Freitag, 7. August 2015

Island - 4. Tag - Núpsstaður, Wasserfall Svartifoss

Ich bin aufgeregt und kann sehr wenig schlafen, schließlich um 4:45 Uhr geht es gar nicht mehr und ich verbringe die Restzeit bis der Wecker geht mit Internet. Um 6:20 wecke ich M und wir frühstücken gemütlich von den Sachen, was wir vorbereitet bekommen haben. Kein Mensch ist noch wach, es fällt mir schon bei jeder Unterkunft auf, daß die meisten später weiterfahren.  


Am Anfang schaut es so aus, daß es heute schönes Wetter wird, aber je näher wir zu Vík kommen, desto mehr Wolken kommen und es fängt an stark zu regnen. Die Umgebung von Dyrhóley ist genau so im Nebel verschwunden wie gestern, so bleibt der eventuelle zweite Ausflug dahin aus. 








Heute ist Vík der einzige Ort, wo wir einkaufen könnten, aber es ist nicht möglich, da wir schon um halb 8 von der Unterkunft losgefahren sind und die Geschäfte öffnen erst um 10 oder sogar 11 Uhr. Tanken müssen wir hier auf jeden Fall. In Island gibt es fast nie eine Überdachung über den Tanksäulen. M. quält sich in den strömenden Regen  und Windsturm damit, da es unser erstes Tanken hier ist und erst haben wir Schwierigkeiten damit. Bis er es fertig schafft, ist er schon komplett pitschnaß. Danach wissen wir zwei Stunden lang nicht, wo wir sind, wo wir durchfahren, denn die Sehferne ist höchstens 50-70 m. Von der Landschaft bekommen wir gar nichts mit. Es tut mir so wahnsinnig leid, ich bin sehr traurig, da wir hier nie noch einmal durchfahren werden. 

Diese drei Fotos würde ich normalerweise nicht veröffentlichen, da sie unterste Qualität sind.
Die habe ich unterwegs aus dem Auto geschossen,
damit ihr es seht, wie schlecht es war: 




Dann löst sich der Nebel ein bißchen, aber weite Sicht ist noch immer nicht möglich.






Ich habe in dem Navi nachgeschaut, daß wir heute an der ganzen Tagesstrecke nur noch in Kirkjubæjarklastur (ein mini Ort) ein Geschäft haben. Es ist ein kleinerer Laden (Kjarval), dementsprechend auch teurer, aber wir brauchen nur paar Kleinigkeiten. Danach hört endlich der Regen auf und löst sich der Nebel. 

Bei Núpsstaður schauen wir die Grassodenhäuser an, wo früher eine kleine Siedlung war, es musste auch als Museum funktionieren, aber jetzt ist niemand da und schaut alles ziemlich verlassen und ungepflegt aus. 











Und wir fahren wieder weiter. Schon von weitem sehen wir zwei Zungen von dem Gletscher Vatnajökull, der Islands (und Europas) größter Gletscher ist. Seine Fläche beträgt 8.100 km². An seiner dickesten Stelle soll sein Gletschereis ca. 900 m dick sein. Seine Zungen haben unterschiedliche Namen.
Wir kommen bald in Bölti, in der Nähe des Skaftafellsjökulls an. Hier steht ein großes Infohaus am Park/-Campingplatz und es dient als Ausgangspunkt für viele Wanderungen. 








Als wir aus dem Auto steigen, fängt es leider sofort wieder stark zu regnen an. Wir machen erst die kleine Wanderung (3/4 Stunde hin und auch zurück) zu dem Wasserfall Svartifoss. Anfangs ist der Pfad ziemlich steil, so schwitzen wir schnell in die Windjacken rein. Die Luft ist aber sehr kalt, so kann man nichts ausziehen. Der Regen gießt die ganze Zeit gnadenlos, daß wir sogar auch die Schirme brauchen. Der Wasserfall ist sehr schön, aber wenn man mehr vorhat, dem nimmt es zu viel Zeit von dem Tag weg. 






Kommentare:

  1. Liebe Andi,

    ich schaffe es jetzt nicht, alle posts zu kommentieren, aber du kannst sicher sein, ich habe mir all deine Reisetag sorgfältig eingeschaut und bin wirklich begeistert von euren Erlebnissen. :-)

    Die Vegetation dort ist schon einzigartig und witzig sind die in Erde gebauten kleinen Häuser, besonders die Grassodenhäuser. Kaum vorstellbar, dass man darin wohnen kann.

    Wow, auch Küstenseeschwalben konntest du beobachten und hast sie ganz toll fotografiert. Es sind herrliche Bewohner an den Küsten.

    Beeindruckend natürlich auch die vielen Wasserfälle!

    Ich habe oft an dich denken müssen, besonders, als wir hier über 30° hatten und von Island kalte Temperaturen gemeldet wurden, die ihr wohl auch hattet, zumindest ziemlich kühl.

    Ganz lieben Dank, dass du uns mitnimmst auf eure tolle Reise. :-)

    Liebe Grüße und einen schönen Sommertag wünscht dir
    Christa

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    1. Danke Christa, es ist absolut total lieb von dir, daß du so viel Mühe machst. Ich hoffe, es lohnte sich nachzublättern. Die Temperaturen waren oft wegen dem Wind kaum auszuhalten, aber ich sage immer wieder, daß es uns nur in dem Moment manchmal was ausgemacht hat, sonst waren solche Wunder zusehen, daß dort Kälte, Wind, Näße...alles nicht mehr gezählt/gestört hat. Und ich würde jede Zeit wieder hinreisen.
      Liebe Grüße

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    2. Das glaube ich dir gerne, dass du wieder dorthin reisen würdest und wer weiß, vielleicht wird es ja auch noch mal wahr. :-)

      LG Christa

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  2. Ein weiterer wunderbarer Teil deines Reiseberichtes. Wie ich schon vorher gesagt habe, die Landschaften laden zum träumen ein, und dann ist es auch wirklich egal ob es Sonnenschein oder Regen gibt.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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    1. Danke Mersad, und es ist absolut kein Problem, wenn du dich wiederholst, ich könnte auch nicht anders zu den Schönheiten sagen. Es freut mich total, wenn meine Bilder dir gefallen.
      Liebe Grüße

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  3. Da kann ich nicht sagen da sgefällt mir besser eher alles was du zeigst bewundere ich eine wunderschöne rauhe Landschaft doch es hat alles seinen Reiz.. ich bin begeistert von deine Fotos von dieser tollen Landschaft!
    Lieben Gruss Elke

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    1. Danke Elke, es kommen noch so wahnsinnig viele Fotos. Unglaublich, was für ein Vielfalt diese insel bietet.
      Liebe Grüße

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  4. Hallo Flögi,
    mit dem Wetter habt ihr wirklich Pech gehabt. Wir hatten im Süden aber auch teilweise Nebel bis in die Mittagsstunden hinein.,Erst danach kam die Sonne heraus.
    Der Svartifoss Wasserfall sieht schon schön aus mit den Basaltsäulen links und rechts.
    Viele Grüße, Synnöve

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    1. Leider hat es eine Woche lang mit dem schlechtem Wetter gedauert, zum Schluß wurde es aber ganz schön. Liebe Grüße

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  5. Diese Häuser im Gras finde ich faszinierend, da hätte man glatt den Hobbit drehen können ;)
    Wasserfälle mag ich immer wieder, gigantisch wie das Wasser so herabstürzt.

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  6. Hallo liebe Andi,
    *schwärm* wunderschön.... schade nur das dass Wetter nicht so mitgespielt hat.
    Hihi... was macht denn das Pferd, sollte das etwas Gymnastik sein ...

    Liebe Grüße
    Biggi

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  7. Andi, das sind tolle Aufnahme einer tollen Landschaft!

    Liebe Grüße Andy

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  8. Da bleibt mir nichts anderes übrig, asl zu staunen! Einfach toll....

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  9. War ja echt mistig mit dem Wetter, aber ihr habt das Beste daraus gemacht und es hat dich dennoch nicht abgehalten Fotos zu machen. Genau richtig, denn auch so kann es dort aussehen und ich finde es hat auch bei schlechtem Wetter seinen Reiz. Die Landschaft fasziniert einfach. Echt wieder tolle Eindrücke für die ich dir danke liebe Flögi

    Herzliche Grüssle

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