Samstag, 2. Februar 2013

Naxos - Die Ankunft

20. September 2004 - Fahrt nach Naxos

Naxos ist die größte Insel von den Kykladen. Die Insel hat gute Naturgegebenheiten, ihr Klima ist nicht so trocken, als auf den anderen Inseln, so wachsen hier in den Tälern Früchte, was den Unterhalt für die Urbewohner sichert. So war Naxos schon immer eine gern besuchte Insel. 
Ihr größter Berg (und gleichzeitig der größte Berg der ganzen Kykladen) ist der Za (1004 m). Naxos, wie die meisten Kykladen, ist auch eine sehr windige Insel. Die Insel ist heutzutage von ihren guten Stränden bekannt. 

Wir müssen um 04:30 Uhr aufstehen, einige Sachen noch zusammenpacken und ich will auch paar Brote auf die Reise packen. Um 5:45 Uhr werden wir dann vor dem Hotel abgeholt. Es ist noch dunkel und ziemlich kalt. Der Himmel ist wunderschön sternenklar und man hört den Wellengang. Als wir auf den Bus warten, spüren wir eine endlose Ruhe und ich finde es einen sehr schönen Moment.
Kurz nach 7 Uhr stehen wir schon im Hafen von Athinios, von der Fähre sind noch keine Spuren zu sehen.   Aber bald erscheint die große Blue Star Paros Fähre und große Menschenmassen strömen aus seinem Magen aus.

Wir starten um halb 8 und solange, bis wir aus der Kaldera rausfahren, gucken wir durch das Fenster und dann dösen wir ein bißchen. Später gehen wir auf das offene Deck raus und bleiben auch dort, bis wir auf Naxos ankommen. Die Fahrt hat 2,5 Stunden gedauert und war angenehm. Die Fähre hält am Hafen nur ganz kurz, wir schaffen es gerade nur auszusteigen und sie fährt schon weiter. Hier wartet auf uns eine neue Fremdenführerin und teilt uns auf die Minibusse auf. Unser Hotel heißt hier Nissaki Beach und es liegt direkt am Rand von Naxos Stadt an der Küste der Agios Georgios Bucht. Wir brauchen nur paar Minuten um dahin zu fahren.

Auf dieser Postkarte ist Naxos Stadt und hier vorne in der Bucht, ganz rechts liegt unser Hotel. 

Wir sind natürlich sehr früh angekommen, im Hotel frühstücken noch die Leute. Der typisch griechisch aussehende Mann an der Rezeption spielt mit seiner Kombostini (oder Komboloi - kennt bestimmt jeder, diese Perlenkette) und teilt uns freundlich mit, daß unser Zimmer erst später fertig wird und wir dürfen gern frühstücken, wenn wir wollen. Frühstück brauchen wir nicht mehr, aber M. trinkt einen Kaffee und ich einen Tee. Nachher schauen wir uns im Hotel um.



Es ist eine kleine, nette Anlage nur mit einem Stockwerk, geschlossenem Hof und einem großen Pool. Alles ist mit bunten Blumen vollgewachsen. Wunderschön, gefällt uns gut hier. Hier haben wir keine Möglichkeit gehabt ein Studio zu  haben, und das Halbpension bedeutet uns immer zeitlich eine feste Gebundenheit. Hier bedeutet es aber echt kein Problem, weil das Abendessen, wenn man will, hier auch als Mittagessen nehmen kann, also das zweite Essen ist zw. 14-22 Uhr.
Unser Zimmer ist schnell fertig, es ist unten, neben dem Pool in der hintersten Ecke. Ein winziges Zimmer ist es, so klein haben wir noch nie gehabt. Aber die Stimmung gefällt uns gut, typisch kykladisch, alles ist weiß und blau gestrichen und schön modern. Wir packen aus und gehen danach gleich auf den Strand, welcher direkt vor dem Hotel liegt.



Die Agios Georgios Bucht zieht sich ca. 1,5-2 km weit und hat gelben Sand und seichtes Wasser. Hier gibt es keine Liegen, wir nehmen unsere Isomatten mit. Aber Schatten gibt es leider auch keinen und wir können die starke Mittagssonne nicht lang ertragen (außerdem will sich ein streunender Hund ständig auf unsere Badetücher legen), so gehen wir ziemlich schnell auf die Flucht und verbringen den Nachmittag lieber an unserem sehr angenehmen Pool. Es ist das erste Mal, daß wir in einem Urlaub am Meer, lieber am Pool sind, als am Meer.
Am späten Nachmittag gehen wir in Naxos Stadt (oder anders Chora) zu spazieren. Die Inselhauptstadt ist ganz schön groß. An diesem ersten Tag sind wir noch etwas verwirrt, weil Santorini nicht aus unseren Köpfen geht und vergleichen wir andauernd alles mit ihr. Es ist hier auch schön, aber Santorini hat was zauberhaftes an sich und hier fehlt natürlich dieses Plus. Uns fehlt Santorini sehr. Hier ist aber alles deutlich billiger: die Lebensmittel, die Postkarten, die Restaurants, das Gold und auch das Automieten.
Zuerst spazieren wir entlang des Hafens Richtung Inselchen Palatia, die durch einen betonierten Landstreifen mit Naxos zusammengebunden ist. Auf dieser kleinen hügelähnlichen Insel steht das bekannte Apollon-Tor, das in der Antike der Eingang eines gigantischen Tempels war. Das Tor konnten wir schon von Weitem von der Fähre sehen, es ist das Wahrzeichen von Naxos. 






Naxos Stadt war in der Antike eine Festungstadt, ihr Kern stand auf einem Hügel. Ihr Hafen ist heute voll mit Fischkuttern und mit schönen Yachten. In den Häusern der Hafenpromenade sind unten Restaurants und Geschäfte. In der Altstadt kann man durch kurvenreiche, romantische, steile Gassen bummeln. Taverne folgt auf Taverne und zahlreiche Souvenierläden reihen sich aneinander. Hier sieht man auch die weiß-blaue Kombination, aber nicht so ausdrücklich, wie auf Santorini. Überall stehen bunte Blumentöpfe und die Gassen sind voll mit streunenden Katzen, die immer als ein guter Fotomotiv dienen. Es dämmert schon, als wir zu unserem Hotel zurückkommen und wir wollen gleich Abendessen. Das Hotel hat einen Speisesaal, eine Kaffeeterrasse und auch einige sehr romantische Tische direkt in dem Sand des Strandes zu stehen. Wir setzen uns ohne was zu fragen gleich dahin. Den Sonnenuntergang haben wir schon verpasst. Abends weht ein kalter Wind. Ganze Katzentruppen stürmen hier auf die Gäste, und betteln sehr aggressiv für ein Stück Essenshäppchen. Manche sitzen auf der niedrigen Steinmauer neben dem Tisch und langen mit ihren Pfoten direkt auf den Tisch rüber und versuchen was wegzuklauen. Ich liebe Katzen, aber die sind hier schon etwas nervig.




Wir sagen dem einen Kellner es Bescheid, daß wir Hotelgäste sind und Halbpension haben (hier können auch andere Menschen essen) und dann kommt ein anderer Kellner und wir bestellen aus der Karte...schließlich wollen sie von uns Geld verlangen fürs Abendessen, weil Kellner Nr. 1. es dem Kellner Nr. 2. nicht weitergegeben hat, daß wir hier wohnen...aber es lässt sich schnell erklären.
Wir können nicht aufhören damit, Naxos ständig mit Santorini zu vergleichen...

Kommentare:

  1. Also wenn ich das so sehe, dann würde ich mich wohlfühlen. So sieht das Hotel klasse aus, richtig gemütlich und auch direkt am Strand so essen zu können, das finde ich toll. Allerdings ist das ja nur die Betrachtung von deinen Bildern her. So isses was ganz anderes wenn man vor Ort ist bzw. war.

    Bin mal gespannt was du noch so alles berichten wirst.

    Ein schönes Wochenende und liebe Grüssle

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    1. Es war alles schön und gut, wenn was negatives aushörst, daß ist nur das, daß keine andere Insel kann Santorini überschreiten. Es war eine super Insel und super Urlaub! Liebe Grüße

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