Dienstag, 5. Februar 2013

Naxos - Inselrundfahrt mit Moped/2. Tag

23. September 2004 - die schönsten Strände der Insel

Heute stehen wir nicht so früh auf, wir wollen den Tag mit der Entdeckung schöner Strände verbringen und baden. Wir verlassen Chora südlich und fahren duch den Urlaubsort Agia Prokopis. Hier beginnt die ca. 20 km lange sandige, dünige Küstenstrecke, hinter der viele Apartmenhäuser in der Pampa stehen. An dieser Küste findet für sich jeder Mensch eine ruhige Ecke, hier sind keine Massen und oft sieht man auch nackige. Ich habe vorher noch nie Sanddünen gesehen, ich laufe auf denen rauf und runter, wie ein glückliches kleines Kind. :-)


Wir halten erst nirgendwo zum baden an, wir wollen erst so weit südlich fahren, wie es geht und dann zu der besten Küste zurückkehren. Der Anfang dieser langen Küste nennt sich Plaka und nachher hört die Asphaltstraße auf und gibt es nur noch eine furchtbar löcherige Schotterpiste und dann hört diese auch ganz auf und führt von der Küste durch das Dorf Mikro Vigli weg. Diese Landschaft sieht verlassen und unfreundlich aus. Manchmal sehen wir paar zerfallene Windmühlen, paar Ziegen und große schwarze Bullen. Es gibt kein Dorf in der typischen Vorstellung eines Dorfes, sondern nur paar Häuser gestreut, weit auseinander liegend.
Irgendwann erreichen wir die Küste von Aliko, wonach man kaum nur noch paar Kilometer auf einer Piste bis Pirgaki fahren kann und dann hört jeder Weg in einer verwüsteten Landschaft auf, als ob es das Ende der Welt wäre.
Zwischen Aliko und Pirgaki erstreckt sich eine wahre Sandwüste, nur einige dornige Büsche wachsen auf dem Sand. Wir können es eigentlich gar nicht entscheiden, welcher Küstenabschnitt uns am meisten gefallen hat, so wollen wir erst noch den Strand von Aliko anschauen. Wir müssen 200-300 m durch die, mit stacheligen Schlingpflanzen bewachsenen Sanddünen gehen, bis wir eine wunderschöne Küste erblicken können. Wir brauchen gar nichts mehr zu überlegen, uns gefällt es hier.




Wir kommen zu einem felsigen Abschnitt und kurz danach fängt eine längere sandige Küste an. Wir brauchen Schatten und hier findet man so was unter den krumm gewachsenen stacheligen Büschen. So finden wir für uns eine ganz private Ecke, mit eigenem Sonnenschirm, und das Meer vor uns spielt in karibischen Farben.
Die paar Menschen, die wir etwas weiter sehen, sind alle nackig, also überlegen wir es auch nicht lang, erstes Mal in unserem Leben ziehen wir uns ganz aus. Am Anfang ist es ein komisches Gefühl und ich gucke ständig, ob mich jemand beobachtet. Aber wenn ich ins Wasser gehe und spüre das Streicheln des Wassers an allen meiner Körperteilen, dann gibt es nichts schöneres, als nackig zu sein. Das Wasser ist seicht und kristallklar, viele Felsen sind drin, es ist ein idealer Ort zum schnorcheln. Wir könnten den ganzen Tag hier verbringen. Aber nach 2-3 Stunden ist unsere Wasserflasche leer und der Hunger kommt auch langsam. Viele Eidechsen laufen hier rum, wenn wir uns hinlegen, laufen sie auch über unseren Körper und steckt sich eine in die leere Wasserflasche, was wir als Falle auf seine Seite gelegt haben.
Es gibt hinter dem Strand eine Taverne, welche voll ist und wir wollen dort was essen und dann noch bleiben, aber wir sitzen dort eine halbe Stunde und kein Kellner kommt, oder wenn er kommt, beschäftigt er sich mit Abräumen anderer Tische und wir bekommen nicht mal was zum Trinken. Wir zerschmelzen in der Hitze und könnten langsam schon töten für einen Krug kaltes Wasser. Irgendwann habe ich keine Geduld mehr und ich will weggehen. M. will noch warten, aber dann müssen wir schon unbedingt einen Miniladen oder irgendwas finden, also setzen wir uns auf das Mofa und fahren Richtung der Dörfer. Aber es ist Siestazeit, alles finden wir nur zu, keine Läden, keine Taverne, keine Gyrosstände. Alles ist komplett ausgestorben.

Wir sind schon in Agia Anna, wo wir endlich mal was zum Trinken bekommen. Dort stehen haufenweise Buffets neben einander, aber jedes ist zu. So bleibt uns nichts anderes übrig, wir fahren nach Chora zurück, wo wir mindestens 20 Gyrosläden finden, aber davon hat nur einer offen. Es ist schon 16 Uhr, wir haben Bärenhunger und essen den leckeren Gyros mit gutem Appetit auf dem Straßenrand sitzend. Wir sind traurig, daß wir wegen dem Hunger und Durst ganz zurückfahren mussten und wir wollen es noch nicht aufgeben, so fahren wir noch wenigstens bis zum Plaka Beach zurück, wo wir dann noch eine Stunde baden können.



Die mehrere Kilometer lange Küste ist absolut FKK-Zone, was für unsere Augen noch ziemlich ungewöhnlich ist.

Nach einer Stunde fahren wir erneut nach Chora zurück und geben das Mofa ab. 

Kommentare:

  1. Das ist natürlich ärgerlich wenn man so gar keine Möglichkeiten hat etwas zu essen oder zu trinken zu bekommen, gerade wenn es einem an einem Ort gefällt^^

    Mit dem FKK hast du schön beschrieben bzw. das Gefühl...wie das Wasser streichelt^^. Ist nämlich wirklich so d.h. ich empfinde es auch immer so.

    liebe Grüssle

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  2. Hihi... ich weiß zwar nicht, ob der FKK Strand was für mich wäre aber wow, ist der Strand hübsch. Das man über die halbe Insel fahren muss nur um endlich etwas zu Trinken und Essen zu bekommen, ist wirklich gemein.

    Liebe Grüße
    Christina

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  3. Wow...wunderschöne Strände. Will ich jetzt sofort hin. Auch wenn das mit dem FKK auch nix für mich wäre. Huh und Hunger schieben wär rest Recht nix für mich. Da werd ich zum Tier ;O). LG, Nadine

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  4. Hallo Mädls :-) Ich habe mir es früher auch nicht vorstellen können, mich öffentlich auszuziehen, aber jetzt habe ich echt ein Problem damit angezogen zu bleiben! :-) Nichts ist schlimmes dabei. :-) Mit dem Essen und trinken ist es eben so, daß wenn wir Apartment = Kühlschrank haben, dann packen wir auf die Ausflüge immer Sandwiches, aber so beim Hotel wohnen ist es nicht möglich und im Griechenland war es noch nie ein Problem irgendwo einen Gyros zu bekommen...aber hier ja. :-( Liebe Grüße

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  5. Tolle Strände, gefällt mir gut, aber FKK ist auch nichts für mich :-)
    LG Kilchen

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  6. Allerdings ist FKK dort ungewöhnlich, also jedenfals hätte ich das nie gedacht. Ich liebe FKK, bin so aufgewachsen und springe auch zu Hause gerne nackt rum (was aber das Schamgefühl der Kinder verbietet ;).
    Und die Fotoooos, die sind toll! Ich glaube, Du hast eine gute Zeit gewählt: Hier wünschen sich ja alle gerade schnellstmöglich den Sommer (außer mir)! :)
    LG /inka

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