Sonntag, 26. Juli 2015

Island - Allgemeine Zusammenfassung und wichtige Infos für Reisende

Flug:
Wir sind direkt aus München nach Keflavik mit der Icelandair geflogen.  
Im Flugzeug wurden einmal Getränke angeboten, für Mahlzeiten muß man zahlen. 
Wir haben Sandwiches mitgenommen und Wasser am Flughafen gekauft.
Der Flug dauerte knapp 4 Stunden.



Auto:
Das Auto haben wir bei dem economycarrentals gebucht. Wir haben diese Vermittlerfirma schon oft genommen und waren nie enttäuscht, man bekommt bei denen die besten Preise. Sie haben uns dann zu Sixt vermittelt.
Wie es oft ist, ist die Selbstbeteiligung nicht dabei. Die Autovermieter wollen dafür eine extra, teuere Versicherung, wie auch Sixt. Bei Economy kann man eine Selbstbeteiligungszurückzahlungs-versicherung machen, was billiger ist und wenn was passiert und man die 300 Euro Selbstbeteiligung zahlen müsste, bezahlt es Economy zurück. 
Trotzdem wartete auf uns bei Sixt Überraschung, aber darüber schreibe ich dann später detailliert. Wir haben für 16 Tage für einen luxuriösen Opel Astra 1.080 Euro bezahlt. 



Straßen: 
Die Straße Nr. 1 (anders Ringstraße) hat eine gute Qualität und ist kaum Verkehr darauf. Die Geschwindigkeitsbegrenzung ist meistens 90 km/h, was für uns sehr schwer fiel einzuhalten, eben deswegen, weil kein Verkehr war. Wir sind meistens etwas schneller gefahren, was man laut Berichten dort nicht machen sollte. 
Die Straße von Egilstaðir nach Borgafjörður Eystri (anders genannt: Bakkakerði) war nah nicht so schlimm, wie ich darüber früher in Foren gelesen habe. 80% war es ein Erdweg, gut glatt ohne Schlaglöcher, man konnte ihn locker mit 70 km/h befahren. Nur das Stück bei dem Pass war ganz schlimm. Aber insgesamt war es alles kein Problem mit einem PKW zu befahren. Das gleiche kann ich auch über die Pisten bei den Westfjorden erzählen. Auf deren östlichen Seite war sogar fast alles geteert, nur die westliche Seite war Piste und auch diese nur bei dem Pass am schlimmsten. Die Piste nach Látrabjarg war aber schon viel schlimmer. 

Nebenstraße bei dem Wasserfall Urriðafoss


Tankstellen:
Wir haben immer bei der Tankstelle N1 getankt. Irgendwie war sie uns sympathischer, als die anderen. Davon gab es kleine und auch größere, bei denen man auf vorgegebenen Wunsch auch innen zahlen kann. Wir haben immer mit der Kreditkarte bezahlt, die Summe muß man im Voraus angeben. Also Karte reinschieben, Summe auswählen (manchmal von im Voraus angegebenen Summen - wie 5.000, 8.000, oder 10.000 ISK wählen, oder manchmal kann man sogar selber eine Summe eintippen). Nach dem Ausziehen der Karte kann man tanken und danach muß man die Karte noch einmal reintun, damit die Rechnung rauskommt. 
Wir haben immer nur für 5-8.000, also nie voll getankt, damit wir nicht dieses Problem haben, daß der nicht getankte Benzin, also die Summe davon, dann erst später auf die Karte zurückgebucht wird. Wir wollten dieses Chaos nicht haben, so haben wir lieber öfter kleinere Portionen getankt. Alle Quittungen habe ich in einen Umschlag nummeriert in Reihenfolge gesammelt, damit wir dann zu Hause noch mal bei der Abrechnung einen Überblick haben können. 
Bei dem letzten Tanken (wir mussten das Auto vollgetankt zurück geben) haben wir eine größere N1 Tankstelle gesucht, dann sagten wir zu dem Angestellten, daß wir voll haben wollen, dann hat er den Zapfen freigeschaltet und konnte wir es danach innen mit der Karte bezahlen. 
Be den meisten größeren N1 Tankstellen kann man gratis das Auto selber waschen. 

Autowaschen nach dem Weg von Bakkagerði  in Egilstaðir


Menschen: 
Viele haben geschrieben, wie nett die Leute sind. Es kann ich nicht bestätigen, wir haben kaum Kontakt zu Isländern gehabt. In mehreren Unterkünften waren junge Mädchen aus Ausland (Tschechei und Frankreich oder England) für die Sommerferien dort zu arbeiten. Wo aber die Besitzerin persönlich da war, waren alle immer sehr schnell, neutral, uninteressiert, sie zeigten alles schnell, wollten das Geld haben, dann waren sie weg, daß wir sie nie mehr gesehen haben. Die Verkäufer/innen in den Läden waren richtige "Schafkäsgesichter", sie konnten nicht mal zurückgrüßen, waren absolut uninteressiert, als wenn irgendwie alle Schlaftabletten genommen hätten. 

Hafen in Arnastapi


Geschäfte: 
Bonus, Kjarval, Netto sind die billigsten. Die Preise sind sowieso im Himmel. Die Öffnungszeiten sind unglaublich blöd, d.h. für uns sehr ungünstig gewesen. 
Von Montag bis Freitag von 10 oder 11 Uhr (unterschiedlich pro Siedlungen) bis nur 18 Uhr, am Samstag von 10-14, manchmal bis 16 Uhr sind offen und sonntags geschlossen (aber ortsabhängig manchmal offen). Wir sind meistens in der früh um 7 Uhr von den bewohnten Gebieten in die Pampa weggefahren, so war es uns oft echt schwer, die Einkäufe lösen zu können. 
Bäckereien sahen wir insgesamt nur dreimal. Die Dörfer sind eigentlich keine Dörfer nur Siedlungen, die von paar auseinandergestreuten Höfen bestehen. Manchmal fanden wir frisches Baguette in den Läden, aber meistens war nur abgepacktes Brot im Angebot (davon aber sehr große Auswahl). Die Preise waren zwischen 360-500 ISK. 

Essen:
Wir haben manchmal nur Frühstück gehabt, aber überwiegend gar nichts, und haben unterwegs unser kaltes Essen gegessen. Wir haben schon von zu Hause einiges mitgenommen, auch Konserven zum Aufwärmen und auch Streichwurst (ungarische Leberwurstkonserve), außerdem die kleinen trockenen Salamistäbchen vom Aldi, Scheiblättenkäse und Dreieckkäse - diese halten ewig auch ohne Kühlung.  Dann haben wir dort an dem ersten Tag eingekauft und danach ca. jeden zweiten Tag. Unsere Mahlzeiten wurden am Auto am Kofferraum veranstaltet oder wir haben Picknickplätze gefunden, die wir übrigens in dem stürmischen Wind nicht oft nützen konnten. Wir hatten im Kofferraum einen Karton eingerichtet, darin waren alle unsere Essensvorräte und der Kofferraum funktionierte als natürlicher Kühlschrank. Wenn wir dann unterwegs Brotzeit gehabt haben, bestand es immer von solchen Sachen, wie: Packungs-oder Knäckebrot, Streichwurst, Käse, Frischkäse, Salami, Maiskonserve, Apfel, Banane, Thunfisch oder Sardinenkonserve, gekochtes Ei und SKYR Joghurt. Der Skyr Joghurt ist göttlich lecker. Er ist sehr fest, cremig, fast wie Quark, etwas säuerlicher als hier. Unser Liebling war mit Blaubeerengeschmack. Die sind so fest, daß man sie unterwegs, während der Fahrt auch gut essen kann, sie tropfen nicht, so konnte ich meinen Mann auch gut damit füttern. :-) Es gibt auch Trinkjoghurts davon, welche auch sehr praktisch sind, alles blieb im Kofferraum sehr gut kühl. Außerdem haben wir noch so viel Knabberzeug von zu Hause mitgenommen, daß es für jeden Tag wenigstens eine Packung Neapolitaner, oder Studentenfutter oder Kekse für während der Autofahrt gegeben hat.  
Bier (also richtiges Bier mit Alkohol) haben wir 12 Dosen für 20 Euro am Flughafen in duty free shop gekauft, sonst gab es in den Läden nur light Bier, mit ca. 2% Alkohol und weniger Biergeschmack, aber billig (90 ISK eine Dose). 
Wir haben nie irgendwo im Restaurant unterwegs gegessen. Nur Subway haben wir öfter gesehen, aber nur in den größeren Siedlungen. 
Wir haben jeden Morgen unsere Trinkflaschen mit Leitungswasser aufgefüllt (trinkbar, schmeckt halt ein bißchen mehr nach Mineralien, als zu Hause) und ich habe immer eine Thermoskanne Tee gekocht, was unterwegs sehr gut getan hat, wenn wir zerfroren waren. 
Wenn mal an manchen Unterkünften Abendessen angeboten wurde, es war immer sehr teuer, ab 3.500-6000 ISK für eine Person, es ist höllisch teuer, wir haben nie irgendwo gegessen. An dem letzten Tag haben wir unser Restgeld in Kronen ausgeben wollen, da haben wir in einem Fischerdorf in einem Restaurant gegessen. M. eine Fischsuppe für 1.790 ISK und ich gebratenen Fisch für 2.400 ISK. 



Ortschaften:
Wie ich schon erwähnt habe, außer der paar größeren Dörfern gibt es keine richtige Dörfer, die Siedlungen bestehen von paar Gutshöfen, die zerstreut liegen und mit Ortschaftsnamen und einer römischen Ziffer gekennzeichnet werden. Hier findet man gar nichts zum Essen oder Einkaufen. 

Arnastapi


Wetter:
Das Wetter war bei uns in den ersten zwei Tagen angenehm mit 15-16 Grad. Danach kam eine gut 5-tägige Periode mit Regen und dichtem Nebel. Hier hat es dauerhaft geregnet und war nur noch 6-8 Grad. Zwei Tage lang war der Nebel so dicht, daß wir oft nur 50-100 m weit sehen konnten und deshalb von der Landschaft gar nichts mitbekommen haben. Es hat uns furchtbar leid getan, was wir dort verpasst haben, aber man kann nichts machen. Danach war zwar kein Regen mehr, dafür aber arktischer Wind, mit Böen, eisig kalt, daß er durch alle Schichten Klamotten bis zu den Knochen gegangen ist und war nur noch 4-5 Grad, was man aber als - 10 empfunden hat. In unseren letzten 5 Tagen haben wir immer mehr Sonne bekommen und zum Schluß sogar ein recht frühlingshaftes Wetter mit 18 Grad. . 

Jökursarlón


Ankleiden:
Wir haben uns gut vorbereitet, so hat uns nichts überrascht und wir haben immer genug und entsprechende Klamotten dabei gehabt. Wir hatten während der ganzen Reise Halbwanderschuhe angehabt, bei Wanderungen oder beim Regen die richtigen, hohen aber. Beim Regen haben wir Regenhosen darüber gezogen, wenn es nicht so kalt war, dann die Wasser abweisenden Windjacken, wenn kälter war, dann die wasserfesten Skijacken. Mütze, Schal und Handschuhe waren auch sehr notwendig. Auf dem Schiff bei der Walbeobachtung haben wir dort Overalls bekommen, diese sind nicht dünn, sind richtig dick und warm, aber ich hatte darunter Legginghose, Jeanshose, oben drei Schichten Pullover und die Skijacke und ich kann sagen - es hat lustig ausgeschaut, weil ich mich nur noch, wie ein Astronaut bewegen konnte, aber - es war notwendig. So habe ich mich nicht gefroren, aber warm war es mir auch nicht. 
Der hintere Sitz war unser Kleiderschrank unterwegs und es war manchmal nervig, bei jedem Aus-und Einsteigen Jacken auszuziehen, Schuhe wechseln oder total naße Regenschirme hinter dem Sitz ablagern. Aber alles ging. Alles ist nur die Frage der Einstellung, was man im Voraus im Kopf durchsetzen muß und dann geht es locker. 
Zwei kleine Klappschirme haben wir dabei gehabt, die waren trotz der Regenschutzbekleidung sehr notwendig und wirksam, haben viel Regen abgefangen und ich musste damit meine ganze Fotoausrüstung schützen, da die Fototasche leider keine Regenschutzhaube hatte. Auch beim Wandern haben wir sie benützt, was ein bißchen belastend war, aber hat doch viel geholfen, daß wir nicht so schnell durchnässt haben. 

Walbeobachtung bei Húsavik


Kriminalität:
Wir hatten keine negative Erfahrungen. Alles ist ruhig, sogar die Touristen lassen alles im Auto in den Parkplätzen bei den Sehenswürdigkeiten. Da sind wir sehr vorsichtig, haben am Anfang alles mitgeschleppt, dann aber auch schon alles da gelassen - bißchen zugedeckt. Polizeiauto haben wir ca. nur 3 mal gesehen. 


Unterkünfte: 
Alle unserer Unterkünfte habe ich bei booking.com, gut halbes Jahr früher schon gebucht. Vielleicht wären wo anders noch billigere Unterkünfte zu finden, aber mir war es wichtig, daß ich meine Buchungen noch kurzfristig auch absagen kann und nicht im Voraus bezahlen muß. Jede Unterkunft war um die 100 Euro pro Nacht für zwei Personen, manchmal ohne, manchmal mit Frühstück. Diese waren überwiegend Gästehäuser. Diese sind meistens größere Einfamilienhäuser, wo die Zimmer als Gästezimmer umgerichtet sind und haben eine Küche und ein Bad für gemeinsame Nutzung. Die Küchen waren recht groß, aber minimal ausgerüstet, gerade zwei Töpfe, oder eine Pfanne, Wasserkocher, wenig Gläser usw. Abspülen muß man meistens nicht, man räumt alles in die Spülmaschine, die dann jemand abends einschaltet. Die Frühstücke waren sehr unterschiedlich, manchmal ganz ärmlich und wenig, anderes mal sehr reiche Auswahl und viel. 
Wer Rundreise macht, muß im Voraus Gedanken wegen der Notwendigkeit eines mitgebuchten Frühstückes machen, weil viele Unterkünfte bieten diese nur ab 8 Uhr an.  Wir wollten öfter schon um 7 Uhr losfahren. Nur zweimal war das Personal so nett, daß es uns das Frühstück früher möglich gemacht hat. 
Das warme Leitungswasser stinkt fast überall, fast unerträglich übelriechend nach Faulei, es ist sehr ungewöhnlich in diesem Geruch zu duschen. Das kalte Wasser riecht nicht und ist auch gut trinkbar von Geschmack. 
Das Unangenehme an diesen Unterkünften ist das gemeinsame Bad/WC, wovon es oft nur ein Stück pro Haus gibt, aber wir haben auch gute Häuser gehabt, wo sogar 2-3 Bäder mit WC waren. Abends staut sich etwas bei diesen, aber in der früh war es uns nie ein Problem, weil wir meistens schon abgehauen sind, bevor andere wach gewesen wären. Diese waren immer sehr ordentlich und sauber.
Ich muß hier noch die Türe erwähnen. Ohne Außnahme in jeder unserer Unterkünften waren diese bescheuerten Schlösser. Man kann die Tür von außen nur dann schließen oder zuziehen, wenn man vorher innen einen Riegel umstellt. Dann steht aber die Zunge des Schlosses raus und man kann die Türe eigentlich nur zuhauen, was recht laut ist. So muß man jedes mal den Schlüssel mitnehmen, sonst sperrt man sich aus. Es war sehr nervig nachts, weil die neuen Reisenden, die damit noch keine Erfahrung hatten, haben meistens viertel Stunden (wie auch wir bei der ersten Unterkunft) verbracht, diese zu studieren und so war es abends dauerhaft sehr laut. Die Zimmer liegen meistens zentriert um ein Bad, so hört man immer, wie andere ihre Türe öffnen, schließen und es nimmt viel weg von der Schlafqualität. 
Ob die Betten in diesen Unterkünften täglich frisch bezogen werden, kann ich irgendwie nicht hundert prozentig glauben, da wir oft fremde Haare im Bett gesehen haben, was natürlich das Komfortgefühl zerstören kann. Einfach Augen zu und nicht daran denken, nur so kommt man damit klar.  





WC unterwegs:
Kann großes Problem werden. Toilette gibt es gar nicht, nur bei den größeren Sehenswürdigkeiten, oder an den Campingplätzen, die überall zu finden sind. Ein guter Tipp ist bei den Campingplätzen gratis zu gehen. aber oft gibt es mehrere hunderte Kilometer lang keine Büsche, kein Steinhaufen, gar nichts. Also seelisch vorbereiten, daß man meisten an der Straße neben dem Auto versteckt sein Ding erledigen muß. 


Geld:
Wir haben am Flughafen 250 Euro in Kronen gewechselt (Kurs 2015. Juli: 1 Euro = 148 ISK). Es war zu viel. Da wir alle Unterkünfte und tanken mit der Karte bezahlt haben, brauchten wir Bargeld eigentlich nur für die Einkäufe, die immer zwischen 2-3.000 ISK waren. Einmal haben wir Museumseintritt für 2.000 ISK pro Person bezahlt. Zum Schluß blieb viel Geld übrig, das wir dann gezwungenermaße fürs Essen und für kleine Geschenke ausgegeben haben. Man bekommt in den Geschäften immer eine handvoll Kleingeld zurück. Es ist nicht so leicht dies wieder loszuhaben, aber ist machbar. Uns hat es nicht besonders gestört. 


Camping:
Campingplätze gibt es wirklich überall, die sind unterschiedlich gut ausgerüstet mit Sanitäranlagen, aber man zeltet überall, und versteht, wirklich ÜBERALL, neben der Straße, am Strand, am Felsen usw...Es fand ich sehr cool, daß man es darf. Preise habe ich nirgends ausgeschrieben gesehen (mein Mann sagt, er hat des öfteren 1.000 ISK pro Nacht und Person gesehen) und auch nie einen Mann gesehen, der dort sitzen würde und das Geld für Zeltplatz einnehmen würde. Wie es funktioniert, blieb es mir ein Rätsel.
Wir haben sehr viel Jugendliche zelten gesehen. Es wäre mir in dem Wetter, was wir erlebt haben unvorstellbar, immer alles naß einpacken, selber naß werden und durchgefroren sein. Das ist für mich in den Wetterverhältnissen nicht mehr nachvollziehbar. 

Campingplatz bei Landmannalaguar


Thermalbäder:
Wir hatten nicht besonders viel Interesse für die Thermalbäder oder warmen Pfützen, wovon es so viel gibt. Wir dachten, wenn einmal Zeit bleibt und kommt nicht so teuer, dann probieren wir mal eins aus, aber es ist nicht so geworden. Die Blue Lagoon und das Naturbad bei dem Myvatnsee waren höllisch teuer. Bei Blue Lagoon 50/65/90 oder sogar 165 Euro, bei Myvatnsee 3.700 ISK. Für uns ist es nicht wert und wir wollten die Zeit maximal für die Natursehenswürdigkeiten ausnützen, so blieb auch keine Zeit für sowas. Schließlich haben wir ein Schwimmbad mit Thermalwasser in Laugar bei dem Edda Hotel ausprobiert, wo wir bei 4 Grad und stürmischem Wind draußen gebadet haben. War schön, aber muß nicht sein. 

Myvatn


Pferde:
Es gibt in Island wirklich so viele Pferde, daß man es kaum glauben kann. Sie sind schön, klar, aber mich berühren Pferde nicht, habe null Interesse für sie, so war es mir auch egal, aber wenn jemand großer Pferdeliebhaber ist, wird auf jedem Feld anhalten und schauen. 



Tierwelt:
Als große Naturfans und Naturbeobachter war für uns Island ein Vogelparadies. Hier denke ich nicht nur an die Lundis (Puffins oder Papageientaucher), sondern an die unterschiedlichsten Sorten anderer Arten (wie z.B. Küstenseeschwalben), die wir oft länger beobachtet haben und sehr große Begeisterung dabei gehabt haben.  
Außerdem haben wir Buckelwal, einige Robben, Rentiere und ein Polarfuchskind gesehen. Tiere zu beobachten, das ist unser Ding, damit können wir Stunden verbringen und dafür fast die Füße brechen, wenn wir durch unmögliche Behinderungen durchklettern müssen, sie näher zu haben. 

Küstenseeschwalben greifen Schafe an


Treffen:
Witzig ist es während einer Rundreise immer an den bestimmten Sehenswürdigkeiten immer wieder die selben Leute zu treffen, mit manchen sogar sprechen und dann komisch schauen, wenn wir sie an einem Tag nicht mehr treffen. 


Mücken:
Die Tiere, die in den Reiseforen als Mücken (hauptsächlich am Myvatnsee) beschrieben werden, sind keine Mücken! Die sind recht nervig, wollen ständig ins Auge und Nasenloch reinfliegen und sind nur im Gesicht. Wir hatten einige davon im Auto und neben mir auf dem Fensterglas konnte ich sie von nah gut beobachten, daß sie Fliegen waren. Uns hat nie irgendwas gestochen. 


Sauberkeit: 
In Island ist alles sauber, man sieht keinen weggeworfenen Müll oder Unordnung. Hut ab, wie sie es schaffen, toll. 


Unsere Eindrücke:
Island ist die Natur betroffen unglaublich abwechslungsreich und wunderschön. Es ist ein sauberes Land, wo man sich sicher fühlt und sich einfach wohl fühlt. Ihre Wirtschaft nicht kennend ist für uns unverständlich, wie dort die Leute bei so hochen Preisen leben können.
Bei so einer großen Rundreise fährt man, und fährt, sieht und sieht und irgendwann nach dem dritten Tag weiß gar nichts mehr. Wenn ich nicht so viel fotografiert und notiert hätte, würde ich nicht mehr an die Hälfte erinnern, weil es einfach für das Gehirn zu schnell und zu viele Eindrücke sind. Wir sind 4.036 km gefahren, habe ca. 4000 Bilder mit 17 GB fotografiert. Meine detaillierten Reiseberichte kommen dann langsam hinter einander.
Die Tagesstrecken waren leicht machbar, die große Inselrundreise, inklusive Westfjorde kann man ohne Rennen in 13-14 Tagen gut schaffen.
Die Sonne ist sehr stark, auch wenn sie nur selten scheint. auch an den Tagen, wenn nur bewölkt war und es geregnet hat, waren unsere Gesichter abends sehr rot abgebrannt. Also Sonnencreme fürs Gesicht ist empfohlen. Der Wind hat unsere Hände kaputt geblasen, die wurden rau und sehr trocken. Ich habe sie abends mindestens 5x eingecremt, auch tagsüber öfter, es hat nichts geholfen, sie schauen aus, als wenn ich 50 Jahre älter wäre.
Die Sonne geht in den Sommermonaten nie richtig unter. Angeblich irgendwann zwischen 23:30 und 2 Uhr würde sie runtergehen, ich weiß es nicht, in den Zimmern war nachts auch immer ziemlich hell und wenn ich mal wach war, öfter schien sogar die Sonne rein. Daran zu gewöhnen war für mich fast unmöglich, und hat mich am Anfang sehr gestört, daß ich kaum schlafen konnte.
Die Sprache klang für mich immer wie griechisch oder portugiesisch wäre, wegen dieses S-Tons, was sie so zwischen den Zähnen so zischend auspressen, wie die Griechen. 

irgendwo bei Höfn in der Nähe

Kommentare:

  1. Hi, super Artikel mit tollen Eindrücken. Das kann für unseren Camping Urlaub sehr praktisch sein!

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    1. Hallo Hilde,
      über deine Rückmeldung freue ich mich sehr, da ich mit dieser Zusammenfassung sehr viel Arbeit gehabt habe und ich mache es, weil ich eben anderen gerne helfe. Schön, daß du es so schnell gefunden hast. Wenn noch fragen hast, schreib mir ruhig hier oder per E-mail.
      Gruß

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  2. Hallo Flögi,
    schön, dass Ihr heil und gesund zurück gekommen seid. Mit dem Wetter hattet ihr wohl wirklich Pech. Wir hatten letztes Jahr immer mal wieder heftige,kurze Regengüsse, aber eben auch sonnige Tage und keinen Nebel, außer einmal morgens.
    Ich bin sehr gespannt auf Deine einzelnen Berichte von den Etappen. Wir sind insgesamt nur 3000 km gefahren. Das war aber auch reichlich an Eindrücken und Erfahrungen.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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    1. Danke Synnöve,
      es freut mich, wenn du meiner Berichte dann folgst. Es war in 16 Tagen gut machbar, nur für das Gehirn war etwas zu viel, alles aufzunehmen. :-) Aber was mein Gehirn nicvht merken konnte, hat meine Kamera aufgenommen. :-)
      Liebe Grüße

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  3. Hallo :)

    ein sehr aufschlussreicher Reisebericht, die Stärke scheint mir wohl die Schönheit der Natur zu sein :) Finde ich sehr gut, wenn Du schreibst die Menschen waren nicht nett - sonst schreibt da kaum jemand seine ehrliche Meinung.

    Von den Temperaturen wäre das nichts für mich *bibber* aber die Landschaft ist wohl wirklich toll und ich freue mich auf Deine weiteren Reiseberichte :)

    Liebe Grüße und eine schöne neue Woche
    Björn :)

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    1. Hallo Björn,
      ich schreibe immer meine ehrliche Meinung, auch bei Hotelbewerterseiten. Dafür ist (auch) mein Blog da, daß Reisende die waren Tatsachen erfahren und nicht nur den Glanz, was Reiseveranstalter so zeigen.
      Liebe Grüße

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  4. Schon die Zusammenfassung ist sehr interessant und für Islandreisende ein toller Bericht. Schade dass ihr keine freundlichen Erfahrungen mit Isländern gemacht habt bzw. auch kein wirklicher Kontakt zustande gekommen ist. Hätte ich auch anders gedacht bei der Art der Unterbringungen^^

    Gesucht habe ich eine Tür, wegen dem Schloss. Drehschlösser bzw. so ein Knauf (wenn es dann welche waren) kenne ich auch CDN, auch mit innen einen kleinem Riegel den man dreht. Entweder dann schon gleich von innen verriegeln oder man konnte sie dort auch von aussen dann abschliessen.

    Schade dass das Wetter zuerst gar nicht so dolle war....

    liebe Grüssle

    N☼va

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