Mittwoch, 31. August 2016

Griechenland 2016 - Paleo Pantelemonas und Heimreise, Summierung

An dem letzten Morgen in Griecenland stehen wir um 8:30 Uhr auf und gehen frühstücken. Sonja, die deutsche Besitzerin, die uns gestern Abend voll herzlich empfing, fragte schon gestern nach, was wir zum trinken zum Frühstück mögen.
Der Frühstückplatz ist im Garten, unter Palmen und wir bekommen unsere Getränke in einem weißen Porzellanservice, extra ein Kännchen schwarzen Tee mit Zirtone drin, extra ein Kännchen Kaffee und Kännchen Milch und Zucker...alles wunderschön. Ich glaube, seit Jahren haben wir nie einemal so ein tolles Frühstück in einem Hotel bekommen, wie hier. Dann kommt frisch gebackenes Baguette in einem Korb und auf je fertiggestelltem Teller: vier Scheiben (unterschiedliche) Schinken, vier Scheiben (unterschiedliche) Käse, mini Näpfchen mit Marmelade, ein gekochtes Ei, und ein Dreieck-Weichkäse. Alles total lecker und sehr ausgiebig. Dies alles wird von Sonja und von ihrem Ehemann total liebevoll serviert! Hut ab vor so einer Gastfreundlichkeit!

Mit vollem Bauch checken wir aus und fahren ins alte Dorf Paleo Pantelemonas, das einfach atemberaubend ist.  Wenn wir richtig Zeit hätten, würden wir uns hier hinsetzen und an dem stimmungsvollen Dorfplatz einen Frappé trinken, aber wir müssen noch eine ca. 150 km lange Strecke nach Thessaloniki schaffen.

Burg von Platamonas

 

 
Olympos Gebirge







































Wie eine Märchenwelt ist es hier und wir hätten noch richtig Lust noch eine Woche hier, in dieser Gegend zu bleiben. Aber wir müssen heute heimfliegen und die Zeit vergeht zu schnell.

Bei Paralia Katerini halten wir nochmal an, M. ißt seinen letzten Gyros und ich kaufe nur Backware. Hier merken wir, daß es schon etwas spät ist und haben ein bißchen Angst, daß es durch oder um Thesssaloniki herum sehr lang dauern kann. Wegen unserem Flug müssen wir uns nicht beeilen, bis dahin ist noch viel zu viel Zeit, aber die Miete des Autos läuft um 14:30 Uhr ab und wir würden sehr ungerne noch einen Tag (ca. 40 Euro) wegen paar Minuten Verspätung daraufzahlen. Wir geben richtig Gas, khmmm...etwas zu viel auch, da wir bei 90 mit 130 saußen und beten dabei, daß wir nicht geblitzt werden, was bestimmt mehr kosten würde, als einen Tag mehr bei Europecar zu zahlen. Wir schaffen es mit 1 Minute Verspätung und zum Glück erwischen wir jetzt einen jüngeren und besser gelaunten Angestellten, als an dem Ankunfttag. Der achtet nicht so sehr auf jeden Kratzer und storniert schnell unsere Kaution. Wir sind froh, daß von dieser Kratzergeschichte nichts rausgekommen ist. Also, wir haben keine neuen Kratzer verursacht, aber wer am Anfang mitgelesen hat, zwecks Kratzerversicherung usw., weiß noch wovon ich rede.
(Für die heutige Autobahnstrecke haben wir 3,40 bezahlt.)
Auf dem Heimflug bekommen wir wieder warmes Essen. Alles ist super, wir sind sehr zufrieden mit Aegean Airlines. Leider gibt es ein bißchen Ärger, aber dafür kann die Fluggesellschaft auch nichts. Wegen einem örtlichen Sturm in München, dürfen wir nicht landen und müssen zwangsmäßig nach Nürnberg. Dort geht es dann ewig hin und her, ob sie uns herauslassen und uns selber kümmern müssen, wie wir heimkommen, oder...nach anderthalb Stunden im Flugzeug gesessen, fliegen sie uns dann doch nach München zurück.

Summirung

Es war ein wunderschöner Urlaub, sogar fast makellos und perfekt. Wir haben uns super gut gefühlt, haben gut gegessen, hatten super tolle Unterkünfte und haben traumhaft schöne Strände genossen. Diese bergige grüne Gegend in Nordwestgriechenland hat uns wahnsinnig gut gefallen. Hier gibt es noch so viel zu entdecken, es wäre noch eine weitere Reise wert. Aber Strand und Faulenzen kann nicht jedes Jahr sein, wir haben uns entschlossen, von Badeurlaub reicht es in jedem zweiten Jahr. :-)

Montag, 29. August 2016

Griechenland 2016 - Abschied von Lefkada, Meteoren

Um 7 Uhr aufzustehen ist brutal nach den Tagen, wo wir so lange geschlafen haben. Wir gewöhnten uns lang wach zu sein und haben jetzt einen ganz anderen Rythmus. Um 8:30 verabschieden wir uns von der Unterkunft und fahren direkt zu den Meteora-Klöstern. Die Fahrt dauert 4,5 Stunden und wir fahren durch traumhaft schöne Landschaften. Um 13 Uhr kommen wir an, es scheint aber für uns schon fast wie Abend wäre. Bei den Sehenswürdigkeiten finden wir wieder Massen von Touristen. Wenn ich meine Fotos von 1997 von hier anschaue, stehen kaum Autos in den Parkplätzen, und jetzt stehen sie km-lang entlang der Starße. In jedem Kloster ist 3 Euro der Eintritt. Wir gehen in zwei rein, das reicht uns, uns begeistern nicht die Klöster selbst, sondern die Bauten der Natur: die Felsen.





















Die Metéora-Klöster, östlich des Pindos-Gebirges nahe der Stadt Kalambaka in Thessalien, Griechenland gelegen, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Der Name Metéora leitet sich von meteorizo (μετεωρίζω) ab, was „in die Höhe heben“ bedeutet. Dieser Name beschreibt die Lage der Klöster, die auf hohen Sandsteinfelsen gebaut wurden und bei dunstiger Luft manchmal zu schweben scheinen.

Die gesamte Anlage besteht aus 24 einzelnen Klöstern und Eremitagen, von denen heute nur noch sechs bewohnt sind. Die restlichen achtzehn Klöster sind entweder zu schwer zu erreichen oder wurden wegen Einsturzgefahr verlassen.

Die ersten nachgewiesenen Einsiedeleien gibt es in Metéora seit dem 11. Jahrhundert, Überlieferungen berichten sogar von einer Besiedelung bereits vor dem 10. Jahrhundert. Im Laufe der Jahre wuchsen diese Einsiedeleien zu einer organisierten Gemeinschaft nach Vorbild des heiligen Berges Athos zusammen und bildeten das Kloster Doúpiani.

Mit der Ankunft des von Athos geflohenen Mönches Athanasios im Jahr 1334 begann der Aufstieg des Klosterlebens in der Region. Zusammen mit seinem geistlichen Ziehvater Gregorios und 14 weiteren Mönchen gründete er 1344 das Kloster Metamórphosis, auch bekannt als Megálo Metéoro. Athanasios stellte die in Metéora gültigen Regeln des Klosterlebens auf und wurde nach seinem Tod als Athanasios Meteorites seliggesprochen. Im Verlauf des 14. Jahrhunderts wurden weitere Klöster errichtet und die Anlagen durch fromme regionale Herrscher wie König Symeon finanziell und durch die Gewährung von Privilegien unterstützt. Im Laufe der Jahre entstanden so etliche Klöster und Einsiedeleien, deren Gründer nur zum Teil namentlich überliefert sind.

Die Klöster Metamórphosis, Varlaám, Rousánou, Agía Triáda, Agios Stéfanos und Agios Nikólaos Anapavsás sind heute noch bewohnt und können auch besichtigt werden. Jedes der Klöster hat an einem anderen Tag Ruhetag, so dass nie alle gleichzeitig geschlossen haben.

Zu beachten ist die Kleiderordnung für Besucher. Für Herren sind Shorts tabu, während bei Frauen Miniröcke und schulterfreie Oberteile nicht toleriert werden. Auch werden bei Frauen Kleider bzw. Röcke lieber gesehen als Hosen; Hosen tragende Frauen werden in einigen Klöstern gebeten, sich eine Schürze vorzubinden, die am Eingang ausgeliehen werden kann.

Die Felsen sind beliebte Kletterziele und diensten schon öfter als Filmkulisse, z.B. in dem »James Bond 007 Film – In tödlicher Mission« 1981

Quelle: wikipedia
































































Gegen 17 Uhr essen wir einen Gyros in Kalambaka und müssen nachher noch zwei Stunden zu unserer Unterkunft, nach  Neos Pantelemonas fahren. Diese Fahrt wünschen wir uns nicht mehr, wir sind müde und von Hitze ausgesaugt.
Unsere Unterkunft, das Irida Hotel, ist ein einfach eingerichteter älterer Bau, aber er hat eine wunderschöne Gartenanlage und einen mächtigen Pool und Blick über den grünen Hang aufs Meer. Wir sind tot müde und ziemlich hungrig, den ganzen Tag nur einen Gyros gegessen, und überlegen uns irgendwo in die Urlaubsorte an der Küste zum Essen zu fahren, aber wir sind nicht mal zu dem fähig heute. Wir trinken unsere zwei restlichen Dosenbiere und gehen früh schlafen.