu 30-40 km Höhe in die Atmosphäre ausschießen. Und die Mega-Explosion kann man sogar in 3-5000 km Umkreis hören! Viele erkennen in Santorini die ehemalige Existenz von Atlantis.

Heutzutage, wenn wir von dem Kalderarand runterblicken, sehen wir eigentlich das Innere des ehemaligen vulkanischen Berges, der mit Meereswasser gefüllt ist. Die vulkanische Tätigkeit hat hier mit diesem Megaausbruch nicht aufgehört, in der Tiefe der Riesenkaldera enstanden schon neue Vulkankegel. 
Die kleinen Inselchen, Palea und Nea Kameni, in der Kaldera sind die Neugeborenen der aktiven vulkanischen Tätigkeit und sie können während Jahrtausenden zum großen Berg wachsen und so enden, wie ihre Mutter. 
In den Kameni-Inseln arbeitet auch heute aktive vulkanische Tätigkeit, es können wir auch selber beobachten, wenn wir darüber schiffen und die Krater besser anschauen. Man sieht einige Fumerolen, die mit der Lava in Verbindung stehen und aus denen von 100 bis 500 °C Grad heiße Dämpfe ausströmen.

nochmal die Luftaufnahme, um damit es besser vorstellen zu können

Die vulkanische Tätigkeit begann mich ernsthaft zu interessieren, als wir in diesem Jahr (2004) auf Teneriffa waren. Dort sieht man auch ein sehr gutes Beispiel auf diese Art der explosiven Eruptionen, mit einer fast 16 km breiten Kaldera - wie auch bei Santorini.

Kommentare:

  1. Sehr interessant, danke dir Flögi. So ist es auch für mich immer wieder spannend, schon alleine der Gedanke direkt an einem schlafenden Vulkan zu wohnen.

    Ängste verspüre ich allerdings nicht, so war bzw. bin ich mir dessen bewusst.

    Liebe Abendgrüssle

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    1. Ich finde es extrem interessant.../Leider ist in Budapest so ein Kakkwetter, dass ich nur Dunkelheit und Schneeregen und Nebel habe. Leider gibt es bis jetzt kaum Fotos. :-( LG

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  2. Hey, ich such für ein Projekt grad Leute, die mit Beiträgen aller Art an einer Fahrrad-Tour um die Welt teilnehmen möchten. Infos hier:
    http://bikelovin.blogspot.de/p/world-wide-wheelers.html
    Würde mich superdoll freuen, wenn du mir was von irgendwoher berichten könntest! Welche Rolle spielen Fahrräder dort? Wie werden sie genutzt, wie sehen sie aus? Verkehrsschilder, Werkstätten, Fahrradläden... - wasauchimmer! Mich interessiert alles!
    LG
    Christiane
    http://bikelovin.blogspot.de/

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    1. Hallo Fahrradfrau, ich schreibe dir gerne was über Ungarn, soll ich es in meinem Blog machen, oder wo??? Aber du musst evtl. etwas laenger darauf warten, weil ich jetzt noch total mit meinem Santorinibericht beschaeftigt bin.

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  3. Wie mir schon andere berichteten, muss es in Barcelona sehr schön sein...diese Stadt steht definitiv auf meinem Wunschzettel!!! LG Lotta.

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    1. Hallo Lotta, ich war schon zweimal in Barcelona, aber beides Mal leider nur als Tagesausflug von dem Badeurlaub, mit de Reisegruppe, und es war nur ein Rennen, wir haben kaum was gesehen, aber ich will viel mehr sehen, so kehre ich zurück. liebe Grüsse

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