Donnerstag, 18. Dezember 2014

Hinreise und Ankunft auf La Réunion

22. November 2014

Um 18:35 Uhr geht es los. Wie schon geschrieben, mit der erneuerten Condor Maschine sind wir sehr zufrieden. Schlafen können wir trotzdem nicht, wie sitzend nie. Der Nachtflug vergeht irgendwie doch schnell. Und wir sind gar nicht so erledigt bei dem Landen auf Mauritius.

23. November

Der Condor konnte nicht unsere Gepäcke bis nach Réunion aufgeben. Davon haben wir am Flughafen in Mauritius einige Probleme. 
Die Immigrationsbehörde will uns nicht ins Land reinlassen, nur um unsere Koffer zu holen, sie haben Angst, daß wir doch da bleiben, wollen hundertmal unsere Flugtickets nach Réunion sehen und schicken uns hin und her, bis wir bei 4 Angestellten immer was anderes erfahren und der vierte uns doch reinlässt und dürfen unsere Koffer holen und erneut einchecken und dabei innerhalb einer Stunde in unseren Pässen Ein-und Ausreisestempel sammeln.
Es dauert alles sehr lang und so ist es gar nicht so tragisch, daß unsere ATR Propellermaschine von Air Mauritius 3 Stunden Verspätung hat. Wir hocken totmüde in dem klimatisierten Wartreraum.

Die Maschine schockiert uns von innen, die Sitze sind sehr kaputt, alles wackelt und es herrscht ein unbeschreiblich starker ekeliger Gestank. Aber es wird auch gelöst: vor dem Start läuft der Steward eine Runde mit einem Aerospray mit Zitronenduft herum und sprüht die Decke voll damit. Von Air Mauritius haben wir ein bißchen höheres Niveau erwartet, aber wir überlegen nicht vieles, sondern mit nach hinten gekippten Kopf tauchen in Halbkoma ein und realisieren den Flug gar nicht so richtig. Zum Schluß gibt ein Glas Wasser oder Saft zum trinken. 


Endlich landen wir am Flughafen Roland Garros in Saint Denis auf Réunion. Der Flughafen ist viel schlimmer, als auf Mauritius war. Wir sind schon ganz durcheinander: erst fliegen wir nach Afrika, dann wieder in die EU und schaut nichts europäisch aus. 


Aber alles geht sehr schnell und reibungslos und als wir aus dem verälteten Gebäude raustreten, sehen wir sofort das Gebäude der Autovermieter. Ab zu Europcar.

Den Mietwagen haben wir noch im Februar bei der Vermittlerseite von economy car rentals gebucht. Für 16 Tage für 407 Euro. 

Die Übernahme des Autos geht auch sehr schnell (ein Peugeot 108) und als wir einsteigen, zeigt das Thermometer 36° Grad an. Wir fühlen uns wie im Backofen.
Erstes Mal im Leben haben wir GPS, was ich sofort einstelle, bis jetzt haben wir sowas noch nie gebraucht, aber die Unterkunft ist so versteckt, die hätten wir jetzt ohne GPS nicht gefunden.  

Da es Sonntag ist, ist kaum Verkehr auf den Straßen. Trotzdem kostet es eine gute Stunde über Autobahn nach Saint Leu zu fahren. 

Sofort spüren wir die tropische Stimmung, alles ist üppig grün und überall blühen Flameboyants. Tiefe Täler schneiden die Berge ab und lauter tiefe, von Berg bis zum Meer ziehende Lavarisse (auf Teneriffe Barrancos) teilen die Landschaft auf. Auf der Autobahn fahrend auf der westlichen Inselseite erinnert mich das Landschaftsbild sehr stark an Teneriffa. 

Sehr müde und hungrig kommen wir gegen 16 Uhr bei unserer Unterkunft an, die ich bei der fewo-direkt gebucht habe. Wie ich darüber schon früher berichtet habe, wir mögen nicht die Nähe fremder Menschen im Urlaub, wir wollen Abgeschlossenheit und Ruhe und wir wollen keine anderen bei dem Frühstück sehen usw.

Die Besitzer warten auf uns schon in der Tür stehend und empfangen uns sehr liebevoll und freundlich. Es hat sich von unserem Briefwechsel nicht ergeben, daß die Frau wenig deutsch und auch sehr gut englisch spricht.

Diese Unterkunft ist einfach perfekt, genau das, was wir wollen und mögen. Es ist eine große, helle Wohnung, die sehr sauber und modern eingerichtet ist, mit einem herrlichen Blick aufs Meer. Carine, die Besitzerin hat uns auf einen Tablett Lebensmittel hergerichtet, außerdem warten auf uns kalte Getränke und tropische Früchte noch. Paar Tage später, als ich hier schon die furchtbaren Preise kenne, möchte ich diese Sachen ihr bezahlen, aber sie sagt, es ist ein Geschenk, was ich bei den hierherigen Lebensmittelpreisen sehr großzügig finde. Aber nicht nur es mit dem Essen ist so lieb, sondern die schönen bunten Handtücher im Bad, auch vier große Strandtücher sind für uns da, Duschgel, Shampoo und Zahncreme...in der Küche moderne Kaffeemaschine mit einer Packung Pads und eine Dose voll Tee. Es ist alles einfach viel mehr davon, was man gewöhnt ist, oder was man erwartet hätte. Wir sind total positiv "schockiert" von all dieser Sachen. 
















Erst duschen wir, dann packen aus, und kochen die Nudeln mit der Tomatensoße und sogar geriebenen Käse haben wir auch dazu. Wir waren schon sehr hungrig und sind sehr dankbar, daß die Besitzer uns ein schnelles warmes Essen ermöglicht haben. 
Wir sind müde, aber fahren noch mit dem Auto zu der Küste runter. Spazieren durch die Straßen unseres Ortes und atmen die vielen tropischen Endrücken, Stimmungen ein. Hier hören wir wieder dauernd diese kleinen Tauben, die diese typische tropische Stimme machen.
Die Hitze ist noch abends auch würgend. Die Küste ist hier nicht sehr schön, aber ist voll mit Einheimischen, die hier in Gruppen sitzen, grillen, essen, lachen. Es hat irgendwie eine super Stimmung. 













Wie geschrieben, die Küste ist hier in Saint Leu nicht sehr schön, aber hat ein Riff, was sie schützt und man kann hier baden. Sonst hat Réunion kaum Küsten, die zum Baden geeignet sind, d.h. mit Korallenriff geschützt sind, wie die ca. 7 km lange Küstenlinie von Saint Gilles über L’Hermitage-les-Bains bis zu La Saline-les-Bains. Diese Küste wird zusammenhängend von Riff geschützt, aber sonst peitscht die Küsten eine starke Brandung und überall sieht man die Warnungschilder wegen Haigefahr. 

Saint Leu ist nicht klein, aber bietet doch nichts. Außer ein Lebensmittelladen, paar Bäckereien und kleine Souvernierläden gibt es nicht mal ein Restaurant, welches offen wäre, alle scheinen irgendwie schon seit Ewigkeiten Pleite gegangen zu sein.

Wir gucken von der Küste den Sonnenuntergang. Gegen 18:30 geht die Sonne runter. Danach fahren wir heim und schlafen bis 7 Uhr in der früh. 











Kommentare:

  1. Auf den Bildern sieht die Küste aber sehr schön aus. Aber die Stimmung beim Sonnenuntergeng tut aber auch ihr übriges. Haigefahr wäre aber schon nichts für mich. Da hätte ich im Wasser ständig Panik.

    Eure Unterkunft sieht klasse aus und die Eigentümer haben sich wirklich sehr viel Mühe gegeben.

    Liebe Grüße
    Sonja

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  2. Hallo Sonja,
    dort, wo Riff war, war kein Heigefahr, und dort wo es war, war so starke Brandung, daß sort sowieso nur verrückte sich ins Wasser trauen würden. :-)
    Die Küste war für uns nicht schön, weil voll steinig war, auch im Wasser, man hätte dort echt Schwierigkeiten ohne sich an irgendwas aufzukratzen ins Wasser zu kommen.
    Liebe Grüße

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  3. Meisterin der Sonnenuntergänge ;-D! Alle wunderschön. Und hey! Eure Unterkunft war wirklich spitze, die merk ich mir auf jeden Fall! GlG Anne

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  4. Schaut schön aus...so richtig um die Seele baumeln zu lassen^^

    Liebe Grüsse

    N☼va

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  5. Wow , eine tolle Unterkunft , da könnte ich mich auch wohl fühlen . Deine Bilder sind einfach nur traumhaft . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  6. so sieht alles schön aus die Unterkunft das gefällt mir auch und der Sonnenuntergang ist herrlich.
    Nahja der Strand ist nicht toll und die Geschäfte kaum was doch der Reiz ist da.
    Lieben Gruss Elke

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  7. Danke Euch. Ich freue mich, daß es euch gefällt.
    Liebe Grüße

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