Freitag, 2. Januar 2015

La Réunion - Wasserfälle im Norden und St. Denis

26. November

Als erstes suchen wir nach dem Wasserfall Niagara. Wie gewohnt, sind solche Sachen auf der Autobahn nicht ausgeschildert. So müssen wir selber herausfinden, wo wir von der Autobahn runterkommen sollen und ohne GPS hätten wir hier auch keine Chance irgendwas zu finden.
Der Wasserfall ist komplett ausgetrocknet und der See darunter ist schon veralgt und ist mit einem stinkenden grünem Schleim bedeckt. Wir hätten hier gerne baden wollen, weil die Mittagshitze uns schon ganz schafft, aber in die Stinkpfütze will doch kein Mensch rein. Die Umgebung ist so grün und überwuchert mit tropischen Pflanzen bewachsen, wie wir sowas bis jetzt nur noch in Thailand gesehen haben.   











Aus dem See fließt ein Fluß heraus, aber weil er keinen Nachschub hat, steht sein Wasser auch nur gammelnd in seinem Becken. An seinem Ufer stehen zu dem Himmel ragende Bambusse, auf deren Spitzen die kugelförmigen Nester der kleinen gelben Webervögel hängen. Um den See, etwas weiter hinten im Grünen machen viele Einheimische Picknick. 








Unterwgs sehen wir oft wundervoll blühende Flameboyants. Ich wollte sie damals gerne auf Mauritius sehen, da habe ich erfahren, daß sie im November blühen, teils war es auch ein Grund, daß wir diesen Monat für die Reise gewählt haben. 



Danach suchen wir in der Umgebung nach weiteren Seen und Wasserfällen, namens Bassin Nicol und Boef. Diese sind noch komplizierter zu finden. Wir fahren aus einem Dorf los, wonach wir einen kleinen Fluß über eine Steinbrücke durchqueren. Hier liegen und kochen Menschenmassen am Ufer, spielen und baden viele einheimische Kinder im Wasser und indische Frauen waschen Klamotten im Fluß. Es fasziniert uns, wie diese armen Völker eine Glücklichkeit austrahlen können, als sie am Flußufer ihre Alltage leben.

Jetzt sehnen uns schon sehr stark nach einem Bad in einem kühlem See und freuen uns darauf, als wir uns auf den steilen Pfad nach unten zum  Bassin Nicol machen. Als wir zum Flußbett runterkommen greifen uns viele Mücken an und wir müssen im Flußbett an mächtigen, von der Natur zur regelrecht kugelförmig geformnten Lavasteinen rumhupfen, bis wir den See des Wasserfalls erreichen. Der Wasserfall ist hier leider auch ausgetrocknet, so ist sein See genauso im schlimmen Zustand, wie bei dem Niagara Fall war. Sein Wasser ist dreckig und trüb, lockt uns leider nicht zum baden an. 








So wenden wir und gehen wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der kurze Aufstieg ist mühsam und in der Hitze kaum auszuhalten. Dann gehen wir paar Meter weiter und über einen noch steileren Pfad, uns in Baumwurzeln festhaltend zu dem zweiten See (Bassin Boeuf) runter. Hier empfängt uns dasselbe Bild, wie heute schon zweimal, der Wasserfall ist ausgetrocknet und der See ist veralgt und schaut richtig ekelhaft aus. Wie gerne wir es gehabt hätten ins Wasser zu springen, so  traurig lassen wir es lieber, nicht daß wir noch irgendwelche Krankheiten hier zusammensammeln. 









Von der Hitze total erledigt fahren wir dann in die Inselhauptstadt, St. Denis, aber viel Lust haben wir nicht mehr sie anzuschauen. Die Hitze steigt, wenn es noch geht. Wir finden dann am Meer einen zahlpflichtigen Parkplatz (ist aber nicht teuer, 40 Cent für die Stunde) und gehen auf die Route los was der Reiseführer empfehlt. Aber diese scheint mehrere Kilometer lang zu sein und ca. nach 200 m finden wir einen Mc Donald’s, wo wir reingehen. Wir freuen uns über die Klimaanlage und das kalte Getränk mit Geschmack, da wir jeden Tag unterwegs im Auto nur aufgekochtes "totes" (ohne Kohlensäure) Wasser trinken den ganzen Tag, was schon uns so ekelt, daß wir teilweise lieber gar nichts mehr trinken, als das. Wir wollen am liebsten hier nie mehr rausgehen, da die Temperatur so angenehm ist.

Diese kleine(wie eine Amsel) Tauben machen den ganzen Tag einen Ton, so ähnlich, wie "kru-ku-ku, kru-ku-ku", was die Stimmung so richtig tropisch und exotisch macht. Wie im Süden Europas die Zykaden. Ich liebe beide Stimmen zu hören. 

Die Schutzkanonen von St. Denis 




Schließlich entscheiden wir uns so, daß wir St. Denis gar nicht anschauen wollen, oder nur die wichtigsten Teile davon, diese aber nicht mehr zu Fuß, sondern mit dem klimatisierten Auto. So fahren wir erst zu dem großen Stadtpark Jardin de l’Etat, den unser Reiseführer als ein unbedingtes Muß beschreibt, als der am interessantester Garten auf der ganzen Insel wäre. Es sind hier wirklich paar mächtige und interessante Bäume, aber das war's. So sehr gefällt uns nicht. 







Danach fahren wir zu dem Obst-, und Gemüsemarkt und schauen in seiner Nähe die Hindukirche, Kalikambal an. Die hinduistischen Tempel sind auf der Insel für Touristen nicht besuchbar. Am Obstmarkt sind himmlische Preise, ich wollte hier Mango kaufen, aber der Preis liegt zwischen 9 und 12 Euro für ein Kilo, das ist zu viel, 2 Mangos wiegen ein Kilo, wo anders in der Welt waren sie immer ca. 1,50 Euro pro Stück. 




Ich kann leider nicht behaupten, daß mir St. Denis gefallen hätte. Die Stadt war nicht schön und auch nicht interessant, hatte keine Stimmung, ihre Erinnerung wird mir schnell aus dem Kopf dampfen. 

Von hier fahren wir schon direkt nach Hause. In St. Leu kaufen wir noch paar Kleinigkeiten im Super U.

Gerade erwischen wir noch die letzten Momente eines wunderschönen Sonnenuntergangs.  










Kommentare:

  1. Hallo Flögi,
    ihr habt wirklich viel erlebt und gesehen. Es ist schon ein Jammer, wenn man/frau das Wasser vor der Nase hat und trotzdem nicht baden kann. Und ja, die Hitze stelle ich mir auch schrecklich vor und würde ebenfalls kühle Plätze aufsuchen. Sehr schöne Fotos von der Natur, den Pflanzen und dem Sonnenuntergang.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  2. Hallo Andrea,

    wunderschöne Bilder, tolle Farben, tolle Motive, einfach Klasse! Ich wünsche Dir ein gesunde und erfolgreiches Jahr 2015!

    Liebe Grüße Andy

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  3. Also, wenn ich mir das alles hier so anschaue, muss die Insel La Réunion wirklich wunderschön sein mit einer üppigen Vegetation. Diese rot blühenden Büsche, Flamboyants, sind wirklich Hingucker und nicht zu übersehen.
    So weit ich noch weiß, hat diese Insel verschiedene Mikroklimate und das Wetter kann sich binnen wenigen Kilometern ändern.
    Ich habe früher von dieser Insel Berberitzen gekauft, den wir oft hier als roten Pfeffer ansehen, was er aber nicht ist.

    Auf jeden Fall sind deine Fotos erste Sahne. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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    1. Die sind lecker die Berberitzen, gelle^^ Das erste mal bei einem echten persischen Mahl gegessen^^

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  4. Hallo liebe Flögi,
    wunderschöne Fotos hast Du mitgebracht... einfach Traumhaft!!
    Den Sonnenuntergang hast Du auch klasse eingefangen.
    Ich wünsche Dir ein frohes und gesundes neues Jahr.

    Liebe Grüße
    Biggi

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  5. Was für eine Flora....sowas von schön grün und dann diese wirklich flammenden Blüten dazwischen. Sowas liebe ich. Für euch natürlich schade dass ihr mit den Seen so ein Pech gehabt habt. Da hätte ich mir eine Abkühlung auch sehr gut vorstellen können...wie im Paradies mit dem ganzen Grün um sich.

    Hoffe mal ihr habt euch mit der Klimaanlage im McD. keinen Schnupfen geholt. Ich fand sowas immer ziemlich gefährlich, gerade wenn man so aufgeheizt ist.

    Hast aber wirklich wieder traumhaft schöne Fotos mitgebracht. Danke dir dafür.

    Wünsche euch ein schönes Wochenende und sende liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Ja, normalerweise ertrage ich diese Klimaanlagen gar nicht und werde sofort krank. Mich wundert auch selbst, daß es hier nicht der Fall war, nicht nur im MD, sondern unterwegs im Auto ging es auch immer auf Maximum. Ein leichter Schnupfen war immer dabei, aber nichts mehr. Danke, dir auch ein schönes Wochenende. Liebe Grüße

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  6. Eine wunderbare und abenteurliche Reise zu dem Wasserfall. Dieser Natur kann man sich gar nicht satt sehen.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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  7. Die Natur ist unglaublich beeindruckend.Und diese riesige Sonne... da meint doch wirklich, dass man es im Meer zischen hört, wenn sie untergeht, oder?^^

    Liebe Grüße
    Sonja

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