Donnerstag, 17. September 2015

Island - 11. Tag - Laugar

Wir schlafen hier super gut und stehen erst um 8 Uhr auf. Unsere heutige Strecke ist nicht so lang und wir haben unterwegs auch nichts zum Anschauen. Ab 8 Uhr gibt es Frühstück. Eine sehr nette Dame bemüht sich mit der Frühstücksvorbereitung und ein genauso netter junger Mann hilft bei der Bedienung. Kaffee und Tee bekommen wir eine ganze Kanne voll auf unseren Tisch, es gefällt mir sehr gut. Ein kleiner Buffetttisch ist sehr nett und liebevoll angerichtet, von allem nur kleine Portionen sind dort, aber wenn was ausgeht, wird sofort nachgefüllt. Die Frau und der Junge sind sehr aufmerksam. Aus dem Fenster haben wir direkten Blick auf den Fjord und irgendwann sehe ich zwei schwarze Punkte aus dem Wasser rauskommen. Nur mit Fernglas kann ich sehen, daß es zwei Delfine sind. Sie sind sehr weit. Aber trotzdem! Wann hat man sonst so ein Erlebnis, bei dem Frühstück Delfine zu sehen? Ich bin von dieser Unterkunft und Umgebung voll begeistert und würde am liebsten noch zwei Tage hier entspannen. Dazu kommt noch, daß ich weiß, heute kommen wir wieder in ein Edda Hotel, was in Isafjörður so schlimm war, daß ich mich davon schon im Voraus grusele. 



Wir fahren um 9:20 Uhr los. Es ist wieder bewölkt und es nieselt, der Wind tobt mit der gewohnten Intensität, es ist heute nur 4 Grad! Wir fahren schön langsam, ruhig, wir haben heute Zeit. 















Ich habe diesen Tag verplant, weil wir ursprünglich heute erst nach Látrabjarg fahren wollten (was wir schon gestern getan haben) und ich habe mir selbst die Strecke viel länger vorgestellt. Wir sind schon um 14:30 Uhr in Laugar bei dem Hotel, wo in der ganzen Umgebung nichts zum Anschauen ist.  Wenn ich es weiß, hätten wir heute schon locker mindestens bis zur Hälfte der Halbinsel Snæfellsnes fahren können. aber es ist schwer Monate voraus nur auf einem Papier zu planen. Ist halt ein schiefer Tag dabei und damit müssen wir auch was anfangen können. Wir checken ins Hotel Edda ein, aber die Zimmer werden erst geputzt, wir müssen ein bißchen warten. Es ist auch eine Schule, wie in Isafjörður war, aber zum Glück ist es viel besser hier, schaut wirklich so aus, als ein richtiges Hotel. M. ist müde und will sich mal für eine Stunde hinlegen, ich gehe in den Rezeptionsbereich, weil nur dort W-Lan frei zu empfangen ist und verbringe diese Stunden mit Surfen im Internet. Danach gehen ich zu der Schwimmhalle neben dem Hotel und ich erkundige mich, was dort alles ist. 




Nachdem M. aufsteht, gehen wir in dieses Bad rüber. Es hat nur einen offenen Pool. der Eintritt ist nicht teuer, 550 ISK pro Person. Es muß alles sehr alt sein, schaut alles ziemlich abgewohnt aus. Neben dem großen Pool (29 Grad Wasser) sind noch zwei kleine Becken mit je 34 und 37 Grad Wasser. Der Wind ist so stark, daß die Wasserfläche des großen Pools wellt wie ein Meer. Man kann es in 4 Grad nur im Wasser aushalten, aber unsere Köpfe frieren fast ab. Sie haben eine Saune, eher Dampfbad, wo durch ein Rohr direkt aus der Erde die Thermowärme von heißen Quellen als Dampf reinkommt und der Raum riecht unerträglich stark nach Faulei. Alles ist pitsch naß. Zwei Holzbänke sind zum Hinsetzen, ihre Oberfläche ekelig, klitschig, fast moosig. Auf unsere Köpfe tropft von der Decke der Dampf runter. Eine schwere Glastür schließt den engen Raum, daß man sich sehr komisch fühlt. Wir gehen paarmal schwimmen, paarmal in die Sauna und paarmal sitzen wir nur in dem warmen Becken. Es ist insgesamt eine wunderbare Entspannung. Es tut uns gut, und wir freuen uns schon, daß der Tag so geendet hat.  
Im Hotel kann man abendessen, es hat einen schönen Speisesaal, aber 5.000 ISK pro Abendessen ist uns einfach zu teuer. Das Frühstück ist auch nicht im Preis inkl., dafür wollen sie 14 pro Person. Also, wir essen kalte Sachen im Zimmer und packen gleich Sandwiches für morgen für unterwegs.

Unterkunft: Hotel Edda, ohne Frühstück, für zwei Personen eine Nacht 96 Euro

Kommentare:

  1. Hallo Flögi,
    in dieser Gegend sind wir gar nicht gewesen. Deine Aufnahmen von der Landschaft und dem Hotel sind sehr gut. Ich habe das warme Wasser immer sehr genossen. Der Geruch ist wirklich gewöhnungsbedürftig.
    Viele Grüße, Synnöve

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  2. ....und jetzt habe ich Hunger *gg* Schaut echt nach einem kleinen, leckeren Frühstück aus und der Blick ist einfach nur genial Da hätte man bestimmt stundenlang verweilen können und wie gut dass ihr es auch mal ruhiger angehen lassen konntet.

    Natürlich dann doof wenn man zu früh dran ist, noch warten muss und so ringsrum nicht wirklich was los ist. Das Beste draus gemacht hat sich der Körper halt mal erholen können.

    Übrigens auf dem Bild vom Schaf kann man den heftigen Wind sehr gut erkennen^^

    Liebe Grüssle

    N☼va

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  3. Der Ausblick beim Frühstücken könnte mir auch sehr gefallen!
    Im nächsten Leben werd ich sicher auch mal dort zu Gast sein.
    Schönes Wochenende!
    Britta

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    1. Britta, ich hoffe für dich, du schafft es noch in diesem Leben!!! :-) LG

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  4. Moin liebe Andi,
    das Frühstück sieht richtig lecker aus, da bekomme ich Lust mich dazu zu setzen.
    Süß auch die Schafmama mit ihrem trinkenden Kind... der Po ist ganz platt so doll pustet der Wind :-)
    Und Deine Landschaftsfotos sind wieder traumhaft schön!!

    Liebe Grüße
    Biggi

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  5. Ja, witzig, daß ihr alle es sieht, die von Wind gewehten Haare des Schafes.
    Das Frühstück wird mir lange in der Erinnerung bleiben.
    Sieht ihr, in den Bildern (link unten) den schwarzen Punkt? Schmutz ist in meine Kamera reingegangen und ich habe es nicht gefunden, nicht gesehen, nicht entfernen können, war richtig verzweifelt.
    Liebe Grüße

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  6. Eine tolle Aussicht hattet ihr schon vom Frühstückstisch aus. Da beginnt man doch gleich den Tag ganz anders und wenn das Frühstück dann auch noch gut geschmeckt hat, geht man gleich mit viel Freude auf die nächste Tour.
    Da hat auf der Wiese noch jemand Hunger gehabt.

    Die Landschaft ist wirklich grandios und diese tolle Reise wird dir ewig in schöner Erinnerung bleiben. :-)

    Liebe Grüße
    Christa

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