Donnerstag, 30. Juni 2016

Griechenland 2016 - Reiseablauf, Pläne, Infos...

Thessaloniki – Ioannina - Parga – Lefkada – Meteoren – Neos Panteleimonas – Thessaloniki

Vorwort

Ich liebe Griechenland, ich war schon 13 mal dort, immer wo anders, ich mag seine Mythologie, ich mag seine Menschen, mag sehr sehr das Essen, das Meer, die Pflanzenwelt, und vor allem, wenn die Zykaden in den Hainen zirpen. Ich habe oft ein Gefühl, daß mich eine besondere Bindung zu Griechenland zieht, daß ich da hingehöre, daß ich dort zu Hause bin...
Wir bereisten bis jetzt etliche Inseln, auf dem Festland zweimal den Peloponnesos, aber im Norden waren wir zusammen noch nicht, nur ich als Jugendliche, mit Reisegruppe. Auf der Chalkidiki, auf der Insel Thassos, auf der Insel Korfu, in den Bergen, bei den Meteorakloster...usw. Die ionischen Inseln haben mich immer wie Magnet angezogen, und in Ungarn sind sie sehr bekannt und beliebt: Korfu, Lefkada, Zakynthos, Ithaka, Kefallonia sind Dauerreiseziele von ungarischen Reisebüros, etliche Busse drehen sich da wöchentlich, wie auch Charterflüge zwischen Bratislawa (auf ungarisch Pozsony, da diese Stadt früher zu Ungarn gehört hatte) oder Budapest und den Ionischen Inseln und dem ionischen Festland, Epirus.
Dieses Gebiet, Epirus, ist eine sehr gebirgige und oft von heftigen Erdbeben betroffene Gegend, wo ich schon immer hin wollte. Die bekannteste Kleinstadt ist hier Parga, wo fast nur ungarische Touristen vorkommen. Komischerweise war für uns nach diesem Gebiet eine Reise aus Deutschland gar nicht so einfach zu organisieren.
Die Charters fliegen nur einmal in der Woche. Eine Woche ist für uns zu wenig, zwei Wochen auf diesen kleinen Inseln sind aber zu viel, aber 10 Tage geht nicht, da keine Flüge täglich sind. Tägliche Flüge sind nach Athen, oder Thessaloniki und dann mit Inlandsflug weiter, mit absolut verrückten Umsteigezeiten, wie 9 Stunden Wartezeit usw...in der Zeit und für den Preis, was da verlangt wird, fliege ich schon schneller und günstiger nach Thailand. Irgendwie verstehe ich nicht, warum die Deutschen auf diese traumhaft schönen Ecken der Welt nicht so neugierig sind, warum kaum Reisen dahin führen. Warum die Flugtickets nach Preveza (ionisches Festland) so teuer sind (um die 400 Euro)??? und noch einige Fragen...es war auch schon eine Überlegung, daß wir mit dem Auto nach Ungarn reisen und von dort spotbillig auf eine Insel fliegen...aber das würde uns auch zu viele Urlaubstage klauen...
Schließlich haben wir einen mittelmäßig günstigen Flug nach Thessaloniki gekauft und die Wege haben wir erst offen gelassen, wir könnten von dort auf die Chalkidiki, oder auf die traumhaft schöne Halbinsel Volos, oder auf Thassos oder eben auch zu der ionischen Küste reisen. Aber innerhalb paar Tagen haben wir uns fest für letzteres entschieden und schon Pläne gehabt, als zwei Tage vor unserer Gran Canaria Reise im vorigen November auf Lefkada ein sehr vernichtendes Erdbeben gegeben hat. Es hat den weltberühmten und einige Auszeichnungen erhaltenen Strand: Egremni komplett von der Erde gewischt. Der Strand mit seinem unglaublich azurblauen, kristallklaren Wasser lag auf den Listen, "die schönsten Strände der Welt" ziemlich vorne daran, unter mächtigen Steilwänden, mit hellen Kiesel. Die ganze Felswand bröselte auf den Strand runter und vernichtete ihn, auch die extra hingebauten Wege, die darunter geführt haben.

Hier ist ein Video von youtube, wie der Strand war:


und hier das mittleiweile schon weltberühmte Video von einem Fischer, der während des Erdbebens von dem Meer direkt vor dem Strand gefilmt hat: 



Natürlich nicht nur dieser Strand, sondern andere Strände, oder Zugänge zu Stränden, Straßen und auch Kirchen, andere Gebäude sind stark beschädigt worden und wir haben erst alles geplant und waren ziemlich verzweifelt, ob wir wirkllich noch dahin wollen.

Aber ich wollte immer dorthin und ich wollte meine Pläne nicht mehr ändern, so blieben wir dabei. Bald nach dem Gran Canaria Urlaub habe ich Unterkünfte gebucht und alles fertig geplant.

Der Reiseablauf:

Wir fliegen direkt aus München mit der Aegean Airlines nach Thessaloniki. Sofort am Flughafen bekommen wir einen Mietwagen, den ich durch die Seite billigermietwagen.de gebucht habe und fahren durch das Pindos Gebirge nach Ioannina, in eine wunderschön gelegene Stadt, wo wir einmal übernachten. Am nächsten Tag möchten wir in der traumhaft schönen Vikos-Schlucht wandern und dann zu der ionischen Küste, nach Parga weiterreisen. Dort bleiben wir paar Tage und machen Ausflüge in der Umgebung von dort aus, dann fahren wir auf Lefkada weiter, wo wir eine ganze Woche bleiben und zum Schluß auf dem Rückweg nach Thessaloniki die Meteora Kloster anschauen und dann noch an der ägäischen Küste am Fuß des Olympos einmal übernachten. Schließlich kommen wir wieder für den Rückflug in Thessaloniki an.

Alle Unterkünfte habe ich bei booking.com gebucht:

In Ioannina die Stis Kyra für 40 Euro für uns beide für die eine Nacht.

In Parga die Petros Studios, auch für 40 Euro für uns beide/Nacht. Hier bleiben wir 6 Nächte.

Auf Lefkada habe ich ursprünglich zwei Unterkünfte gebucht, da ich mich nicht entscheiden konnte, ob wir im Norden der Insel, oder im Süden der Insel sein möchten. Da haben wir uns zum Schluß für Süden, für den kleinen Ort, Vasiliki entschieden und die andere Unterkunft kostenlos storniert.  So werden wir dort in den Vasso's Studios wohnen, 8 Nächte, für 51 Euro pro Nacht für uns beide.

Auf dem Rückweg nach den Meteora Klostern übernachten wir einmal in Neos Panteleimonas, in dem Irida Hotel, für 45 Euro für uns beide.


Die Mietwagenpreise sind im Griechenland leider fast doppelt so hoch, als von uns auf den Kanaren gewöhnt, so kommt der Autopreis fast in die selbe Höhe, wie alle Unterkünfte zusammen. :-(

Bis jetzt habe ich noch nicht viel nachgelesen, aber ich habe mich schon früher in Foren so viel mit dieser Gegend beschäftigt, daß ich eigentlich schon im Kopf einen Reiseführer habe und brauche wirklich nicht einen extra zu kaufen. Ich kenne diese Orte von Reiseberichten, von Bildern, als wenn ich schon dort überall gewesen wäre.
Was ich dazu im Internet neu entdeckt habe und kein Mensch erzählt was darüber, daß er dort gewesen wäre, das ist der Nationalpark Amvrakikos oder anders als Amvrakikos Wetland gekannt, ein Flut-Ebbe-Gebiet mit vielen Vögeln und Delfinen, die hier leben. Auf jeden Fall steht dieser Nationalpark auf unserer Ausflugsliste.

Dienstag, 28. Juni 2016

Wochenende im Allgäu - Ankunft und Spaziergang am Grüntensee, wunderschöne Alpenwiesen

Freitag nach abgekürzter Arbeit sind wir ins Allgäu gefahren. Seit Wochen regnete es gnadenlos und die Wettervormeldungen waren auch nicht besonders gut, aber wir haben nur hier zufällig drei Tage frei gehabt und haben schon was gebucht, also dachten wir, es wird, was wird, wir fahren. 

Zum Glück war es am Freitag fast schön, blauer Himmel mit tollen Wolkenformationen hat uns empfangen. Unsere Unterkunft lag idyllisch in Bichel, am Rand von Wertach. Die habe ich auf der Hompage von Wertach gefunden, bei den Gastgebern. Aber bevor ich noch darüber schreibe, wollte ich erzählen, daß wir so schwierig, wie diesmal noch nie eine Unterkunft bekommen haben. 
Ich habe ca. 15 Unterkunftgeber angeschrieben, da man nervlicherweise keine Preise sehen kann, und man nicht weiß, was frei sein kann, braucht man Vergleich. Erst haben nur drei geantwortet, daß sie entweder schon ausgebucht sind, oder für 3 Tage nicht so gerne vermieten, sie warten, ob jemand für längere Zeit kommen würde und wenn nicht, können wir in dem letzten Moment doch noch kommen. Danach war tagelang Stille und dann haben noch paar geantwortet, aber die waren teilweise für uns unverschämt teuer, unsere Grenze liegt wirklich bei 50 Euro pro Nacht, und weit über 200 Euro für drei Nächte auszugeben, geht bei uns einfach nicht, plus noch himmlische Summen für Endreinigung etc. Und die Hälfte von Gastgebern haben gar nicht geantwortet! So was habe ich noch nie erlebt! Ich finde es extrem arrogant und unsympathisch. 

Letztendlich haben wir ein sympathisches und für uns preislich gutes Angebot bekommen, so haben wir diese nette Ferienwohnung bekommen. Ich kann das Haus und die Besizter nur loben, es war sehr sauber, und mit allem möglichen Sachen eingerichtet, in traumhaft schöner Umgebung gelegen und ruhig und die Besitzerin war sehr freundlich und nett. 







Zwei Balkone hatten wir. Auf dem oberen Bild den großen vorne, mit Gartenblick und den anderen vom Schlafzimmer aus, da hat man sogar einen Blick auf den Grüntensee gehabt.



Wir haben ein bißchen ausgepackt und schnell mal paar Wiener warm gemacht und gegessen und fuhren danach zum Grüntensee, wo ein 8 km langer Rundweg herumgeht, dort wollten wir spazieren.







Überall um den See waren wunderschöne, bunte Alpenwiesen. Ich habe aber nur mein 18-55 mm Objektiv dabei gehabt und für echte Makros war es auch zu windig, wie man es auf dem unteren Bild auch sieht.




Ständig begleiteten uns an dem Weg entlang diese kleinen lila Glöckchen. Diese Blume habe ich erst voriges Jahr in Island gesehen und seitdem nie mehr. Bach-Nelkenwurz heißen sie.

























Hinten, von Wertach kamen rußschwarze Wolken und es blitzte schon. Wir mussten uns auf den Rückweg machen und kamen gerade bei dem starken Regenanfang zum Auto zurück. 






Rundkopf Teufelskralle:






Als wir zu dem Parkplatz kamen, hörten wir kleine Vögel schreien, als ein Hausrotschwanz zu dem Balken unter dem Hausdach der Hütte geflogen ist. Dort sahen wir, als er seine Kinder gefüttert hat.




Montag, 27. Juni 2016

Unter meiner Lupe: Liebellen und andere Insekten in hohem Gras

Und mein Spaziergang geht weiter, diesmal in dem ganz hohen Gras, wo einige tolle Insekten zu finden waren....





Als ich diese Libelle erst im Grünen gesehen habe, dann im Indigoblau, dachte ich schon, daß es die gleiche Sorte ist und eine soll das Männchen, andere das Weibchen sein. Dann habe ich nachgeschaut und ja, die Sorte heißt: gebänderte Prachtlibelle und die grüne ist das Weibchen, die kaum ängstlich war und die dunkelblaue das Männchen, die viel schreckhafter war. Leider wurde zwei Tage später der hohe Rasen dort gemäht und ich frage, was dann mit dem Lebensraum dieser Libellen geworden ist?












Eine Hufeisen-Azurjungfer Libelle:


Eine Schnacke:








Mein Makrobericht von heute teile ich diesmal bei Ms. Figino's MakroMonday mit.