Mittwoch, 21. Dezember 2016

La Palma - Dörflicher Tourismus

Hier möchte ich noch paar Sätze über den dörflichen Tourismus auf La Palma schreiben.
Meine Infos habe ich aus unterschiedlichen Seiten aus dem Internet gesammelt, aber Nova könnte bestimmt da mehr dazu erzählen, sie hat mich darauf nämlich aufmerksam gemacht.
Als wir auf die Insel gereist sind und vorher dieses wundervolle Haus ausgewählt haben, wussten wir noch nicht, daß wir mit unserer Reise Einheimische unterstützen. Dann habe ich das ganze Internet durchwühlen müssen, um genauere Infos zu finden, aber viel habe ich nicht gefunden.
Das Programm, das in ganz Spanien Häuser anbietet, heißt "Turismo rural" (ähnlich wie ländlicher oder dörflicher oder sogar landwirtschaflicher Tourismus). Die Häuser heißen Casa rurales und alle sind uralte ländliche Häuser, die meistens schon zerfallen waren. Der Nachwuchs der ehemaligen Besitzer hängt meistens an diesen Häuser, da sie die mit Familientraditionen, Erinnerungen in Verbindung bringen, verkaufen wollen sie sie nicht, aber oft fehlt das passende Geld zum Renovieren. Hier hilft (?) - glaube ich, der Staat ihnen, da bin ich nicht sicher, also Info nur von mir gedacht, da ich nirgends darauf bezüglich Texte im Internet gefunden habe.
Auf jeden Fall in Rahmen dieses Programmes, bekommen sie finanzielle Unterstützung die Häuser in ihrer ursprünglichen Form restaurieren zu können. Dies beschafft Arbeitsplätze für örtliche Handwerker, die gerne noch ihren alten Beruf ausüben. Wenn das Haus fertig ist und noch die originalen Bauelemente in sich enthält, können die Menschen, die sonst noch in der Landwirtschaft bzw. Obst- oder Gemüseanbau tätig sind, vermieten. So ist ihr Einkommen gesichert, da sie mit der Landwirtschaft nur wenig Geld verdienen und unnmittelbar, aber gezwungen sind ihre Dörfer, ihre Heimat zu verlassen und in die größeren Städte ziehen, wo sich mehr Arbeit anbietet. 

So, daß wir die Bedeutung des "turismo rural" nachträglich erfahren haben, bekommen wir ein gutes Gefühl, daß wir einen Einheimischen, der sehr fleißig an seinen Bananenplantagen arbeitet, auf dieser Weise unterschtützen konnten. Schade, daß uns die gemeinsame Sprache gefehlt hat und nicht weiteres darüber am Ort erfahren konnten.

Oft is es so, wie in Österreich bei einem "Urlaub auf dem Bauernhof", daß man als Urlauber in dem selben Haus wohnt, wie der Besitzer auch und bei Interesse kann der Besucher in das alltägliche Leben mit einbezogen werden. 

Kommentare:

  1. Liebe Andi,

    ich finde es gut, dass du deinen Reisebericht durch diesen Beitrag noch ergänzt hast. Denn heutzutage wird das Reisen ja relativ skeptisch betrachtet, weil Flüge oder lange Autofahrten nicht gut für den „ökologischen Fußabdruck“ sind und durch Massentourismus gewiss einiges zerstört wird (z.B. hässliche Hotelbauten an einstmals schönen Stränden etc.) Es gibt aber eben auch eine Form von Tourismus, die gut ist für die Erhaltung von ursprünglichen Zuständen, von Traditionen, von Natur, von Tierwelt. Wenn keiner sich für ein Land und seine ursprüngliche Schönheit interessiert, dann ist es nämlich auch egal, ob dort die Wälder abgeholzt, die Tiere gewildert, die schönen alten Häuser abgerissen werden etc. Für dich und mich, die wir Reisen als Lebenselixier betrachten, ist es ganz besonders wichtig, zu wissen, dass wir damit auch etwas Positives bewirken.

    Deinen Bericht über den Abschied vom Haus und von der süßen Katze habe ich sehr gerührt gelesen. Ich kann dich so gut verstehen, ich hätte mir vermutlich auch die Augen aus dem Kopf geheult. Zum Glück waren wir schon eine Weile nicht mehr lange genug an ein und demselben Urlaubsort mit Katze(n), dass ich mich dermaßen in ein Tier verlieben hätte können. Denn es wäre mir ganz unmöglich, in unser Haus noch eine weitere Katze mitzubringen – vor allem unsere schwarze Katze Nina könnte damit absolut nicht umgehen. Aber was Nova geschrieben hat, kommt mir sehr plausibel vor – die süße Katze hat sehr gut genährt ausgesehen, und erfahrungsgemäß sind Katzen schlaue Überlebenskünstler... und sie sind gerne FREI. Sie können sich selbst versorgen, indem sie Mäuse oder andere Kleintiere fangen, aber wenn sie leckeres Dosenfutter bekommen, dann sind sie natürlich sofort dabei. „Eure“ Mieze sieht clever genug aus, um mit und ohne Touristen ein gutes Leben führen zu können. Aber verstehen kann ich dich wie gesagt sehr gut!

    Dank dir auch sehr für deine liebe Mail! Ich weiß nicht, ob ich noch vor Weihnachten zu einer Antwort kommen werde – auf jeden Fall wünsche ich dir / euch sicherheitshalber schon jetzt ein möglichst angenehmes und schönes Fest und gemütliche, entspanne Feiertage!

    Alles Liebe, Traude

    http://rostrose.blogspot.co.at/2016/12/gewinnerinnen-der-anl-verlosung-advent.html

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Traude,
      danke für deinen lieben Kommentar.
      Die Antwort ist nicht eilig. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Unterstützungen gibt es schon lange nicht mehr und viele Besitzer haben auch verkauft und die neuen Eigentümer haben mit Eigenarbeit und Freunden wieder aufgebaut. Das ist hier meist so, die ganze Familie hilft und es werden meist nur Handwerker aus dem Ort genommen.

    Es ist einfach dieser ländliche Tourismus auf renovierten alten Gebäuden. Zudem gibt es noch Vorschriften was den Einrichtungsstil betrifft und dazu die öffizielle Erlaubnis der Vermietung. Keine Schwarzvermietung wie es ja doch immer noch einige Ausländer hier machen, und somit der jährlichen Steuerzahlung aus dem Weg gehen wollen.

    Allerdings eines habt ihr auf jeden Fall, den "kleinen Mann" unterstützt der liebevoll alles hergerichtet hat und nicht Hotels oder Hotelketten euer Geld gegeben. Vor allem wein der kleine Mann auf den Insel immer noch sehr zu kämpfen hat, da zählt wirklich jeder Cent.

    Somit als Mieter bei einer Buchung über Portale solcher Objekte vielleicht vorab auch schon versuchen ob der Eigentümer nicht eine eigene HP besitzt und auch immer daran denken das man eine Buchung auch tatsächlich machen möchte und nicht vielleicht im letzten Augenblick noch kostenlos storniert (nicht auf dich bezogen!-allgemein für deine Leser gedacht)

    Freut mich jedenfalls sehr das es dir gefallen hat. Ist halt ein ganz anderes Wohngefühl, aber mir persönlich hat es so schon immer gefallen.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Nova,
      danke für deinen Eintrag und Ergänzung. Ja, wir suchen auch immer eigene Homapage, da wir von den ganzen Vermittlern immer ein bißchen Angst haben, daß diese evtl. Betrüger sein könnten. Wenn diese Unterkunft nicht bei dem booking.com gewesen wäre, dem ich vertraue, bin ich nicht sicher, ob wir von dem Reisbüro gebucht hätten, bei dem wir dann doch gelandet haben. :-)

      Ich verstehe, daß dein Satz nicht auf mich bezogen geschrieben hast, trotzdem möchte ich wegen Stornirungen was dazu sagen. Bis jetzt war nur zweimal, daß wir uns zweischen zwei Unterkünften nicht entschieden konnten und vorsichtshalber beide gebucht haben, aber dann frühzeitig, noch eine Woche nach der Buchung (was noch 9 Monaten vor der Reise war) haben wir die eine storniert.

      Es ist mir sehr wichtig solche Unterkunft in booking.com zu finden, welche paar Tage vor der Reise stornierbar ist, weil wir unsere Reisen selber organisieren, alle Bausteine selber buchen, wir machen eine Rücktrittsversicherung nur auf den Flug, alles anderes mag ich deshalb nicht im Voraus zahlen und quasi das ist meine Rücktrittsversicherung in dem Fall, wenn uns was schreckliches zurcükhalten würde, wie schlimme Krankheit oder so, weil sonst gibt es keinen Grund, daß ich zurücktreten würde. Leider riskieren wir jedes Mal viel Geld, ohne dieser Versicherung, aber bei einzelne Bauelemente ist es sehr kompliziert so eine Versicherung abzuschließen (bei Afrikareise haben wir es gemacht), außerdem kostet auch einen Haufen Geld und wie da alles mit Kleinbuchstaben berschrieben ist, mesitens würdest du kaum Geld zurückbekommen und die Wahrscheinlichkeit, daß was passiert ist sehr gering, dabei denken wir so, daß wenn es einmal passiert, dann haben wir einmal großen Pech gehabt, aber jedes anderes Mal großes Glück und es gleicht sich aus. Es wollte ich noch beschreiben nicht nur für dich, sondern für die Leser in Allgemeinem, aber vielleicht mache ich darüber (über alles selber buchen) irgendwann einen extra Eintrag.

      Liebe Grüße

      Löschen
    2. Ja, das meine ich nicht für dich, weil wenn 9 Monate vor der Reise ist es ja noch in Ordnung, allerding kurz vor knapp absolut nicht mehr. Musst mal an die Kleinvermieter denken: Es wird gebucht, das Objekt ist belegt und andere, eventuell interessierte Mieter können es nicht buchen und müssen auf ein anderes Objekt zurückgreifen. Nun freut sich der Vermieter über die Buchung und dann erhält er kurz vor Anreise eine Absage....kostenlose Stornierung: Somit für ihn ein Verlustgeschäft, denn andere eventuelle Anfragen oder Gäste mussten abgesagt werden. Also rein aus dieser Sicht gehen ihm Einnahmen verloren die nicht so einfach wieder aufgefangen werden können. Wie ich schon öfters geschrieben habe, haben die Menschen auf den Kanaren immer noch sehr zu kämpfen, die Krise ist noch nicht ausgestanden und es gibt leider immer noch zu viele "Abspeckungen" von Madrid (steuerlich, Unterstützungen, Sozialleistungen etc.). Deswegen sind die Inselbewohner auch über diese Regelungen nicht glücklich und würden sich liebend gerne vom Festland abspalten. Die Arbeitslosigkeit ist immer noch sehr hoch, einen Arbeitsplatz zu finden schlecht und wenn dann mit einem so geringen Stundenlohn und befristet. Tja, und wenn dann Arbeitslos dann nur nach einer gewissen Zeit überhaupt Anspruch auf Hilfe...die Menschen sind auf sich allein gestellt.

      Für Urlauber sind solche kostenlose Stornierungen natürlich klasse, aber für Kleinvermieter ein Graus, was du sicherlich versehen wirst.

      Ich habe schon immer gesagt: "Alles von beiden Seiten betrachten, sei es bei Entscheidungen z.B. Arbeitgeber-Arbeitnehmer oder wie in diesem Fall Mieter und Vermieter".

      Löschen
    3. Von der Seite gesehen, hast du natürlich recht und ich bin auch ziemlich wütend auf solche Leute, die etliche Unterkünfte vorausbuchen, und wenn sie was billigeres finden, stornieren sie, die blockieren auch für mich die gute Angebote.
      Liebe Grüße

      Löschen