Mittwoch, 18. März 2015

Frankenrunde 2012 - Erinnerungen

Ende März 2012 haben wir drei Tage in Mittel- und Oberfranken verbracht. Es war schon alles osterlich angeschmückt. Und wir haben mit dem Wetter großes Glück gehabt, es war nämlich sehr sonnig und warm.
Hier möchte ich eine Errinerungspost machen, weil es uns dort sehr gut gefallen hat. Mein Mann stammt aus Oberfranken, aber alle dieser Orte hat er noch auch nicht gesehen.

Wir sind am Freitag nach der Arbeit weggefahren und in Mittelfranken einen schönen Abend bei unseren Freunden verbracht, bei ihnen haben wir dann auch übernachtet. Am nächsten Tag sind wir dann in der früh nach Rothenburg gefahren. Ich wollte schon seit Ewigkeiten diese, sehr schön mittelalterlich erhaltene Stadt anschauen. 

Wir gingen bei dem einem Stadttor in die Altstadt rein, und gingen gleich in den Turm hoch. Man hat von hier eine pompöse Aussicht, und wer es will, kann auch auf der Mauer um die Stadt herumlaufen. 



Alles strahlt eine starke mittelalterliche Stimmung aus, daß man denken könnte, man ist durch das Stadttor nicht nur in eine gut erhaltene mittelalterliche Stadt getreten, sondern man hätte auch eine Zeitreise direkt ins Mittelalter gemacht. 


typische fränkische Weinflaschen ("Boxbeutel")
Wir bummelten in der Stadt ohne irgendeinen Reiseführer oder Stadtplan. Wir wollten keine geschichtlichen Sachen erfahren, keine Namen wissen, wir wollten uns nur für das Flair der Stadt hingeben, wir wollten uns nur wohl fühlen und viel neues, viel schönes sehen. Das war alles, warum wir hier waren und wir waren zufrieden.

Wir haben einen Schneeball ausprobiert, wer hier ist, dem ist es ein Muß, aber er hat furchtbar schlecht geschmeckt. Furztrockener Mürbteig in Schokolade getaucht. Man hat das Gefühl, daß man Kreide in dem Mund hat...und es für 2,40 oder 2,80 Euro...man kann ruhig darauf verzichten. In den Schaufenstern der Läden schauen sie sehr gut aus, aber ich mag sie nie mehr essen. 







Dann erreichten wir den lebhaftesten Teil der Stadt. Hier stand Bäckerei an Bäckerei neben einander oder Konditoreien oder Cafés usw. 









Überall sahen wir lustige Osterdekorationen und langsam erreichten wir den Rathausplatz, wo es einen Blumenmarkt gab. Hier hätte man denken können, man wäre in China, da der ganze Platz mit lauter Chinesen voll war. :D





Dann war schon Zeit dafür, daß wir zum Parkplatz zurücklaufen und währenddessen noch paar schöne Gässchen entdeckten. Wir hätten noch Lust gehabt länger zu bleiben, irgendwo reinsitzen und die Sonne genießen, aber wir wollten Würzburg auch anschauen und so sollte es sein, wir mussten halt weiter. 
Wir sind nach Würzburg weitergefahren und bevor wir auf die Autobahn gekommen wären, sind wir durch einige kleine Dörfer gefahren, wo wir z.B. solche Osterdekorationen gesehen haben:  



Wir folgten einfach erneut den "Zentrum"-Schildern und als wir den Stadtkern erreichten, parkten wir in dem großen Parkplatz vor der Residenz. Hier mußte man das Geld nachträglich einwerfen, also war es egal, wie lang wir weg sind. Zuerst spazierten wir in dem großen Park der Residenz:







Dann liefen wir Richtung Stadtkern, wo wir überall Kirchtürme über die Häuser ragen sahen. Die Straßen waren voll mit Menschen, überall Geschäfte, sommerlich angezogene junge Menschen mit Einkaufstüten in der Hand. Alle paar Minuten fuhren bunte Trambahnen durch die Straßen. Die Stadt hat eine Stimmung, was ich schon sofort liebte! Richtig lebendig! Einer leckeren Bratwurstsemmel konnten wir natürlich nicht nein sagen. 


Dann erreichten wir den Marktplatz, den die rot-weiße Marienkirche prägt, die mir seht gut gefiel. Mit ihrer Farben ist sie doch was anderes, als woran man gewöhnt ist. Hier sah ich den ersten Brunnen, der österlich geschmückt war.  






























Ich verliebte mich sofort in Würzburg! Jetzt bereute ich überhaupt nicht mehr, daß wir Rothenburg so schnell veließen. Würzburg eine pulsierende, lebhafte, originale, wunderschöne Stadt, solang Rothenburg ein künstliches Schaufenster war. Sie war wunderschön, es ist keine Frage, aber dort fehlte dieses irgendwas, dieses originelles. 

Wir erblickten in der Ferne eine Mainbrücke, wo man schon von weitem sehen konnte, daß dort Menschenmassen sind, als wenn irgendein Festzug dort wäre.  Wir konnten uns nicht vorstellen, was dort sein könnte.





Als wir dort ankamen, trafen wir Menschenmassen, die zu unserer Überraschung auf der Brücke nicht gezogen sind, sondern standen in einem Platz, alle mit Weingläser in der Hand und unterhielten sich. Die ganze Brücke wirkte wie eine Weinstube. Es war so ein unglaublicher Anblick und ich hätte auch gerne Lust gehabt ein Glas Wein zu trinken, aber wir trinken nie tagsüber Alkohol (wir sind es nicht gewöhnt, es steigt uns gleich in den Kopf und wir mussten auch noch Auto fahren).   







Wir hatten noch gute 190 km Fahrt vor uns zur M's Mutter, wo wir dann übernachteten. Am nächsten Tag fuhren wir schon in der früh weiter nach Kronach. 

Der Osterbrunnen von der Stadt Naila
























Das Auto ließen wir in einem Parkplatz ziemlich unten stehen und gingen durch die steilen Straßen zu dem Hauptplatz. Unterwegs bekamen wir ab und zu einen Blick auf die Festungsanlage und sahen sehr schöne Fachwerkhäuser.  









Ein Torwächter aus den modernen Zeiten




Unterwegs in einem Dorf sahen wir diesen Brunnen: 


Dann hielten wir kurz auch in Kulmbach an:


Es war schon halb 2 und wir wussten, wir sollten lieber weiterfahren, da uns Bamberg viel mehr interessiert. 
Wir waren schnell im Zentrum und fanden sofort Parkplatz. Dort stand gerade ein Stadtplan, wonach wir uns orientieren konnten und liefen in den Stadtkern los. Hier empfing uns auch so ähnliches, pulsierendes Straßenleben, wie in Würzburg. Die Stadt wird von den Zweigen des Flußes Regnitz aufgeschnitten, wir duchquerten bald einen Flußzweig über eine Brücke, wo hunderte von den Schlössern der Verliebten hingen. 


Die Sonne war richtig stark, manche Jugendliche waren schon extrem sommerlich angezogen und fast jeder Mensch hatte Eis in seiner Hand. Wir wollten in einem Restaurant essen, aber haben nicht viel davon gesehen und die meisten waren geschlossen. So gewann wieder die Bratwurst und machte sich zu unserem Mittagessen. :D



Dann erreichten wir mehrere Brücken, die parallel miteinander lagen und wie in Würzburg, standen hier auch Menschenmassen auf denen, und die Leute leckten Eis oder tranken was. Wir gingen über drei Brücken nacheinander, da von jeder ein anderer Blick geboten wurde. 







Dann liefen wir Richtung Dom weiter. 






Wir besichtigten den Dom (auch von innen). Mir gefiel er sehr, da so mittelalterlich ist. Ich mag so was von Baustil viel lieber, als irgendeine kitschige, vollgeschmückte Kirche. Dann spazierten wir noch hinter dem Dom in den kleinen Gäßchen und kämpften uns durch eine russische Reisegruppe. Langsam waren wir müde und mussten nach Hause, wir gingen zu unserem Auto zurück. 






Wir machten uns auf den Weg nach Hause. Wir waren beide sehr begeistert von den Gesehenen, Bamberg war auch wunderschön, aber mein Liebling bleibt Würzburg! Es war ein perfektes Wochenende. 

Kommentare:

  1. Noch keine der Städte gesehen und kennengelernt wären sie aber auch was für mich, wobei ich durch diese Menschenmassen nicht wüsste ob Würzburg mein Favorit wäre. Tolle Impressionen die richtig Lust machen sich gleich dort hinzubeamen. Ich liebe ja Fachwerk und alte Bauten^^

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Ich glaube, diese Menschenmassen sind aber nicht normal, es war irgendwelches Weinfest oder so, und deshalb....
      Liebe Grüße

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  2. Das ist ja toll da! Ich finde mittelalterliche Städte und Häuser total aufregend und würd am libsten immer in solche Häuser einziehen. Wenn ich dann drin bin, fällt mir aber immer auf, wie dunkel das wegen der kleinen Fenster da drin ist und dann möcht ichs doch wieder lieber nicht. Aber toll sind diese Städte ohne Ende! GlG Anne

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    1. Nein, rein zieht mich da nichts, mir reicht diese Gebäude nur von außen zu sehen.
      Liebe Grüße

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  3. Liebe Flögi,

    wirklich ganz tolle Städte die ich nicht kenne. In Rothenburg war ich mal ganz ganz kurz auf dem Weg nach Nürnberg. Doch der Halt reichte nicht um sich vom Städtchen etwas anzusehen. Würzburg ist vom baulichen bestimmt auch eine wundervolle Stadt. Du beschreibst es so schön...pulsierend...sowas kann ich hin und aushalten....nur nicht zu oft. :-)
    Von Bamberg weiss ich das die Geschichte auch eine sehr dunkle Seite erzählt...nämlich die der Hexenverfolgung.

    Danke dir fürs mitnehmen!

    Liebe Grüessli
    Julia

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    1. Hallo Julia,
      ich habe ehrlich gesagt nicht nachgelesen. Könnte interessant sein.
      Liebe Grüße

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  4. Eine ganze Bilderflut *g* aber alles wirklich wunderbare Fotos und einige der Orte und Schlösser kenne ich sogar persönlich :) Diese Orte kann ich alle auch nur empfehlen, alles absolut Sehenswert und genau richtig für einen schönen Ausflug :)

    Die Schneebälle habe ich auch schon getestet *lach* ich dachte die wären mehr so wie Nougat *g* und dann so etwas, total trocken ;)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  5. Also das mit dem Würstchenbrötchen war jetzt gemein, Andy...
    Ich mit meiner Diät und der Gemüsesuppe im Bauch...^^

    Beide Städte sind unglaublich schön. Rothenburg schaut wirklich aus, als würde man eine Zeitreise machen und ich liebe mittelalterlichen Flair. Aber das Würzburg auch so eine schöne alte Stadt ist, war mir gar nicht bewusst. Ich war mal als Jugendliche dort, aber da haben mich die Bauten nicht sonderlich interessiert.

    Das diese Schneeballen nicht geschmeckt haben, ist schade. Sie sehen wirklich zu köstlich aus.
    (Auch das war etwas gemein...^^)

    Liebe Grüße
    Sonja

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