Sonntag, 13. September 2015

Island - 9. Tag - Isafjörður, Bolungarvík, Suðureyri

Isafjörður:







Wir erreichen Isafjörður, aber halten erst nicht an, sondern fahren noch 9 km, nach Bolungarvík weiter. Hier passieren wir einen 5 km langen Tunnel. Bolungarvík hat eine wunderschöne Lage. Die Sonne scheint und wir können trotz Wind sogar ihre Wärme spüren. Die Stadt mit ihren Bergen, mit ihrer Lage, erinnert uns irgendwie an Kapstadt (wo wir beide noch nie waren). Viele Berghänge sind hier auch von den lilafarbigen Lupinen bewachsen In dem einen Ende des Dorfes gibt es ein kleines Freilichtmuseum. Hier kommen wir genau 5 Minuten vor 17 Uhr an. Da ich keinen Eintritt zahlen will, will ich die Häuser eigentlich nur von außen fotografieren. Bei dem Eingang frage ich, was der Eintritt kostet. Die eine Frau, die mir Auskunft gibt, hat noch ein Fischerkostüm aus Robbenhaut an,  und zieht sich gerade aus und erzählt, daß das Museum leider um 17 Uhr zumacht, aber bis sie sich auszieht, sind noch die Häuschen offen, ich kann noch schnell runtergehen und überall reingucken, dann kommt sie uns sperrt alles zu. Der Eintritt wäre 950 ISK, aber ich brauche nichts mehr zu zahlen. Ist es nicht fantastisch? :-)
Ich renne noch schnell durch die Häuser, gucke ich schnell überall rein, ich traue mich nicht richtig reinzugehen, ich fühle mich so, als ich was täte, was ich gar nicht dürfte.




























Es ist noch nicht spät. Bis jetzt ist für uns Isafjörður der zweite Ort, (nach Húsavík után), der für uns isländische Stimmung hat und wo man auch paar Restaurants finden kann. Da wir in unserer heutigen Unterkunft nicht kochen können und wünschen uns warmes Essen, und nicht unbedingt Pizza, schauen wir nach der Auswahl in dem Ort. Schließlich entscheiden wir uns für ein thailändisches Restaurant, wo man von mehreren fertigen Gerichten von einem Buffet wählen kann, sogar auch zwei Sorten auf den Teller, wenn man will. Hier zahlen wir für die zwei Teller Essen und dazu nur ein Getränk 4.080 ISK, was 28 Euro ist. In Budapest sind zahlreiche solche asiatische Buffets mit dem selben System, und dort zahlt man 3 Euro für einen Teller. Aber das Essen schmeckt sehr gut und endlich haben wir was ordentliches in unseren Mägen. 

Isafjörður und seine Fischtrocknerhäuser am Ortsrand:









Nach dem Essen ist noch immer zu früh um in die Unterkunft zu gehen, und wir wollen gerne was noch von dem morgigen Programm abnehmen, so fahren wir noch in ein Dorf in der Nähe, nach Suðureyri. Auch hier fahren wir in einem sehr langen und engen Tunnel, welcher an einer Stelle in Y abzweigt. In diesen Ortschaften, die für uns auf dem Weltende liegen, habe ich noch was ganz ursprüngliches erwartet, wie z.B. in den Höfen trocknende Fische oder so was, aber wir finden nichts Interessantes. 



Um 19:30 Uhr kommen wir dann zum Hotel an, das eins von der Hotelkette Edda ist. Wirklich  ist es eine Schule, die in der Ferienzeit zum Hotel sich umwandelt. Die kleinen und einfachen Collegezimmer dienen als Hotelzimmer. Für ein ganzes Stockwerk, wo zahlreiche Zimmer sind, gibt es nur eine Dusche für Frauen und eine für Männer (dazu 3-3 Toiletten). Auf die Dusche müssen wir sehr lang warten und es ist mein ekeligstes Erlebnis während der ganzen Reise. Der Abfluß ist von lauter Haarknoten verstopft, daß Wasser mit weißem Schaum steht bis zum Knöchel in der Zelle, aber auch im Vorraum steht viel Wasser und eine Menge Haare schwimmen oben darauf. Ich kann nur mit großem Ekel duschen. So eine Unterkunft als Hotel zu verkaufen ist einfach unverschämt, man könnte es Jugendherberge nennen, dann wäre es okay. Über die 96 Euro für die Nacht ohne Frühstück sage ich nichts. Das Frühstück kostet pro Kopf 13 Euro, was zu teuer ist, aber weil es morgen Sonntag ist und in dem Dorf keine einzige Bäckerei gesehen haben, buchen wir es dazu.  
Die Schlafqualität ist auch hier am schlechtesten, da die Matratze total weich ist und die Sonne sehr stark durch das Fenster reinscheint, außerdem Leute hauen die Türe bis spät in die Nacht ständig zu. Bis jetzt ist es unsere schlechteste Unterkunft. 


Unterkunft: Hotel Edda, Isafjörður, mit Frühstück für zwei Personen eine Nacht 122 Euro

Kommentare:

  1. Die Bleibe war zwar sehr teuer, aber dafür sind die Landschaftsbilder mehr als wunderbar. Eine wirklich tolle Gegend.

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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