Donnerstag, 17. Dezember 2015

Gran Canaria - Strände

Auf der Insel gibt es viele Strände, man findet ganz bestimmt einen für seinen Geschmack. Wir haben diesmal nicht viel von denen entdeckt, da Amadores Baech uns so gut gefallen hat und direkt in der Nähe war, sind wir einfach immer wieder dahingefahren. Ich stelle aber euch die Strände vor, wo wir noch waren.

Puerto de Mogan hat eine kleine halbkreisförmige goldsandige Bucht. Der Strand ist noch nicht extrem mit Sonnenliegen und Schirmen zugebaut, dahinter zieht eine angenehme Strandpromenade, wo sich lauter Cafés, Bars, Eisdielen und Restaurants reihen. Die Bucht ist sehr geschützt, sogar so streng mit dem Hafen umgebaut, daß sie nur eine schmale Öffnung hat, wo sich daß Wasser tauschen kann, vielleicht deshalb etwas grün und veralgt. Wo anderes war die Wasserqualität viel besser. aber netter, ruhiger Strand. Hinter den Geschäften ist ein Parkhaus, wo die Stunde um die 1,90 Euro kostet. 



Maspalomas. Was ganz besonderes, aber man braucht ein bißchen (gute) Nerven dazu. :-) Schon mit dem Parken ist es ziemlich nervig und wir haben in Maspalomas nichts gefunden, wo wir das Auto gelassen hätten. Dann sind wir Richtung Playa del Ingles gefahren und dort haben wir zufällig eine Stelle gefunden, wo die Parkplätze schon voll waren, aber mehrere Leute parkten neben dem ausgetrockneten Flussbett, so haben wir es auch riskiert, obwohl wir schon wussten, was für eine Strafe man dafür bekommen kann, wenn man unregelmäßig parkt. Aber dort haben wir nichts gefunden, was dagegen gesprochen hätte.
Hier, auf dem unteren Bild bei dem grünen Punkt war dieser Parkplatz, am Ende der Straße, neben dem Flußbett, wo ca. 15 Autos parken konnten und danach stellte jeder sein Auto einfach entlang der Straße hinter einander.

Quelle: google.maps

Von hier sind wir zwischen den Sanddünen wandernd ca. nach halber Stunde marschieren an der Küste angekommen. Es war für uns eine Qual. An diesem Tag war es nämlich 35 Grad! Aus den Dünen strahlte eine Hitze, wie von einem Ofen und in den weichen tiefen Sand einsinkend zu laufen war auch sehr anstrengend.  
Die Naturschutzgebiete von Maspalomas sind mit einem Zaun markiert, trotzdem laufen fast alle Menschen rücksichtslos überall durch, wo sie gerade Lust haben. Wir sind nur auf dem markierten Weg gelaufen, der sich zwischen den Dünen schlängelte und so natürlich etwas länger war, als wenn wir irgendwo abgekürzt hätten. Ich schätze, wir sind so ca. einen halben Kilometer gelaufen, aber es schien uns in der Wirklichkeit so zu sein, als wenn wir gute 5 km in der Sahara gegangen wären und wir sind fast aufgekocht von der Hitze. Der Sand war voll mit trockenen großen Stacheln, die aussahen, wie Zeichennadel und stachen in die Sohle unserer Flip Flops, manchmal sogar durch bis zu unseren Füßen.  
Meine Kamera war in seiner Hülle verräumt, ist trotzdem leider voll mit Sand gegangen, da es windig war und wir selber haben große Sandmengen mit den Füßen bis zum Rücken hoch geworfen.

Ist kein Geheimnis, worüber die Dünen von Maspalomas bekannt sind, hier treffen sich viele Homosexuelle. Wir haben ständig Männer getroffen, die ganz allein in den Dünen gewandert haben, waren nackig und hatten nur ein Handtuch bei sich. Ein solcher Mann hat in einen Busch gestarrt, wir wussten nicht, warum, so haben wir auch reingeguckt. Ich beschreibe hier den Akt nicht, was dort abgelaufen ist. Ich habe keine Problem mit der Nacktheit und mit dem Anderssein, solang, bis diese mein Harmoniegefühl nicht stören. No weiterer comment. 

Da ich meine Kamera von dem Sand schützen musste und weil nie es einen freien Blick ohne irgendwelchen fremden Nackigen gab, habe ich auf das Fotografieren fast komplett verzichtet. Ich wollte nicht, daß andere Menschen denken, ich "paparazzisiere" sie. Es war direkt unangenehm überhaupt eine Kamera in der Hand zu halten. So habe ich nur von einer Stelle ganz schnell diese paar Fotos geschossen: 











Ich hätte sehr gerne paar besondere Bilder von den Dünen gemacht, aber schnell habe ich erkannt, daß die Verhältnisse dafür nicht gut sind, so die große Hitze und dazu die unglaublichen Entfernungen, die mittaglichen Lichter (Licht-Schattenspiel sollte man abends fotografieren) und die zahllosen nackigen Menschen sprachen dagegen mehr Fotos machen zu wollen. Wir haben gedacht, wir kommen noch einmal abends von Richtung Playa del Insgles extra zum Fotografeieren zurück. 

Als wir zum Meer angekommen sind, standen wir auf dem offiziellen nudisten Strand von Maspalomas. So habe ich leider kein Bild von dem Ozean hier, da ich einfach nicht fähig war, hier zwischen diesen nackigen Menschen Fotos zu machen. Es wäre für mich zu respektlos gewesen, trotzdem machen es viele und ich bin sicher, daß einige Fotos davon auch im Internet landen, ohne daß das "Model" darüber was wüsste.
An der Küste tobte ein starker Wind und der Atantik wellte sehr stark. Wir waren kaputt von der Hitze und haben uns sofort ausgezogen und sind schnell ins Wasser gelaufen. Der Strand ist hier langgezogen, ungeschützt, das Wasser ist aber so schön klar und der Sand ist auch so fein und hell. Es hätte uns hier gut gefallen, aber wegen dem Wind konnten wir die Strandmuschel nicht aufstellen und ohne Schatten den ganzen Tag geht es bei uns nicht. 

Der nasse Sandstreifen an der Küste, den die Wellen lecken, war ein echter "Highway" bei den Strandläufern, die hier ihren Strandspaziergang machten. Menschenmassen strömten in beiden Richtungen, die mich an die Blattschneiderameisen erinnerten, die ich enmal in Mexiko auf Film aufgenommen habe. Wenn man von oben von den Dünen vertikal auf diesen Strom angekommen ist, hatte echt Schwierigkeiten dadurch zum Wasser gelangen zu sein.

Das Wasser war überraschend angenehm, wir waren sehr lange drinnen und danach sonnten wir uns kurz und badeten nochmal lang. Nach einer guten Stunde hier, mussten wir ohne Schattenschutz leider weggehen und es wartete auf uns ein qualvoller Rückweg durch die Wüste. In der Mittagshitze war dieser Weg noch anstrengender, als der Hinweg. 

Wir waren froh, von hier weg zu sein, obwohl es ein großes Erlebnis war dies alles zu sehen und wir mögen auch sehr gerne nackt baden, aber diese Parkhysterie und den langen Spaziergang durch die Wüste wollten wir nicht noch einmal uns antun. Damit war es schon beantwortet: wir kommen mit großer Wahscheinlichkeit nicht nochmal hierher und werden auch keine schönen Wüstenfotos von mir entstehen. 


Amadores Beach.
Es war unser Lieblingsstrand. Obwohl wir solche Strände im grundegenommen nicht mögen, wo Sonnenliegen und Schirme aufgehäuft sind und die Leute wie Heringe in der Büchse liegen, aber in den zwei Enden und in der Mitte des Amadores Beaches waren auch freie Sandflächen, wo man mehr Ruhe hatte. Wir haben hier immer das Ende Richtung Puerto Rico genommen und haben dort immer unser Strandzelt aufgestellt. Ein mächtiger gratis Parkplatz zieht entlang des ganzen Strandes. Je Sonnenliege oder Schirm kostet 4 Euro. Wir brauchen nie sowas. In der Mitte der Bucht sind Toiletten und Duschen, WC für 50 Cent und Dusche für 2,50. Dort stand auch ein großer Weihnachtsbaum mit einer menschensgroßen Nikolausfigur. Der Strand hat hellen weichen Sand, der von Korallenbrocken entstand, also war ein natürlicher Belag. Das Wasser war unglaublich klar und man konnte weit reinschwimmen, ganz bis zu den Boyen, die hier die Bucht abgrenzen, auch noch dort, bei ca. 8 m Tiefe sah man alles auf dem Untergrund. Es war traumhaft schön hier. In der ganzen Länge des Strandes reihten sich Bars, Cafés, Restaurants und Souvernierläden aneinander. Diese waren zur Mittagszeit bis zum Platzen voll. 
Die zwei Endungen der Bucht sind mit Molen geschützt, auch auf diesen reihten sich Sonnenliegen. Bei dem einen Ende war eine Minigolfanage, ein Privatstrand mit Pool, Liegen und Massage und eine Kinderhupfburg auf dem Wasser. 




















Amadores abends:  











Puerto Rico. Das gwohnte Strandmodell hier: halbkreisförmige von Molen geschütze Bucht, mit vielen Sonnenliegen, Bars usw. Uns war es irgendwie nicht so sympathisch, so haben wir hier nicht gebadet. 




Anfi del Mar. Hier haben wir auch nicht gebadet. Wir haben keine Möglichkeit gefunden zu diesem hellsandigen Strand herunterzufahren. Die steilen Hänge der Bucht waren so zugebaut. Vielleicht kann man da nur zu Fuß runtergehen. Auf den esrten Blick erinerrte mich es alles an die Küsten bei Sorrento in Italien. 


Bei den anderen Stränden auf der Insel haben wir nicht gebadet, sogar viele haben wir auch nicht aufgesucht. 

Kommentare:

  1. Also mir gefallen Deine Dünenfotos auch so, beeindruckend :)

    Was mich auch beeindruckt sind die Gebäude, welche sich so an die Felswände schmiegen,
    darunter die Strände - perfekt :)

    Liebe Adventgrüße
    Björn :)

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  2. toll da habt ihr ja tolles Wetter gehabt und diese Häuser in den Felsen das kenne ich von Menorca.. diese Bucht und das schöne Wasser tolle Aufnahmen. Das kann ich mir vorstellen wie peinlich dort mit der Kamera rum zu laufen aber wenigstens paar Fots sind raus gesprungen und da kann ich dieses feinen vielen Sand sehen...
    Danke fürs zeigen udn dein Bericht dazu wa rwieder interessant!
    Lieben Gruss Elke

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  3. Och...so nen Strand für Homosexuelle kannste hier auch finden, und ich habe schon mal per Zufall am Abend in Puerto im Lago Martianez eine "saugende" Aktion im Vorbeigehen sehen können ;-) Ehrlich gesagt finde ich es schlimmer wenn ich lese dass die Menschen sich über Absperrungen hinwegsetzen und einfach so durch die Dünen laufen. Kein Respekt vor der Natur, aber dann jammern wenn wieder ein Teil davon verloren geht^^

    Ich finde auch dass du schöne Dünenfotos gemacht hast. Ich wäre da wahrscheinlich ohne Kamera hin, gerade wegen des Windes und dem Sand. Einmal im Leben einen richtigen Sandsturm mitgemacht kann ich mir gut vorstellen wo er überall hingekrabbelt ist.

    Mit dem Parkplatz habt ihr dann wohl Glück gehabt oder sie akzeptieren es wenn an der Straße langeparkt wird. So wie auch hier am Socorro. Nur gut dass ihr nicht im Barranco geparkt habt, hatte erst nen Schreck bekommen^^

    Besonders schön finde ich die Aufnahmen beim Sonnenuntergang, und die Hotelanlage (Riu Hotel/wegen Logo?) erinnert mich an eine Burg ;-)

    Liebe Grüssle

    N☼va


    Ach, fällt mir noch ein...vielleicht beschreibste mal dein Gefühl wie es ist so Weihnachtbäume und Deko bei solch einem Wetterchen zu sehen..also deine Empfindung^^

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    1. Ich finde trotzdem, daß die Menchen diese "Tätigkeiten" auch im Hotelzimmer treiben könnten und nicht im Freien.
      Nee, ne, in den Barranco hättest du nicht reinfahren können, da war Betonplanke herum.
      Ich bin im Kopf nie genug bei Weihnachten da, deshalb sind für mich jede Zeit die Dekos zu schnell, zu viel und zu unvorstellbar, wieso schon wieder so weit. :-) Natürlich noch viel interessanter es alles in tropischen Ländern zu sehen, wie voroges Jahr auf Reunion und Mauritius. Liebe Grüße

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  4. Sieht spannend und interessant aus. Die Strände in Dänemark sind mir aber lieber, weil viel individueller und menschenleerer...;-). Dir einen schönen vierten Advent! LG Lotta.

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