Mittwoch, 31. Dezember 2014

La Réunion - Cap Noir/Mafete

26. November 

Um 8:15 Uhr fahren wir los Richtung St. Paul, unser Ziel ist  das Cap Noir, aber heute Morgen stehen wir wieder auf der Autobahn im Stau. Es ist furchtbar nervend, weil wir zeitig aufstehen, daß wir irgendwo auch zeitig ankommen können und planen unseren Tag voll mit Programmen und dann rutscht alles für später, weil wir im Stau stehen. 

neben solchen Landschaften stehen wir im Stau

Die furchtbaren Serpentinstraßen halten uns auch auf, erst um 10 Uhr erreichen wir den Parkplatz über dem kleinen Bergdorf, Dos d’Ane. Von hier geht unsere Tour los.  
Da ich es in mehreren Berichten gelesen habe, daß die Passatwolken meistens bis 10 Uhr schon in den Bergen hängen, wollten wir eigentlich die Bergtouren spätestens bis 11 Uhr fertig haben, sonst könnte es passieren, daß die Wolken komplett die Sicht wegnehmen. Wir haben damit während der ganzen Reise großes Glück.   
Während es unten 27° Grad war, ist hier auf de Berg (1.140 m - gar nicht so hoch) nur 20-22° Grad. Aber das reicht uns völlig aus, weil wenn man in der Sonne läuft, spürt man es als ob furchtbar heiß wäre. Von dem Cap Noir eröffnet sich ein märchenhaft schönes Panorama, auf den Talkessel von Mafete, der mit Auto nicht erreichbar ist.  













Hier mache ich einen kleinen Schnitt. In der Mitte der Insel befinden sich drei, sg.  Cirques (laut Wörterbuch soll das Wort Cirque Zirkus bedeuten, laut meinem Denken bedeutet es so was, wie Bezirk). Diese sind der Cirque de Mafete, Salazie und Cialos. Alle drei sind je ein mächtiger Talkessel, die von jeder Seite fast unzugänglich mit Bergen umfangen sind. Damit es sich jeder ein bißchen besser vorstellen kann, habe ich diesen Teilabschnitt aus dem google earth ausgeschnitten. 


Irgendwann in den Urzeiten beherrschte die Mitte der Insel ein mächtig großer Urvulkan, der Piton des Neiges, der oft ausgebrochen hat, und mit seiner ausgespuckten Lava die Insel zum Wachsen ernährt hat. Unter dem Gipfel des Vulkans waren gigantisch große Magmakammern. In den Urzeiten, bei einer unvorstellbar mächtigen explosionsartigen Eruption, hat der Gipfel des Vulkans explodiert und sind die Wände der seitlichen Magmakammern eingestürzt. Mit dieser Kenntnis ist es auf der Satellitenaufnahme leicht  vorzustellen, daß die drei Talkessel eigentlich "der Magen" eines Urvulkans sind, die von den Wänden eines Urvulkans als von einem nicht ganz zusammenhängenden Kalderarand umgeben sind. Während den Jahrmillionen haben die Naturkräfte das Innere dieser Täler erodiert und entstanden interessante Felsformationen, wie auch tiefe, schmale Flusstäler. 


Wir gehen auf der anderthalbstündigen Route bei dem Cap Noir über dem Tal des Riviere des Galets erst nach unten, dann später viel mehr nach oben. Manchmal ist der Pfad steil und an paar Stellen sind sogar Stahlleiter installiert. Die Tour ist teilweise anstrengend, weil es schon sehr heiß ist, aber jeder Schweißtropfen hat sich gelohnt, um diese gigantischen Blicke erleben zu dürfen. Von hier sieht man die drei Bergrücken, die immer in den Reiseführern und Reisekatalogen von Réunion als bekannteste zu sehen sind. Zwischen diesen Bergen liegen unglaublich tief geschnittene Täler, und alles ist so unglaublich grün. Solche Landschaften haben wir noch nie irgendwo gesehen, sie kommt uns schon fast vor, als irgendwie außerirdisch wäre. Wir sind total überwältigt von den Eindrücken. Einfach gigantisches Erlebnis. 



























Nach der Tour setzen wir uns oberhalb des Parkplatzes unter einen Baum ins grüne Gras und verzehren sehr idyllisch und stimmungsvoll unsere Pausenbrote. Danach machen wir uns auf den Weg Richtung Sainte Suzanne. 

Kommentare:

  1. Na, das war aber schon eine ziemlich anspruchsvolle Tour mit den Leitern^^ Könnt ihr wirklich froh gewesen sein das es nicht so heiß gewesen ist. Ebenso dass ihr Glück mit den nicht einziehenden Passatwolken hattet. Echt toll was ihr gesehen habt, das hat sich wirklich gelohnt, und danke dir für die tollen Fotos.

    Wünsche dir und M. für heute nochmal einen guten Rutsch. Feiert recht schön und lasst die Korken knallen.

    Bis in 2015 dann alles Liebe und Gute

    ♥liche Grüssle

    N☼va

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    1. Danke Nova, hier auch nochmal wünsche ich auch dir alles Gute fürs neue Jahr!
      Liebe Grüße

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  2. was für eine Tour die sich gelohnt hat für euch mit diesen wunderbaren Aufnahmen ich kann nur sagen herrliche begeisterung dieses alles mit uns hier zu teilen!
    Feiert schön ins neue Jahr hinein!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Deine Reiseberichte, liebe Andrea, die muss ich mir alle in Ruhe anschauen und lesen, aber eins habe ich jetzt schon gesehen, eure Reise war ein Traum und die Kletterpartie hier in diesem post schon richtig abenteuerlich.

    Habt einen schönen Silvesterabend, feiert schön, lasst die Korken knallen und kommt gut hinein ins neue Jahr, für das ich euch alles erdenklich Gute wünsche. :-)

    Bestimmt werde ich auch mal wieder etwas mehr bloggen, aber wenn ich im Urlaub bin, dann darf auch der PC, das Handy etc. mal Pause machen. :-)

    Ganz liebe Grüße
    Christa

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  4. These beautiful vistas took my breath away! But, though I think I am looking at the mountains in South America, you do not specify a country, or even the continent in your narrative. The names seem French. I ran to Google trying to clarify this for myself, and didn't find any help! :-) What an incredible trip!

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    1. Hello dear Marie,
      you can read it in the title of "La Réunion". There is an island in the Indian Ocean, close to Mauritius, but belongs to France. It is paid with euros and spoke French. ;-)
      best regards

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