Mittwoch, 30. September 2015

Jagd-und Kutschengala Schloß Schleißheim 2015 - Teil 5.

Mir hat diese Kutsche und ihre Besassung am besten gefallen. 
Ich mag diesen barocken Kitsch nicht, es ist für mich to much, 
viel mehr gefällt mir diese Einfachkeit...
und vielleicht, weil hier auch ungarische Motive dabei waren,
wie der Schmuck des Pferdes, oder die zwei Damen hinten, die für ungarische "csikós" angekleidet waren. 















Was ein ungarisches csikós ist, will ich jetzt nicht ewig erklären, aber ihr könnt in wikipedia nachlesen. Hier zeige ich euch paar Bilder von früher aus Ungarn, von einer Pferdeshow in der großen trockenen Ebene, in Hortobágy:




Dienstag, 29. September 2015

Wanderung auf den Herzogstand

Es war ein sehr spontaner Ausflug (Mitte August). Wir haben noch zu Hause Mittag gegessen und es war schon 13 Uhr, als es uns einfiel, wir würden heute gerne wandern. Die Berge sind nicht weit weg, aber trotzdem dauert es eine gute Stunde dahinzufahren. Und ein konkretes Ziel hatten wir nicht. Wir fuhren dann zum Walchensee und stellten das Auto in den gebührenpflichtigen Parkplatz bei der Seilbahn ab und gingen einfach auf den 1.731 m hohen Herzogstand los. Der Höhenunterschied, den wir bekämpfen mussten, ist 800 m. Und es war schon 14:30 Uhr. Es war ein schöner warmer Sommertag. 




Am Anfang ging der steile Pfad durch den Wald und wir haben ab und zu mal einen wunderschönen Blick auf den türkisblauen Walchensee gehabt. Viele Schwalbenwurzenzian haben wir neben dem Weg gesehen, und je höher wir kamen, desto öfter hatten wir Blicke auf den See. 







Wir machten ein gemütliches Tempo, obwohl alle Menschen nur noch uns entgegen kamen, kein Mensch ging noch so spät bergauf. 












Als wir oben an einem Sattel ankamen, blies uns plötzlich von der anderen Seite des Berges eisiger Wind ins Gesicht. Wir hatten keine Jacken dabei und waren naß geschwitzt. Wir flüchteten vor dem kalten Wind nach rechts, wo ein sonniger Weg Richtung der Seilbahn führte. Wir haben 2:15 Stunden gabraucht hier raufzusteigen und 800 m Höhenunterschied hinter uns zu lassen. Unser Lob dafür, was wir bekamen, war dieser Blick:






Lange Schlange stand zu dem Aufzug, aber wir wollten natürlich auch zu Fuß runter. Neben uns hielt eine Frau mit zwei Kindern an und sie guckten hier kurz runter, dann äußerte sie sich gelangweilt: "Und dafür haben wir uns hier 2,5 Stunden hochgeschleppt." - Wie bitte???

Warum? Was hat denn diese Frau erwartet? Ich weiß es nicht. Aber dieser Blick ist grandios, und wenn der Blick nicht da wäre, ist eine Wanderung durch die Natur selbst schon ein Erlebnis. Im Wald schöne Blumen und Tiere entdecken, die Dufte einatmen, die Stille genießen. Und wenn man den Gipfel erreicht, ist man ein Eroberer, hat man wenigstens kurz das Gefühl, daß man was erreicht hat, was er nicht jeden Tag tut und nicht unbedingt leicht geschafft hat. Also, man hat da oben den Ruhm und das ist das schönste dabei! Man ist stolz da oben auf sich.
Was lernen die Kinder dieser Frau davon? Wie bauen sie so eine Verbindung zu der Natur auf, wie ich und mein Mann es haben? Eine Liebe zu der Natur? Nirgendwie. Es tut mir leid für sie.



Links führte ein anderer Pfad zu dem Gipfelkreuz. Normalerweise würden wir auch dahin noch aufsteigen, aber weil dort der Wind so stark war, hätte ich mich sofort erkälten können, deshalb gingen wir lieber in den Schutz der Berghütte und tranken dort eine leckere Johannisbeerschorle.

Auf dem Bild hier unten sieht man eine winzige Ecke von dem Kochelsee: 


So sah die Hütte von innen aus, richtig urig: 




Dann machten wir uns auf den Weg nach unten, langsam wurde die Sonne schwächer und wir beeilten uns, nicht daß die Dunkelheit uns erwischt. 




Weniger als in 2 Stunden waren wir unten. Auf dem Heimweg hielten wir noch am Kochelsee und auch in dem Ort, Kochel am See an um zu fotografieren.