Sonntag, 27. Dezember 2015

Gran Canaria - Puerto Rico und Delfinbeobachtung




Puerto Rico lag nur paar Fahrminuten von uns, so sind wir da öfter rübergefahren, wenn wir Lust auf ein bißchen mehr Trubel hatten. Wir ließen das Auto immer in dem großen Parkplatz hinter dem Strand (gebührenpflichtig) und spazierten meistens Richtung Hafen. Über dem Molo rechts (also, wenn man gegenüber dem Meer steht) war eine Bar, wo man super leckere Smoothies trinken und dabei den gratis W-lan (was allerdings kaum zu empfangen war) konnte. Hierher führte ein betonierter Weg über den Felsen bis zum Strand von Amadores.






Wo in der Mitte des unteren Bildes die großen grünen Bäume sind, da war auch der Parkplatz und ein bißchen weiter oben, (entweder über zwei Kreisverkehre oder durch einen Fußgängertunnel) erreichte man weiter in dem Ort oben eine Bazarzone. Es war eine ganz andere Welt, mit Menschenmassen, und mit einer Straße, die zwischen zwei Gebäudereihen eingesenkt als ein Floor diente, auf deren beiden Seiten lauter Geschäfte und Restaurants standen.









An einem Tag fuhren wir von hier mit einem Boot auf Delfin-und Walbeobachtung los. An jenem Tag war es bewölkt und der Ozean wellte sich stark. War nicht der ideale Tag dafür. Wir haben für diesen Ausflug am Hafen an einem Stand spontan, eine halbe Stunde davor einbezahlt (30 Euro pro Person).
Das kleine Schiff, war eigentlich nur ein Fischerkutter, nicht sehr stabil und die großen Wellen haben es so hin und her geschmissen, daß wir echt Gedanken gehabt haben, daß es einmal umkippt. Den halben Leuten ging es schlecht und wir haben gar nichts gesehen.
Die Tour hat 3 Stunden gedauert, so haben wir für 3,5 Stunden den Parkschein ausgelöst. Wir waren schon auf dem Rückweg und jeder war gelangweilt und manche haben sich übergeben. Ich selber war heilfroh, daß es zum Ende ging, mir ging es auch nicht sehr gut. Wir waren schon nah zu der Küste und es war noch eine halbe Stunde von der Parkzeit übrig.
Auf einmal drehte sich das Schiff um, und raste mit einer unmöglichen Geschwindigkeit Richtung offenes Meer. Geräte piepsten verrückt und kein Mensch wusste, was los war. Der Kapitän war über unserem Kopf auf dem Deck, wohin man kaum raufklettern konnte, da der Wellengang so stark war.
Wir wussten nicht, was los ist, komisch war es auf jeden Fall. Wir rasten Richtung Marokko, wo wir zeitlich schon am Hafen hätten sein müssen.
Ich habe M. raufgeschickt, daß er nachschaut, ob der Kapitän ohnmächtig wäre, oder ob er uns entführen will. Dann kam sein Kumpel runter und rief uns alle, wir sollten nach oben kommen. Da stand sehr weit weg von uns ein Schiff und wir rasten in die Richtung weiter. Vielleicht waren sie in Not, und brauchten Hilfe? Nein. Wir sahen Delfine. Nicht wenige. Unglaublich viele, 40-50 Exemplare. Sie haben gesprungen, nicht wie man es kennt, mit der Nase nach vorne, im Bogen über dem Wasser, sonder mit der Nase Richtung Himmel, gerade aus aus dem Wasser und mit schraubenden Bewegungen fielen sie dann wieder zurück. Überall, in jeder Richtung, wohin man nur geschaut hat, waren Delfine. 
Fotografieren konnte ich kaum, nur ein kleines Geländer hat uns davon zurückgehalten nicht ins Meer zu fallen. da oben auf dem dritten Stock des Bootes hauten uns die Wellen so arg hin und her, daß man sich mit zwei Händen krampfhaft festgehalten hat und blieb trotzdem nicht stabil an seinem Platz.











Nach der Strafe von 60 Euro wegen Parken konnte ich nicht ruhig die Situation genießen. Gerade, als wir zu den Delfinen angekommen sind, war schon unser Parkschein abgelaufen. Wir wussten, daß dieser sehr zentral liegende Parkplatz bestimmt oft komntolliert wird und wir dachten, daß dieses Delfinerlebnis uns noch die doppelte Kosten wird. Ich werkelte schon darüber, ob, wenn es so wird, die Strafe mit der Schiffgesellschaft bezahlen lassen kann? Ich war sau wütend auf sie. Außerdem verstand ich es auch nicht, wie es möglich ist, da die nächste Tour um 14:30 losgehen sollte und wir fuhren 50 Minuten danach erst in den Hafen zurück.Dort wartete schon eine Menschenmenge.
Natürlich haben wir uns sehr gefreut, so viele und so eine besondere Parade machende Delfine zu sehen, aber von anderer Seite her, wie professionell und zuverlässig ist so eine Gesellschaft, wenn sie sich so viel Verspätung erlaubt? Und wir waren auch sicher, daß auf uns im Parkplatz eine fette Summe auf dem Strafzettel warten wird, wofür wir nicht mal was können.
Fast gerannt liefen wir zu dem Auto zurück, was trotzdem 10 Minuten brauchte. Ich sah schon auf den ersten Autos den länglichen weißen Zettel und war sehr traurig und verzweifelt. Aber dann eine große Erleichterung: auf unserer Windschutzscheibe war nichts. Auf dem Zettel, neben uns stand eine frühere Uhrzeit, also der Politess war früher da als unser Zettel abgelaufen wäre und kam noch nicht so schnell zurück. Wir haben doch doppeltes Glück gehabt: Delfine gesehen und keine Strafe bekommen.

Kommentare:

  1. *grins*...mañana-mañana...so ist es halt, wobei hier ja wirklich an euch gedacht wurde. Er wollte euch noch was bieten und diese Bilder werden dir bestimmt auch immer in Erinnerung bleiben^^ Ich bin überzeugt wenn ihr einen eventuellen Strafzettel weitergeleitet hättet dann wäre der Lacher auf eurer Seite gewesen und man hätte gesagt: "Pech gehabt, eine halbe Stunde über die Fahrzeit bezahlen. Man muss immer mit irgendwelchen eventuellen Pannen und Co rechnen". Ich habe auch hier solche Verzögerungen gelernt, noch nie hat eine Fiesta genau zu der Uhrzeit angefangen als sie sollte. Da gab es schon mal fast zwei Stunden Verspätung als auf den Plakaten und Flyern angekündigt ;-) Man gewöhnt sich dran...mañana halt^^

    Hoffe du hast auch nochmal Fotos von der "Basar-Zone" gemacht und die kommt noch in einem Extra-Post. Einfach um eine Vorstellung davon zu bekommen.

    Wünsche dir einen schönen Wochenstart und schicke viele Grüsse rüber

    N☼va

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    1. Ne, habe ich von diesem Basar leider keine Fotos, wir waren abends dort, ich habe die Kamera mit Absicht zu Hause gelassen. Liebe Grüße

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  2. Tolle Aufnahme, vorallem die Delfinbilder sind klasse,

    Lieber Grüße Andy

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  3. Na, dann habt Ihr doch wirklich richtiges Glück gehabt.^^
    Ich weiß zwar, was Du mit der Professionalität meinst, aber auf der anderen Seite finde ich es doch gut, dass sie Euch das Erlebnis mit den Delphinen ermöglicht haben. Für mich wäre das wichtiger, als einen Zeitplan einzuhalten. Ok, mit Strafzettel wäre es dann ein teuer erkauftes gewesen, aber auch das ist ja noch mal gut gegangen. Ich hätte am meisten mit der Standfestigkeit und der Möglichkeit ins Meer zu fallen Probleme gehabt.... ich hab ja ohnehin schon Höhenangst...

    Darüber hinaus möchte ich Dir auch auf diesem Wege ein gutes neues Jahr wünschen, liebe Andi.

    Liebe Grüße
    Sonja

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    1. Ja, wenn es sie Bescheid gesagt hätten, warum wir umdrehen und rennen und wenn schon nicht sowieso das halbe Schiff gekotzt (schuldigung)hätte, hätte ich es bestimmt auch so gesehen. Natürlich freue ich mich total, daß wir es erlebt haben, es war großartig und so, daß wir von der Strafe weggekommen sind, war ja auch alles richtig so. Allerdings, wenn ich in der Nachmittagsgurppe gewesen wäre, hätte ich mich tot geärgert wegen fast 1,5 Std. Verspätung. ;-)

      Vielen lieben Dank, ich wünsche es euch auch so.

      Liebe Grüße

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