Dienstag, 12. Dezember 2017

Teneriffa - La Gomera 2017/6. Inselrunde mit dem Auto

18. November

Als wir aufstehen und alle Fenster öffnen, sind überwältigt von dem Anblick. Wir würden es gerne so lange anschauen, daß wir von lauter Schauen am liebsten heute gar nicht von hier weggehen würden.

Erneut fotografiere ich alles beim Tageslicht, dann frühstücken wir und gegen 10 Uhr fahren wir los, die Insel kennenzulernen.



Von dem Fenster sehe ich links Hermiguas Häuser


und rechts ganz unten den Ozean






Der "Notarsitz", wo mein Mann jeden früh sitzen bleibt und nur schaut und schaut...
Das ist absolut mein Lieblingsblick.










Die Insel ist vielfältig, das beweisen schon unsere ersten Eindrücke: aus dem Flugzeug aus haben wir komplett karge Basaltlandschaften gesehen, dann mit dem Auto über den kurvigen Straßen fahrend typische endemische Pflanzenwelt, ähnlich, wie auf Teneriffa in dem Anaga-Gebirge, und das Tal von Hermigua erreichend suptropische Vegetation.




 

Bevor wir losfahren, kaufen wir noch paar Kleinigkeiten im Spar und tanken. Dann fahren wir als erstes zu der Küste von Hermigua, zum Playa de Hermigua. Es ist eine große Bucht, mit sehr großen Steinen und Wellen, für Baden nicht gerade sehr gut geeignet. Unser Reiseführer schreibt aber, daß hier in den Sommermonaten kaum Strömungen sind und weniger Wellengang, dann kann man hier auch gut baden. Dann beginnt die Straße in steilen Kurven bergauf zu führen. Es ist sehr wenig Verkehr und in jedem Ort gibt es viele gratis Parkpläze, was bis jetzt auf den anderen Kanaren nicht unsere Erfahrung war. 









Agulo bezeichnet unser Reiseführer als das schönste Dorf der Insel und wohl mit Recht. Das Dorf hat von oben gesehen, zwei kreisförmig herausgebildete Ortsteile, dazwischen mit einer Sportbahn. Der Platz vor der Kirche wird gearde komplett ausgebaggert, so kommt man nicht direkt zu der Kirche. Die Straße, die die Hauptader des Ortes ist, ist sehr schön gemacht, mit Bänken, Bäumchen, Blumenstöcken und neu gepflastert. In Agulo sehen wir einige stimmungsvolle Unterkünfte und ein sehr einladendes kleines Restaurant, wo es örtliche Gerichte gibt. Hier wollen wir einmal während des Urlaubes unbedingt essen, aber irgendwie wird nichts davon. 











Über Agulo streckt sich ein Aussichtstunnel aus Plexiglas über 750 m Tiefe, das ist der Mirador de Abrente. Das ist unser nächstes Ziel. Die Straße führt uns von hinten schlingelnd auf den Berg auf. Oben kommt man erst zu einem großen Parkplatz, wo das Besucherzentrum des Nationalparks Garajonay ist. Aber erst fahren wir noch ein Stück zu dem Aussichtspunkt weiter.
Dieser Glaskäfig hängt einige Meter weit weg von dem Fels und bietet einen wunderbaren Blick auf Agulo mit dem Atlantik und bei guter Sicht auf den Teide. 
Der Aussichtspunkt gehört zu einem Restaurant, für den Blick muß man nichts bezahlen und auch die Toilette kann man umsonst benützen. Heute ist nichts mit Teideblick. Einige Menschen wollen hier Haufen Selfies von sich machen, man muß etwas warten, bis man auf die Reihe kommt.
 











Von hier fahren wir zu dem Besucherzentrum zurück. Unterwegs sehen wir einige Wanderer, die über steilen Wegen hochwandern und zu dem Aussichtspunkt gehen. Danke, das möchten wir nicht nachmachen...dann wundern wir uns später, als wir es doch ungeplant fast schaffen. Darüber aber später. In dem Informationszentrum, Juego de Bolas, gibt es einen kleinen botanischen Garten, mehrere kleine Museen mit Darstellungen über das Leben auf der Insel früher, mit Filmen über die Entstehung der Insel und Souvenierläden und gratis WC. Selbst für den botanischen Garten wird kein Eintritt  genommen.