Mittwoch, 20. Mai 2015

Ungarn - Speichersee bei Pátka

Von der Bory Burg wollten wir in ein Dorf in der Nähe fahren, um ein Schloß anzuschauen, aber ich sah auf der Karte unterwegs einen Speichersee und dachte, dort könnten wir evtl. Vögel sehen, also haben wir einen Abstecher gemacht. 

Kurz vorher sahen wir ein privates Schloß, das Grundstück war mit Schranke abgesperrt, aber durch den Busch konnte ich es fotografieren. 


Im Dorf Pátka haben wir Stieglitze und Storchenester gesehen. Die Storchmama saß auf ihren Eiern, man konnte nur ihren Kopf kaum sehen, so habe ich sie nicht fotografiert. 





Pátka war noch sehr dörflich, wie auch noch ganz viele Dörfer in Ungarn sind. Die Häuser sehen ärmlich aus, und viele zerfallen schon, weil die Menschen in die Städte ziehen. Diese Dörfer haben keine Zukunft. So leben noch viele Menschen in Ungarn: 


Dann haben wir eine Brücke erreicht, die über dem Fluß war, welcher das Wasser in den Speichersee liefert. Hier standen noch die Bäume im Wasser. In Ungarn gibt es viele solche Überschwemmungsgebiete. Die meisten solchen Gebiete geben Wohnraum für zahlreiche Tierarten und sind meistens Naturschutzgebiet, wenn sogar nicht Nationalparks. 
Da sieht man in der Mitte einen grauen Reiher stehen. Ich hätte hier sehr gerne mit einem Boot tiefer in die Natur reingeschaut. 







Sumpf-Schwertlilie:



Hier unten seht ihr einen Damm, worauf Angler sitzen. Ein wahnsinnig stürmischer Wind war hier, daß wir von dem Damm fast weggeflogen sind. Ich wäre sehr gerne rübergegangen und an der anderen Seite nach Wasservögel gesucht, aber es war in dem Wetter kein Spaß. Rechts seht ihr Tamarisken, die in Ungarn sehr häufig vorkommen und gerade jetzt so rosafarbig geblüht haben. 













typischer dörflicher Baustil in Ungarn:


Wie auf dem früheren Bild ihr es auch sehen konntet, ist ganz typisch dieses länglich gebaute Haus, mit Veranda davor, welche von Bögen oder Arkaden gestützt ist. Ich hätte viele solche Bilder mitbringen können, nur meistens waren Leute vor dem Haus und ich wollte nicht anhalten und so auffällig fotografieren. 

Hier unten seht ihr einige ungarische Graurinder, die Wikipedia nennt sie ungarische Steppenrinder. Diese mächtigen Tiere können bis zu 800 kg wachsen und trinken um die 140 Liter Wasser pro Tag! Viel mehr Interessantes könnt ihr darüber in wikipedia lesen. 


Hier waren viele Jungtiere dabei: 






Kommentare:

  1. Wieder sehr interessant Eindrücke deiner Heimat. Wie so oft, die "Städte" werden immer reichen und auf den Dörfern leben nur noch die "Alten" die oft nicht wissen wie sie über den Tag kommen. Könnte mir aber auch gut vorstellen dass sie dennoch immer ein Lächeln auf den Lippen haben.

    Viele Grüsse

    N☼va

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    1. Ja, nur ich weiß nicht, was wird, wenn die alten Leute nicht mehr leben. Viele Häuser zerfallen jetzt schon, oder sind die Rollos alle unten und daher weiß man, daß sie verlassen sind.
      Liebe Grüße

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  2. Ungarn hat wirklich sehr viele schöne Landschaften und Örter, genau wie Pátka hier. Deine Bilder sind super, besonders das stückchen Erde auf Bild 17.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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    1. Danke und ich freue mich, daß dir die Berichte gefallen.
      Liebe Grüße

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  3. Ich freue mich sehr, liebe Andi, dass du uns mitnimmst in deine Heimat und sie uns ein Stück näher bringst. Hier scheint die Natur noch intakt zu sein, Pflanzen und Tiere danken es mit ihrer Artenvielfalt.:-)

    Es ist natürlich schade, dass die Leute dort so ärmlich leben "müssen" und den jungen Leuten kann man es nicht verdenken, dass sie in die Städte ziehen, wo es eben bessere Verdienstmöglichkeiten gibt.

    Tja, man müsste einen Weg finden, diese Dörfer zu retten, d.h. Möglichkeiten für Einkommen zu schaffen und das im Einklang mit der Natur.

    Deine Fotos sind wunderschön, auch von den Stieglitzen und den Rindern. :-)

    Liebe Grüße und dir noch einen schönen Abend
    Christa

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  4. Ich liebe Ungarn, das ist so wunderschön!

    Liebe Grüße Andy

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