Samstag, 12. September 2015

Island - 9. Tag - An der Ostseite der Westfjorde nach Isafjörður

Wir schlafen gut und stehen um 6:45 Uhr auf. Heute steht die längste Fahrstrecke der Islandrundreise vor uns. Das Frühstück steht in Buffetform und ist recht abwechslungsreich gegen den vorherigen. 
Kurz nach 8 Uhr machen wir uns auf den Weg Richtung Isafjörður. Diese Strecke beträgt 375 km. Trotzdem dauert die ganze Fahrt gar nicht so lang, als wir es gedacht haben. Aber weil wir auch paar Abstecher machen, wird unsere Tagesstrecke 455 km erreichen!




Die Straße hat gute Qualität, nur insgesamt auf zwei Strecken wird es zur Piste, aber dort auch die bessere Version davon. Am Anfang ist es bewölkt und grau, aber später kommt die Sonne raus und es wird immer besser. Aber es ist, so wie immer, wenn wir aus dem Auto steigen, der Wind ist immer da, eisig kalt und stark. Die Höchsttemperatur erreicht heute die 14 Grad! Wir fahren dann über einen Paß, wo Millionen von Schneeschmelze entstandene mini Seen liegen und liegen noch oft Schneeflecken. Die Fjorde sind wunderschön, aber unterscheiden könnte ich sie nicht voneinander, die scheinen alle total gleichmäßig zu sein. Diese grünen Tafelberge sind wie ein Gemälde. All dieser Fjorde herumzufahren scheint uns eine Ewigkeit.

Hólmavík:




















Wir sehen an einer Stelle Robben, zu denen man ganz nah hinschleichen kann. Sie hören aber sehr gut, sie werden aufmerksam auf die Geräusche und zack, sind sie schon im Wasser. Als ich sie in der Sonne so hilflos scheinend (wie eine fußlose Fleischmenge) liegend sah, dachte ich nie, daß diese Tiere sich so schnell bewegen können. Hier schaffe ich bis zu 10 Meter nah zu denen.









Etwas weiter weg sind noch andere Kolonien, die sich friedlich an den Felsen sonnen. Ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, wie sie auf die Felsen klettern können.







Danach suchen wir nach Picknickplatz und es gibt auch schöne Stellen mit Tisch und Bänke, aber dort kann man in dem Wind keine Sekunde sitzen bleiben. Wir stellen das Auto seitlich als Windschutz hin und setzen uns auf flachen Felsen in die Sonne und verzehren unser (schon etwas langweiliges) kaltes Mittagessen. Währenddessen genießen wir einen märchenhaften Blick auf die Fjorde, auf die, noch teilweise mit Schnee bedeckten Tafelberge und auf die Wolken, die uns schon seit dem ersten sonnigen Tag begleiten, die so komische, verschmierte, runde Form haben, als wenn sie "fliegende Untertassen" (also UFOs - nennt man sie auf deutsch auch so? In Ungarn heißen sie umgangssprachlich so) auf dem Himmel währen. Man ist ganz verzaubert von diesen Naturschönheiten.

Küstenseeschwalben auf der Straße. Leider ein Kücken schon tot gefahren. 



























Kommentare:

  1. Das sieht sooo schön aus♥, auch wie das Wasser so glitzert und das Eis am Rand seine Dicke zeigt. Mein absolutes Lieblingsfoto heute ist der Seehund wie er aus dem Wasser guckt. Echt toll dass ihr soviel Schönheit sehen konntet und auch das Wetter besser geworden ist.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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    1. Ja, es war wunderschön dort herum zu fahren und wir hatten auch Glück, daß es blauer Himmel dazu kam. Liebe Grüße

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  2. Hallo liebe Andi,
    heute hast Du wieder so viele schöne Fotos drin....einfach herrlich diese Landschaft.
    Die Seerobbenfotos sind alle herzallerliebst... die sind aber auch zum knuddeln.
    Das vorletzte Foto könnte mal bald einrahmen lassen, aber auch das achte von hinten, das mit der Bank und dem Stein...dieser Blick ... Klasse.

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Hallo Biggi,
      ich habe auch viele Lieblinge von diesen Bildern...
      Liebe Grüße

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