Montag, 14. März 2016

Schwierigkeiten des Fotografierens

Ich bin jemand, wer visual am besten versteht und lernt. 
Ich verstehe die technischen Sachen schon beim Fotografieren,
kann ich mit denen in Praktikum trotzdem kaum umgehen. 
Ich bräuchte jemanden, der mir genau die Tricks bei Einstellungen zeigen täte, 
oder eben an Workshops teilnehmen. 
Auf jeden Fall bemühe ich mich, ich lese Bücher, ich übe, was im Buch steht, trotzdem,
mir hat das Schicksal die Begabung nur für gute Motive gut zu finden und Auge für gute Fotoszenen zu sehen, gegeben, aber die Begabung für die technischen Daten (Verschlußzeit, Blende, ISO) im 
Praktikum klug umzusetzen, hat es ausgespart. 

Ich gebe zu, ich kämpfe schon seit langem, mich weiterzuentwickeln und komme nur im Schneckentempo weiter. 
Manche Menschen schütteln diese Begabung zu Fotografieren aus ihrem kleinen Finger aus, 
ich schweiße jedes Mal Blut, bis ich was erlerne. 
Ich konnte in der Schule Chemie aus dem kleinen Finger schütteln, 
bei vielen anderen Fächern hat mir gereicht, einmal in der Stunde gut zuzuhören und ich musste das Buch nicht mehr öffnen, um alles zu wissen und die besten Noten zu haben. Währenddessen, hätte meine Mutter mich auch totschlagen können, um bessere Noten von Physik und Mathe heimzubringen, hätte auch nicht geholfen, ich konnte diese Fächer nicht aufnehmen und kapieren. 
So ist es leider auch mit der Fotografie. Ich habe gute Inspirationen, ich habe gute Augen, die Szenen zu finden, und ich kann meine Pläne trotzdem oft nicht umsetzen. Da ist irgendeine Blokade. Und auch mit dem Fotobearbeitungsprogrammen, ich kann sie einfach auf autodidaktische Art nicht verstehen und benützen, ich brauche Lehrer und Übungen. 

Manchmal gebe ich es fast auf, da ich denke, ich bin einfach nicht fähig dazu. Aber wenn was doch klappt, dann ist die Freude und Ehrgeiz so groß, daß ich immer wieder mit neuem Schwung anfange. 

Ist ja auch egal. Ich wollte mit der Geschichte nur sagen, daß ich halt bei vielen Sachen die Turbo-Schnell-Maus bin, aber beim Fotografieren zu lernen, nicht gerade die schnellste. Aber es macht nichts, da es ein Hobby ist, ich habe keine Eile, mich treibt keiner, ich bin nicht in einem Wettbewerb, ich muß nichts beweisen, ich mache es hauptsächlich für mich, weil es eben Spaß macht und ich habe Zeit, ewige Zeit. 

Zum Beispiel, ist ja mir klar, daß man bei Makrofotos ein Stativ braucht, aber wie soll es bitteschön in dem Praktikum funktionieren? Die Grabbeltierchen sitzen nicht dort brav ewig und nicht in der Höhe, wo ein Stativ am einfachsten eigestellt ist. Um es umzustellen, braucht man wieder Zeit, bis das Insekt lange weg ist. Wie kann ich mein Stativ in dem dichten Busch, oder Gras oder woeben, genau in die gewünschte Höhe dahinstellen?

Die ersten Fotos im freien ohne Stativ mit dem neuen Makroobjektiv.
Mit Absicht mit Blende 3, ich mag dieses Verwischtes.
(einige musste ich löschen, weil verwackelt waren)
















Kommentare:

  1. Ich habe meine Makros auch von den Krabbeltierchen immer ohne Stativ gemacht.^^
    Ist mir klar, dass da einige aufschreien werden und es viele Situationen gibt, auch im Makrobereich, wo das Stativ zu einer Qualitätssteigerung der Bilder beiträgt, aber ich war mit meine Makros immer sehr zufrieden. Von daher, Andi...^^ Ich verstehe nämlich Deine Problematik und bin deshalb auch immer ein Stativmuffel gewesen. Viel zu umständlich. Mag sein, dass ich das mit mehr Praxis gibt, aber mir ist es egal. Freihand klappt super bei mir. Und wenn Du eine ruhige Hand hast, warum nicht.

    Und was Deine Fortschritte angeht, ich finde man sieht sie sehr sehr gut! Und wie Du schon sagst, es ist ein Hobby. Keiner scheucht einen und das ist ja das schöne. Hut ab auf jeden Fall, dass Du Dich so durchbeißt, auch wenn dieser Bereich nicht zu Deinen Stärken zählt, was die Lernweise angeht.

    Liebe Grüße
    Sonja

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Sonja,
      ich freue mich, daß ich dich hier wieder sehe.
      Ich habe auch immer freihändig fotografiert und sehr oft hat es gut geklappt.
      Wenn ich andere Hobbys auch hätte, würde ich vielleicht nicht immer nur mit Fotografieren beschäftigt, aber es macht mir wirklich mächtiges Spaß. Ich habe dir auch eine E-Mail geschrieben.
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Da geht es mir wie Dir ;)

    Aber ich möchte auch nicht wirklich einen Kurs besuchen, lieber experimentieren und versuchen. Mich treibt auch niemand, ich mache es nur als Hobby und freue mich, wenn es mir ab und an halbwegs gelingt ;)

    Deine "verwischten" Fotos finde ich teilweise sehr schön :) Ich nutze ab und an ein Stativ bei meinen Makroversuchen und bei den Hummeln, Bienen und Wespen im Sommer nicht - die sind schon ohne meist aus dem Bild ;)

    Ich habe Freude im Versuch *lach* Wettbewerbe werde ich sicher nie gewinnen und ich muss es auch nicht. Bei der Sache mit den Einstellungen geht es mir wie Dir, ich kann mir es auch nicht merken und versuche bis es mir gefällt oder auch nicht ;)

    Zudem kommt ja auch ein finanzieller Aufwand hinzu, bessere Kameras, bessere Optiken da muss man schon sehen wie weit man gehen möchte - ich zumindest habe da nicht die Intention ein Vollprofi zu werden ;)

    Schönen Gruß
    Björn :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Björn,
      ich möchte schon gerne einen Kurs besuchen, daß ich alles, was mir erklärt wird, sofort mitübern kann und die Fehler erklärt bekomme.
      Ich würde auch gerne so einen Workshop mitmachen, wo man irgendwohin zusammen mit einer Gruppe fährt und Aufgaben bekommt und man muß bestimmte Motive hinbekommen, es wäre als Erfahrung für mich schon interessant. Aber nicht dauerhaft, einmal halt.
      Ich fühle mich noch nicht so weit, daß ich bei Wettbewerben teilnehmen könnte, aber sonst würde ich es gerne mitmachen.
      Ich möchte an einer bestimmte Ebene "Profi" werden, ich meine, nicht davon leben, oder so, aber wenn Bekannten mich bitten um Hochzeit oder ihre Babys zu fotografieren, dann möchte ich dort schon Profi Bilder abliefenr, weil ich denen Freude machen möchte, und weil mein zweites großes Hobby ist, Fotobücher zu verfassen und es würde ich dann gerne für sie von den entstandenen Bildern machen.
      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Ich kann dich ja so gut verstehen - ich bin auch visuell lerner und aus diesem Grunde habe ich es auch nie verstanden wenn mir jemand das Geheimnis mit der Blende und der Verschlusszeit erklärt hat. Erklären geht gar nicht, Zeigen heißt die devise. Ich habe in Pinterest einige gute bildhafte Erklärungen zu diesem Thema gefunden, vielleicht schaust du dich dort mal um. Zum Macrofotografieren. Nicht für jedes Motiv benötigst Du ein Stativ, es kommt auch darauf an was für ein Objektiv du hast. Versuchs erst einmal mit Nahaufnahmen, die kannst du mit einem Zoomobjektiv gut machen. Dann nimm Dir doch mal eine Schnecke und setzt sie irgendwo hin, wo du die Kamera schon ablegen kannst und sie beim Kriechen fotografieren kannst. Das gibt schon mal ganz tolle Aufnahmen - und du kannst an einem langsamen Tier üben. Ich bin dann später an den Teich gefahren und habe Libellen beobachtet - tja die fliegen. Wenn man sie aber beobachtet sieht man, sie kehren immer wieder an ihr Ästchen zurück. So habe ich mich Stück für Stück angepirscht und immer das Ästchen im Visier - irgendwann hatte ich dann Ästchen und Libelle und zack got you! Ich habe dazu noch eine Kamera die eine Schnellschußeinstellung hat, weil ich auch meine Hunde gerne in action fotografiere. Die nehme ich für schnelle Tiere, und von 30 Bildern ist meist eins dabei, das wirklich gut ist. Ich könnte noch ewig schreiben ... Aber für den Anfang, denke ich, sind diese Tipps handelbar! LG und viel Erfolg sowie Geduld mit deinem tollen Hobby!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marionette,
      danke für deinen langen Kommentar, es hat mich gefreut.
      Ja, bei den Libellen habe ich es schon selber erlebt.
      Ich habe Geduld. :-) Komischerweise an anderen Sachen im Leben eben nicht, gar keine, aber bei Naturfotografie, kann ich sehr lang an einer Stelle bewegungslos hocken und sogar noch meinen Atem auch zurückhalten, damit das BBild klappt, wenn ich dann abdrücken muß. :-)
      Liebe Grüße, Andrea

      Löschen
    2. Ahh, ja, wegen Schnecke...hier habe ich es schon gemacht, du findest mehrere Teile von dieser Serie im Blog, es ist der erste Teil:
      http://reistdiemaus.blogspot.de/2014/11/babyschnecke-teil-1.html

      Löschen
  4. Ich finde gut, dass du trotz deiner Schwierigkeiten das eine oder andere zu lernen, weiter an deinem Hobby festhälst! Denn nur so kann man ja auch immer weiter lernen. Ich glaube auch, dass ich viel langsamer lerne als andere - aber ich habe an mich auch nicht den gleichen Anspruch, wie andere an sich. Denn Fotografie ist mein Hobby und soll es auch bleiben., Ich hätte keine Lust durch zu viel Lernen, zu viel Workshop, zu viel Kurse den Spaß am Fotografieren zu verlieren.
    Makrofotos habe ich bis vor Kurzem alle ohne Stativ gemacht und das hat auch schon halbwegs gut funktioniert. Jetzt gerade probiere ich mich ein bisschen mit Stativ und Fernauslöser aus, dabei merke ich, dass man schon eine ganz andere Qualität an Schärfe erreichen kann. Das reizt mich. Und ich denke für die Fotografie von kleinen Tierchen muss man vor allem Geduld mitbringen. Ich denke, man stellt sein Stativ auf und wartet dann, dass die Tierchen sich wieder dorthin bewegen. Vor allem bei Libellen ist es tatsächlich so, wie Marionette es erklärt!
    Aber deine Makros sind doch für den Anfang mit neuem Objektiv schon klasse. Am besten gefällt mir das Moosmakro.

    Ganz liebe Grüße
    Judith

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Judith,
      vielen lieben Dank auch für dich für den Kommentar.
      Ich möchte mich mit der Fotografie auch nicht irgendwohin einhetzen. Wenn es Spaß mach, ist gut so, zum Streß soll es nicht werden.
      Wie ich Marionette auch geschrieben habe, Geduld habe ich genug!! :-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  5. Die Makrofotografie ist eine Klasse für sich, Andi.
    Die Aufnahmen sind doch schon prima geworden.

    Ich nehme auch nicht immer das Stativ, Vieles kann man auch aus der Hand fotografieren. Es kommt auch auf das Licht an, was man zur Verfügung hat. Bei sich bewegenden Teilen immer kurze Verschlusszeit wählen, dann lieber etwas mit der Iso-Zahl nach oben geben.

    Der Schärfebereich bei Makros ist gering und ich glaube, das Wichtigste ist, sich zu überlegen, wo der Schärfepunkt liegen soll. Hier fotografiere ich gerne mit dem manuellen Fokus, weil ich es dort am besten steuern kann.:-)

    Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und du hast alle Zeit der Welt, dich auch hier weiter zu entwickeln. :-)

    Liebe Grüße und ich wünsche dir von Herzen eine schöne und sonnige Woche
    Christa

    AntwortenLöschen
  6. Hallo Christa,
    das mit den bewegenden Objekten mit kurzer Verschlußzeit und erhöhter Iso lerne ich jetzt gerade aus einem Buch. Mit dem Isowert kann ich noch sowas von nichts anfangen, daß ich es jedes Mal immer wieder vergesse, umzustellen. Na ja, es ist wieder so ne Sache, was Zeit braucht, aber danke für deinen Tipp, ich versuche es im Kopf zu halten und auch zum Praktikum zu bringen.
    Vielen Dank für deinen Kommentar ;-) Liebe Grüße, Andi

    AntwortenLöschen
  7. Ich finde auch dass du es schon klasse hinbekommst und wie du schon sagst, man lernt mit der Zeit und selbst auch mit Stativ klappen Aufnahmen nicht immer, gerade bei Tierfotografie kann man das doch nie abschätzen. Vielleicht wäre aber für dich auch ein Einbein etwas; einfach zur ruhigeren Handhaltung und das kannste schnell zusammenschieben und an der Kamera dran lassen wenn du unterwegs bist für Macroaufnahmen.

    Bleib wie du bist und mach weiter wie bisher.

    Liebe Grüssle

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nova,
      das einbeiner Stativ fiel mir auch in den letzten Wochen immer öfter ein, aber ich kann nicht alles zusammenkaufen, nicht nur wegen Geld, sondern weil das kleine Zimmer (Büro) langsam zu einem chaotischen Lagerraum der Fotoutensilien wird. Ich mag Ordnung haben, und ich habe schon Problem, weil alles nur rumliegt.
      Liebe Grüße

      Löschen
  8. Hallo Andi,
    ich habe auch so meine Schwierigkeiten mit der Makrofotografie, und es hat lange gedauert, bis ich einige wenige (!) Grundkenntnisse speichern konnte. Ich habe früher fast nie mit Stativ fotografiert und bin da gerade bei Außenaufnahmen zwangsläufig an Grenzen gestoßen, weil der geringste Luftzug das Objekt bewegte oder ich einfach wegen einer unbequemen Haltung verwackelt habe. Das mit der Luftbewegung kann man nicht ändern, aber das Verwackeln kann ich schonmal dadurch minimieren, indem ich mit Selbstauslöser fotografiere. Inzwischen habe ich immer ein Stativ im Rucksack (beim Wandern nur das Kleine und bei Fototouren auch gerne das Große). Trotzdem gibt es immer eine Menge Ausschuss ... was aber ja digital kein Problem mehr ist.
    Deine Wassertropfenbilder gefallen mir sehr gut ... und auch das Küchenlabor!
    Liebe Grüße und weiter viel Freude bei unserem schönen Hobby, Christa

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Christa,
      den Selbstauslöser nütze ich auch schon seit lange gerne gegen Verwecklung. Ich weiß noch nicht, wie es später wird, z.B. gerade auf große Reisen, werde ich wahrscheinich schon wegen Gewicht- und Platzproblem nicht alles mitnehmen können, zweitens, weil ich mächtige Angst von Stehlen habe, würde ich nie mehr Ruhe haben, wenn ich das große Teleobjektiv im Hotelzimmer lasse, das passt in Safe nicht mehr rein. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  9. Hallo Andrea...

    ich finde die Beiträge der anderen echt gut. Da ist schon alle gesagt !

    Meine Meinung kennst Du ja dazu und wir es mir ergangen ist. Von daher, kann ich nur sagen, mache einfach so weiter wie du es jetzt tust, habe Spaß und verwöhne deine Leser weiterhin mit solch tollen Fotos wie heute ...

    Ganz lieben Gruß
    Timur von Blendenpixel.de

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Timur,
      ganeu, wir haben schon per E-Mail ausgetauscht.
      Danke dir.
      Liebe Grüße

      Löschen