Samstag, 18. Oktober 2014

Kreta, Stalis 2014 - der letzte Tag und die Heimreise

25-26. September 2014

Heute schlafen wir bis 10 Uhr, was nach dem langen Abend zu wenig ist, aber wir wollen die Zeit an dem letzten Tag nicht verschwenden. 

Zeitig machen wir uns auf dem Weg, noch einmal auf den Ligaria Strand, aber der Nachfrageprozess an der Rezeption nimmt uns fast eine Stunden weg. (Habe noch in der Zusammenfassung geschrieben, daß wir wegen dem Transfer irgendwo anrufen mussten, aber da war nur eine ewige Warteschleife und man kam nicht daran...)

Also, die Zeit vergeht so sehr, daß wir dann schon denken, der Ligaria wäre zu weit weg und halten lieber bei einem langgezogenen, nicht so schönen Strand, direkt vor dem Flughafen an. Es hat eine breite Küste, grob sandig, wie ich es mag und das Wasser wird fast nie tief, da kann man ewig reinspazieren. Ständig kommen die landenden Maschinen und so was mögen wir gerne zuschauen, es gefällt hier M. sehr. Wir stellen unsere Strandmuschel in der Nähe von einem Restaurant auf, weil es dort  auch eine Dusche gibt und gehen dann nach dem Baden im Meer ein bißchen schämig dorthin zu duschen.










Hier muß ich dann von einer Szene länger schreiben, wen es nicht interessiert, soll sie überspringen. Es ist sehr heiß und irgendwann kann man nicht mehr aushalten und wir wollen zu der Strandtaverne für ein Erfrischungsgetränk gehen. Setzen uns dort hin, aber alles anderes als Freundlichkeit erfahren wir hier.
Zuerst bestellen wir zwei Frappé (mit Milch und Zucker, wie es üblich ist, aber es werden beide Sachen davon weggelassen oder nur in Spurenelementen reingetan), kurz darauf entscheiden wir uns, daß wir doch eine Kleinigkeit essen und bestellen einen Tzatziki und einen Malitzanosalad Auberginiencreme) und Brot dazu. Beide sind unheimlich schlecht. Noch nie habe ich irgendwo Tzatziki gegessen, worin Karotten und so viel Dill ist, und die Auberginencreme schmeckt nur nach Majonaise, schrecklich schlecht. Wir essen trotzdem ziemlich viel davon.

Gerade, daß wir fertig sind, rennt der Kellner bei unserem Tisch vorbei und haut sehr unfreundlich das Heft mit der Rechnung auf den Tisch. Wir haben es noch gar nicht gebeten.
Wir suchen nach Geld und er stellt sich zum Tisch und schaut so lange in den Geldbeutel, bis wir das Geld hinlegen, also wartet darauf. Wir legen 20 Euro darein, bezahlen müssen wir 12,30 Euro. Wir warten dann lang auf das Rückgeld. Dann kommt er wieder und macht sich eilig zu einem anderen Tisch, nur unterwegs schmeißt schon fast böse das Rückgeld auf unseren Tisch, welches auch nicht stimmt. Er hat nur 4,60 Euro zurückgebracht. Meinte er, daß der Unterschied automatisch sein Trinkgeld ist???
Aber wir lassen es nicht so, wir reklamieren. Dann geht er wieder mit dem Geld und kommt später mit  7,50 Euro zurück. Da fehlt auch noch 20 Cent. Wir sind total empört, aber statt streiten wollen, stehen wir lieber auf und gehen ohne ein Wort.

Aber warum wurden wir dort so komisch behandelt? Vielleicht weil wir unser Zelt neben die Liegen des Restaurants gestellt haben und ungerecht ihre Dusche zu benützen gewagt haben?? Aber eben deshalb kamen wir hierher etwas zum Trinken, daß wir diese Dienstleistung ein bißchen entgelten.

Den Grund werden wir nie erfahren, allerdings konnten uns danach nicht mehr hier auf dem Strand wohlfühlen.



Gegen 18 Uhr kommen wir zu Hause an, duschen und gehen zu dem Autovermieter den Wagen zurückzugeben. Danach spazieren wir noch viel und überlegen, daß wir gerne ein Abschiedsabendessen haben würden, aber wir haben schon fast Angst, wieder was schlimmes zu erwischen und wollen wir dann zum Schluß zu dem Restaurant gehen, wo wir schon mit meiner Freundin waren. Aber schließlich lockt uns ein gut deutsch sprechender Mann in sein Gyrosbuffet ein, und es bereuen wir wirklich nicht, daß unser letztes Abendessen anstatt bei einem mit karierter Decke gedeckten stimmungsvollen Tisch in einem unschönen Schnellimbiss verzehren müssen. Das Essen schmeckt super lecker, die Portionen sind gigantisch, die Besitzer sind sehr freundlich und weil wir das Essen loben, zum Schluß auch noch einen Raki bekommen.





Nach dem Essen können wir uns kaum bewegen, so ist ein neuerer Spaziergang notwendig und wir spazieren durch das ganze Dorf, schon bis zur Grenze, wo das nächste Dorf, Malia anfängt. So nehmen wir Abschied von dem Urlaub, von dem Sommer und Griechenland.

Zu Hause muß ich noch Koffer packen.
An dem nächsten Tag kommt unser Bus sehr pünktlich. Meine Hand schaut furchtbar aus, die Brandstelle hat sich angefangen zu schälen und eine nässende, offene Wunde entsteht. Ich schaue aus, wie Lepra hätte und M. macht witzig, daß ich auf dem Inselchen Spinalonga bleiben  muß.


Der Eingangsbereich unserer Unterkunft

Meine Hand paar Tage später:
Das Foto war gleich danach...zwei Wochen später ist meine Hand schon abgeheilt...nur ein braun-rosa Fleck ist noch sichtbar. 

Mir gefällt dieses furchtbar von Touristen überfülltes Griechenland nicht. Ich werde weiterhin nach Orten suchen, wo noch viel mehr Ursprünglichkeit zu finden ist.Selbst auf Kreta kann man noch so was finden, z.B. im Süden. Kreta ist eine wunderschöne Insel und wir sind fast sicher, daß es nicht unsere letzte Reise dorthin war. 

Kommentare:

  1. Der Strand sieht ja echt nicht schlecht aus, vor allem nicht so überlaufen mit Schirmen und Menschen die sich wie Heringe aufreihen :-)))) Schade nur dass euch wieder soviel Unfreundlichkeit begegnet ist.

    Ich glaube dir gerne dass du solche Orte nicht magst und alles von dieser Ursprünglichkeit verloren geht. Wie schön es doch ist den sanften Tourismus genießen zu können zeigt sich ja an anderen Beispielen (wie du schon geschrieben hast).

    Dennoch, alles in allem war diese Zeit auch wichtig für euch. Nun kann es weitergehen mit der Vorfreude auf die nächste supertolle Reise.

    Wünsche dir und M. ein schönes Wochenende und sende liebe Grüsse

    N☼va

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  2. Hallo liebe Flögi,
    irgendwie klappt es heute nicht mit dem Komentieren :(
    Also der zweite Versuch...
    Ein Strand der nicht so überlaufen ist finde ich besser, als wenn sich die Leute so aneinander quetschen.
    Das Essen sieht ja wirklich lecker aus, da kann ich mir vorstellen das ihr da pappsatt ward :)
    Oh je Deine Wunde sah ja auf dem ersten Foto nicht gut aus, aber auf dem letzten Foto sieht man das es gut verheilt ist.
    Alles im allem hattet ihr doch noch einen schönen Urlaub.

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Danke Biggi, schönen Sonntag! Liebe Grüße

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