Dienstag, 1. September 2015

Island - 8. Tag - Pingeyrar, Borgarvirki, Wasserfall Kolufoss

Wir stehen um 7 Uhr auf und nach dem Frühstück fahren wir weiter. In Akureyri drehen wir eine Runde mit dem Auto, aber wir finden die Stadt nicht besonders interessant oder schön. Wir wollen einkaufen, aber die Netto und Bonus Geschäfte öffnen erst ab 11 Uhr, so fahren wir halt weiter. In den Bergen hängt wieder Nebel. Ich vermisse schon wahnsinnig den Sonnenschein. An einer Strecke sehen wir kaum nur einen Meter vor uns. Die ganze Zeit fahren wir in dieser Milchbrühe und haben null Eindrücke von der Außenwelt.  



Dann haben wir manchmal das Gefühl, daß der Nebel nur ganz dünn ist, und fast scheint die Sonne dadurch. Wir wünschen uns, daß die Sonne gewinnt. Und auf einmal, wie mit einem Messer geschnitten, so hört der Nebel auf und wird der Himmel blau und scheint die Sonne. Wir sind so glücklich!!! Wir strahlen gleich. Nur der scharfe, eisige Wind bleibt. Aber die Welt hat endlich Farben!!! Unsere Seelen blühen auf!! :-)
Wir kommen in Blönduós an, in eine größere Ortschaft an der Küste, wo wir in einem Samkaup genannten Geschäft einkaufen. Es ist ein bißchen teurer, als die anderen. Danach bleibt endlich schönes Wetter, also blauer Himmel, aber windig.

Wir schauen bei Pingeyrar eine alte kleine schwarze Basaltkirche an, danach bei Borgarvirki einen Basaltorgelring, was auf einem Hügel steht und auch als Festung benützt wurde. Zum Schluß fahren wir noch in der Nähe zu dem Wasserfall Kolufoss. Für alle drei Sehenswürdigkeiten brauchen wir je eine halbe Stunde. Dann machen wir uns auf den Weg um die Halbinsel Vatnses herumzufahren.





















In dieser Gegend sind überall so viel Pferde, wie noch nie irgendwo gesehen. Ab und zu haben wir das Gefühl, daß es teilweise sogar wild lebende Pferde sind. Das Wetter wird immer schöner, sonniger, die Wolken ziehen in ganz interessant aussehenden Formationen weg, nur der Wind bleibt. Es ist so täuschend, daß man immer nur voll enttäuscht und blöd schauen kann, wenn man davon träumt, daß man jetzt in Freiem einen schönen Picknick macht...im Auto ist warm, draußen ist sonnig und es sind so schöne Orte dafür. Wir halten öfter an und wollen Mittagessen, aber der Wind geht bis zum Knochen durch alle Schichten und würde unser Zeug auch wegblasen. Ewig lang suchen wir nach geeignetem Ort, bis wir dann endlich das Auto einfach gegen dem Wind parken und den Kofferraum aufklappen und in dem Schutz der Kofferraumtür stehend aus dem Kofferraum essen. Es geht, aber unsere Finger frieren fast ab. Alles ist so frisch frühlingshaft, knackig grüne Wiesen, viele gelbe Blümchen, einfach traumhaft und daß jetzt das Sonnenlicht Kontrast für die Landschaften schenkt, sieht man alles mit einem anderen Auge. Nach einer Woche Grauigkeit ist es uns fast ein Erlebnisschock, wie schön es alles mit ein bißchen Licht sein kann.

Ware Farben und Wolken, nichts ist nachträglich bearbeitet!!!!!



Kommentare:

  1. Ach liebe Flögi, es ist so schön jetzt zu lesen und zu sehen dass es auch so gekommen ist. Auch wenn ich bis dato sämtliche Bilder genießen konnte, ich kann mir sehr gut vorstellen wie ihr euch gefühlt habt und man kann es ja auch auf den Bildern sehen. Es wirkt halt alles gleich anders wenn der Himmel blau ist und die Sonne scheint. Sogar einen Regenbogen hast am Wasserfall eingefangen. Toll diese Blicke und wie sich das Wasser schlängelt und den Weg sucht, nicht zu vergessen die Pferde (weisst ja wie hoch mein Herz schlägt). Vor allem auch diese Augen auf dem einen Foto-ein Wahnsinn^^

    Übrigens musste ich auch grinsen, irgendwie passt der heutige Beitrag, sogar eine kleine Kirche die wieder auch so ganz anders aussieht. Von daher würde ich mich freuen wenn du diesen Post mit verlinkst. Sollte einfach gesehen werden ;-)

    Wünsche dir einen tollen Tag und sende liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Ja, auf dem Bild, welches du meinst, ist der Blick des Pferdes echt besonders.
      Meinst du, wegen einem Kirchlein kann ich da heute anschließen? Dann mache ich es. :-)
      Ja, ich habe es vor, auf Gran Canaria auf die Walbeobachtung gehen.
      Liebe Grüße

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  2. Sehr idylische Landschaften, besonders in den letzten Bildern. Ist auf den Straßen eigendlich viel Verkehr oder ist man meistens ungestört und alleine?

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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    1. Hallo Mersad,
      null Verkehr. Da versteht man nicht, woher auf einmal bei den Sehenswürdigkeiten die Menschenmassen kommen, weil sonst ist man ganz allein auf den Straßen. :-)
      Liebe Grüße

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  3. die viele Pferde zu sehen mit ihren Fohlen noch dazu und die Sonne kommt raus da ist es doch gleich besser wie mit den dicken Nebelschwaden immer zu. Dieser Wasserfal toll einfach wunderschön in dieser Gegend mit ihren blühenden Pflanzen!
    Man könnte meinen alleine mit der Welt zu sein ...
    Lieben Gruss Elke

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  4. Und wieder komme ich ins Träumen :)
    Danke!

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  5. Eine herrliche Reise mit vielen besonderen Impressionen. Die Farben Deiner Fotos sind einmalig schön , ich staune, weil nicht bearbeitet. Es muss ein besonderes Licht in Island sein. so klar und strahlend. Liebe Grüße von Carmen

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  6. schön dass ich über Nova hier gelandet bin. Ich war noch nie in Island - und freue mich diese wunderschönen Bilder zu sehen.

    Liebe Grüße von Heidi-Trollspecht

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  7. Huch. Plötzlich war der Kommentar weg...

    So geht es ab und zu. Doch ich muss sagen, von deinem Reisebericht bin ich restlos begeistert und freue mich sehr, dass du ihn postest. Die Bilder sind unvergleichlich. Etwas besonderes!

    Etwas besonderes ist auch die kleine Kirche. Vielleicht auch typisch für Island?! Wundervoll!

    Mit sonnigen Grüßen
    Heidrun

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