Donnerstag, 25. Dezember 2014

La Réunion - Langevin Tal

25. November

Wir stehen um 7 Uhr auf und machen uns um 9 Uhr auf den Weg in Richtung der südöstlichen Spitze der Insel. Ab Saint Louis durch St. Pierre und dann St- Joseph sind wir nur in einem zusammenhängenden Megastau. Es macht uns wahnsinnig wütend, daß wir eine Strecke von kaum 60 km (deren Hälfte auf Autobahn) mehr als 2 Stunden uns wegstehlt. Nämlich wir sind hier im Urlaub und haben keine Zeit. Die Insel ist groß, und wir wollen einiges schaffen.  
Das Problem beginnt aber schon bei unserem Haus, weil von dort ein sehr steiler Serpentinenweg zu der Küste herunterfährt, wo Baustellen sind und schon ab 7 Uhr in der früh komplett Stau ist und es kostet uns oft zwischen 15 und 30 Minuten überhaupt die höchstens 1 km lagne Strecke zu schaffen.  

Paar Bilder nur so, von unterwegs: 


Hier verfahren wir uns kurz und fahren auf der Straße N3, welche einen Teil der Insel durchquert, in die falsche Richtung. Hier wäre kein Stau. 


Überall Zuckerrohrfelder:






Hier eine Zuckerrohrverarbeitungsstelle. Was ich nicht verstehe, warum man den trockenen Zuckerrohr nimmt, statt dem schönen saftigen grünen?  


Unser erstes Ziel ist das Langevin Tal. Leider ist schon nach Mittag bis wir dort ankommen. Wir rechneten im voraus nicht mit einer so langen Fahrt. Es ist ein vulkanisches Schluchttal, tief eingebettet in der Landschaft und wahnsinnig üppig grün. Auf dieser Makette kann ich euch am besten zeigen (rechts unten mit Aufschrift): 


In dieser traumhaft schönen Landschaft schlängelt sich zwischen Lavagestein der Fluss Langevin bis zum Meer. Der Fluss bildet überall natürliche "Badebecken". Gleich am Anfang der Straße sind etliche Picknick Plätze eingerichtet, direkt am Fluss und einige Menschen baden sogar drin. Wir steigen öfter aus, nur so rumzuschauen, und merken über unseren Köpfen mächtige Bäume voll mit Litschi. Wir haben Litschi noch nie gegessen, so reizt uns diese Frucht sehr sie probieren zu dürfen, aber man kommt nicht ran.  








Die Umgebung ist unglaublich üppig grün und die Natur ist unbeschreiblich schön. Alles ist wild mit Grün überwuchert und große bunte Tropenblumen reihen sich am Straßenrand. Eine Serpentinenstraße schlängelt sich entlang des Flußes tiefer und höher in dem Tal. Zwei bekannte Wasserfälle zeigt unsere Karte an, den Cascades Trois Noir und den  Cascades de Grand-Galet. Einen von den zwei finden wir nicht. Hier, wie auch überall auf der Insel, sind keine Sehenswürdigkeiten ausgeschildert. Wir versuchen später noch den zweiten Wasserfall auch mit GPS zu suchen, aber dieser findet es auch nicht...

Einmal halten wir in einem Parkplatz an dem Fluß an und dort gibt es einige Naturbecken, in Stufen untereinander, in die das Wasser auch in kleinen Wasserfällen runterfließt. Das Wasser hat eine wunderschöne Farbe. Ich stehe auf Felsen vor einer offenen Höhle, wovor Lianen und Farne runterhängen und sehe plötzlich einen mächtigen Greifvogel darauszufliegen. Alles ist so phantastisch, so exotisch und abenteuerlich, ich könnte denken, ich bin bei einer von den Filmkulissen von "Avatar" oder so was. 








Die Cascades de Grand-Galet sind dann paar hundert Meter weiter, aus einem Parkplatz gut zu sehen: 








Danach quälen wir unser, nur minimale PS habendes Auto in den steilen Haarnadelkurven weiter, was im Gang 1, mit Vollgas auch eher zurückrollt oder stehenbleibt, als sich nach vorne bewegen würde. Wir erreichen eine kleine Siedlung, wonach die Teerstraße aufhört und der Weg für unser Auto nicht mehr befahrbar wird, so müssen wir leider umdrehen. 


Als wir etwas später bzw. weiter unten zu einer Brücke ankommen, suchen wir erneut mit GPS nach dem Wasserfall, aber dieser will uns ins Flußbett runterschicken. Nach ein bißchen Ärger, wegen diesen zweiten Wasserfall nicht gefunden zu haben, geben wir die Suche auf, pflücken paar Litschi und fahren aus dem Tal raus entlang den Küsten weiter.






Kommentare:

  1. Ein absolut aufregendes und wunderschön dokumentiertes Abenteuer. Von den Zuckerrohrfeldern bis zum Langevin Tal. Du hast recht, die Umgebung im Langevin schaut aus wie die Filmkulisse aus Avatar. Da gab es ja mächtig viel zu entdecken!

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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    1. Vielen Dank Mersad, ich freue mich sehr, wenn jemand von meinen Berichten so begeistert sein kann. LG

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  2. Ach, das sieht wieder schön aus♥ Ist natürlich ärgerlich mit den Staus, die ärgern mich hier auch immer (wenn dann mal welche sind).

    Mit dem Zuckerrohr, da wirste wohl die die Rohre nach dem Auspressen fotografiert haben (die Bagasse), denn die wird anschliessend auch noch weiterverwendet (letzt gerade einen Bericht darüber gesehen).

    Wie haben euch denn die Litschis geschmeckt? Entweder man mag sie oder nicht, gibt ja viele Menschen denen die einfach zu "glitschig" auf der Zunge sind^^. Ich finde sie lecker, und was gibt es besseres als sie so frisch gepflückt vom Baum zu bekommen ;-)

    Danke dir auch wieder für diesen tollen Bericht, bin wieder gerne "mitgefahren".

    Liebe Grüssle

    N☼va

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    1. Hallo Nova,
      die Litschis haben super leckeren Geschmack, etwas säuerlich, total erfrischend. Bißchen mühsam ist es sie zu schälen und dann schauen sie aus, wie ein Krokodilauge oder Bullenhoden :-) also schön schauen sie nicht aus :-) Wir haben sie geliebt. Hier zu Hause schmecken sie fürchterlich schlecht und anders, habe welche gekauft und bald auch weggeworfen. :-(
      Liebe Grüße

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  3. Wahnsinn, Flögi. Du haust ja hier einen Post nach dem Anderen raus. Ich komme kaum hinterher. Gefällt mir alles supergut. Ich liebe all dieses Grün und die üppige Vegetation. Würde ich gerade sehr gerne gegen dieses usslige Schmuddelwetter hier eintauschen. Ich wünsche Euch einen guten Rutsch ins neue Jahr. GlG, Nadine

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    1. Ja. :-) Ich will täglich eine haben, es ist bei mir irgendwie so innere Unruhe, ich will immer alles sofort, ich bin nur in dem Moment begeistert dafür, wenn ich warte, dann später habe ich keine Lust mehr. Es mit allem so in meinem Leben. :-) Danke, und euch auch einen guten Rutsch!!!!! :-) Liebe Grüße

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