Samstag, 10. Dezember 2016

La Palma - Im Norden

Wir hätten heute auch drittes Mal probieren können auf den Berg raufzukommen, aber wir haben keine Lust mehr noch einmal so früh aufzustehen. Wir schlafen lang, das brauchen wir auch, da wir meistens gegen 1 Uhr in der Nacht ins Bett gehen. Danach sind wir richtig faul und haben zu nichts Lust, am liebsten würden wir den ganzen Tag bei unserem schönen Haus verbringen.
Während wir draußen Kaffee trinken, springt ein kleiner schwarzer harmloser Hund durch einen niedrigeren Teil des Zaunes zu uns rein und steht auf einmal vor uns. Kurz davor hat sich die Katze schon mit den Haaren aufgeblasen und knurrte und schoß weg, wie eine Rakete, da wussten wir noch nicht, warum. Ich treibe den Hund schön durch das Tor wieder raus. Etwas später erscheint er schon wieder von hinter dem Haus und ich stehe auf, und will ihn erneut raustreiben. Wo ich auf das Tor zugehen will, springt daneben eine große Schäferhundmischung rein und rennt bellend, knurrend auf mich zu. Ich schreie, daß es von dem ganzen Barranco widerhallt und wir rennen ins Haus rein. Dort laufe ich zum Schlafzimmerfenster, da es offen ist und sehr nieder ist, nicht daß der Hund reinspringt und sehe eine kleine, mexikanisch aussehende Frau bei unserem Tor stehen und winkt, ob sie reindarf. Sie sammelt ihre Hunde zusammen, wir trauen uns aus dem Haus erst, als sie weg sind. Das ist der Moment, ab dem wir im eigenen Garten ständig Angst haben und nie mehr einen Schritt ohne unsere Stöcke trauen.

Es wird hier nicht sonnig. Ich hätte gerne den Tag für faulenzen, sonnen, lesen am Pool verwendet, aber dazu ist es zu kalt. Also, mittags fahren wir spontan auf den nördlichen Teil der Insel fort. Unterwegs sehen wir mächtige Kieferbäume und Zapfen, von denen wir paar einsammeln, als Zünder für den Grill (die brennen nämlich genial).




Wir fahren nach Santo Domingo de Garafía, die ein sehr separiert liegendes Dorf ist und deshlab schon viele von seinen Bewohnern hier weggezogen sind. 








Überall wachsen hier Drachenbäume.








Wir sehen in der Umgebung mehrere Mühlen (für Getreide oder eher Oliven - ich gebe zu, ich habe nicht nachgelesen). Noch öfter sehen wir Wüstenfalken (oder auch Berber Falke genannt, die aus Marokko stammen), die landen oft vor unseren Augen irgendwo und sitzen direkt vor uns, daß man sie echt gut fotografieren kann, wie hier auf dem einen Arm der Mühle.





Wir erreichen das Dorf Las Tricias, und von hier geht ein Wanderpfad ins Tal der Drachenbäume oder ins Buracas Tal. Diese Wanderung wollten wir machen, aber wir sind zu faul, es ist zu heiß und bei mir ist heute eine starke Erkältung ausgebrochen, also wir lassen es und fahren mit dem Auto so tief ins Tal, wie es geht, um einige Drachenbäume, die älter als 100 Jahre sind, zu sehen.
















Wirklich sind hier sehr viele und sehr große Drachenbäume zu sehen und der Wanderweg würde durch atemberaubend schöne Landschaft führen mit weiten Blicken bis zum bzw. über dem Ozean.










Dann fahren wir Richtung westlicher Inselseite weiter und halten kurz bei einem Aussichtspunkt zwischen Puntagorda und Tijarefe.



Dann kaufen wir noch frische Fische in El Paso in dem großen HiperDino und machen noch danach einen Abstecher zu der La Cumbrecita, wo die Straße vor paar Tagen geschlossen war. Wir können jetzt zu dem Parkplatz des Miradors fahren, und von dort müssten wir noch 20 Minuten auf einem Waldweg laufen, daß wir die Aussichtsterrasse erreichen, wir gehen dort los, aber die Dämmerung ist schneller als wir und da wir nicht in der Dunkelheit hier uns rumtreiben wollen, drehen wir  lieber um.








Kommentare:

  1. Auch ein wundervoller Teil der Insel und soviele Dragos auf einmal habe ich auch noch nicht gesehen; ebenso wie die maroden Windmühlen. Vermisse ich eigentlich auch hier auf der Insel, denn von Mallorca kenne ich es auch noch anders. Gibt immer tolle Fotomotive ;-)

    Klasse Aufnahmen und danke dass du uns in diesen Teil auch mitgenommen hast.

    Liebe Grüssle

    N☼va

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    1. Danke liebe Nova,
      es war echt der schönste Teil für uns der Insel.
      Liebe Grüße

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  2. Eine wunderbare Reise habt ihr unternommen. Handelt es sich um die Insel La Palma? Dort wollte ich schon immer mal gerne hin, da sie noch soviel Natur bereithält. Gerne würde ich auch einmal auf die Azoren. Du hast uns wirklich Appetitt gemacht auf eine Reise zu den Drachenbäumen, um dort zu wandern! Vielen Dank dafür und liebe Grüße Marion

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    1. Ja, wir waren auf La Palma, wie du es von dem ersten Teil meiner Berichtserie erfahren kannst, wo ich über die Insel und Kanaren detaillierter geschrieben habe. ;-) Liebe Grüße

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  3. Hallo Andi,
    das sind wunderschöne Fotos von Eurem Urlaub und diesem Tagesausflug. Mir gefällt dieses verlassene Dorf, die Drachenbäume, der Bussard, die Aussicht.
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  4. Oh, wie wundervoll! Da würde es mich auch hin verschlagen.
    Am Besten finde ich natürlich die Bilder mit dem Raben ;)

    Alles Liebe

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