Donnerstag, 2. Juni 2016

Portugal - Fahrt auf die Algarvé durch das Storchenland

Leider hat die Wettervoraussage recht gehabt. Schon in der Nacht hat es auf 15 Grad abgekühlt, der Himmel ist schwarz und es regnet. So fahren wir Richtung Süden los. Wir fahren über die Ponte 25 de Abril, hier habe ich paar Bilder gemacht, die keinen künstlerischen Wert haben, ich will damit nur das Wetter zeigen:



Lissabon hinter uns lassend wird die Autobahn leer, fast nur wir fahren darauf. Und der Regen gießt und gießt, nirgends sieht man hellere Flecken, daß es Hoffnung gäbe, es bleibt auch während der ganzen 300 km langen Strecke so.  

Wir reisen durch Storchenland! Egal, in welche Richtung man guckt, sieht man immer überall Storchennester. Hier auf diesem Strommast rechne ich 16 Nester zusammen (übrigens kann man auf der Autobahn locker in der Seitenspur anhalten, da sowieso kein anderer Mensch auf der Autobahn fährt).






Dann begleiten uns endlose Korkeichenhaine, die sehr stimmungsvoll und wunderschön sind. Oft liegen bunte Blumenwiesen zwischen den prächtigen Bäumen, oder grasen dort Schafherden, oder nisten Störche in den Baumkronen. Die Landschaft ist sehr beeindrückend.



Nach knapp 100 km verlassen wir die Autobahn, weil wir von den Kosten schockiert sind, für 80 km wurde 12 Euro aufgerechnet. Da es trostlos regnet, könnten wir auf der Algarvé auch nicht viel anfangen, da ist besser in dem Auto zu sitzen und lange nach außen starren, so entschließen wir uns für einen längeren Umweg über Landstraßen. Bald nach der Autobahnabfahrt fahren wir durch eine Eukalyptusallee und auf jedem einzelnen Baum sind hier mehrere Storchennester. Es regnet sehr, aber wir steigen um zu fotografieren aus. Sobald, daß wir zu den Bäumen näher kommen, fliegen die Störche alle hoch und kreiseln über unserem Kopf. Erstes Mal in unserem Leben sehen wir Störche auf natürlichen Orten nisten und nicht auf Hausdächern oder künstlich hergerichteten Masten. Es ist irgendwie ein super Erlebnis.
























Ab dem Ort Vila Nova de Milfontes fahren wir parallel mit der Atlantikküste, aber etwas weiter im Land drin, daß wir davon nichts sehen können.Ab hier sehen wir nichts mehr interessantes.


So auf den Nebenstraßen und mit viel hingucken, brauchen wir für die 300 km 6 Stunden, bis wir in die Stadt Lagos ankommen. Als wir dort parken, wird es auf einmal sonnig, der Regen hört auf und wir bekommen sogar ein Stück blauen Himmel und Hitze dazu.
Wir sind auf der Algarvé angekommen! Eine Küstenlandschaft, die ich mit ihren typischen Felsen als ich 18 war auf dem Cover eines Fotoalbums gesehen habe, worein ich meine ersten Reisebilder über Korfu reingesteckt habe. Dieses grüne Meer und gelbe Felsen drinnen, haben mich immer fasziniert und seitdem wollte ich schon immer auf die Algarvé. Jetzt bin ich da, und von den Farben, haben ich noch nicht so viel, wie ich sie mir vorgestellt habe.

Diesen Eintrag lasse ich aucb bei Juttas Naturdonnerstag verlinken: 

http://kreativ-im-rentnerdasein.blogspot.de/2016/06/der-natur-donnerstag-dnd-29.html

Kommentare:

  1. Hat der Wetterbericht doch tatsächlich leider mal Recht behalten. Sowas ist natürlich immer ärgerlich, vor allem wenn man Fotos machen will, aber nicht zu ändern wird es dir bestimmt immer in beeindruckender Erinnerung bleiben.

    Mit den Strommasten ist natürlich gefährlich, und dabei musste ich an die Umsiedlungsaktion bei Christa denken^^ Mit der Aussage des Seitenstreifens auf der Autobahn wäre ich allerdings vorsichtig; auch wenn dort kein großer Verkehr ist, ich denke mal es ist bestimmt nicht erlaubt und falls Policia vorbeikommt dann gibt es eine Strafe...die ja meist bei Touristen auch noch höher ausfällt ;-)

    Schön zu lesen dass das Wetter sich aber wieder gebessert hat. Bin schon gespannt auf den nächsten Post.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Hallo Nova,
      ich kann nicht bei allem Regel so ernst denken, wir machen davon noch viel wildere Sachen auch. Ich bin keine so richtig brave. ;-) Sonst wäre mein Leben tot langweilig. ;-)
      Das Wetter hat sich für den Nachmittag gebessert, danach war wieder ganz schlimm.
      Es war ein mächtiges Erlebnis dese vielen Störche zu sehen.
      Liebe Grüße

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  2. So viele Störche, boah. DAs ist ja schon wieder komisch fast. Und die nisten auf Strommasten? Ist das gesund? Na die werdens ja wohl hoffentlich wissen! Ich hab in meinem ganzen Leben vielleicht 3 Störche gesehen, mindestens 2 davon im Zoo. Tssss. Verrückt. GlG Anne

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    1. Wie ich es auch bei Christa gelesen habe, hier werden Störche wehen Stomkabel sogar umgenistet, dort ist es normal. Bei der Menge hätte da der Herr Storchumnister Arbeiten, womit er nie in seinem Leben fertig wäre. ;-) Bestimmt sterben dadurch einige Jungtiere, aber ich würde es auch zu der "natürlichen" Selektion dazu rechnen.
      Liebe Grüße

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  3. Hallo Flögi,
    auf Strommasten nisten, das habe ich noch nicht gesehen und schon gar nicht so viele Storchennester dicht an dicht, ein faszinierender Anblick. Deine Flugbilder der Störche sind absolut fantastisch. Du hast die Eleganz dieser staksigen Vögel wunderbar eingefangen!
    Ich war auch schon an der Algarve und auch schon in Lagos. Ja, damals hat es dort auch "geschüttet", aber dann wurde es rasch wieder besser. Die Küste ist einfach sensationell. Ich träume heute noch davon.
    Liebe Grüße
    moni
    http://www.reflexionblog.de

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    1. Hallo Moni,
      vielen Dank für deinen Besuch bei mir.
      Es war nur der Anfang, wir haben später noch mehr und mehr Störche gesehen, die Berichte kommen noch erst...
      Liebe Grüße

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  4. Hallo liebe Andrea,
    schade das Ihr kein schönes Wetter hattet, aber so ist eben.
    Mir stockt der Atem wenn ich die vielen Storchennester sehe wie sie auf den Strommasten plaziert sind. Da kann man nur hoffen das sich die Jungen bei ihren ersten Flugversuchen nicht verletzen.
    Schöne Bilder hast Du wieder gemacht!!
    Toll auch der Storch mit dem Nistmaterial im Schnabel.
    Auch die alten Korkeichen... einfach Klasse!

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Hallo Biggi,
      Danke. Ich war von den Korkeichen auch sehr begeistert.
      Und wenn dich die Storchenstory weiter interessiert, ich bemühe mich gerade darum, weiter zu berichten, da es war erst nur der Anfang, es kommen noch mehr Störche.
      Liebe Grüße

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  5. Liebe Flögi,
    der Wahnsinn deine Aufnahmen!!!!
    Solche Storchnestsammelstellen habe ich ja noch nie gesehen..... Das scheint in dem Land schon eine Besonderheit zu sein!!!!
    Ich freu mich sehr, dass du diese Fotos mitgebracht hast!!!
    Und die Bäume sind auch ein Traum ich mag Bäume sehr...
    Danke für dein Freude machen, herzlichst monika*

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    1. Danke Monika, es freut mich, daß die Bilder dir so gefallen haben. Morgen kommen weietere.
      Liebe Grüße

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  6. Natur pur, liebe Andi und mir gefallen die Korkeichen so gut. :-)
    Nun sind sie endlich da, die vielen Storchenfotos, freu! :-)
    Die Störche waren fleißig am Bauen, da heißt es, viel Nistmaterial zu den Nestern bringen. Hast du super erwischt. :-)

    Boaaaah, ich würde die Nester glatt alle von den Strommasten entfernen wollen.
    Aber darum schert sich in Portugal dann doch keine Mensch. Bei uns ist so etwas hier undenkbar, zumindest sehen es die Tierschützer nicht gerne, weil es definitiv auch äußerst gefährlich ist.

    Liebe Grüße
    Christa

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    1. Liebe Christa,
      stell dir vor, manchmal standen so Maste mehrere zehn hinter einander in der Reihe auf den Wiesen und auf jedem Mast waren so viele Neste. Also mindestens 30 Storch pro Mast, also keine Ahnung...330 Storch per Quadtarkilometer :-) oder so :-) Es war echt der Wahnsinn.
      Ich glaube da würde ein Kampf dagegen, daß sie in den Strommasten brüten, verloren.
      Liebe Grüße

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  7. Wonderful bird photos, wonderful old trees! Have a lovely evening!
    LG riitta aus Finnland

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  8. Hallo Flögi,
    vielen Dank für die Bilder der Storchennester in Bäumen - gerade letzte Woche haben eine Freundin und ich überlegt, wo Storchen auf nicht menschengeschaffenen Plätzen brüten....

    Viele Grüße aus dem Wendland
    Silke

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    1. Dann mußt du, liebe Silke, meinen Bog morgen nochmal anschauen, da kommt noch ein Storchenbericht, mit noch mehr unmöglichen Brutplätzen.
      Danke für deinen Besuch bei mir.
      Liebe Grüße

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  9. Hallo Flögi,
    ich glaube allmählich, an der Algarve gibt es öfter Regen als man denkt. Wir haben dort vor zwei Jahren im Herbst unseren Urlaub verbracht und haben dabei lagos nur im Regen erlebt :-( Trotzdem war es irgendwie schön. Störche haben wir damals auch viele gesehen. Zumindest hat mich die Algarve mit ihren Steilküsten damals so sehr beeindruckt, dass ich ihr einen Platz in meinem Krimi gegeben habe. Hier gibt es ein paar Fotos: http://mainzauber.de/hp2012/2014/10/algarve-azulejos/ und auch hier nochmal: http://mainzauber.de/hp2012/2014/10/algarve-letzte-bilder/
    Leider, leider habe ich meine unbearbeiteten Originalfotos verschlampt. Das ärgert mich fürchterlich. Also muss ich unbedingt noch mal an die Algarve fahren ;-)
    Liebe Grüße
    Elke

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    1. Hallo Elke,
      vielen Dank für deinen Besuch hier.
      Ich habe bei dir auch rumgeschaut und es gefällt mir bei dir.
      Mit regen bist du scon die zweite, die es sagt, muß es dort wirklich häufiger sein. Liebe Grüße

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