Donnerstag, 31. Januar 2013

Santorini - Strandtag in Kamari und ein Abend in Fira

18. September 2004 

Diesen Tag widmen wir nur für Strand und Erholung. Wir mieten auf unserem Strand in Kamari für ganzen Tag zwei Liegen und einen Schirm. Heute tobt aber ein ganz starker Wind und das Meer wellt sich auch zu stark. Unsere neuen österreichischen Bekannten sitzen jeden Tag von früh bis Abend am Strand und haben schon extreme braune Farbe. Sie gehen fast nie ins Wasser, ich verstehe es nicht, weil ich es ohne eine längere Abkühlung nicht mehr als eine halbe Stunde lang aushalten würde. Sie waren schon öfter auf Santorini. Sie sind auch große Griechenlandfans und schwärmen viel über Karpathos (wo wir dann paar Jahre später durch einen reinen Zufall uns auf der Straße wieder treffen - guckt ihr hier nach). Mittags gehen wir um was zu essen in unser Zimmer zurück und dann bleiben wir noch bis zum Abend am Strand.

Am Abend fahren wir mit einem örtlichen Bus nach Fira. Der Bus fährt in jeder viertel Stunde und die Fahrt dauert ca. 20 Minuten. Unser Bus ist so voll, daß wir sogar stehend kaum Platz haben.




Wir spazieren auf dem Weg direkt an dem Kalderarand durch ganze Fira, dann Firostefani, bis nach Imerovigli. Diese drei Dörfer sind komplett zusammengewachsen und der Weg ist höchstens 2 km lang. Firostefani und Imerovigli haben viel authentischere, dörflichere Stimmung als die Inselhauptstadt, Fira. Bis wir zu den Ruinen von Skaros kommen, dämmert es schon und es wäre zu gefährlich auf den schmalen Pfaden in der Dunkelheit zu laufen. So bleiben wir lieber auf der Terrasse einer Kapelle und schauen von hier an, wie die Sonne hinter Thirassia versinkt.





Hier finden wir den Sonnenuntergang viel schöner als es bei Oia war. Dann spazieren wir nach Fira zurück, die wie eine Schmuckbox mit ihren abendlichen Lichtern wirkt. (Leider habe ich nur verschwommene Fotos.)

Als wir dort vorbei gehen, wo die Treppenreihe zum Hafen führt, rasen gerade die Maultiere rauf, die den ganzen Tag die Touristen rauf und runter tragen. Ihr Arbeitstag hat erst aufgehört.


Wir wissen nicht, wann der letzte Bus fährt, so wollen wir spätestens gegen 22:30 an der Haltestelle sein. Und solang haben wir noch Zeit einen Gyros zu essen. Wir gehen zu dem kleinen Laden, wo wir schon vor paar Tagen gegessen haben und bestellen neben den zwei Gyros noch zwei Souvlakis und Pommes. Es ist dann ein komplettes Abendessen für uns. Der Besitzer ist ein junger Kerl, der mit uns gerne spricht und  schon etwas betrunken ist. Er bringt irgendeinen häuslich gemachten Schnaps und schenkt uns zwei Gläschen ein (es ist Raki oder Tsipuro, denke ich). Zum Schluß gibt er seine E-mail Adresse, damit wir von dem gemeinsamen Foto ihm schicken können und das Getränk und die Souvlakis und Pommes werden auch von ihm geschenkt, wir müssen nur die zwei Gyros zahlen. Es alles nur, weil ich Ungarin bin und er sich einmal in Budapest so gut gefühlt hat. Es bleibt uns noch jahrelang eine angenehme Erinnerung.
Auf den Bus müssen wir eine halbe Stunde warten und kommen erst gegen 23:30 nach Hause. 

Kommentare:

  1. Das sind natürlich die besten Abende mit gutem Essen und netten Leuten. :-)
    Sieht nach einem wunderschönen Tag aus!

    Liebe Grüße
    Christina

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  2. Und hast du ihm das Foto per e-Mail geschickt?

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    1. Ich denke schon, weil ich immer alles fertigmache, was ich verspreche, ich bin sehr maximalist und mache immer alles auf 150 %. aber ich kann mich nicht mehr erinnern. :-)

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    2. Zu dieser Kategorie gehöre ich auch. Immer gleich nie später.

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  3. Ein langer und schöner Tag mit einem wundervollen Abschluss. Ist doch immer wieder schön wenn man sich wohlfühlt und dann noch so gesättigt den Abend beschließen kann.

    Die Mulis waren bestimmt auch froh Feierabend zu haben und wollten schnellstmöglich in ihren Stall.

    Liebe Abendgrüssle

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    1. Die armen Esel und Maultiere müssen den ganzen Tag in der Hitze rauf und runter und faule Touristen auf ihren Rücken tragen. Kein schönes Leben.
      Ja, für mich ist es auch schön jetzt, nach so vielen Jahren diesen Bericht bei dem Übersetzen wider durchzulesen und die Reise wieder erleben.
      Liebe Grüße

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