Samstag, 30. Mai 2015

Ungarn - Geisterfahrt durch Storchenland

Da habe ich schon viele Sätze bei mehreren Bloggerkolleginnen storchenbezüglich hinterlassen, da manche, wie z.B. die Christa oder die Biggi so glücklich sind, daß sie in einer Gegend wohnen, wo sich mehrere Störche aufhalten und sie diese regelmäßig beobachten und fotografieren können. Diese Vögel faszinieren mich schon lange, wie auch die grauen Reiher und war ich schon extrem scharf darauf, irgendwann mal auch Störche von näher beobachten zu dürfen. 

Dieser Wunsch hat sich für mich in Ungarn fast zu 100% erfüllt, mit paar kleinen Fehlern, also es haben noch immer paar Sachen gefehlt, damit ich sagen könnte, es war perfekt. Aber ich war glücklich. 

Wir haben anstatt nach Pécs zurückzufahren und ab dort eine normale Landstraße nach Barcs zu nehmen, die "Geisterstraße" genommen, die uns das Navi vorgeschlagen hat. Sie führte entlang der südlichen Staatgrenze, parallel mit dem Fluß Dráva (deutsch: Drau). 

Quelle: google.maps

Die ganze Umgebung war, wie es ein Geisterland wäre. Ganz schmale Straßen, von dem Belag kaum mehr was übrig, also mehr Löcher, als noch Asphalt. Alle 5 Minuten ist ein Geisterdorf gekommen, wo kaum noch ein Mensch lebte, zerfallene Häuser, runtergezogene Rollos, null Leben. Nur die Störche. Pro Dorf mindestens 3 Storchenhorste, also auf der 103 km Strecke mindestens 50 Nester gesehen - alle bewohnt! 







Nur wir haben verdammt eilig gehabt, weil auf solchen Straßen zwischen Dörfern, wo man nur 50 fahren darf 103 km in der zur Verfügung stehenden ein und viertel Stunde zu schaffen, sowieso unmöglich ist. Also, wie schön es war und wie es mein Traum gewesen wäre, bei jedem Storchenhorst anzuhalten, haben wir es nur ein einziges mal machen können und sonst waren wir nur noch die Geisterfahrer mit dem deutschen Kennzeichen. :-) 

In jedem Nest saß ein Storch auf den Eiern, so, daß man oft nur ein kleines Stück von seinem Kopf sehen konnte. 

Diese Fahrt war abenteuerlich, ein bißchen auch beängstigend durch diese verlassenen Dörfer und ewig lang, aber von Landschaften her wunderschön, und ich wünschte mir, daß wir mehr Zeit hier gehabt hätten. 
...die Geschichte geht dann weiter...

Kommentare:

  1. Ich finde solche Straßen zu fahren immer noch spannend, selbst hier, und ich frage mich immer was sich hinter der nächsten Biegung wohl "verbergen" mag^^ Toll dass du nun auch das Glück der vielen Storchennester hattest. Vor allem freue ich mich dass sie sich wieder so zahlreich "angesiedelt" haben. So weiß ich noch von Zeiten wo sie seltener zu sehen waren. Tolle Fotos sind dir gelungen.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Ich hätte dort unterwegs nicht sehr gerne eine Panne gehabt. :-)
      Liebe Grüße

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  2. wenigstens paar Fotos konnest du davon machen, nah das hat sich gelohnt tolle Fotos! .. solche Strecken sind wahre Abenteuer ..
    Lieben Gruss Elke

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    1. Leider war die Zeit nicht da, den Abenteuer zu genießen. Liebe Grüße

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  3. Ich mag auch auf einsamen Strassen entlangzufahren und die Natur zu beobachten.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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    1. Wünschte ich mir ein bißchen mehr Zeit, dann wäre es perfekt gewesen.
      Liebe Grüße

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  4. Das hört sich hochinteressant an mit den Geisterdörfern.
    Und die Störche die Du gefunden hast sind ja klasse. Ich mag sie ja auch total gerne.
    Freut mich, dass sich Dein Wunsch erfüllt hat. Wenn auch nicht perfekt, aber es Dich glücklich gemacht hat, ist doch die Hauptsache. Und es war mit Sicherheit auch nicht die letzte Gelegenheit.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Vielleicht schaffen wir noch einmal irgendwann in der Richtung einen Urlaub zu machen.
      Liebe Grüße

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  5. Hallo liebe Andrea,
    durch einsame Straßen und Geisterdörfer zu fahren ist sicher sehr aufregend, ich hätte da schon ein wenig Angst. Aber es hat sich gelohnt und Du hast auch einmal Glück gehabt und so viele Störchennester ganz nah gesehen... wunderbare Fotos hast Du gemacht.... ich freu mich für Dich!!

    Die Hornisse hatte sich in unserem Haus verirrt und ich hatte natürlich die Gelegenheit, als sie sich im Bad auf ein Handtuch setzte, zum fotografieren genutzt.
    Ich habe eine Pentax K 50 mit einem Objektiv 18-55mm und einem Objektiv 70-300mm, sowie ein Makrovorsatz Raynox DCR-150 und Makrovorsatz Raynox DCR-250. Bei der Hornisse habe ich aber kein Mokrovorsatz benutzt, dass war mir einfach zu unsicher, schließlich habe ich großen Respekt vor Hornissen. Ich habe einfach das 18-55 Objektiv mit einer Makroeinstellung genommen. Bei dem letzten Foto von vorn, hob sie schon ihr Bein und krabbelte in meine Richtung, da klopfte dann mein Herz ganz schnell.

    Ich wünsche Dir ein schönes Wochenende ...
    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Danke Biggi, habe bei dir geantwortet.
      Liebe Grüße

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  6. Wow, was für tolle Bilder und was für eine spannende Geschichte, freue mich auf mehr davon.

    Liebe Grüße Andy

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  7. Für solche Reisen muss man einfach mehr Zeit einplanen. Leichter gesagt, als getan, stimmt's?
    Aber ich freue mich riesig für dich, dass du die Adebars jetzt auch so zahlreich sehen und auch etliche fotografieren konntest.
    Ich kann mir gut vorstellen, dass das recht abenteuerlich war, durch solche Geisterförfer zu fahren. Man weiß nie, was einem in der nächsten Straße erwartet.
    Es ist halt schade, dass diese Dörfer verfallen und die Menschen wegziehen. Aber wer kann es ihnen verdenken, wenn sie dort kein Einkommen mehr haben.

    Liebe Grüße
    Christa

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    1. Hallo Christa,

      Zeit haben wir eingeplant, darum um 6 Uhr aufgestanden und um 7 Uhr losgefahren. Noch früher ginge nicht. Aber wir hätten nach Pécs den Burgbesuch in Siklós weggelassen, dann hätte es besser gepasst.
      Liebe Grüße
      Andi

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