Freitag, 21. August 2015

Island - 5. Tag - Borgarfjörður Eystri (Bakkagerði)

Aus Egilstaðir fahren wir dann auf der befürchteten Straße Nr. 94, die in einem Reiseforum als "Horrorstrecke" beschrieben wurde. Etwas mehr als 60 km fahren wir auf dieser Straße, was überhaupt nicht schlimm ist. Wir haben wegen der für lang gerechneten Zeit auf dieser Straße heute nichts anderes eingeplant...

Hätten aber können...Die Straße ist überwiegend ein Erdweg, aber flachgerammt, fast glatt, ohne Löcher oder Steine. Wir fahren hier locker 70-80 km/h, außer dem Pass, wo es wirklich ganz schlimm ist, aber weniger nach einer Stunde, schon um 16 Uhr, 330 km hinter uns gelassen, kommen wir in Bakkagerði (oder anders genannt: Borgarfjörður Eystri) an. Während unserer Fahrt begleitet uns im Tal ein wild schlängelnder Fluß, der wunderschön ist. Ursprünglich geplant wollten wir an diesem Tag in Seyðisfjörður übernachten und dann am nächsten Tag evtl, hierher fahren, bevor wir sonst in andere Richtung weiterfahren müssten, aber jemand hat gesagt, daß hier ein Paradies von Papageientauchern ist und 120 km für einen Ausflug, ehrlich gesagt, ich denke, das hätten wir gar nicht gemacht. Also, laut ursprünglichem Plan hätten wir Bakkagerði und die Papageientaucher nicht gesehen und ich bin sehr froh, daß ich paar Monate vor der Reise diese Übernachtung anders überlegt und umgebucht habe. 

In Bakkageði wurde eine unserer besten Unterkünfte. Sie schaut aus, wie ein neueres Hotel, modern und schön eingerichtet, hat mehrere Bäder und WCs und eine sehr große, voll ausgestattete Gemeinschaftsküche. Das Zimmer ist angenehm, hat einen Blick auf das Meer und ist auch groß genug. Unten im Haus gibt es Wellnessbereich für  2.000 ISK pro Person, wenn es jemand haben will. 






Unterkunft: Blabjorg Guesthouse, Borgarfjörður Eystri, mit Frühstück, für zwei Personen für eine Nacht 109,50 Euro

Wir tragen unsere Sachen rein, machen einen Kaffee und fahren danach durch den Ort zu dem 5 km südöstlich liegenden Hafen, wo man mit Sicherheit Lundas (Puffins oder Papageientaucher - wem wie es gefällt) sehen kann. Es regnet jetzt auch, so ziehen wir alles wasserfestes an. Bevor wir aus dem Dorf rausfahren, schauen noch das kleine Freilichtmuseum an, 







Herum um den Hafen gibt es hohe Felsküsten, die oben und seitlich mit Gras bewachsen sind. Die idealsten Orte sind es für die Papageientaucher zu nisten. Sie bauen kleine Höhlen in dem grasigen Hang und da ziehen sie ihren Nachwuchs auf, den sie mit winzigen Sardinen füttern. Also Papageientaucher gibt es nur dort, wo das Meer an diesen Fischen reich ist.
An zwei Stellen gibt es hier ausgebaute Treppen, von denen man auf den Hügel gucken kann, so steht man nur 1-2 Meter entfernt von den Lundas. Ich würde sagen, es ist hier der perfekteste Lundaanguckort, allerdings der, von dem wir wissen. Also, wenn jemand während seiner Islandreise diese Vögel unbedingt sehen will und im Juni-Juli da ist, sollte unbedingt diesen Ort aufsuchen.
Auch ganz viele Möwen haben wir hier am Fels mit Babys gesehen. 














(Es werden noch mehrere Einträge später nur über Papageientaucher mit meinen besten Fotos kommen!)

Wir bleiben hier mindestens eine Stunde und schauen die süßen Vögelchen an und mit anderen Fotografen fotografieren wir still. Aber die Papageientaucher haben null Angst, sie stehen gerne Modell. Leider ist mein Stativ hier schon kaputt und liegt unbrauchbar im Kofferraum. 

Zurückkehrend in der Unterkunft duschen wir schön warm und kochen danach eine Spaghetti Bolognese, was sehr gut schmeckt. Wir sind sehr müde, gehen schon um 22 Uhr ins Bett. 

Kommentare:

  1. Oh wie herrlich liebe Flögi!
    So schön die Vogelbilder.

    Grüessli
    Julia

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  2. Die mit Grass umwachsenen Häuser sehen wunderbar aus. Ein weiterer toller Reisebericht.

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  3. Hallo du Liebe -
    diese roten, von Gras überwucherten Häuser sind ja ENTZÜCKEND! Ich nehme an, die Graswand war in früheren Zeiten als Kälteschutz gedacht? Ebenfalls wunderschön: die Nahaufnahmen der Papageientaucher. In Irland gibt es ja auch welche - sogar an manchen Orten, die wir besucht haben, doch gesehen haben wir keine. Möwen schon, aber nicht so kleine. Wirklich wunderbar, deine Aufnahmen! Herzlichen Dank auch für dein Kompliment zum Thema Irland-Fotos und Detailaufnahmen. Die beiden Fotos, die du erwähnt hast (Hut und Stiefel), hat übrigens mein Mann aufgenommen. Früher war er derjenige von uns beiden, der sich auch eher auf die großen, weiträumigen Landschaftsbilder konzentrierte und ich auf die Details, inzwischen haben wir beide voneinander angenommen - mal fotografiere ich die Details, dann wieder er - mal fotografiere ich die Landschaften, dann wieder er, ... je nach Laune ;o)) Fotografieren ist ja auch eine Form der Wahrnehmung... und mein Mann und ich haben durch das Fotografieren eine andere, bessere Art des Sehens gelernt ...
    Herzliche Rostrosengrüße
    Traude
    ✿ܓܓ✿ܓ✿ܓ✿ ♥♥♥♥ ܓܓ✿ܓ✿ܓ
    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/08/irland-reisebericht-glendalough-und.html

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    1. Danke Traude,
      ich schaue bei dir natürlich auch wieder vorbei. Ich entwickelte meine Wahrnehmung auch sehr positiv durch das Fotografieren.
      Ich wünsche dir ein schönes Wochenende!
      Liebe Grüße, Andi

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  4. Hallo Andi,
    da hast Du wirklich sehr schöne Aufnahmen von den Papageientauchern und den Möven. Wunderbar !
    Das Gästehaus sieht gemütlich aus.
    Viele Grüße, Synnöve

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  5. Das Freilichtmuseum war bestimmt sehenswert und lustig anzuschauen ist das rote Haus, das total bewachsen ist, ein richtiger Hingucker.:-)

    Die Papageientaucher und auch Möwen nebst Nachwuchs hast du ganz toll aufgenommen. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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  6. Wow, da sind wirklich tolle Fotos. Neben den Papageientauchern gefallen mir auch die bewachsenen Häuser, hat was, so richtig schön grün :)

    Da ich etwas später dran bin, kann ich gleich zum nächsten Artikel weiter springen ;)

    Liebe Grüße
    Björn :)

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  7. Schaut echt klasse aus die Unterkunft und dann noch Blick aus dem Fenster direkt am Wasser^^ Ist auch mal schön wenn man dort eine doch bessere Unterkunft findet. Das belohnt einen dann immer nach den tollen Eindrücken. Ich habe mich gerade nach Nova Scotia zurückversetzt gefühlt. Mit dem langen Zuschauen der Puffins kann ich mir sehr gut vorstellen und nachvollziehen. Ich finde die sowas von schön und zugleich lustig. Wieder so ein tolles Beispiel was die Natur erschaffen hat^^

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