Mittwoch, 14. September 2016

Wanderung am Spitzingsee zu Rotwand, Soinsee und Taubensteinhaus

Endlich waren wir wieder wandern. Es klappt fast nie, da wir den oft einzigen freien Tag nicht fähig sind für Frühaufstehen zu opfern. Es war auch diesmal sehr aunstengend um 7 Uhr aus dem Bett zu kommen und weil es Samstag war und schönes Wetter, dazu noch Ferien in Bayern, standen wir auf der Autobahn schon bei der Anfahrt im Stau. So wurde es 10 Uhr, als wir bei dem Spitzingsee ausgestiegen sind und 4 Euro für den Parkplatz zahlen durften. 

Ich bereite mich auf Wanderungen normalerweise von örtlichen Wanderkarten oder Wanderführer vor, aber die haben wir doch nicht von jedem Gebiert zu Hause in der Schublade, so war es heute spontan, es wird wie es wird, wir schauen einfach die Schilder an, und wählen uns was aus. 

Da wir viel lieber oben wandern mögen, wo schon zwischen Felsen gehen müssen und freie, breite Blicke in die Täler und in die Ferne haben, als durch den Wald, was uns irgendwie immer sehr langweilt, haben uns hier entschieden mit der Seilbahn erst raufzufahren. Die erste Überreaschung war dann der Preis von dieser mini "Furzkabinenbahn", 18 Euro pro Person. So ist schon mit der Parkgebühr 40 Euro weg. :-( Nicht mal in die Natur kann man billig gehen, oder man soll viel bessere Kondition haben, wie wir. Wir haben die ersten 600 m Höchenunterschied abgespart. Und wie gut war es so!
Zuerst sind wir 2,5 km mit nur knapp 300 m Höhenunterschied zu dem Rotwandkreuz aufgestiegen, dazu brauchten wir fast 2 Stunden (mit Fotopausen).



Blauer Eisenhut:




gewöhnliche Kuhschelle verblüht:
































Von dort gingen wir bei dem Rotwandhaus vorbei und stiegen wir durch ein langes schönes Tal zu dem Soinsee erneut gut 2 km und 300 m herab. Hier hörten wir Murmeltierpfiff und ab dann haben meine Augen nur noch nach Murmeltiere gesucht. Einmal saß ein sehr großes älteres Tier auf einem Fels, direkt vor mir, aber es merkte mich schneller als ich es und war schon ganz schnell untern den Latschenkiefern verschwunden. 
















Der See lag sehr schön drinnen und auch auf dem Weg lagen paar Privathütten, die absolut stimmungsvoll waren. Wir hielten Pause auf einem großen glatten Fels am See und machten Pausenbrotzeit. Wir brauchten Kraft zu dem Aufstieg. 












Die ganze Zeit suchten meine Augen nur noch nach Murmeltieren, aber nichts gesehen. Dann über dem Kamm stiegen wir erneut ab in ein neues Tal (heute wie auf der Achterbahn, ständig rauf und runter, immer 300 m). Und in diesem neuen Tal hörten wir erneut Murmeltierpfiff und kurz danach sahen wir die ersten drei Murmeltiere. Die sind total süß, grüßen sich sogar mit Kuss, wenn sie zu ihrem Loch nach Hause kommen und das zuhausegebliebene seine Nase aus dem Loch steckt.











 









Wir hätten gerne hier noch Stunden mit Tierbeobachtungen verbracht, aber es ging nicht, da wir unsere letzte Seilbahn um 17 Uhr erreichen mussten, und vorher schon wieder einen Aufstieg zu der letzten Hütte davor meistern mussten, wo wir noch eine Schorle trinken und ein paar Wiener essen wollten. Das klappte auch alles prima, aber ich würde am liebsten hier zurückgehen, und mit Qual mein großes Teleobjektiv mitschleppen und einen ganzen Tag lang nur Murmeltiere fotografieren. 
Es war ein sehr schöner Tag, mit 9 km, ca. insgesamt 1000 m Höhenunterschied und wir kamen gefühlt wie leere Hüllen nach Hause. Wir waren so was von erledigt, wie schon lange nicht. :-) 

Kommentare:

  1. Am früh Aufstehen hapert es bei mir meist auch - wobei, wenn man sich aufrafft, ist es immer klasse.

    Deine Fotos sind genial!!! Die machen richtig Lust drauf. Und die Höhenmeter sind nicht zu unterschätzen. Alle Achtung!

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  2. Das schaut aber auch wieder schön aus und erinnert mich an meine Wanderungen in Österreich (als Kind). Klasse dass du dann doch noch zahlreiche Murmeltiere beobachten konntest, und die Fotos finde ich auch sehr gelungen.

    Wegen dem Schleppen: müsste doch auch eine Möglichkeit geben dort hochfahren zu können oder ist es nur für die Bewohner gedacht? Dann würde ich doch mal den Schweinehund überwinden und ganz früh schon bei Sonnenaufgang vor Ort sein, mit Tele und viel Zeit ;-)

    Ich bin immer froh dass ich eine Frühaufsteherin bin, schon immer war.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Nein, es gibt nur landwirtschaftliche Wege für die Berghütten, aber normaler Mensch darf man da nicht mit dem Auto rauf.
      Wo das letzte Haus war, wo wir Pause gemacht haben, von dort waren die Murmeltiere ziemlich nah, also das wäre noch machbar (kostete halt wieder 18 Euro Gondelbahn). Es wäre vielleicht im Frühjar interessanter, wenn sie verliebt bei der Paarung in den Hängen rollen, das haben wir einmal in den Dolomiten gesehen, wäre schön jetzt mit einer ernsthafteren Kamera dabei zu sein.
      Liebe Grüße

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    2. Also dann würde ich dort einen der Berghüttenbauern mal ansprechen oder die Betreiber wo ihr Pause gemacht habt. Unter Garantie würden sie einen auch mitnehmen oder auch hochfahren (kleines Geld) und dann schleppt es sich "halt" nur runter oder man kann wieder mitfahren.

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    3. Diese Option würde nur funktionieren, wenn diese Hütten unten am Perkplatz stehen würden, aber da sie noch ca. halbe Stunde Wanderung nach der Bergstation der Seilbahn stehen, kann ich sie erst fragen, wenn ich schon dort bin, dann brauche ich sie aber nicht mehr. ;-)
      Liebe Grüße

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    4. Ach Schätzelein...ich wette an der Seilbahnstation oder im Ort bzw. unten irgendwo nachgefragt kennt man die Besitzer. Dann einfach anrufen ;-)

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    5. Ich bin in vielen Sachen extrem eigenwillig und drücke mich oft unverschämt durch. Aber wenn es um fremden Menschen geht, da bin ich viel zu viel schüchtern zu so was. Würde ich mich nie trauen so aufzudrängen. ;-)
      Liebe Grüße

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  3. Hallo Andy,
    wunderschöne Fotos von diesem einen einzigen Ausflug. Der Blick ins Tal und auch zu den Bergen ist traumhaft schön, aber auch die Distelblüte und die Murmeltiere sind herrlich !
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  4. Sooo schön...in dieser Welt fühle ich mich wohl.
    Super Bilder von eurer Wanderung. Die Murmeli sehen ganz gut genährt aus, brauchen sie auch über den Winter. :-) Schön das ihr sie sehen konntet.

    Alles Liebe
    Julia

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    1. Ich dachte nie, daß es in den deutschen bergen auch Murmeltiere gibt, gesehen haben wir sie noch nie, obwohl wir schon so viele Wanderugen gemacht haben. Jetzt freut es mich auch total, daß es sie hier auch gibt. Liebe Grüße

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  5. Das sind wundervolle Fotos! Wir waren heuer am Großglockner und dort gibt es auch so ein tolles Almgebiet. Unter anderem. Dein Feed geht jetzt.

    Lg kathrin

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    1. Wir waren schon vor 11 Jahren bei dem Großglockner und dort haben wir recht viele Murmeltiere gesehen.
      Es freut mich, daß der Feed funktionirt. Ich schaue auch bald bei dir vorbei.
      Liebe Grüße

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  6. Toll, Murmeltiere mag ich total gerne, wenn man sie auch recht selten zu Gesicht bekommt und noch seltener mit Kamera im Anschlag ;) Früher habe ich recht viele gesehen, auch viele Junge.

    Dein Ausflug hat mir sehr gut gefallen, tolle Bilder hast Du mitgebracht. Über die Preise wundere ich mich mittlerweile nicht mehr, die werden jedes Jahr höher :(

    Liebe Grüße
    Björn :)

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    1. Hallo Björn,
      es freut mich, daß es dir gefallen hat.
      Wir haben Murmeltiere viel in Österreich und in den Dolomiten gesehen, ich dachte, ich muß wieder dahin, damit ich sie wieder sehen kann, jezt bin ich glücklich, daß es sie auch bei uns gibt.
      Liebe Grüße

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  7. Uff, die Preise sind ja ganz schön, was....
    Aber gelohnt hat es sich alle mal!

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  8. Die Bilder, die du von eurem Ausflug mitgebracht hast, sind IRRE toll, liebe Andrea, ich glaube nicht, dass du dir Gedanken machen musst, dass du Fotografie nicht im Nebenjob machen könntest. Wie ist es dir denn beim Menschen-Fotografieren ergangen bei eurem Familienfest? Ich habe jedenfalls die Erfahrung gemacht, dass mit einer guten Kamera und etwas Übung nicht viel schief gehen kann - einfach so viele Fotos machen, dass automatisch ganz viele gute dabei sind ;o)) Das Tele, das du in deinem Profilbild zeigst, ist ja der Hammer - was ist das für eines? Dieses Teil auf einen Berg raufzuschleppen stelle ich mir allerdings gewaltig mühsam vor. Aber ich kann die Verlockung verstehen, die Murmeltiere sind wirklich entzückend. Und auch sonst hattet ihr viele tolle Motive. Da hat sich sogar die teure Fahrt mit der "Furzkabinenbahn" (grins!) gelohnt!!!
    Herzliche rostrosige Grüße,
    Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/09/a-new-life-9-wasser-ist-leben-teil-1.html

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    1. Hallo Traude,
      unsere Familienfest wird jetzt am WE, aber es ist nur ein kleines Essen, und hauptsächlich innen und in Innenraum mit Blitz hasse ich fotografieren...
      Das ist das Sigma Contemporary 150-600 mm. Habe mir im Februar gekauft, schrieb ich auch drüber im Blog. Ist ja ca. 2,5 kg schwer (+Kamera + Stativ sind um die 6 kg).
      Bei uns heißt alles "Furz...", was klein oder bedeutungslos ist. :-)
      Liebe Grüße

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