Montag, 7. Juli 2014

Internet-Bekanntschaften/Wie weit soll man sich für die Cyberwelt öffnen?

Lotta schrieb hier, in ihrem Blog über Blogfreundschaften. Hier kann ich auch gut mitsprechen! Ich habe das Gefühl, ich muß jetzt auf dieses Thema auch für mich hingreifen. 

Es ist nicht war, was manche zu dem Thema schreiben, wenn Freundschaften vorkommen, würden diese nur virtuelle Bekanntschaften, hätten nichts mit wahren Freundschaften zu tun. Hier muß ich sofort widersprechen!

Meine jetzigen besten Freundinnen kommen aus Internetbekanntschaft! Ich habe 8 Jahre lang in einem Griechenland-Reisefan-Forum (ungarisch) teilgenommen, täglich alle Forumthemen durchgelesen, dazu geschrieben...Da kamen immer wieder sympathische Menschen, mit vielen habe ich mich nie getroffen, aber schreiben uns noch immer Mails, mit den sympathischsten haben wir uns schnell getroffen und wirklich habe ich 3 ganz enge Busenfreundinnen von dort gewonnen. Außerdem gingen wir ca. mit 30!!! jedes Mal, wenn ich nach meiner Heimat (Budapest) gereist bin zu einem Stammtischtreffen, was immer super Stimmung hatte. Aber mit der Zeit hat sich ergeben, welche nicht ganz in diese Gesellschaft passen, wer nicht ganz ehrlich und sympathisch ist und die sind langsam verschwunden und nur die besten Freundschaften sind übriggeblieben. Ich finde es ganz toll. Blogbekanntschaften habe ich auch, sogar auch durchs Bloggen eine Freundin, die ich auch regelmäßig treffe. 

Diese Freundschaften laufen auf ganz verschiedenen Ebenen. Mit 30-100! Personen, pflege ich nur seltenen Kontakt per E-Mail. Nennen wir diese als Bekanntschaften. Mit 10-20 Leuten stehe ich in regelmäßigen Briefwechsel, haben wir uns aber noch nie getroffen. Mit dem Rest, bis zu 10 Personen, treffe ich mich auch regelmäßig. Regelmäßig heißt hier, wenn ich nach Ungarn heimfahre, da diese Freundschaften alle durch ungarische Internetseiten entstanden sind. 

Wie weit so eine Freundschaft wirklich reicht?

Wir, Ungaren schreiben gerne viel privates im Blog, alles über Gefühle, Arztbesuche, Krankheiten, Details und tiefste Gedanken während einer Schwangerschaft, Geburt mit den kleinsten Details, Arbeit, sogar zeigen manchen von Geburt Jahre lang wie ihr Kind aufwachst, welche Erziehungsmethoden sie bevorzugen und noch alles, was man sich so vorstellen kann. Es macht einen Menschen mutig und interessant. Diese Blogs sind extrem viel besucht und populär, ich selber führe so einen in ungarischer Sprache. (Natürlich oft ohne Name und Identität, manchmal sogar mit dem ganzen Namen.)
In der deutschen Bloggerwelt ist es unvorstellbar. Einmal habe ich eben über das selbe Thema, wie ich es mir vorstelle: Blogfreundschaften schreiben wollen, sofort habe ich auch negative Kommentare bekommen, wie ich mir es überhaupt vorstelle, so private Gedanken öffentlich zu schreiben, "es gehört nicht dazu, es darf man nicht". Kommt mir auf jeden Fall komisch vor, daß die Deutschen ihre Privatsphäre so sehr schützen und sich nicht für Öffentlichkeit öffnen können/wollen. Man kommt so an einem Menschen nie näher, höchstens durch privaten Briefwechsel. Aber ich habe davon gelernt und habe keinen zweiten Versuch gestartet. Aber jetzt! :-)

Hier, bei den oben aufgelisteten Blogthemen, springen gleich Hunderte täglich auf diese Themen, und es kommen auch sehr böse und aggressive Kommentare, klar, aber ich bin ich und ich zeige mich und ich genieße das, wenn außer den paar ganz Uneinsichtigen, die da negativ rumkommentieren, die Mehrheit es mutig und interessant findet. Ich mag Pioneer sein und was neues, mutiges zeigen und ich mag den Menschen auch gerne meine extremen Gegengedanken äußern, daß sie davon richtig schockiert werden "wie traut sie es sich es so zu schreiben". Es ist schwer und oft schmerzhaft, aber ich tue es weiter, weil eben weniger es tun und ich möchte immer gerne ein Meuterer sein.

Auf Deutsch werde ich es wahrscheinlich nie tun, über so private Gedanken und Meinungen zu schreiben, nicht nur weil es nicht gut ankommt, sondern weil ich mich in meiner eigenen Muttersprache einfach auch gegen negative Kommentare viel besser wehren kann, als auf Deutsch.

Hier schreibt Ninotsch in ihrem "Freibeuter Reisen" Blog auch paar ähnliche Gedanken.

Also, durch diese Sachen, lernt man natürlich denjenigen schon aus ihrem Blog sehr persönlich kennen, man öffnet sich auch ganz schnell per E-Mail. Sofort, wenn gemeinsame Themen, Eigenschaften auf die Oberfläche kommen, öffnen sich Ungaren sofort, es ist wahrscheinlich in unseren Genen drin. Da habe ich in einem früheren Post, was danach auch gelöscht habe, die Deutschen dagegen etwas kühl gehalten. Was bei manchen zu Beleidigung geführt hat. In unseren Augen ist es aber so. 

Z.B. lerne ich eine gleichalterige Frau im Flugzeug aus Budapest nach München kennen und in einer Stunde wissen wir alles von einender, von Finanzen, wer wieviel verdient (in Ungarn sind es immer die ersten Fragen, hier Tabu), daß beide von den und den Gründen kein Kind wollen, welche Krankheiten wir gehabt haben, wo in den letzten 10 Jahren hingereist haben und noch viel mehr. Und Zack, wir treffen uns regelmäßig und sind schon Freundinnen. 

Ich lebe seit 11,5 Jahren in Deutschland und habe noch nie eine richtige Freundin gefunden, mit der ich all diese Themen durchkauen könnte, es gibt hier einfach Grenzen und die Menschen sind hier viel mehr distanziert, als bei uns. 

Ich bin ganz weit weg von dem ursprünglichen Thema gekommen. Also wie weit diese Freundschaften wirklich tiefe Freundschaften sind??? Sehr. 
Meine zwei besten Freundinnen aus dem Griechenlandforum aus Ungarn sind schon öfter zu mir nach Deutschland gereist, wir haben sehr tolle Zeiten zusammen gehabt, sogar die zwei waren die einzigen, die ich aus Ungarn zu meiner Hochzeit eingeladen haben, die eine wäre meine Zeuge gewesen, wenn sie deutsch sprechen könnte (durfte so nicht). Wir besprechen durch täglichen E-Mailwechsel alle unsere Probleme und stehen immer für uns da...

Mit meinen zwei besten Freundinnen aus dem Netz. 

Ich komme halt aus einer anderen Kultur, bin anders gewöhnt, darum sind meine Gedanken zu de Thema auch ganz anders, als hier gewöhnt. Und natürlich macht jeder seinen Blog, wie er/sie möchte, nur eben vermisse ich diese sgn. "Ich-Blogs" in der deutschen Bloggerwelt. Aber ist halt so. Ich wollte nur mit meinem Schreiben sagen, daß es halt wo anders, auch anders funktionieren kann. Ich hoffe, ich habe hier diesmal nichts beleidigendes oder "oberkluges" geschrieben. Ich wollte nur zwei ganz unterschiedliche Blogwelten vergleichen. Und eigentlich wollte ursprünglich dieses Schreiben sich darum handeln, ob echte Freundschaften im Internet entstehen können, und nicht darum, welcher Blogger über was, wie weit eingehend schreibt, nur ich finde zwischen diesen Sachen Zusammenhänge, so habe ich die zwei Themen doch gemischt. 

Kommentare:

  1. Hallöchen....

    also das finde ich doch mal einen Super Beitrag zu diesem Thema. Ich kann Deine Meinung nur allzu gut nachvollziehen. Ich selber habe es zwar nicht so mit Internetbekanntschaften, aber wenn es bei anderen gut funktioniert... Warum nicht ! ... Letztlich kommt es doch immer darauf an, was beide Seiten aus der Situtation machen. Wenn eine tiefgreifende Freundschaft daraus entsteht ist es doch toll...wenn nicht, dann hat es halt nicht gepasst!

    Ich kann aber auch noch etwas sehr gut nachvollziehen, nämlich was Du zum Thema Deutsche Blogs und Blogger schreibst. Die meisten, da machen wir uns doch mal nix vor, haben doch gar nicht mehr die Zeit und Lust, die Post der Blogger welchen Sie folgen, in Ruhe zu lesen. Wie oft schrieb schon jemand bei mir einen Kommentar, und ich dachte nur: "Hä...Hab ich doch oben geschrieben!" ... Egal, wie dem auch sei. Deutsche sind da eben doch irgendwie "Anders" ... Obwohl ich das jetzt nicht als total "negativ" meine.

    Liebe Andrea, im übrigen finde ich musst Du Dich auch nicht entschuldigen für das was Du da geschrieben hast...Das ist Deine Meinung! Wem Sie nicht gefällt, der halt auch mal Pech gehabt. Nicht immer werden, alle Menschen einer Meinung sein können.

    Ich fand diesen Post jedenfalls genial ... Daumen hoch :)

    LG

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    1. Hallo Timur,
      vielen Dank für den langen Kommentar und für die Mühe den langen Text von mir gelesen zu haben.

      Das stimmt auch mit dem nicht alles lesen und ich muß zugeben, bei mir klappt es auch nicht immer. Es legt an dem Tag, wieviel Zeit ich habe, wieviel Blogger haben neue Einträge, wie lang diese sind...Wenn ich richtig Zeit habe, lese ich alle genau durch, aber manchmal bleibt nur Zeit für die Fotos durchzublättern. Ich versuche dann noch paar Tage später zu diesen Posts zurückzukehren und sei nachträglich zu lesen. aber ich bin ein Mensch, wer sofort kommentieren muß, da später dann nicht mehr so gut kann, der erste Endruck ist am wichtigsten.

      Aber was ich gemeint habe, das ist nicht die Länge, sondern die Inhalt. Daß man sich traut über seine Meinung über Sachen zu schreiben, wo andere lieber nichts sagen, also dich selbst präsentieren dürfen ohne nachgeworfene Steine zu bekommen, weil du vielleicht eine andere Meinung hast, als die Mehrheit.
      Daß ich in meinem ungarischen Blog lange Einträge geschrieben hab, warum ich kein Kind will und hier fällt mir schon schwer überhaupt den Sache zu erzählen, daß ich kein Kind will, weil schon dafür angegriffen werde.

      Danke für deine Meinung, es freut mich sehr, daß du sie geäußert hast. ;-)
      Liebe Grüße

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  2. Ein spannender Beitrag, liebe Flögi. Die Deutschen sind was das Thema Internet angeht aus meiner Sicht sehr vorsichtig und zurückhaltend und ich selber weiß in Zeiten von NSA auch manchmal nicht was ich darüber denken soll. Fakt ist, daß ich mich was private Dinge oder meine Kinder angeht auch mehr und mehr zurückhalte. Es gibt einfach auch zuviele pardon...Verrückte auf dieser Welt und einmal gepostet ist halt alles für die Ewigkeit im Netz. Nichtsdestotrotz sehe ich es wie Du: über das Internet kann man wunderbare Menschen kennenlernen, die man im wahren Leben vielleicht nie treffen würde. Und daraus können sich auch Freundschaften entwickeln. Warum auch nicht. Daran finde ich absolut nichts verwerflich oder komisch. Die Deutschen sind mit Sicherheit anders. Meine skandinavischen Verwandten sind internettechnisch auch viel offener. Da hat selbst meine 80jährige Großtante einen FB-Account. Fand ich sehr witzig. Aber wäre ja auch öde, wenn alle Europäer gleich wären. ;) GlG, Nadine

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    1. Hallo Nadine,
      ich habe eine Freundin, die beschrieb alle Momente, Gefühle, Schmerzen, Freude ihrer drei Geburte und dann alles über Stillen, oder wie sie die Kinder erzieht, warum welche Methoden schlecht oder gut findet, daß sie schon mit 3-4 Monaten den Kindern Obst, Gemüse usw. gab, und mit 8 Monaten die Kinder schon alles aßen, was wir auch...(wie damals, als wir Kinder waren, war es auch nicht anders). Sie wurde oft mit Steinen beworfen, obwohl sie es echt so toll macht, ihre Kinder sind top gesund, brav und die ganze Familie ist so idyllisch. Sie kann wirklich was zeigen, wovon man lernen sollte, für viele blinde Leute, die heutzutage nur ihre Klugheit von den Werbungen und Frauenmagazinen sammeln wären es gute Lektionen...
      Ich wollte mit diesem Beispiel nur erzählen, man kann so viele unterschiedliche Erfahrung von diesen Blogs sammeln, je mehr, desto besser. Z.B. von einem Krankheit, wie ich von meinem Schildrüsenunterfunktion, alles beschreibt, eigene Erfahrungen und Ergebnisse mitteilt, davon können so viele Leute Infos schöpfen. Es sind so wenig eigene Berichte im Netz zu finden, und viele sind froh und dankbar, wenn eine so Sachen mitteilt, wie dies oder das geschafft hat...usw. Hier könnte ich ewig schreiben.
      Natürlich muß man es nicht mit ihrem wahren Namen machen, man kann dabei auch unbekannt bleiben.
      vielen lieben Dank auch für dich für den Kommentar

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  3. Keine Ahnung woher das bei den Deutschen kommt, dass sie so zurückhaltend sind. Komisch irgendwie, gerade wo ich das jetzt noch mal bei dir lese. Ein super Post! Wie anders man ist, merkt man immer schnell im Ausland. Also ich zumindest. Keiner der in Deutschland aufgewachsen ist kann sich davon frei machen. Umso wichtiger ist es ja den Kindern Welt zu zeigen, damit sie eben auch genau sowas merken. Liebe Flögi, liebe Nadine, liebe Nova......und viele andere, stellvertretend hier ihr drei....... ich bin froh euch im Netz getroffen zu haben! ;-) Jippiiieee! Anne

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    1. Hallo Anne,
      du und Nadine seid auch schon Freundinnen geworden... :-)
      Wie ich hier oben schon in in den vorherigen Antworten beschrieben habe, es geht hier nicht nur um Leute näher kennenzulernen, sondern darum, daß man sich mehr traut, von ganz privaten Erlbnissen zu schreiben, das sind dann unbezahlbare Quellen für anderen, die in bestimmten Themen verzweifelt nach Lösung suchen und finden nichts...und dann auf einmal beschreibt jemand, wie bei ihm eine Krankheit oder anderes Problem gelöst wurde, wie bei einem Einwanderer in dem Land, wo er angekommen ist, mit den ganzen offizillen Bürokratie es gelaufen ist...usw.
      Danke für deinen netten Kommentar und ich hoffe, einmal sehen uns auch in der wahre Welt, Auge ins Auge. :-) Liebe Grüße

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    2. Na klaro ;-), Auge in Auge ;-), mit Nadine! GlG Anne

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  4. Liebe Flögi, lieben Dank für deine ausführlichen Worte...Ich finde es unglaublich spannend, wie unterschiedlich offen man in den einzelnen Kulturen mit allem umgeht. Ich denke, du bist einfach in einem sehr offenen Kulturkreis großgeworden...hast diese Offenheit von deiner Familie vorgelebt bekommen. Ich beneide manchmal Kulturen, bei denen auch die Familie ganz eng zusammensteht...das ist nämlich in Deutschland auch nicht unbedingt eine Selbstverständlichkeit...hier leben doch viele Individuen nebeneinander...;-). Aber man muss die Deutschen nehmen wie sie sind...Erst einmal den Verstand einzusetzen, bevor das Temperament mit einem durchgeht, hat ja auch durchaus seine Vorteile...;-)
    Was ich sehr schade finde ist, dass man im Internet für seine persönliche Meinung mitunter sehr angefeindet wird...da fallen alle Hemmungen...da vergisst so mancher seine gute Kinderstube...Dabei ist es doch so wunderbar, dass wir nicht alle derselben Meinung sind...dass es so viele unterschiedliche Kulturen gibt....so unterschiedliche Arten von Menschen...das macht die Welt doch erst so bunt...Liebe Grüße, Lotta.

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    1. Hallo Lotta,
      herzlichen Dank für deinen ausführlichen Kommentar. Ich freu mich für jedes Schreiben, da schon in diesen Kommentaren so viele unterschiedliche Meinungen rauskommen und es ist recht interessant.
      Du schreibst hier von Familien und ich muß sagen, es ist bei meiner Familie auch so: Familie steht an der ersten Stelle, man ist immer für die andere da und es ist auch ganz normal, daß die Eltern ihre Kinder, wenn diese schon lang erwachsen sind, im Not noch immer finanziell unterstützen. Ausgesprochen wird auch ja fast alles.
      Ich kenne hier viele Familien, gerade durch meine Arbeit (häusliche Altenpflege), wo die Kinder gar nichts mit den Alten zu tun zu haben wollen und gar nicht so selbständig, daß ein Enkelkind vorbeikäme und z.B. die Vorhänge nach dem Waschen wieder aufhängen würde, oder mal durchsaugen oder einkaufen würde. Nein, hier muß der alte Mensch für teures Geld einen Fremden finden, wer ihm/ihr einkauft, putzt oder was eben noch macht. Mir war es alles immer selbstverständlich, auch wenn ich nur kurz nach Ungarn heimgefahren bin, daß ich dort helfe, wo ich kann.
      Jetzt hast du bei mir wieder irgendwas bewegt, daß ich vielleicht irgendwann mal über diese Familiensachen schreibe. :-)
      Liebe Grüße

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  5. Hallo Fögi,

    es gibt, zumindest empfinde ich es so, in Deutschland tatsächlich wenige Blogger/innen die unter ihrem tatsächlichen Namen bloggen - weshalb dies so ist ^^ ich kann es nur vermuten. Vielleicht hat man Angst sich der Lächerlichkeit preis zu geben, Kritik zu bekommen - ich kann es nicht sagen.

    Als ich mich entschieden habe zu bloggen, da habe ich von Beginn an unter Realnamen gehandelt - ob ich dies heute noch tun würde, ich kann es nicht sagen. Aber nun ist es so und ich denke ich muss mich dafür nicht schämen, es gehört zu meinem Leben.

    Ob es Bloggerfreundschaften über das Internet hinaus gibt muss sicherlich jeder für sich selbst beurteilen, ich finde, weshalb nicht? Die Menschen, welche sich im Internet nicht verstellen, können dann auch im "echten" Leben Freunde sein :)

    Ich habe allerdings keine Internet/Real-Freundschaften geschlossen - aber dies liegt vielleicht auch an einer gewissen Zurückhaltung von mir.

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Ups, Flögi sollte es natürlich heißen ;)
      Sorry.

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    2. Hallo Björn,
      danke auch an Dir für deine Meinung. Ich finde, echter Name muß hier wirklich nicht unbedingt sein, da auch viele Verrückte und Verbrecher in der Welt rumlaufen, die den einen nur von Spaß beschädigen wollen. Aber ja, wer nur einen herausgefundenen Namen nimmt, kann heutzutage wahrscheinlich genauso schnell identifiziert werden.
      Liebe Grüße

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  6. Hallo Flögi,

    das ist ein sehr umfassendes Thema, was du heute aufgreifst.
    Warum sollen auch Internet-Freundschaften "nicht" funktionieren? Wenn man sich beim Schreiben gut versteht, sich demzufolge einmal persönlich kennen lernt, kann daraus durchaus auch eine gute Freundschaft entstehen.

    Mit jeder Zeile, die wir im web schreiben, hinterlassen wir Spuren, die von allen eingesehen werden können. An und für sich ist das ja nicht weiter tragisch. Tragisch kann es werden, wenn dadurch Missbrauch getrieben wird.
    Insofern kann ich jeden verstehen, der nicht sein ganzes Privatleben öffentlich darlegt. Heute Abend war wieder in der ARD ein Beitrag diesbezüglich gewesen, wie transparent wir alle sind, wenn wir unsere Daten öffentlich preisgeben und wie leicht uns übel mitgespielt werden kann.
    In meinen Augen ist das mehr als traurig,

    Liebe Grüße und eine schöne neue Woche für dich
    Christa

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    1. Hallo Christa,
      es stimmt, daß viele Verrückte sind, die einen anderen beschädigen wollen und man eigentlich im Net auch immer in einer gewissen Gefahr ist. Aber entweder mache ich was, oder nicht. Entweder lebe ich so, daß ich alles vermeide, was gefährlich sein kann, so esse ich dann auch noch kaum normale Sachen usw...und dann lebe ich auch nicht mehr. Verstehst du was ich meine? Man soll schon vorsichtig sein. Aber wenn dich jemand finden will, findet dich auch ohne das, daß du viel privates schreibst. Ich habe gestern die Sendung fast gesehen, d.h. ich habe die Sendungen so durchgeschaltet und dann dachte ich, nein, es schaue ich nicht, genug Angst ist schon uns eingejagt, ich will es liebe gar nicht wissen und habe weggeschaltet.

      Danke für deine Meinung und für die gute Wünsche für die Woche, ich habe jetzt 3 Tage frei, und bald fliege ich nach Hause, nach Ungarn, so werde ich bestimmt jetzt eine schöne Zeit haben.

      Liebe Grüße

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    2. Hallo Flögi,

      ich verstehe total, was du meinst, gar keine Frage und würde es auch vorziehen, wenn die Menschen ehrlich miteinander umgehen würden. Es ist aber leider nicht der Fall.
      Klar, wenn mich jemand finden will, dann ist das ein Leichtes. Ansonsten dürfte ich mich nicht mehr im web bewegen.

      Auf jeden Fall wünsche ich dir eine schöne Zeit in Ungarn. :-)

      LG Christa

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  7. Stimmt auch nicht immer liebe Flögi. Da kann ich dir bezüglich von Freundschaften auch nur zustimmen. Es können aus dem www wirkliche Freundschaften entstehen. Mitreden kann ich da auch weil ich es ebenfalls kennengelernt habe bzw. noch habe.

    Dennoch gibt es auch sehr viel Oberflächlichkeit, die sich aber nach einer gewissen Zeit auch rausfiltern lässt ;-)

    Bezüglich der Offenheit im Net hatten wir ja auch schon mal gesprochen. Ich persönlich finde es klasse wenn es bei euch Ungarn so harmonisch klappt. Kann es aber auch verstehen wenn man nicht alles öffentlich machen will. Da bedarf es nur Stalkern oder Neidern und schon wird es gegen einen ausgeschlachtet. Dazu noch der Missbrauch der betrieben werden kann.

    Aus persönlichen Erfahrungen kann ich diese Zurückhaltung verstehen, ich würde auch lange nicht alles so öffentlich äussern, und auch privat bin ich zurückhaltender geworden. Leider-aber Negativerfahrungen lassen einen Menschen so werden.

    Liebe und herzliche Grüssle

    N☼va

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    1. Hallo Nova,

      wegen Freundschaften, freue ich mich z.B. auch sehr, daß ich dich persönlich kennengelernt habe. Bei und ist es die Entfernung, und auch, daß mir schriftlich die Sprache schwieriger ist, als sprachlich, aber wenn ich auch auf der Insel leben würde würde ich mit dir bestimmt viel gemeinsames tun wollen (wenn du es auch wolltest :-) ) .

      Ich meinte nicht, daß ein Mensch sein ganz privates ins Netz stellen sollte, sondern, daß es gut ist, wenn es Blogs gibt, wo Leute, wegen mir auch ohne Name, einfach über Lebenserfahrungen schreiben, gezielt in einem Thema, wie die eine über Geburt, die andere über ihren abenteuerlichen Alltag als Au Pair Mädchen im Ausland (es sind auch ganz spannende Blogs, wie diese Mädchen ausgenützt werden, und was sie alles furchtbares bei diesen Familien erleben müssen)...oder wir ich, in meinem Ungarischen Blog über auswandern nach Deutschland und Möglichkeiten und hierherige Regeln und Gewohnheiten, Feier...wie du über Teneriffa, oder deine Katzen. Ich finde sowieso, du bist noch am meisten, die in die Richtung schreibt, sie ich es mir vorstelle. :-)

      Danke, daß du auch so viel dazu geschrieben hast.
      Liebe Grüße

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    2. Na klar, ich freue mich auch darüber und bin überzeugt dass wir bestimmt was zusammen unternehmen würden. Habe ja damals schon gesagt dass ich bei dir und M. sofort ein vertrautes Gefühl hatte.

      Ich habe bei so einigen Deutschen (ok, ich bin auch eine, aber nur ne Halbe *gg*) das Gefühl das es nur bestimmt Sichtweisen gibt:

      Neid-Klugscheisserei (sorry für den Ausdruck) ohne wirklich was sagen zu können, Oberflächlichkeit und tierische Gehässigkeit, vor allem wenn etwas schiefläuft oder sie einen auswischen können. Dieses herzliche Miteinander fehlt vielen Leuten, einfach auch den ehrlichen Umgang und Respekt mit dem Gegenüber.

      Ach, ich schweife aus....aber darüber können wir ja auch nochmal länger quatschen wenn ihr euch mal wieder auf die Insel verirrt ;-)

      Liebe Grüssle☼

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