Dienstag, 31. Mai 2016

Portugal - Sintra, Palácio Nacional da Pena

Nach dem Quinta da Regaleira fahren wir zu dem Palácio de Monserrate, das ein in orientalischem Stil gebautes romantisches Schloß mit einem schönem Garten ist. Hier gibt es genügend Parkplätze, aber der Eintritt ist 8 Euro pro Kopf und im Vergleich den Preis mit den Mengen der Sehenswürdigkeiten, finden wir es zu viel. Unser Interesse ist auch nicht so groß, lieber fahren wir weiter auf den Berg zu dem Palácio Nacional da Pena, das uns wegen seinem verrückten Baustil ziemlich auf Neuschwanstein erinnert. Dieses Schloß hat König Dom Fernando II. mit einem deutschen Architekten, Wilhelm Ludwig von Eschwege bauen lassen, der hier die Baustile von unterschiedlichen Zeiten und Kontinenten zusammengemischt hat. Das Endergebnis entweder gefällt jemandem, oder schreckt anderen ab.


Palácio de Monserrate

Unterwegs neben der Straße, einfach so, ein Brunnen


Entlang der Straße, die unter dem Schloß Pena zieht, kann man überall parken. Wir halten bei einem hinteren Eingang an, wo wir dann die Tickets kaufen: für 14 Euro pro Person (für den Garten, für die Aussichtsterrasse und für das Innere des Schloßes). Wir gehen von hier über steile Pfade durch die große Gartenanlage zu dem Schloß hoch. Wer es nicht so will oder kann, kann sich von dem Haupteingang mit einem Minibus rauftransportieren lassen. Heute ist es dünstig, dampfig warm, der Himmel ist bewölkt, aber man leidet von der feuchten Hitze.


Dieser Gartenschmuck von Gehäkelten sehen wir im Garten. Man kann es auch Kitsch nennen, aber mich fasziniert es trotzdem, sowas mit solcher ingenieurlichen Genauigkeit ausrechnen und anfertigen, musste doch eine höllische Arbeit gewesen sein.











Wir sind fix und fertig, bis wir da oben ankommen und dort sind auf einmal Menschenmassen, die alle nur sich vor dem Schloß stehend fotografieren wollen. Es ist unmöglich ein Foto zu machen, daß da nicht lauter Fremde mit darauf wären.
















Das Panorama ist von hier oben in jeder Richtung schön, aber heute ist Dunst in der Luft und man hat dadurch keinen Fernblick, sonst würde man angeblich sogar Lissabon sehen können. Aber dafür sieht man die maurische Festung gut, worüber wir noch keine Entscheidung getroffen haben, ob wir die auch ansehen wollen oder nicht.

Der Kreuzgang im Schloß:












Die inneren Räume machen auf uns keinen großen Eindruck. Für uns ist es nur eine chaotische Sammlung von Möbeln, Einrichtungsstücken und kitschigen Zubehören. dazu kommt noch, daß wir hier zwischen zwei Abgrenzungen auf einem schmalen Pfad in Gänsemarsch gehen. Mindestens 50 Menschen vor uns hinter uns und manchmal geht diese Schlange einfach nicht weiter. Wir sind schon kaputt von den ganzen und können kaum erwarten, von hier wieder ins Freie zu kommen. 















Als wir hier fertig sind, war es schon uns alles genug und haben in der dunstiger Hitze keine Lust mehr zu der maurischen Burg zu klettern. Wir wollen eher nach Sintra, und dort einen Kaffee trinken oder Eis essen.

In dem Ort Sintra liegt das Palácio Nacional de Sintra, der ehemalige Königspalast. Hier wurde schon in maurischen Zeiten was gebaut und die unterschiedlichen Könige unterschiedlicher Zeiten haben immer etwas dazu gebaut und im unterschiedlichen Stil umgebaut. Sein jetziger Stil hat das Gebäude König Manuel I. (1495-1521) zu verdanken, der es in dem sog. manuelischen Stil umbauen lassen hat.


Königspalast in Sintra





Wir finden durch Glück einen Parkplatz direkt im Zentrum und setzen uns dort in ein Café rein und bestellen zwei Cappuccinos. Fast trifft uns der Schlag, als wir zahlen müssen. Für den Cappuccino in Espressogröße verlangen die hier 4 Euro pro Tasse!!! Dagegen haben wir am Lissabons berühmtesten Aussichstpunkt das gleiche nur für 1,50 bekommen. Danach esse ich noch Eis, wo auch kein Preis dazu steht und zum Schluß zahle ich 4,60 für zwei Kugeln. So ist es, wenn ein Ort so extrem touristisch ist.

Montag, 30. Mai 2016

Portugal - Sintra, Quinta da Regaleira

In der Nähe von Lissabon, herum um den Ort Sintra, der einmal Königssitz war, in den steilen Berghängen befinden sich mehrere weltberühmte Palaste, die einmal Aristokraten aus Lissabon bauen lassen haben.Sintra und einige dieser Schlösser gehören zu dem Unsesco Welterbe.

Um halb 10 in der früh sind wir schon in Sintra  und auf ersten Blick sehen wir die Struktur dieser Ortschaft nicht gut durch, also wir haben nicht viel Orientierung, wo welches Schloss liegt und wo man parken könnte. Wir fahren auf einer sehr kurvigen Straße aus dem Ort aus, bergauf und bald fahren wir bei dem Schloß Quinta de Regalaria, wo man nicht parken kann. Diese kurvige Straße ist sehr schmal und scheint einweg zu sein. Paar hundert Meter weiter oben steht rechts ein anderes Schloß, in dessen Garten viele Autos reinfahren und einfach dort parken. Aber weil wir es nicht wissen, ob man hier parken kann, oder diese Menschen Mitarbeiter der Schlösser sind, trauen wir uns nicht, dareinzufahren, sondern lassen unser Auto vor dem Zaun dieses Schlosses. Von hier spazieren wir zu dem Quinta de Regalaria zurück, welches noch zu ist und warten gegenüber mit mehreren Menschen auf einer Bank sitzend.

Ein Wächter öffnet das Tor pünktlich um 10 Uhr. Der Eintritt ist 6 Euro pro Person und es ist nur für die Gartenanlage, da man in dieses Schloß nicht reingehen kann.










Das Quinta de Regalaria (bekannt auch als Estrada de Monserrate). Der Palast hat am Anfang des 20. Jahrhunderts ein italienischer Architekt im Auftrag von einem portugiesischen Millionär, Antoni Augusto Carvalho Monteiro, der gerade aus Brasilien heimkam und dort von Kaffee- und Edelsteinvertrieb Millionär geworden ist, gebaut. Unter dem großen tropischen Garten gibt es mehrere Tunnelsysteme, wodurch der Besucher gehen kann, eine Taschenlampe ist aber empfehlenswert, da dort keine Beleuchtung ist.