Mittwoch, 4. Februar 2015

Mauritius - Der letzte Tag, Le Morne und die Heimreise

Dezember 13.

Unser letzter Tag und wir wollen ihn auf dem Strand bei Le Morne verbringen. Nach dem Frühstück fahren wir bald los. Der Himmel ist bewölkt und unterwegs erwischt uns ein heftiger Regen. Auf dem Strand tröpfelt es auch ein bißchen. Heute ist es Samstag. Damit haben wir nicht gerechnet, was es an einem öffentlichen Strand bedeuten kann. Einer nach dem anderen kommen die großen Busse mit Einheimischen, Muslime und Hindus, und alle scheinen ihre ganze Wohnung mitzubringen. Bei manchen sieht es so aus, daß sie auch am Strand übernachten werden. Sie legen Teppiche hin, bauen Zelte, Küchentische, große Kessel und mächtige Gaskocher auf. Hindu Frauen gehen zum Wasser runter, sie beten und legen Hibiskusblüten aufs Wasser. Dann bauen sie ein mini Heiligtum aus Steinen auf, legen ein großes grünes Blatt darauf und zünden Stäbchen an. Wir beobachten es alles aus dem Wasser und fühlen wir uns dabei ein bißchen komisch, daß wir in dem Wasser baden, was denen vielleicht was heiliges bedeutet. Die Küste wird komplett von den Menschen bedeckt.
Die Frauen, aber auch die Kinder, baden in ihren schönen Kleidern und ziehen danach kein trockenes an. Ich wäre da krank. Und das Salzwasser kann auch nicht gut für die schönen Stoffe tun.
Ein einheimischer Taxifahrer kommt dann zu uns, er will seine Dienste anbieten, aber als wir es sagen, daß wir selber Auto haben, lässt er uns nicht dort, sondern frägt, ob er sich zu uns hinsetzen darf und wir unterhalten uns eine Stunde lang über alles mögliches: über das Leben hier, über die Sorten der Touristen, über die Krankenversorgung und wie was in einem Krankenhaus läuft, über die Insel Rodrigues, das Taxifahren, die Preise und Gehälter...Schließlich erklärt er uns, warum hier keine Korallen sind: weil sie aus dem Meer hier in der Lagune von Le Morne rausgenommen wurden, damit die Touristen, die hier in den Luxusanlagen Urlaub machen, ungestört schwimmen können und bei dem Wassersport sich nicht in den Korallen stoßen sollen und sich verletzen sollten. Wir sind nicht wenig schockiert davon, was er gerade gesagt hat. Die Korallen sind geschützt. Wenn man als Tourist ein Stück abbricht und mitnimmt, kann man hohe Strafe dafür zahlen. Und was machen sie selbst hier?? Sie vernichten alle! Unglaublich. Aber es erklärt uns noch nicht, was bei unserer Unterkunft damit passiert sein sollte, weil dort gibt es keine reiche Hotelanlage, dort hat sie bestimmt niemand rausnehmen lassen können. 
Zum Schluß fühlen wir uns am Strand nicht mehr wohl, weil etliche Leute direkt am Rand unserer Handtücher sitzen und fremde Kinder ständig über uns laufen. Wir halten es nicht mehr aus und flüchten weg. (Fotos gibt es von diesem Tag nicht.)
Salat und Brot essen wir zum Abend, spazieren noch am Strand und sitzen auf der Terrasse. 






14. Dezember

Wir müssen um 4:45 Uhr aufstehen und um 6 Uhr zum Flughafen losfahren. Da es Sonntag ist, ist null Verkehr und wir kommen viel früher an, als wir gerechnet haben. Wir müssen bei dem Abflug warten, weil unser Autovermieter am Flughafen kein Büro hat, mit dem Kerl haben wir 7:30 ausgemacht. Er kommt pünktlich, alles ist problemlos bei der Rückgabe unseres Autos. Und wir machen uns auf dem Weg in den Winter zurück...

Kommentare:

  1. Boa, das ging jetzt aber doch schnell vorbei^^...also der Urlaub und die Begleitung durch deine wieder tollen Berichte. Hätte ich so schnell doch nicht mit gerechnet. Wahrscheinlich war ich total vertieft täglich bei dir davon lesen zu können ;-) Mit den Korallen ist der Hammer, aber vorstellen kann ich mir das schon gut, nachvollziehen allerdings nicht. Ich würde das K***** bekommen wenn ich sowas hören würde. Tja, aber solche dumme Menschen gibt es immer, so wie Touristen die ein Hotel mit Strandlage buchen und sich dann über das rauschende Meer beschweren *kopfklatsch*

    Schade dass du nicht noch in Erfahrung bringen konntest was bei eurer Unterkunft passiert ist oder ob sie es da auch gemacht haben.

    Mir persönlich hat dein bzw. euer Urlaub aber wieder gut gefallen, ein Reiseziel das sich ebenfalls lohnt. Danke dir für die schönen Posts und die tolle Bebilderung.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  2. Wow , klasse Aufnahmen . Mit so einem kleinen Gesellen würde ich auch gern frühstücken . Goldig . :)
    Liebe Grüsse Heike

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  3. Eine wunderbare Reise findet ihr Ende. Schön das ihr noch einen kleinen Beusch der gefederten art hattet bevor es wieder zurück in den Winter ging.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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