Montag, 16. Mai 2016

Lissabon - Die Stadt während einem Tag zu Fuß/Teil 3.

Durch stimmungsvolle und steile Straßen erreichen wir später den Miradouro São Pedro de Alcântara, welcher uns am besten von den Aussichtspunkten gefällt. Es ist ein riesiger Platz mit Bäumen, Brunnen und Verkaufsbuden, die typische Süßigkeiten, Limonade und Souvenier im Angebot haben. Eine Bar ist auch dabei und unter dem Platz noch eine schöne Terrasse. Das Panorama ist schöner, als vorher wo anders war, man sieht die ganze Altstadt mit Sonnenstrahl beleuchtet.




Von hier fährt der Elevador de Glória, der seit 1885 das untere Viertel, Baixa, mit dem oberen  Bairra Alto verbindet, wo sich viele Möglichkeiten zum Amüsieren bieten. Dieser Aufzug besteht von einem Tramwagon. Eine Fahrt kostet 3,60 Euro, mit "viva viagem" Karte ist inklusive! 





Auf dieser Aussichtsterasse bleiben wir etwas länger und kaufen hier Süßigkeiten und Limonde. Die Limonde schmeckt göttlich gut, mit frisch gepressten Zitronensaft und Ingwersirup. 

Wir fahren mit diesem Aufzug runter und laufen auf der breiten Rue da Liberdade die Länge von 4 U-Bahnhaltestellen über den Praça Marquês de Pombal, durch den Parque Eduardo VII, bis wir den obersten Punkt dieses Parks erreichen.












Von hier sehen wir die ganze Stadt unter unseren Füßen liegen und erneut wundern wir uns, wie viel wir schon heute zu Fuß gelaufen sind. Hier gehen wir noch ein kleines Stück zu dem Platz São Sebastião und steigen hier in die U-Bahn, womit wir dann zu dem vorherigen Aufzug, Elevador de Glória zurückfahren. 

Dann fahren wir mit dem Elevador de Glória nochmal hoch zu dem Aussichtspunkt Miradouro São Pedro de Alcântar. Am liebsten würden wir einfach hier bleiben und eine Limonde nach der nächsten trinken, uns tun schon die Füße weh und mir auch mein Kreuz. Aber wir haben noch was vor.




Unser Plan ist, daß wir zu dem Platz Carnoes (? oder was ähnliches) runtergehen, weil wir hier vor zwei Stunden noch fast ganz leere Straßenbahnen mit der Nummer 28 gesehen haben, die Richtung Altstadt gefahren sind und wir denken, daß wir hier noch guten Platz bekommen können, und eine Runde damit fahren können. Aber nein, diese Trams sind jetzt alle knaller voll! Dann entscheiden wir uns um, daß wir in die andere Richtung (Endstation Friedhof) damit fahren und wenn die Leute dort aussteigen, dann können wir Platz nehmen und bequem eine Runde fahren.

Die Straßenbahn 28 kommt bis zum platzen voll an, auch in dieser Richtung. In erste können wir gar nicht einsteigen, sogar schafft es nur ein einziger Mensch. Bei der zweiten Tram, schaffen wir uns gerade bei der Tür noch einzupressen, aber ohne, daß man eine Nadel zwischen uns fallen lassen könnte. Ehrlich gesagt, ich schäme mich fast und mir tun die Einheimischen leid, weil auch alte Opis mit Stock in der Hand stehen in der Haltestelle und sie kommen auch nicht in diese Trams rein, obwohl sie hier leben, es ist ihre Stadt und ihr zu Hause, sie wollen nur nach Hause oder zu dem Friedhof fahren, ganz normal, wie es wir auch zu Hause selbstverständich machen täten. Aber diese Touristenmengen, die sich die Straßenbahnen erobern, sind ständig da, und lassen für die Einheimischen gar keine Chance. Und es ist noch nicht einmal Sommer.
Also, wir stehen in der Tram, zerpresst und in schmerzhafter Position und kein Mensch steigt aus und alle, die da drinnen sitzen, sind eindeutig Touristen. Wir verbringen qualvolle 10 Minuten in der Straßenbahn, welche ziemlich wild fährt. Dann kommen wir zu dem Endstation Fiedhof an und die da drinnen sitzen, wollen nicht mal sich bewegen, die wollen alle bleiben! Ich habe es schon gefürchtet, daß es so wird, und daß man nirgendwie eine Chance hat zum Sitzplatz zu kommen. aber der Fahrer treibt alle Leute aus dem Wagon aus und fährt mit der leeren Tram weg.

So kommen drei Trams hinter einander an und fahren alle leer weiter und stehen zum Schluß an der Haltestelle ca. 100 Touristen, die alle in die nächste Tram rein wollen. Wir stehen an der richtigen Stelle und kommen fast als erstes rein und bekommen Sitzplatz, was wir nie mehr hingeben würden, egal, was passiert. :-) So fahren wir mit der berühmten Nr. 28 eine ganze Runde von Endstation bis Endstation.




Die Fahrt ist schön und die Tram wird natürlich gleich gerammelt voll und bleibt auch die ganze Zeit so. Von der anderen Endstation (Martim Moniz Platz?) gehen wir erneut zu Fuß über die Rua de Augusta abwärts.








Wir sind hungrig und möchten gerne heute Abend in der Stadt was typisch portugiesisches Essen. Wir wollen Richtung Bairro Alto gehen, wo es ganz viele Restaurants gibt und auch vielleicht billiger, als direkt in den am touristischsten liegenden Straßen. Dann bekommen wir einen Flyer in die Hand und da es gut klingt, gehen wir gleich ins empfohlene Restaurant, das Tasca D'Lyon heißt. Die Leute drin sind sehr freundlich und das Essen schmeckt auch und ist ausreichend und günstig, aber mit typisch portugiesisch hat nichts zu tun. M. bekommt das Tagesangebot: eine Karottensuppe und Schweinefleisch gebraten mit Kartoffeln und ich eine Dorade. Mit zwei Bier bezahlen wir um die 24 Euro. Dann wollen wir schon nach Hause und nehmen die U-Bahn bis zu  São Sebastião und dann den Bus 742. Es geht schnell.

Kommentare:

  1. Fleißige, Fleißige!!!!! Bewundernswert du und deine Bilder!!!
    Wie schön es ist, einfach so in den Urlaub zu fahren mit dir!
    Ich lasse dir Grüße hier,
    die Monika*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke liebe Monika, ich mache es doch gerne und schon immer so. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Hallo liebe Andy,
    das sind wunderschöne Eindrücke von den Straßen, Gassen, Häusern, Fliesen und Straßenbahnen. Mit der steilen Bahn sind wir auch gefahren.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Du warst dort selber, du weißt es, wie tolle Stadt ist, die Bilder geben nur ein kleines Stückchen davon zurück.
      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Also ich könnte mir sehr gut vorstellen dass das "Chaos" auch schon zu einigen Diskussionen sowie Unmut geführt hat. Da läge es an der Stadt doch auch was für die Bewohner zu machen, einfach Bahnen wo nur die Bewohner mit fahren dürfen und erkennbar an den Tickets. Wobei man scheinbar ja an der Tram auch schon erkennen kann wenn es sich um eine Tour handelt. Jedenfalls eine klasse Möglichkeit der Fortbewegung, und ich habe auch nochmal vor in Santa Cruz so eine "Rundfahrt" mit der Straßenbahn zu machen^^

    Liebe Grüssle

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Nicht ganz so. Es gibt extra Straßenbahnen nur für Toutisten, dafür muß man auch extra zahlen (braune und grüne). Aber die 28-er ist eine ganz normale Linie, die dadurch, daß sie durch die Altstadt fährt auch für so was "mißgebraucht" wird ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Diese Fliesen an den Häusern machen mich ja verrückt! Sind die mal schön! Hui! und sehr witzig diese schiefe Straßenbahn! Smak, Anne

    AntwortenLöschen