Donnerstag, 30. Januar 2014

Urlaubspläne für 2014

Ich habe heuer noch gar nicht über unsere Reisepläne für das Jahr geschrieben. 
Warum eigentlich?
Weil es keine Pläne gibt. :-( 
In der nächsten Woche beginnend 6-7 Monate lang dauernde Tiefgaragenrenovierung und eine Schulung vom M., welche bis August dauert, lassen uns in diesem Zeitraum sowohl auch zeitlich, wie auch finanziell nicht reisen. 

Es war schwierig mit dieser Tatsache befreundet zu werden, aber wir hatten keine andere Wahl. 

Deshalb versuchen wir diese lange winterliche Zeit mit einem Mini-Wellnessurlaub zu überbrücken. Ich habe kein Wellnesshotel gefunden, was uns preislich und wegen seiner Stimmung entsprochen wäre. Wir mögen keine großen Anlagen und bei den kleineren Berghotels war für hohen Preis nicht mal eine Halbpension dabei. 

Also, ich habe, wie immer, eine Ferienwohnung gebucht. Im Berchtesgadener Land. Schön, neu renoviert, stimmungsvoll, preislich auch ok, und in der unmittelbaren Nähe befindet sich die Watzmann Therme, wo wir dann einen ganzen Tag relaxen möchten und ich habe  für uns beide, eine Ganzkörpermassage gebucht. Sonst hoffe ich auf Schnee, weil Berge im Winter eigentlich nur mit Schnee schön sind. So würden wir in der Restzeit große Spaziergänge in der Natur machen. Wir freuen uns darauf. 

Dann ist ein Urlaub Ende Juli nach Ungarn geplant, der übliche Familien-und Freundesbesuch. 
Und unser Haupturlaub wird heuer im November. Wo? Irgendwo natürlich, wo im November schönes Wetter ist. Aber über das Ziel konnten wir uns bis jetzt noch nicht entscheiden. Kandidaten waren genug, jetzt sind eigentlich nur noch zwei in Sicht. Aber ich verrate erst was, wenn es schon sicher wird. ;-) Also, abwarten!

Dienstag, 28. Januar 2014

"Mit dem Liegerad von Neu Delhi nach Singapur"


Hier kommt mein versprochenes Interview mit Eva und Mike, die mit ihren Fahrrädern 9 Monate lang in Südostasien unterwegs waren.

Meine Fragen treffen erst eher Eva, da mich mehr die Sauberkeits- und Hygienieprobleme (als Frau) interessieren, deshalb frage ich erst sie.


Eva. Wie konntest du mit der Situation auf einer so langen Reise klar kommen, daß du oft in Zimmern unter einem erwarteten Niveau schlafen musstest? Wie habt ihr eure Wäsche gewaschen und hauptsächlich getrocknet? In den Tropen trocknen Sachen nachts im Zimmer nicht, oder?

Grins :-) Ja, die Zimmer waren häufig sehr spannend. Tatsächlich war es aber sehr selten ein Problem, ganz einfach aus Mangel an Alternativen. Nach einem Radtag ist man meist etwas müde und freut sich wenn man zum Nachmittag etwas findet was annähernd nach Übernachtungsmöglichkeit aussieht. Und wir hatten das grosse Glück Abend für Abend sowas zu haben. Im Zelt zu schlafen war keine Option. Zum einen ist es da mit Waschen ganz schlecht, dann ist es schlichtweg zu heiss und die Asiaten sind sehr neugierig wenn da zwei Europäer ihr „Eigenheim“ aufbauen.

Kurz gesagt wir haben zumeist allerbestens geschlafen.

Die Wäsche ist schnell gewaschen. Damit geht’s einfach unter die „Dusche“. Die besteht meist aus grossen Wasserbottich – einer Art Regentonne – und einer kleineren Schüssel zum Übergiessen. Den Rest tut die Seife. Tatsächlich trocknen die meisten Sachen über Nacht, vorallem wenn ein wackliger Ventilator im Zimmer rotiert. Funktionsbekleidung hat sich als besonders dankbar und schnell trocknend herausgestellt. Auch wenn mein rotes Radshirt langsam immer bleicher wurde war es doch Gold wert! Was am nächsten Tag doch noch feucht war ist auf der mobilen Wäscheleine am Fahrrad getrocknet. Erstaunlicherweise vereinfacht es das Leben ungemein wenn man nur zwei, drei Shirt s zum Anziehen zur Auswahl hat!


Einmal beschreibt Mike im Buch, daß du mehrmals von den Einheimischen mit Steinen beworfen wurdest. Wie bist du damit umgegangen? Überhaupt was für Größe haben diese Steine gehabt und haben sie dich verletzt? Kann man wissen, aus welchem Grund gerade du, die Frau beworfen wurdest? 

Natürlich war ich kurz etwas wütend auf die „Steinwerfer“. Allerdings muss man das Ganze relativieren. Zum einen waren es zweimal Kinder, mit sehr kleinen Steinchen und zum anderen wurde auch Mike zum Ziel. Also sehe ich da keinen Zusammenhang mit meinem Geschlecht…getroffen hat keiner. :-) Alles halb so wild!


Warst du physisch auf diese Reise gut vorbereitet? Hast du mit dem Fahrrad viel trainiert oder nicht, und dachtest du, du schaffst es irgendwie? 


Nein ich habe kein spezielles Training vorab gemacht. Natürlich habe ich aufgrund meiner vielen Freizeit hier in den Bergen eine gewisse Grundkondition gehabt, aber der Rest ergibt sich unterwegs. Man ist ja nicht besonders schnell mit so einem Reiserad und auch die Etappen hielten sich aufgrund der Hitze kilometermässig in Grenzen. Das war alles gut machbar – auch ohne Übung!

Kathmandu


Seid ihr nie einmal während der Reise so richtig krank geworden? 


Eva: Nach zwei Wochen hatte ich drei Tage lang ordentlich Fieber und danach war für den Rest der Reise alles gut! Mike dagegen durfte zweimal den Service vietnamesischer Zahnärzte in Anspruch nehmen.

Mike: Hat man allerdings auf solch einem medizinischen Stuhl platzgenommen, steht der ganze „Warteraum“ (als Stühle aller warten Patienten, stehen direkt neben dem Behandlungsstuhl), dann sind alle Schmerzen schnell vergessen.



Würdet ihr so was nochmal mitmachen, oder eher nicht? 


Eva: Es wird ganz sicher nicht unser letztes Abenteuer gewesen sein! Ich kann es fast jedem empfehlen der ein Fünckchen Fernweh hat loszuziehen!

Mike: Auf keinen Fall war das der letztere längere Trip. Es ist wie eine Sucht. Hat man einmal den Schritt geht und festgestellt, wie erleichternd sowas sein kann, dann zieht es einen immer wieder raus.


Wie habt ihr gefühlt, als ihr von der Reise heimgekommen seid? Wie war es mit der Zurückstellung in das normale Leben, wieder Wohnung, Arbeit suchen? War es sehr schwierig? Ich meine hier jetzt nicht nur den Prozess, wie schwer einen neuen Job zu finden war, sondern seelisch...wie kann man sich nach so langer Freiheit wieder auf die Arbeit einstellen? 

Eva: Mir ist der Wiedereinstieg nicht schwer gefallen. Schließlich musste das Gesehene und Erlebte auch erstmal verarbeitet werden und dafür ist unser ruhiges, idyllisches Murnau ein guter Ort. Wir bekamen die „alten“ Jobs zurück und haben nun vor allem vieles was uns hier in diesem Leben als selbstverständlich schien mehr geschätzt und genossen.

Mike: Der Wiedereinstieg ging schneller und leichter als gedacht. Der Grund hierfür liegt sicher in der Gewissheit, dass wir jederzeit auch wieder los könnten. Ich sehe viele Dinge jetzt mit anderen Augen. Ja ich kann sagen, dass ich sogar ruhiger geworden bin. Den – „Ich entscheide immer noch, wann ich mich stressen oder Ärgern lasse!“



Mike. In eurem Buch hat man den Eindruck, daß euch Indien eher schockiert hat. Wie geht man mit dem Elend um?


Mike: Ja Indien hat uns erst mal geschockt. Diese Armut, die Massen an Menschen, das Verhältnis Frau und Mann, der Dreck überall, es war zu viel für uns. Aber das ist Indien. Indien ist nicht Europa. Schnell ist man dazu geneigt alles mit dem heimischen zu vergleichen. Das darf man jedoch nicht tun. Indien hat eine andere Entwicklung hinter sich, als wir. Man denke ins europäische Mittelalter zurück. Was war da eine Frau zum Beispiel wert? Wie war damals der Umgang unter einander? Und was ist schon Elend? Ist Elend kein Geld zu haben und dreckig herum zu laufen? Oder ist Elend reich zu sein und sich nicht mehr für seinen nächsten zu interessieren?

Ich habe auf all meinen Reisen gelernt, das es sehr wichtig ist, sich immer selbst zu reflektierten. Nur dann habe ich die Chance ein Land unvoreingenommen kennenzulernen und den Menschen offen zu begegnen.

Ich würde  mit meiner jetzigen Erkenntnis und Lebenserfahrung sofort wieder nach Indien reisen. Es ist ein Kontrast zu unserem Leben – in allerlei Hinsicht.


Welches Land hat euch am meisten fasziniert? Im Buch ist euer längstes Kapitel Vietnam.


Mike: Die Länge des Kapitels kommt sich auch daher, das wir ebenso lange in Vietnam waren und Vietnam im Vergleich zu Thailand, Laos oder Kambodscha einfach besonders ist.

Ich kann nicht sagen, welches Land mich am meisterten begeistert hat. In Laos war die Landschaft ein Traum und die Menschen überaus freundlich. In Thailand erwarteten uns traumhafte Strände und spannende Wats. In Kambodscha Angkor Wat und die Vergangenheit der Roten Khmer. Vietnam mit der Ha Long Bucht, dem 17 Breitengrad und Saigon mit seiner Geschichte. Nepal, eine Land voller Spiritualität und dem Himalaya. Oder Indien mit dem Tja Mahal und dem Kontrast zu unserem Lebensstil. Ein jedes Land hat seinen Reiz und seine Geschichte.

Ich jedes Land würde ich sofort wieder gerne reisen wollen, weil wir eben noch nicht alles dort gesehen haben und es noch soviel zu entdecken gibt.

Nepal


Wie ist es euch gelungen, daß euch weder Fahrrad oder andere Sachen gestohlen wurden, wenn viele Menschen auf eurer Reise nicht mal den Anstand hatten zu fragen ob sie es ausprobieren dürfen? Es geht hier nicht nur um eure Fahrräder, sondern um eure ganze Reiseausrüstung, die ihr bestimmt in den Seitentaschen für mehrere Stunden da gelassen habt? Wie habt ihr sie gesichert?


Mike: Wenn ich auf solch eine Reise bin, dann gebe ich besonders achte auf meine Sache. Stelle das Fahrrad immer so ab, das ich es sehen kann. Trage meine wichtigsten Wertgegenstände am Körper oder beobachte Menschen einfach anders. Wobei wir nie das Gefühl hatten, das uns jemand bestehlen wolle. Wir haben auch keine anderen Touristen getroffen, welche vom Diebstahl berichteten. Und wenn es doch mal einer Tat, dann war das in einer Touristenhochburg und mit größerer Wahrscheinlichkeit kein Einheimischer.

Grundregel ist dennoch: Pass und Geld am Körper! Nicht mit einer Rolex oder Breitling am Arm reisen. Sein Geld an verschiedenen Punkten aufbewahren und unter einander aufteilen. Nicht zu viel Geld dabei haben (Geldautomaten gab es in regelmäßigen Abständen). Normal, am besten Einheimisch Kleiden und alles gut beobachten. Mit gesunder Menschenkenntnis kommt man dann schon durch.

Und  man sollte sich darüber nicht so viele Gedanken machen. Auch bei uns gibt es Überfälle und Bankraube mit Geiselnahme.

Meine Erfahrung hat bisher gezeigt, dass umso ärmer ein Land ist, um so freundlicher und offener sind die Menschen. In den ärmsten Ländern wurden wir schneller zum Tee oder übernachten eingeladen, als in den angeblichen „zivilisierten“ Ländern.



Falls es nicht zu persönlich ist, würde viele Leser bestimmt interessieren, was für Gesamtkosten so eine Reise hat? Seid ihr mit eurem Budget zurechtgekommen?

Mike:
 Die Standard Frage auf allen unseren Vorträgen. Man macht eine solche Reise nicht, wenn man nicht den Mut dazu hat los zukommen. Da sitzt man dann mit einem vollen Konto daheim und überlegt sich wie es mit der Sicherheit, der Krankenversicherung und der eigenen Zukunft aussieht. Und das sind nur einige Gründe, wo sicher der ein oder andere für sich schon Dinge findet,  an solch einem Unternehmen zu scheitern.

Es gibt Leute wie Heinz Stücke (http://de.wikipedia.org/wiki/Heinz_St%C3%BCcke) die fahren seit über 40 Jahren um die Welt. Die haben sich sicher den Betrag nicht vorab weggespart.

Aber um die Frage dann doch noch zu beantworten. Wir haben beide zusammen alles inkl. knapp 10.000 Euro bezahlt. Also mit Flugtickets, Essen, Hotel, Städtetouren, Krankenversicherung usw.

Danke für das Interview!



Ich danke für Euch Zwei auch ganz herzlich für das Interview. 

Alle Fotos habe ich mit der Erlaubnis von Mike und Eva Strübing in meinem Blog veröffentlicht, alle Rechte sind bei Ihnen vorbehalten. 

Freitag, 24. Januar 2014

"Ferneseher" oder mit dem Liegerad von Neu Delhi nach Singapur

Ich habe noch nie eine Reportage mit jemandem in meinem Blog gemacht. Diesmal möchte ich Euch das Buch eines netten jungen Ehepaars vorstellen, das wir, besser gesagt mein Mann durch einen Zufall kennengelernt hat. 

Eva und Mike Strübing waren keine "Ewig-Überleger", wie wir sind. Sie haben das getan, was sie immer wollten, haben alles hinter sich gelassen, gepackt und für ein Jahr abgereist....

Ich weiß nicht, ob ich es Mut oder Leichtsinnigkeit nennen soll? Aber geben wir zu, Ihr Reiseblogger, Reiseverrückten...wer sehnt sich nicht danach, daß er/sie wenigstens mal paar Monaten die Arbeit hinter sich lassen könnte und nur unterwegs sein könnte? Ohne größere finanziellen Sorgen einfach reisen so und dahin, wie und wohin man Lust hat. Es ist jedem sein Traum. Mir und meinem M. genauso. Aber wer tut es tatsächlich? Wir, meisten, bleiben nur auf der Ebene der Rumträumerei. Wir sind zu unmutig unseren sicheren Hintergrund hier einfach aufzugeben und danach auf einen Neustart bereit zu sein. ?

Ich las in den letzten Jahren immer mehr Weltreiseblogs oder Bücher, deren Schreiber es getan haben und es scheint ihnen nicht zu schwer gefallen zu sein. 

Ich möchte Euch jetzt hier das Buch: "Ferneseher" - mit dem Liegerad von Neu Delhi nach Singapur empfehlen (Engelsdorfer Verlag, 11,50 Euro, auch bei Amazon.de), zu der Internetseite von Eva und Mike Strübing einladen:  http://www.arur.de/ferneseher/ und bald ein kleines Interview mit Eva und Mike hier veröffentlichen.

Mittwoch, 22. Januar 2014

11 Reisefragen

Ich habe schon vor Weihnachten in einigen Blogs so ähnliche "Stöckchen-Fragen" gesehen und wollte schon damals für mich von mehreren Blogs nur die Fragen auswählen, die mich betreffen, also auf die ich auch gut antworten kann. Aber ich war dazu zu faul (gebe ich zu) und jetzt weiß ich nicht mal mehr, überhaupt in welchen Blogs ich die gesehen habe. Dafür habe ich vor einer Woche von Nicole (Freibeuter Reisen) die folgenden 11 Fragen bekommen, die ich jetzt beantworte. 

1. Bist du lieber allein oder mit anderen auf Reisen?
Unbedingt mit Partner! Ich würde allein nie einen Schritt reisen. :-) Erstens bin ich Hasenfuß, zweitens traue ich mich nicht mal irgendwas auf Englisch zu fragen, es ist immer Aufgabe meines Mannes und drittens...es ist mein Hauptgrund...Ich bin unterwegs total hyperaktiv, irgendwie mit einer überirdischen Energie gefüllt Ich will alles entdecken und am liebsten alles auf einmal, jetzt und sofort, ich bin oft fast (für die anderen) unerträglich aufgeregt und wenn ich neue Sachen sehe und jubele, dann hupfe ich oft, wie ein kleines Kind rum und muß meine Eindrücke, meine Freude sofort mit jemandem teilen...Also z.B. mit offenem Mund und total begeistert irgendwo stehen und hundertmal wiederholen: "Wahnsinn, so was habe ich noch nie gesehen. Unglaublich, wie so was die Natur schöpft." usw...und dann noch abends auf dem Balkon stundenlang darüber sprechen können. Ich brauche es. Ich werde ganz verrückt, wenn ich alleine wäre und müsste all dieses in mir behalten, ich könnte nicht rumhupfen und rumschreien vor lauter Extase. :-)
Mit anderen (also Freunden oder nur Bekannten) bin ich eher ungerne unterwegs, ich will mich auf meinen Reisen niemandem anpassen!

2. Welches war Deine bisher längste Reise?
Die 3 und halb wöchige Mexiko Rundreise auf eigene Faust.

3. Wieviel Gepäck nimmst Du mit? Bist Du eher ein Rucksacktyp oder neigst Du eher zum Zweitkoffer?
Absolut Zweitkoffer-Typ. :-) Wahnsinn, was ich da immer mitnehme. Ich denke immer, für den Fall muß ein passendes Oberteil da sein, für den Fall aber was schönes, für den Fall, wenn was kaputt geht ein zweiter, für den Fall, wenn man krank wird eine komplette Apotheke und es auch doppelt, wenn ein Koffer verschwinden würde...Tausend Sachen "für den Fall" wenn so und so...Ich bin ein Mensch, wer sowieso der Sammlertyp ist, also grundsätzlich auf nichts verzichten kann, und ich bin ein Mensch, wer über-übervorsichtig und überlegt ist, also es muß alles, für jeden Fall dabei sein! :-) 

4. Hast du dich unterwegs schon einmal so richtig verlaufen?
Ja paarmal, auch bei Wanderungen, aber am schlimmsten war, als wir 2005 auf dem Peloponnes unterwegs waren und es dämmerte schon und wir sind zwischen den Bergen in einem Tal auf einem falschen Weg gefahren und landeten in einem Kohlengrubengebiet. Alles hat so unfreundlich und horrorfilmhintergrundmäßig gewirkt und wir fuhren immer wieder nur im Kreis und fanden den Ausweg nicht. Streunende Hunde haben unser Auto böse angebellt und gefolgt, ich hätte schon längst aussteigen müssen und "Buschpipi" machen müssen, aber ich dachte an Stephen Kings "Cujo" und es wurde Nacht und ich war hungrig und verzweifelt, wir waren noch bestimmt 150 km weit weg von unserem Hotel und ich dachte, der Serienkiller kommt bald...und ob es dem Hotelrezeptionisten auffällt, wenn wir gar nicht heimkommen ob jemand nach uns sucht??? 
Letztendlich war es ganz lustig. Und ja, ich gebe zu, ich schaue zu viel Krimis und Horrorfilme. :-) 

5. Welches Land war sprachlich für dich bisher die größte Herausforderung? Hat es irgendwo mit der Kommunikation schon mal so gar nicht geklappt?
Oft hat es mit der Sprache nicht geklappt, aber bis jetzt haben wir uns immer irgendwie mit Händen und Füßen verständigen können. Ich glaube, die besten Geschichten waren in Mexiko, dazwischen meine Apotheken-Improvisations-Story bei meiner Blasenentzündung. Ich habe schon seit zwei Tagen sehr darunter gelitten und das Schnellantibiotika für den Fall, die man nur einmal nehmen muß, habe sogar besorgt vor der Reise und irgendwie doch daheim gelassen...
"Wir gehen in eine große Apotheke in Merida Stadt. Englisch, deutsch geht nichts. Ich versuche mich auf dumm zu stellen und mit Pantomime durchzukommen. Ich zeige meinen Unterbauch und mache schmerzvolle Grimassen und kreise mit meiner offenen Hand über meine Blase. Der Apotheker sagt was mit Menstruationskrämpfe. NEIN!!! Ich zeige alles erneut gleichmäßig. Jetzt frägt er nach Diarrhoea. NEIN!!! Ich sage ihm „cystitis“ – den lateinischen Namen der Blasenentzündung, es muß doch ein Apotheker kennen und lateinisch und spanisch können auch nicht so weit auseinander sein, oder? Aber er starrt mich nur nichts wissend an. Ich sage ihm: „urina“ – lateinisch Urin. Aber er schaut weiterhin nur komisch. Dann spiele ich vor, als wenn in einem Streifen Urin aus mir rauslaufen lassen würde und mache ich dazu den typischen  „pssss“ Geräusch. V. (meine Freundin, die mich begleitet) lacht sich währenddessen schon tot von meiner improvisierten Vorstellung. Dann versteht er endlich, was ich will und schreibt auf einen Zettel die Worte: „inflamación orina“. Inflammatio ist lateinisch Entzündung, orina kann nur Urin sein. Yeahhh, das ist das!!! Richtig. Dann will er ein Medikament mir geben, dessen Wirkstoff ich aber nicht kenne und traue es nicht anzunehmen. Dann will ich lieber mit Naturmittel versuchen und frage nach cranberries und er versteht das Wort nicht. Weiter haben wir keine Geduld, wir gehen ohne Lösung und ich fange an ein Antibiotika von meiner Reiseapotheke zu nehmen, die ich schon kenne." 

6. Magst Du “Urlaub” lieber aktiv oder relaxt? Eher “Pool und Strand”  oder eher “Sport und Abenteuer”?
Genau halb-halb. :-) Die richtige Mischung von den zwei ist für uns absolut das Richtige!

7. Gibt es etwas, das du niemals essen würdest?
Ja, vieles, wenn es mich schon von Aussehen ekelt. 

8. Hast du schon mal nach einer Reise bereut etwas unterwegs nicht getan haben?
Ja, oft. Es lag aber meisten an Zeit- oder Geldmangel, daß wir Sachen nicht machen konnten und kamen von dem Urlaub deshalb traurig oder enttäuscht heim.

9. Welche Reisebekanntschaft hat dich bisher am meisten beeindruckt? Hast du Freunde, die du “auf Reisen” kennengelernt hast?
Ja. Wir lernen fasr auf jeder Reise Leute kennen. E-Mail Adresse wird immer getauscht. Ich schreibe nach der Reise immer gleich und begeistert. Die Reaktionen sind ganz unterschiedlich. Am meisten enttäuscht war ich nach unserer Afrika Reise, wo wir wenigstens 10 Päarchen kennengelernt haben und außer einem haben alle auf mehrere E-Mailanfragen nie einmal reagiert, geantwortet. 
Bei anderen Reisen bestand dann ein Briefwechsel so lang, bis man alle Erfahrungen erzählt, alle Fotos getäuscht und verglichen hat und dann war es für immer vorbei. 
Manche Urlaubsbekanntschaften dauerten sogar fast ein Jahr lang noch nach der Reise, aber irgendwann waren fast alle aus. 
Wir haben eine Urlaubsfreundschaft, die seit 6 Jahren besteht. Wir haben uns auf Mauritius kennengelernt und waren seitdem schon öfter auf neuen Reisen gemeinsam und halten dauerhaft den Kontakt, außerdem war von dem Paar sie meine Trauzeugin.
Und unsere längste Urlaubsfreundschaft besteht sogar seit 11 Jahren, von einem Korsikaurlaub. Sie waren Ungaren, aber er sprach gut englisch und deutsch, die zwei Jungs haben sich sofort gut verstanden und sind bis heute noch immer sehr gute Freunde. Er ist sogar M's bester ungarischer Freund! 

10. Was fasziniert dich am Schreiben?
Ich habe schon immer gerne geschrieben. Ich konnte immer gut erzählen, meine Geschichten werden auch gerne gehört. Schon als Kind in der Schule freute ich mich wie ein Schnitzel, wenn die Hausaufgabe eine Abfassung über die Schulferien zu schreiben war. Ich habe dafür immer die besten Noten kassiert. :-) 
Ich mag erzählen, ich mag für mich selber meine Urlaubseindrücke, Geschichten und Abenteuer verewigen und mit anderen, die Spaß daran haben, mitteilen. Die positiven Rückmeldungen tun für die Seele sehr gut. 

11. Welches war der höchst- oder der tiefstgelegene Ort, den du je besucht hast?
Mein höchstgelegener Ort war der Mount Meru in Tansania mit 4.566 m. Tiefstgelegenster Ort? Solch einen weiß ich nicht. Vielleicht in einer Höhle, oder einfach auf Meereshöhe, oder ein bißchen unter dem Wasser?

Und hier habe ich noch paar Fragen von ihr übernommen, die sie als Frage bekommen hat und ich sie auch gerne beantworte: 

Mit wem würdest du gerne mal verreisen?
Immer wieder mit meinem Mann, am liebsten nur wir zwei. 

Wie lange wärest Du im Idealfall pro Jahr unterwegs?
Also, wenn ich noch arbeiten muß, dann so 2 Monaten jährlich. Wenn ich den Lottogewinn knacken würde, dann wenigstens 8 bis 10 Monaten jährlich!!!

Warum heißt Dein Blog so, wie er heißt?
Ich bin ziemlich ideenlos in der Sache mit Namengeben. Ich wollte den Weltenbummler nennen. Es gab aber schon. Maus nennen wir uns oft und bei uns ist alles mit Maus, also wer reist dann? Natürlich die Maus. Und was ist Flögi? Uhh, ob ich es verrate so ganz? Denke ich, lieber nicht. Auf jeden Fall der Grund ist dafür ein ungarisches Wort, "Dög", womit wir immer so weitergespielt haben: "Dögi, Mögi, Flögi...". Sinn hat es keinen! :-) So ist es. 

In welchem Land hast Du die wohl intensivsten Erfahrungen gemacht?
Eindeutig in Mexiko!!! 


Ich möchte euch diesmal keine speziellen Fragen stellen. Wenn jemand will, kann freiwillig diese Fragen für sich übernehmen und in ihrem/seinem Blog darüber berichten.

Montag, 20. Januar 2014

Tomatensaft-Phänomen

Trink ihr Tomatensaft während euren Flügen????

Ich nie! Mich nervt diese komische Gewohnheit, daß Leute, die nie im Leben zu Hause einen Tomatensaft haben, nie es kaufen würden, nie denen einfallen würde es sich zu wünschen und regelmäßig im Kammer als Vorrat zu halten, im Flugzeug so auf diesen roten dickflüssigen Saft springen, (wenn es geht auch noch zweimal, und natürlich mit Salz und Pfeffer), als wenn ihr Überleben daran liegen würde. :-)
Ich finde es irgendwie ein doofes Verhalten - es tut mir leid, aber ich gehöre einfach nicht dazu. 

Woran liegt es aber? Habt ihr schon jemals nachgedacht? Ich habe letztes Mal bei unserem Flug nach Fuerteventura beobachtet, daß ca. 80% Prozent der Leute, die um mich herum gesessen haben, immer wieder Tomatensaft bestellt haben. Zu dem Thema, darüber zu schreiben, kam ich jetzt durch meinen Flug nach Budapest. 

Warum? Nur weil es im Flugzeug angeboten wird? Ist Tomatensaft (ich habe ihn noch nie getrunken) wirklich was, was so was besonderes und leckeres ist? Überhaupt, warum haben es Flugzeuge immer im Angebot, wie kamen sie einmal auf die Idee? Warum nicht Ananassaft oder Guave oder anderes nicht alltägliches??

Wikipedia schreibt so darüber:
"Ein besonderes Phänomen ist der überdurchschnittliche Genuss von Tomatensaft bei Flugreisen. Im Jahr 2008 schenkte etwa die Lufthansa an Bord ihrer Flugzeuge mit 1,7 Millionen Litern mehr Tomatensaft als Bier (1,65 Millionen Liter) aus. Zurückzuführen ist dies vermutlich auf den veränderten Geschmackseindruck, der durch den in den Flugkabinen herrschenden Niederdruck entsteht, zudem zügeln die Bitterstoffe den entstehenden Appetit."
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Tomatensaft

Die Seite schreibt detaillierter darüber, daß der Geschmack auf dem Boden und in der Luft anders wäre...ja es kann ich auch glauben, trotzdem ist es für mich keine Erklärung, warum gerade Tomatensaft. Ich wünsche es mir nie auszuprobieren, wie ist man denn darauf gekommen, daß man gerade Tomatensaft anbietet??

Sonntag, 19. Januar 2014

Winterliche Blümchen

Ich weiß nicht, wie diese Büsche heißen, die immer im Winter mit so winzigen rosafarbigen Blümchen blühen: 
















Beleuchtet von der untergehenden Sonne: 







Heute bin ich wieder da und schon in der Arbeit. Liebe Sonntagsgrüße an Euch!

Samstag, 18. Januar 2014

Freitag, 17. Januar 2014

Donnerstag, 16. Januar 2014

Mittwoch, 15. Januar 2014