Freitag, 29. Juli 2016

Griechenland 2016 - Vikos Schlucht, Zagoria-Dörfer, Vikos-Aoos Nationalpark (Teil 2.)

Wonach wir bei Oxia in die Vikos Schlucht runterschauen fahren Richtung Monodenri zurück, und von dort einen großen Halbkreis außerhalb um die Schlucht fahrend, erreichen wir durch Aristi die Dörfer Vikos und Papingo.

Aristi



Die Straße, die nach Papingo führt
Bei Aristi ist eine Abzweigung, zu den zwei Dörfern. Erst fahren wir nach Vikos.





Vikos ist ein winziges Dorf. Die Straße die dorthin führt, lässt sich nachdenken, ob die großen Risse drin von Erdbeben entstanden sind und wann stürzt die halbe Straße in die Tiefe herunter. Die Ortschaft liegt am Ende der Schlucht, weit oberhalb deren. Man könnte seine lange Wanderung hier anfangen, ein steiler Pfad führt herunter. Unten steht ein kleines Kloster und neben dem läuft der Fluß Voidomatis in unglaublichen türkisen Farben. Es zieht uns wie Magnet an, in der glühenden Hitze gehen unsere Gedanken darum, es wäre schön darein zu springen und Abkühlung zu finden. Aber es wäre ca. ein 2-stündiger Abstecher und so viel Zeit haben wir nicht mehr.








Wir fahren dann Richtung Papingo weiter. Große Greifvögel kreisen am Himmel und schreien mystisch. Grüne Flüsse fließen laut und schlingelnd in den tiefen Tälern. Eine Märchenlandschaft ist es. Das Wasser dieser Bergflüsse ist mehr als eiskalt. Wir können es schwierig verstehen, wieso, wobei die Luft wirklich glüht. Ein Baden ist untersagt, man bekäme innerhalb Sekunden Muselkrämpfe. Ein junger Mann macht einen Versuch, aber sofort als er im Wasser ist, rennt auch raus. Schade, wir hätten unsere Badesachen oben im Koffer und wünschten uns diese Abkühlung, aber es ist für uns nicht mehr in dem ertragbaren Bereich.












Papingo

Bei Papingo befinden sich einige Naturpools, wo das Wasser steht und dadurch etwas wärmer ist, hier könnte man baden, aber wir haben leider die Zeit nicht mehr. Wir haben heute noch einiges vor uns. Hier hätten wir mehrere Tage für dieses Gebiet gebraucht. 








Dann müssen wir die ganze Strecke Richtung Monodendri zurückfahren und bei einer Abzweigung dann Richtung Kipi abbiegen. Auf der Strecke stehen die meisten alten Steinbrücken. Die müssen wir nicht mal suchen, da sie alle entlang der Straße sind. Die größte Brücke ist die Kokoris, parallel dieser führt eine neue Brücke der modernen Straße. Vom Parkplatz kann man über diese alte Brücke spazieren. Echt beeindruckend. Und ich kann es mir so schwierig vorstellen, wie wurde so was vor tausend Jahren gebaut und wieso hält noch immer???







Weiterfahrend sehen wir noch mehrere ganz kleine Brücken, aber wir halten erst nicht an, nur später auf dem Rückweg. Uns ist die Zeit davon gelaufen, es ist fast schon 17 Uhr und wir müssen noch nach Parga fahren.

Die Brücke Kontodimou vor Kipi:





Die berühmteste Brücke, mit drei Bögen, bei Kipi, die Kalogeriko:











Auch noch um 17 Uhr brennt die Sonne so stark, als Mittag wäre. Wir müssen jetzt hier Abschied sagen und weiter nach Parga fahren. auf dem Weg halten wir erneut bei dem Lidl in der nördlichen Grenze von Ioannina/Perama, und kaufen von 50 Euro den ganzen Lebensmittelvorrat (Gemüse, Obst, Fetakäse, Käse, Salami, alle Getränke, 18x1,5 Wasser, alle Biere, einen Wein, Olivenöl...) für unsere erste Woche ein. Damit sparen wir sehr viel Geld, da die örtlichen, eher für Touristen  da stehende Supermärkte mindestens dreifach höhere Preise haben und wir müssen nur täglich noch frisches Brot kaufen, nichts anderes.
Wir fahren nach Ioannina noch ein Stück auf der Autobahn und danach herunter auf ewig lang ziehenden, sehr kurvigen Straßen von den Bergen zu der Küste. In mehreren Dörfern sehen wir Störche.


Unsere Unterkunft in Parga liegt weit hinter dem Strand in einem Olivenwald, es hat keine Adresse, nur GPS-Koorinaten in der Beschreibung, die übrigens das Navi meines Handy nicht nehmen mag, so dauert es eine nervige halbe Stunde Rumkutscherei bis wir sie finden. 
Das schöne Apartmenthaus liegt ca. 300 m hinter dem großen Valtos Beach, sehr ruhig, tief in dem Wald. Eine wunderschöne Lage hat es, mitten in der Natur. Die Besitzerfamilie empfängt uns sehr freundlich und herzlich. Die Einrichtung ist einfach, aber schön und für uns ausreichend. Mir gefallen besonders die modernen Schiebetüre und der große Balkon. Das Zimmer ist mächtig aufgeheizt, ohne Klima würden wir hier keine Sekunde aushalten, sogar nachts muß es laufen, was ich normalerweise nicht ertrage, auch in diesem Urlaub habe ich jeden früh Halsweh und Schnupfen, aber anders geht es nicht.
Es gefällt uns sehr, nur einen Nachteil hat es, was wir erst am nächten Tag erfahren, daß die Sonne von früh bis Mittag auf den Balkon reinscheint. Ohne Schutz fühlt man sich dort nach 5 Minuten als in dem Grillgerät sitzen würde, es ist einfach unerträglich. Da wir eben im Urlaub sehr gerne sehr lange am Balkon bei dem Frühstück sitzen mögen, ist sehr schade dafür. Unsere Morgen sind hier etwas zerstört, da wir ständig rein und raus rennen und zum Schluß unseren Kaffee und Tee am Bettrand sitzend unter der Klimaanlage trinken.


Wir sind zu erledigt dafür, daß wir noch in den weitliegenden Stadtkern gehen würden. Wir machen selber Abendessen, einen gigantisch großen griechischen Salat, wozu wir noch Sardinen Konserve essen. Es sättigt uns und ist auch megalecker. Wir sind völlig zufrieden.


Kommentare:

  1. Auch wieder wunderschön lädt das Wasser tatsächlich zum reinspringen ein. Auch sowas von kristallklar und herrlich in der Farbe.

    Bei solchen Bauwerken, egal welcher Art, muss ich auch immer gleich an die Meisterleistung der Erbauer denken. Die hatten schon Ahnung von der Statik und wussten genau was sie machen, und dies ohne die heutigen Hilfmittel. Meisterleistungen und um so schöner das dort noch soviele Brücken vorhanden sind.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Ich liebe diese Brücken, die strahlen so eine besondere Stimmung aus.
      Liebe Grüße

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  2. Liebe Flögi,
    welche schönen Ausblicke und Einblicke, welch ruhige, einzigartige Stellen und Plätze,
    welch schönes Land welch tolle Natur, Urlaub pur und das nur vom Sehen!
    Dankeschön von Herzen......
    Monika*

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  3. Eine unglaublich schöne Landschaft, durch die ihr da gefahren seid, liebe Andrea – und die alten Brücken sind wirklich faszinierend. Griechenland hat ganz offensichtlich noch um einiges mehr zu bieten als Strand. Ich glaube nur, dass ich dort lieber in einer nicht ganz so heißen Jahreszeit unterwegs wäre, vielleicht im Mai oder im Oktober … aber unter Umständen gibt es da andere Nachteile als die Hitze (?)

    Liebste rostrosige Sommergrüße, Traude

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    1. Hallo Traude,
      nee, wüsste ich nichts. Aber für mich Mai-Juni noch zu fürj ist wegen Baden, weil das Meer eiskalt ist, und im Oktober kann man das Wetter nicht mehr ausrechnen, da kann noch heiß sein, aber auch sehr windig und regnerisch. Eigentlich September ist am besten, nur da dauert bei usn oft ziemlich lang die Schulferien und so lang darf ich nicht weg. Leider ist es gar nicht einfach eine richtige Zeitpunkt auszuwählen. Aber wnn ich nur in die Berge ginge, also nur wandern und nicht zu dem Meer, dann würde ich auch im Mai dahinreisen.
      Liebe Grüße

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  4. An deinen Fotos kann man wieder sehen, es gibt überall auf der Erde wunderschöne Fleckchen, welche es sich anzuschauen lohnt. Ich finde es toll, auf diese Art den ein oder anderen Platz zu entdecken, um selbst einmal hinzufahren. Vielen Dank für die vielen tollen Bilder. PS. Deine Frage zur Clematisfotografie habe ich in meinem Blog bei den Kommentaren beantwortet! LG Marion

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