Sonntag, 31. Juli 2016

Griechenland 2016 - Parga und Sarakiniko Beach

Ich werde gegen 6 Uhr in der früh wach  und höre, daß die Zikaden schon ein Konzert machen. dann kann ich nicht mehr schlafen. Das ist die Aufstehzeit von der Arbeit und es quält mich leider noch in den ersten Tagen.Ich liebe den Ton der Zikaden. Während es manche in den Wahnsinn treiben würde, mich beruhigt es und weckt in mir Gefühle, daß es einfach zu dem perfekten Leben gehört und ich bekomme immer große Sehnsucht danach, daß ich irgendwo im Süden leben möchte.




Nach der langen Anreise und dem gestrigen Ausflugstag in der großen Hitze wünschen wir uns nichts anderes, als heute den ganzen Tag nur faulenzen und endlich mal ins Meer springen dürfen. Da die Strrände von Parga ziemlich überfüllt sind, suchen wir uns nördlich von Parga eine Bucht aus der Karte aus und fahren wir so gezielt zu der Sarakiniko Bucht, wo man auch aus Parga mit Wassertaxi hinfahren kann (10 Euro hin und zuzrück).

Unterwegs paar Bilder von dem Valtos Beach, der unser nähester liegender Strand wäre:



Sarakiniko:









Der Sarakiniko ist halbkreisförmig, in dem grünen Hang eingebettet, sandige, kieselige und steinige Abschnitte wechseln sich ab. Die Mitte beherrschen die Liegen und Sonnenschirme, aber in den zwei Enden kann man selber mit seinem Zeug heruntersiedeln. Sogar drei Tavernen sind hier auch. Wir haben unsere Strandmuschel, die wir lieben.Später hole ich aus einer Bar Frappe, der sehr gut schmeckt und sie stecken es immer in Kartonunterlagen rein, damit im Sand nicht umkippt. Sehr praktisch, aber damit wird nur unnötiger Müll produziert.

Olivenwälder entlang der Straße, die zu dem Sarakiniko herunterführt:



Diese Art von Bougainvillea habe ich vorher noch nie gesehen. Selbst die Farbe war mir völlig neu, auch die Art, wie die Blüten sich nach außen trichterförmig öffnen.


Auf dem Heimweg erneut der Valtos Beach von oben:




Als wir nach Hause fahren, haben wir schon großen Hunger, aber wollen erst langsam, später in die Stadt gehen, da es noch so heiß ist und wir wollen heute zu Fuß darüber, über den Berg. Ich gebe zu, wir sind schon etwas faul und bequem geworden, wir wollen die 400-500 m von nserem Haus bis zum Valtos Beaach nicht laufen, wir fahren mit Auto und lassen es dort stehen. Die Sonne knallt von hinter in den Rücken, als wir uns auf den steilen Weg machen. Es brennt unheimlich, daß wir rot werden und schwitzen müssen, daß wir zu der Burg klatsch naß ankommen.






Wir schauen die Burgruinen an, aber wir sind hauptsächlich wegen dem Panorama hier.




 


 




Dann spazieren wir in die Stadt runter, untersuchen die Karten der Restaurants, die wir allerdings ziemlich teuer finden und eher touristisch, als so typisch griechisch. Unsere Mägen knurren schon laut.  Das Meer spielt in Türkisfarben und die kleine Inseln mit der weißen Kapelle macht alles noch stimmungsvoller. wir schauen auch bei mehreren Reisebüros vorbei, und sammeln Prospekte über die Bootsausflüge. Letztendlich buchen wir einen nach Paxos-Antipaxos, für 20 Euro pro Person.










Zum Schluß essen wir günstig, megalecker und mächtige Portionen bei dem Gyrosbuffet Filippas. Besonders gefällt mir, daß der Souvlaki hier nicht nur aus Fleisch besteht, sondern auch Zwiebel, Paprika und Tomaten sind auf den Spieß gezogen. Auch der Krautsalat schmeckt besonders gut. 




Zufrieden und voll gegessen machen wir uns schon bei Dämmerung auf den Rückweg. In den engen, steilen Gassen steckt noch die Hitze eingeklemmt. Wir kommen um 22 Uhr nach Hause an und gucken das letzte WM-Spiel im Zimmer auf dem kleinen Fernseher.



Ohne Erfahrung, ohne Stativ und Fernauslöser (nur auf dem Minidreibeiner gestellt) mache ich hier meine erste zeitverzögerte nicht Nachtaufnahme, leider noch zu ungewissenhaft, mit zu weit geöffneter Blende.
Die Parameters: mit Haida 1000x, ND3-Filter, Verschlusszeit 6 Sekunden, f/3,8, ISO200.
Trotzdem bin ich mit dem Bild, als erstes von solchen ziemlich zufrieden. 











Freitag, 29. Juli 2016

Griechenland 2016 - Vikos Schlucht, Zagoria-Dörfer, Vikos-Aoos Nationalpark (Teil 2.)

Wonach wir bei Oxia in die Vikos Schlucht runterschauen fahren Richtung Monodenri zurück, und von dort einen großen Halbkreis außerhalb um die Schlucht fahrend, erreichen wir durch Aristi die Dörfer Vikos und Papingo.

Aristi



Die Straße, die nach Papingo führt
Bei Aristi ist eine Abzweigung, zu den zwei Dörfern. Erst fahren wir nach Vikos.





Vikos ist ein winziges Dorf. Die Straße die dorthin führt, lässt sich nachdenken, ob die großen Risse drin von Erdbeben entstanden sind und wann stürzt die halbe Straße in die Tiefe herunter. Die Ortschaft liegt am Ende der Schlucht, weit oberhalb deren. Man könnte seine lange Wanderung hier anfangen, ein steiler Pfad führt herunter. Unten steht ein kleines Kloster und neben dem läuft der Fluß Voidomatis in unglaublichen türkisen Farben. Es zieht uns wie Magnet an, in der glühenden Hitze gehen unsere Gedanken darum, es wäre schön darein zu springen und Abkühlung zu finden. Aber es wäre ca. ein 2-stündiger Abstecher und so viel Zeit haben wir nicht mehr.








Wir fahren dann Richtung Papingo weiter. Große Greifvögel kreisen am Himmel und schreien mystisch. Grüne Flüsse fließen laut und schlingelnd in den tiefen Tälern. Eine Märchenlandschaft ist es. Das Wasser dieser Bergflüsse ist mehr als eiskalt. Wir können es schwierig verstehen, wieso, wobei die Luft wirklich glüht. Ein Baden ist untersagt, man bekäme innerhalb Sekunden Muselkrämpfe. Ein junger Mann macht einen Versuch, aber sofort als er im Wasser ist, rennt auch raus. Schade, wir hätten unsere Badesachen oben im Koffer und wünschten uns diese Abkühlung, aber es ist für uns nicht mehr in dem ertragbaren Bereich.












Papingo

Bei Papingo befinden sich einige Naturpools, wo das Wasser steht und dadurch etwas wärmer ist, hier könnte man baden, aber wir haben leider die Zeit nicht mehr. Wir haben heute noch einiges vor uns. Hier hätten wir mehrere Tage für dieses Gebiet gebraucht. 








Dann müssen wir die ganze Strecke Richtung Monodendri zurückfahren und bei einer Abzweigung dann Richtung Kipi abbiegen. Auf der Strecke stehen die meisten alten Steinbrücken. Die müssen wir nicht mal suchen, da sie alle entlang der Straße sind. Die größte Brücke ist die Kokoris, parallel dieser führt eine neue Brücke der modernen Straße. Vom Parkplatz kann man über diese alte Brücke spazieren. Echt beeindruckend. Und ich kann es mir so schwierig vorstellen, wie wurde so was vor tausend Jahren gebaut und wieso hält noch immer???







Weiterfahrend sehen wir noch mehrere ganz kleine Brücken, aber wir halten erst nicht an, nur später auf dem Rückweg. Uns ist die Zeit davon gelaufen, es ist fast schon 17 Uhr und wir müssen noch nach Parga fahren.

Die Brücke Kontodimou vor Kipi:





Die berühmteste Brücke, mit drei Bögen, bei Kipi, die Kalogeriko:











Auch noch um 17 Uhr brennt die Sonne so stark, als Mittag wäre. Wir müssen jetzt hier Abschied sagen und weiter nach Parga fahren. auf dem Weg halten wir erneut bei dem Lidl in der nördlichen Grenze von Ioannina/Perama, und kaufen von 50 Euro den ganzen Lebensmittelvorrat (Gemüse, Obst, Fetakäse, Käse, Salami, alle Getränke, 18x1,5 Wasser, alle Biere, einen Wein, Olivenöl...) für unsere erste Woche ein. Damit sparen wir sehr viel Geld, da die örtlichen, eher für Touristen  da stehende Supermärkte mindestens dreifach höhere Preise haben und wir müssen nur täglich noch frisches Brot kaufen, nichts anderes.
Wir fahren nach Ioannina noch ein Stück auf der Autobahn und danach herunter auf ewig lang ziehenden, sehr kurvigen Straßen von den Bergen zu der Küste. In mehreren Dörfern sehen wir Störche.


Unsere Unterkunft in Parga liegt weit hinter dem Strand in einem Olivenwald, es hat keine Adresse, nur GPS-Koorinaten in der Beschreibung, die übrigens das Navi meines Handy nicht nehmen mag, so dauert es eine nervige halbe Stunde Rumkutscherei bis wir sie finden. 
Das schöne Apartmenthaus liegt ca. 300 m hinter dem großen Valtos Beach, sehr ruhig, tief in dem Wald. Eine wunderschöne Lage hat es, mitten in der Natur. Die Besitzerfamilie empfängt uns sehr freundlich und herzlich. Die Einrichtung ist einfach, aber schön und für uns ausreichend. Mir gefallen besonders die modernen Schiebetüre und der große Balkon. Das Zimmer ist mächtig aufgeheizt, ohne Klima würden wir hier keine Sekunde aushalten, sogar nachts muß es laufen, was ich normalerweise nicht ertrage, auch in diesem Urlaub habe ich jeden früh Halsweh und Schnupfen, aber anders geht es nicht.
Es gefällt uns sehr, nur einen Nachteil hat es, was wir erst am nächten Tag erfahren, daß die Sonne von früh bis Mittag auf den Balkon reinscheint. Ohne Schutz fühlt man sich dort nach 5 Minuten als in dem Grillgerät sitzen würde, es ist einfach unerträglich. Da wir eben im Urlaub sehr gerne sehr lange am Balkon bei dem Frühstück sitzen mögen, ist sehr schade dafür. Unsere Morgen sind hier etwas zerstört, da wir ständig rein und raus rennen und zum Schluß unseren Kaffee und Tee am Bettrand sitzend unter der Klimaanlage trinken.


Wir sind zu erledigt dafür, daß wir noch in den weitliegenden Stadtkern gehen würden. Wir machen selber Abendessen, einen gigantisch großen griechischen Salat, wozu wir noch Sardinen Konserve essen. Es sättigt uns und ist auch megalecker. Wir sind völlig zufrieden.