Dienstag, 20. Dezember 2016

La Palma - Abschied von der Insel und von der Katze

Wir verlassen erst mittags das Haus, davor machen wir noch ein ausgiebiges Mittagessen von restlichen Sachen. Die Katze ist den ganzen Vormittag nur in der Küche und ich streichele und knuddele sie ständig. Ich habe schon Angst vor dem Abschied. Heute bekommt sie zwei Futter und dann ißt sie die alle. Als wir die Koffer ins Auto packen, schaut sie neugierig danach, was wir tun und guckt irgendwie schon komisch, als ob sie schon wüsste, dasß wir jetzt weggehen. Wenn sie nicht dumm ist, weiß sie es ja auch, hat schon einiges Mal mit anderen Gästen erlebt. Ich will nicht, daß sie hier hungern wird, aber eine Lösung gibt es nicht dagegen. Ich schreibe mit der Hilfe des Wörterbuches einen kurzen Brief zu unserem Vermieter, er soll sich bitte um die Katze kümmern. Wir haben uns auch überlegt, daß wir die Katze mitnehmen, zum Tierarzt bringen und die nötigen Papiere besorgen. Aber was ist, wenn sie jemandem gehört? Wir können nicht einfach jemandem sein Haustier klauen! Und sie würde auch ganz verzweifelt, sie ist hier frei, was würde sie bei uns in einer Wohnung in dem zweiten Stock suchen?
Ich gieße eine Plastikbox von Streichkäse mit Milch voll, mehr kann ich nicht tun, diese lege ich auf die Veranda raus. Die Mieze geht sofort dazu hin und ich streichele sie noch, dann steigen wir ins Auto und sie springt von der Milch auf die niedere Steinmauer, rennt Richtung Auto, dann hält auf einmal an und starrt uns komisch an. Ich springe aus dem Auto und nehme sie hoch und zerknuddele sie und dann fahren wir und ich bekomme einen Weinanfall, daß ich damit nicht aufhören kann. Ganz bis Madrid heule ich, daß M. schon böse auf mich ist, da ich schon so aussehe, als ob er mich mißhandeln würde. ;-) Es ist ein furchtbares Gefühl. 

Wir haben viel gerätselt, wo sie hingehören konnte. Es waren nur 3-4 Häuser in der Nähe, zwei davon hatten Hunde, vor denen auch die Katze große Angst hatte. Wenn sie jemandem gehört hat, hat doch dieser jemand ihr auch essen gegeben, dann hätte sie sich nicht an dem ganzen Tag bei uns aufhalten sollen und so viel nach Essen betteln müssen. Sie war quasi nur bei uns und hat auch jeden Tag mehrmal in ihrem Revier Gänge gemacht, hat ihn geschützt von anderen Katzen, daher dachten wir, die gehört einfach zu dem Grundstück und ist auch daran gewohnt, daß da ständig andere Menschen kommen, die ihr mehr oder weniger Futter und Zuneigung schenken. aber was ist, wenn eine Woche lang das Haus leer steht oder die neuen Gäste mögen keine Katzen?
Ich habe schon immer Katzen gehabt und geliebt, allerdings hatte ich mit denen noch nie viel Glück, ich habe immer wilde Katzen gehabt, die nicht gemocht haben gestreichelt zu werden, die gekratzt und gebissen haben. Und diese hier, hatt so viel liebes an sich, sie war so freundlich und brauchte so viel Streicheleinheiten und war auch total dankbar dafür, was sie von uns bekommen hat. So würde ich mir eine Katze immer wünschen, so tat es mir doppelt und dreifach weh, sie hier zu lassen. 

Die Heimreise läuft schnell und reibungslos ab.










Kommentare:

  1. Schon mal geschrieben brauchste dir wegen Futter keine Angst machen, die sah schon gleich am Anfang nicht abgemagert aus und sie wird auch bekommen. Vielleicht gehört sie ja auch auf die Bananenplantage zum Vermieter. Damals, Stella von Nachbar gegenüber war auch, nachdem sie meine "Hand" gereicht bekommen hat auch immer bei mir. So das Nina, die Nachbarin schon fragte ob es nicht nerven würde. Nee...hat es nicht, und du weisst ja noch wo sie sich letztendlich auch sicher gefühlt hat...ansonsten wäre sie nicht dort vom Flachdach in der Nacht "abgehauen" zu mir ins Schlafzimmer um dort ihre Jungen zu bekommen und in Sicherheit zu wissen.

    Eure La Palma Samtpfote hat sozusagen auch mit euch ihren Urlaub gehabt. Endlich mal anderes Futter, immer Leckereien und dazu noch so viele Streicheleinheiten. Denke wirklich sie kennt es schon und wartet dann ganz gierig auf nächste Gäste um abchecken zu können^^

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Deshalb nannte sie M. Futterhure, da er meinte, sie kommt bestimmt sofort, wenn neue Gäste sind, testet sie und wenn diese lieb sind, dann schmust sie so lange rum, bis sie da alles bekommt und darf, aber ihre Liebe ginge nur um das Futter, wáre nicht so war, wie meine zu ihr...Also, quasi die Katze "verkauft sich für Futter".
      Liebe Grüße

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  2. Bin auch ein Softie was Tiere angeht und kann dich vollkommen verstehen!

    Mersad
    Mersad Donko Photography

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  3. Zwei dieser wundervollen Tierchen leben bei uns... es reicht, wenn der Koffer geholt wird - egal ob der für einen oder eine Übernachtung gepackt werden muss, sie verstehen viel mehr als wir meinen. Verstehe Dich zu gut!

    Lebkuchenfeine Grüße von Heidrun

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