Mittwoch, 23. September 2015

Island - 14. Tag - Landmannalaugar/Teil 2.

Wir sind schnell oben auf dem Gipfel des Brennisteinsaldas und nach unten gehen wir über einen anderen Weg, wo wir noch mehr Farben erleben. Die Felsen spielen in allen möglichen Tönen der Orange, Grau und Grün. 





















Als wir zu dem Ausgangspunkt zurückkommen, haben wir noch immer 3 Stunden, bis der Bus zurückfährt. Wir sollen schon wieder essen, also essen wir alle. So ein Blödsinn, aber wirklich!!! Es soll niemandem einfallen so eine Tour zu buchen, für so viel Geld! Wir haben 6 Stunden zur Verfügung, wovon man 5,5 Stunden wandern kann, statt dessen laufen wir nur anderthalb Stunden und fressen schon wieder das trockene Zeug. Bei der Mahlzeit besprechen wir zusammen, ob wir Lust auf noch eine Wanderung haben oder wollen lieben in einer Heißwasserpfütze sitzen. Da letzteres niemanden von uns vier reizt, voten wir alle für eine zweite Wanderung. 





Wir sagen, es sollte aber was leichtes sein. aber es wird nicht nach unserem Wunsch. Wir gehen auf einem sausteilen Pfad auf einen Berg auf, von oben bekommen wir dann einen Blick auf einen See. In dem Moment fängt es brutal stark zu regnen an. Wir sind gerade auf dem Bergkamm, wo der Wind in Böen kommt und wir werden innerhalb Sekunden komplett naß. Es ist eiskalt und es regnet mindestens eine halbe Stunden lang. Man kann gar nichts machen. Wenn wir umgedreht hätten, wären wir ziemich schnell wieder im Lager, aber dem Guide macht das Wetter nichts aus und er geht einfach nur weiter, so kommen wir immer weiter weg von dem Lager und müssen dann mehrere Kilometer durchgenässt und erschöpft zurückmarschieren. Wir haben so was von die Schnauze voll. Echt, wir hätten am Anfang eine vernünftige 5 stündige Wanderung gemacht und zum Schluß noch in der warmen Pfütze baden können. Auf dem Rückweg hört der Regen auf. Wir sind komplett nass, d.h. auch unsere Unterwäsche. Wir ziehen im Lager oben rum frische, trockene Sachen an. 



Die Sonne kommt wieder raus und es würde uns so gut tun, mal ein bißchen in der Sonnen sitzen und trocknen. Aber nein. Die Engländer frieren und wollen in den Bus reinsitzen, und der Guide will, daß wir zusammenbleiben, so müssen wir auch mit. Wir haben Hunger und es wäre echt schön gewesen jetzt in der Sonne zu essen, aber wir müssen in den Bus mit und dort essen.
Die Fahrt nach Hause ist für uns der reine Horror. der Busfahrer lässt die ganze Zeit die Klimaanlage stark über unseren Köpfen blasen, daß ich mich in alle möglichen Klamotten einmümmele, was ich noch dabei habe, trotzdem erfriere ich mich fast. 2 Stunden Schütteln und 2 Stunden noch auf dem normalen Weg. Um 21:30 Uhr steigen wir ermattet bei dem städtischen Bad in Reykjavík aus dem Bus.
Endlich sind wir daheim. Wir duschen und ich packe die Koffer schon für die Heimreise zusammen, außerdem müssen unsere ganzen nassen Sachen noch irgendwie trocken werden. Wir trinken noch Bier (wir haben noch davon, was wir bei der Ankunft am Flughafen gekauft haben) und gehen sehr spät ins Bett.  Aber morgen müssen wir doch nicht früh aufstehen.

Kommentare:

  1. Immer wieder präsentiert sich Island in anderen Farben, wie man hier sehen kann.:-)
    Ihr habt wirklich ein Mammutprogramm dort absolviert und wenn ich deine Zeilen der Busrückfahrt lese, dann habe ich nicht so richtige Lust, das zu erleben.
    Aber ist man vor Ort, sieht alles doch anders aus und man nimmt dann doch so einiges in Kauf, was man als unangenehm empfindet.

    Liebe Grüße
    Christa

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    1. Ehrlich gesagt, hatten wir dort nicht das Gefühl, daß wir mit unserem Reiseablauf überfordert gewesen wären, es war nicht zu viel, es hat genau gepasst, war schön so, wie es wir gemacht haben.
      Liebe Grüße

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  2. Hallo liebe Andi,
    es kommt mir vor wie eine unendliche Reise die Ihr unternommen habt. Wie viele Bilder hast Du den geschossen und wie lange musst Du gesessen haben um sie zu sichten... RESPEKT!!
    Aber ich denke es hat sich gelohnt... Island ist eine wunderschöne Insel und es lohnt jede Anstrengung.
    Wundervolle Eindrücke hast Du mitgebracht!!

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Ja, du bist jetzt die zweite, die es schreibt. Dort zu sein, kam es uns sehr kurz vor. Eben durch das viel gemachte, verging die Zeit rasend schnell.
      Ich habe etwa 4.000 Fotos gemacht, diese habe ich geschafft während einer Woche zu sortieren, und hochzuladen. Die Texte habe ich auch ca. während einer Woche in Ungarisch geschrieben, diese Berichte sind in meinem ungarischen Blog schon seit Wochen erschienen. In Deutsch zu übersetzten brauche ich eine Ewigkeit, daß ich bald keine Lust mehr darauf habe und ich froh bin, wenn es schon vorbei ist. :)
      Liebe Grüße

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  3. Wirklich eine erstaunliche Insel, so viele unterschiedliche Landschaften und die Farben auf den oberen Fotos - wow :)

    Wenn ich lese, was Ihr da so alles mitgemacht habt von wegen Regen, Kälte und so, dann bin ich irgendwie doch froh alles hier bequem am PC anschauen zu können - Danke dafür :)

    Liebe Grüße und einen schönen, restlichen Tag
    Björn :)

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    1. Ja, es war manchmal hart, aber man möchte was erleben und wir sind noch jung, jetzt müssen wir noch diese Sachen machen.
      Liebe Grüße

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  4. Liebe Andi,

    endlich bin ich dazu gekommen, ein paar Kapitel deines Island-Berichtes nachzuholen. Deine Landschafts- und Tieraufnahmen sind toll, sie erzählen von einem außergewöhnlichen Reiseerlebnis. Allein schon, wie unterschiedlich die einzelnen Berge aussehen, die du im heutigen Posting zeigst – manche Fotos wirken wie Gemälde. Die Basaltorgeln von einem früheren Post erinnerten mich an den Giants Causeway in Nordirland - irre, was die Natur alles geschaffen hat, oder? Die vom Wasser rundgeschliffenen Steine am Meer in der Gegend von Arnastapi, die fand ich auch sehr schön! Und die Hallgrímskirkja sieht ja witzig aus! Schön außerdem, dass dir mit deiner Kamera bzw. mit dem schwarzen Punkt so rasch geholfen werden konnte!

    Dass in einem Land wie Island – entlegen, mit zum Teil eigenbrötlerischen Inselmenschen, nordisch kalt - nicht immer alles rundum wunderbar ist, kann ich mir gut vorstellen – schade z.B., dass ihr so viel für die Tour bezahlt habt, die dann eigentlich eher enttäuschend war – aber ich glaube trotzdem, dass ihr etwas Besonderes erlebt und gesehen habt, das nicht vielen Menschen vergönnt ist. Ich weiß ja selbst nicht, ob ich es jemals nach Island schaffe - mein Mann ist von der Idee nicht soo sehr begeistert, weil er es gern warm hat ;o) – aber falls doch: glaubst du, dass 10 Tage ausreichend sind?

    Alles Liebe, die Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2015/09/irland-reisebericht-bantry-und-bantry.html#comment-form

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  5. Danke liebe Traude für deine langen Kommentar.
    10 Tage können ausreichen, wenn du einige Sachen davon weglässt, z.B. Bakkagerdi oder die Westfjorde.
    Wenn du Reisekataloge von Island einsammelst, wirst sehen, daß die meisten, organisierten Rundreisen nur 10 Tage dauern. Liebe Grüße

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  6. Essenessenessen ;-D.......das ist ja mal bescheuert. Und das in der Landschaft. Und erzähl mir doch mal bitte wieso der Busfahrer auf der Rückfahrt die KLIMAANLAGE angemacht hat??? War doch eh schon kalt genug, oder???? GlG Anne

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  7. Wirklich eine Unverschämtheit was die sich geleistet haben. Sollten sich eigentlich darüber im Klaren sein das darüber berichtet wird und andere Planer es dann weglassen werden. Also ich würde das bestimmt nicht buchen wollen. Kommt mir ja fast so vor als ob der Guide euch noch quälen wollte, so nach dem Motto: "lauft mal wenn ich ´nicht "baden" wollt. Ich glaube ich wäre geplatzt vor Ärger ;-)

    Das Einzige was euch belohnt hat ist die unwirklich-schöne Landschaft. Eindrücke die man nie vergessen wird.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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