Sonntag, 8. Dezember 2013

Fuerteventura - Cofete

13. November 2013

An unserem ersten großen Tagesausflug (wenn ihr euch noch erinnert) haben wir es nicht ganz runter bis zu Cofete geschafft, wir haben gegen 16 Uhr bei Morro de Jable umgekehrt. Aber wenn jemand einmal ein Foto von der Küste von Cofete sieht, weiß er es ganz genau, daß man dieses Stück von Fuerteventura auf keinen Fall von seinem Programm auslassen darf.  Auch wenn man, wie wir, ganz im Norden wohnt, und Cofete ganz im Süden liegt, lohnt sich die lange Fahrt. Die letzten 20 km muß man über eine Feldstraße schaffen, davor haben wir noch ein bißchen Sorgen. Da wir den Weg bis nach Morro de Jable schon kennen, halten wir nur ein einziges Mal in Costa Calma an, um das anzuschauen, wie hier auf der Insel ein typischer Urlaubsort aussieht. Er schaut genauso aus, wie alle anderen auf Teneriffa-Süd. 

Costa Calma
Bei Costa Costa Calma ist die Insel am engsten, insgesamt nur 2 km breit, und die Landschaft ist hier dick mit hellem Sand bedeckt: 







Als wir dann den Feldweg erreichen, werden wir etwas beruhigt, daß er nicht so fürchterlich ist, wie die anderen z.B. bei El Cotillo waren, sondern der Weg wird hier sogar regelmäßig gegossen und plattgewalzt, so ist er ziemlich fest, gleichmäßig und staubt nicht so. 


Als wir den Bergsattel erreichen, erstreckt sich vor uns aus einem Parkplatz gesehen dieser Panoramablick: 




Starke Windstöße wollen uns von den Beinen kippen: 






Von hier abwärts wird die Straße schon wesentlich schlimmer, aber noch immer gut auszuhalten und wegen dem Auto haben wir auch keine große Sorgen. Dieses Landschaftsbild entschädigt einen für alles, es ist einfach atemberaubend schön. Hohe Kakteen wachsen überall am Hang wild. Wir halten öfter an zu fotografieren oder weil ich einen Kaktustrieb besorgen will, muß ich lange zwischen den Lavasteinen rumhupfen, bis ich zu einem Kaktus komme, wo "kleines Baby" drauf ist, was ich abbrechen kann. 



Da hinten, dieser mächtige Sandfluß, der ins Meer strömt, ist diese Wüste, worüber ich vorher geschrieben habe, daß dort an der Stelle, die Insel am schmälsten ist. 



Mein absolutes Favoritenfoto: 





Dann kommen wir zu der Küste an. Der Ozean wellt ganz wild und das Wasser ist sehr kalt. Baden ist hier sowieso zu gefährlich, aber wie immer, es gibt welche, die im Wasser sind. Wir spazieren 'ne halbe Stunde an der Küste entlang und genießen diese Schönheit. 












Hier steht am Hang eine Villa von Gustav Winter, der ein deutscher Militäringenieur war. Er hat 1941 die ganze Jandia Halbinsel aufgekauft und später hat er dann in den '60-er Jahren immer mehr Grundstücke an Deutsche verkauft. Ein Architekt, namens Wenner, hat dann an der Costa Calma mit dem typischen Bungalowbau  angefangen, so schreibt mein Reiseführer: "Costa Calma ist eine deutsche Erfindung". 





Der Friedhof des ehemaligen Dorfs Cofete wirkt irgendwie auf uns atemberaubend. Er hat irgendwas an sich, was uns fesselt, verzaubert. Als ich das quietschende Tor des Friedhofs bewege, bekomme ich sofort urplötzlich eine Westernfilmstimmung und lasse die Tür wieder zurückknallen, dann wieder quietschend öffnen und wieder zurückknallen, währenddessen ich schon die eine Melodie aus dem Film "Once Upon Time in The West" zu summen anfange. M. tut so, als wenn er einen Colt aus seiner Gurttasche herausziehen würde und vermisst einen, von dem Wind rollenden Stachelbuschball. :-)
Wenn ihr in dieses Video reinschaut, dann hört ihr am Anfang dieses typische Quietschen von einem Wasserpumpenwindrad - genau solches, wie es hier auf der Insel so viele gibt. :-)












Auf dem Heimweg sehen wir zufällig ein landendes Flugzeug: 


Kommentare:

  1. Nachdem hier gerade alle fast eine Woche flach lagen, sind Deine Fotos Balsam für meine Seele. Da kommt sogar bei mir nochmal Lust auf Fuerte auf. Irgendwie hat diese Kargheit ja doch auch was Schönes. Und diese Kakteen finde ich ganz toll. GlG, Nadine

    PS. Im Übrigen kann ich bei Dir nur über meinen Blogger-Account kommentieren. Das ist sehr merkwürdig und vielleicht haben andere Besucher auch dieses Problem. Bei anderen Blogger-Blogs kann ich einfach Name und URL eingeben. Kannst Du das vielleicht unter Deinen Einstellungen ändern?

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  2. Geht mir wie Frau Hibbel, auch das Karge hat was. Zumindest ist es ein Besuch wert^^ Ich hatte bei deinen Fotos das Lied "Deine Spuren im Sand" im Ohr :-)))

    Bei dem Friedhof kann man an den Kreuzen auch sehr gut erkennen wie windig es dort ist. Hat aber wirklich etwas sehr faszinierendes.

    Hier soll es ab heute 10 Uhr für die westl. Kanaren sehr stürmisch werden. Hoffe mal wir fliegen nicht allzusehr weg und die Böen richten keine Schäden an.

    Wünsche euch einen tollen Wochenstart und sende herzliche Grüsse

    Nova

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    1. Hallo Nova, grundsätzlich mag ich nichts karges, aber ja, hier hat es mir auch gefallen. :-)
      Dann hoffe ich, daß ihr nicht so viele Sturm bekommt. Vor paar Tagen war bei uns auch fürchterlich stürmisch. Liebe Grüße

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  3. Wieder dolle Fotos! Auf dem ersten Costa Calma Foto kann man sogar im Hintergrund unser Hotel sehen in dem Wir ja glatt dreimal waren und in dem ja auch meine Freundin arbeitet (deshalb waren wir auch dreimal da! Sonst sind wir nicht so langweilig ;-)!) GlG Anne

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    1. Hallo Anne, ja, kann ich schon verstehen, wenn ihr günstigeres Angebot bekommen habt, daß ihr dort öfter wart. Warum nicht, wenn es gefallen hat? Ich war auch schon fünfmal im selben Ort auf Teneriffa! LG

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