Montag, 31. August 2015

Island - 7 . Tag - Herum um den Myvatn See

Wir fahren nach der Walbeobachtung sofort zu dem Myvatn See weiter. Hier gibt es einiges zum Anschauen. Als erstes halten wir bei der Bruchspalte Grjótagjá an, wo sich kleine Höhlen entwickelt haben, von denen vulkanische Gase herausströmen. 





Wir bleiben hier nicht lang. Von hier haben wir einen Blick auf einen sehr breiten, flachen, rußschwarzen Vulkankegel, und sehen lauter Menschen darauf marschieren. Klar, wollen wir gleich dahin. Die kleinen Fliegen, die hier so herum um den See so typisch sind, nerven uns sehr, sie fliegen ständig nur ins Gesicht und versuchen in die Nase reinzukommen.
Wir besteigen den Vulkan Hverfell, aber oben gehen wir nicht um den Krater herum, weil es mächtig groß ist und der Wind da oben besonders stark und kalt ist. 







Wir fahren auf der Landstraße weiter und verpassen unbewusst eine Abfahrt und verstehen nicht, warum unser nächstes Ziel nicht kommen will. Wo wir es merken, daß wir schon sehr viel weiter gefahren sind entscheiden uns, daß wir zuerst um den See herum fahren und danach den Vulkan Krafla aufsuchen. Märchenhaft und auch gleichzeitig unrealistisch scheinen die kleinen erodierten, grünen Vulkankegel in dem See, die hinter einander in der Reihe stehen.





An einer Stelle kann man entlang dieser kleinen Vulkane laufen, bzw. auf sie rauf und runter.

















Eine Runde um den See gefahren, kommen wir zweites Mal bei der Ortschaft Reykjahlið vorbei. Hier finden wir diesmal sofort die Abzweigung auf die Straße Nr. 1 und dann auf die Straße Nr. 863. Zuerst fahren wir neben dampfenden, farbigen Erden vorbei, dann erreichen wir Námafjall, ein geothermisches Gebiert, wo etliche Fumerolen wahnsinnig stinkende Gase auslassen. Bei manchen Löchern sieht man ölig kochende, dicke Flüssigkeiten, die in großen Luftblasen immer wieder aufgeht und in sich stürzt. Der Geruch ist echt kaum zum Aushalten und ist auch sehr würgend, aber trotzdem lohnt es sich hier einen Spaziergang zu unternehmen. Man denkt manchmal, man steht an dem Tor der Hölle. :-) Wir haben einmal schon ähnliches in Griechenland, auf der Insel Nissiros, aber in kleineren Massen gesehen.




































Endlich erreichen wir den Krater Krafla, worauf wir schon neugierig gewartet haben. In diesem Krater ist ein unglaublich hellblau schimmernder See. Hier sind die Windböen wieder stark und eisig kalt. Es war heute genug von der Kälte, hier endet unser heutiges Programm, es ist auch schon spät, wir müssen langsam nach Hause fahren.

Ein Geothermalkraftwerk









Auf dem Rückweg halten wir noch kurz bei dem Myvatn nature Bath. Es ist ein natürliches Thermalbad. Der Eintritt kostet 3.700 ISK  (25 Euro) p.P, was noch gerade machbar wäre, aber nicht so, nur für ein Stündchen, sondern, wenn man hier wenigstens einen halben Tag verbringen würde. Außerdem, wir haben unsere Badesachen gar nicht dabei. :-)






Jetzt machen wir uns auf den langen Weg nach Sveinbjarnargeði. Unterwegs fahren wir direkt über dem Wasserfall Goðafoss, wo wir natürlich anhalten. Seit wir bei dem Krater Krafla waren, hat der Wind wieder so stürmisch zugenommen, daß wir uns wirklich keinen Ausstieg aus dem Auto mehr wünschen. Schnell schauen wir den Wasserfall an, und fühlen wir uns dabei irgendwie komisch, abends gehen 20:30 Uhr noch bei ganz normalem Tageslicht zu sein.








Uferschnepfe

Regenbrachvogel


Kurz nach 21 Uhr erreichen wir unsere Unterkunft (wisst ihr, die mit dem "Shining" - Gefühl) :-) . Wir essen, duschen und sind noch länger wach. Gegen 22:15 Uhr sehen wir, daß die Sonne sehr langsam runtergeht und mit einem wunderschönem goldenem Licht den Fjord beleuchtet.