Donnerstag, 2. März 2017

Mein Alphabet - N, wie Natur

Ungewöhnlich von der Regel, widme ich den Buchstaben N komplett für die Natur.
Aber bevor ich anfange, paar Worte für Leser, die erst noch neu sind. 
"Mein Alphabet" kommt von "Sonjas Alphabet" von einem Blogprojekt von Sonja, die nicht mehr bloggt, 
wo sie mit diesem Blogprojekt angefangen hat, hat sie in jedem Monat einmal zu den Buchstaben des ABC',
Wörter aufgelistet, zu denen sie Eigenschaften auf sich bezogen hinzufügen konnte.

So war dieses Projekt eigentlich eine Vorstellung. 
Dieses Projekt habe ich am Anfag aktiv mitgemacht, 
aber dann immer weniger, und das ganze ist dann bei dem Buchstaben M gestrandet. 
Aber ich gebe nicht auf und werde es bis zum Ende durchziehen. 

Hier sind die Links für meiner früheren Einträge in dem Thema: 



Schon als Kind hatte ich eine feste Bindung zu der Natur und auch ein großes Interesse für ihre Details. Ich war immer draußen, ich sammelte Tier- und Pflanzenlexikas, Ich beobachtete Vögel und Käfer, ich lernte gerne Biologie, ich fühlte mich immer wohler in der Natur, als wo anders. Damals alles noch unbewusst, instinktiv.


Aber heutzutage, als Erwachsene, habe ich auch einige Gedanken dazu, warum es so ist. Darüber möchte ich jetzt schreiben. Je näher ich zu der abgeschnittenen Natur komme, oder je höher auf einen Berg steige, desto ferner komme ich von den alltäglichen Realitäten, von unserem mit Streß gefülltem Leben, von den menschenvollen Städten, von meinen eigenen alltäglichen Problemen. Wobei diese Sachen in dem Alltag im Mittelpunkt stehen, werden diese alle in der Natur unwichtig und in den Hintergrund geschoben, die Hauptrolle übernehmen wir zwei: ich und die Natur. Eine andere Welt öffnet sich, da ich dort anders denke, andere Sachen sehe und ich mich von dem Alltagsleben wegdrücke, ändert sich mein Blickwinkel und dadurch meine innere Wertewelt. 

Österreich

So macht die Natur mit mir irgendwas, was mich beruhigt, was mir gut tut, was ich wo anders nicht bekomme, und dadurch spüre ich, daß ich eine besondere Bindung zu ihr habe, daß meine Wurzeln aus der Natur stammen, daß in meinen Genen es prägt, daß meine Vorfahren als Urmenschen in der Natur und mit der Natur gelebt haben, die sie gekannt und geehrt haben. Ich habe es auch in mir, ich möchte da draußen sein, ich könnte mich als Nomade wohl fühlen und die Nacktheit ist für mich auch normal und selbstverständlich, da wir ja immer am unseren Anfang nackig waren, nur der moderne Mensch hat es geändert. 

Serengeti, Tansania

Ich habe schon im ganzen Leben nach einem Ort gesucht, der unberührt ist, wo ich allein mit der Natur sein kann. Man soll hier nicht unbedingt an was verstecktes oder weites denken, sondern auch auf was einfaches, wie z.B. eine Weide in dem Hinterhof, worauf ich schon als Kind aufgeklettert habe, und lange Zeiten dort sitzend nachgedacht habe. Mich verstecken in der Natur, und plötzlich gibt es keine komplizierten Sorgen, Fragen und Antworten, nur das puritane Wesen und Ruhe. Mein Gehirn geht in eine andere Dimension und ist dann nur noch für die Reize der Natur offen. Die Natur beruhigt mich. 

Teide, 3.718 m, Tenerife

Mauritius

Und wenn ich die Natur betrachte, verzaubert bewundere ich ihre Vielfältigkeit, ihre Tier- und Pflanzenarten, ihre Formationen, ihre Farben. Und dann fühle ich so, daß ich, als Mensch keinerlei mehr bin, als andere Lebewesen auf dieser Erde und wir Menschen deshalb nie Recht hätten über der Natur zu stehen und ihn nach Lust und Laune und von lauter Gier zu zerstören. Wir Menschen sind nur winzige Teile des gigantischen Schauspieles, das sich auf der Erde abspielt. Was bedeutet unser kurzes Leben, gegen diese mächtigen Schöpferkräfte gestellt, wo sich Orte, Landschaften, Menschenleben während einem Tag, Stunde oder sogar Minute vernichten oder ändern können? Der Mensch ist in diesem gigantischen Universum nur ein winziger, bedeutungsloser Teil.  


 Ile de la Réunion, Vulkan Piton de la Furnaise, Krater "Leo"



 Island, Gletscher Skaftafellsjökull

Die Natur hat uns erschaffen, und nicht dafür, daß wir uns gegen sie wenden. Die hat uns erschaffen und formiert, damit wir unter ihren Regeln und in ihrer Sphäre in Harmonie leben können und deren Schätze beachten und in Ehre halten. Es ist nicht selbstverständlich, daß es einen blauen Planet gibt, daß es Wasser gibt, welches wir trinken können, daß es Luft gibt, die wir einatmen können, daß es Menschen gibt, die denken und erschaffen können. Es ist alles nicht selbstverständlich, sondern eine Ausnahme in dem Universum, ein Wunder und mit diesem Gewissen müssten wir mit unserer Erde umgehen. Es gibt nur einmal und wenn es endgültig kaputt wird, wird nie wieder sein. 
Ich bin keine besessene Naturschützerin, ich habe nur einfach ein gesundes Denken und  Respekt zu meinem Lebensraum. Ich denke einfach nur, wir besitzen nicht die Natur, sie besitzt uns, und sie wird sich noch sehr rächen dafür, wie wir Menschen sie kaputt machen. 
Kurz summierend, ich habe eine besondere Bindug zu der Natur, ich spüre, daß ich aus ihr stamme, daß ich mich mit ihr vereinigt am wohlsten fühle und jeder Moment da draußen, füllt mich mit Freude und Glück. 

Jasna See, Slowenien

Diesen Eintrag möchte ich bei Jutta's Naturdonnerstag mitteilen:


Kommentare:

  1. Wir sind die Gäste auf diesem Planeten, leider verhalten sich viele Menschen nicht so und Respekt ist ein Fremdwort.

    Kann deine Worte gut verstehen und nachvollziehen, ich fühle mich in der Natur auch immer sehr wohl, von daher wohl auch die Entscheidung nach hier zu gehen. Ich kann mich über Vogelgezwitscher am Morgen freuen, so wie auch wenn Frösche in der Nacht quaken und jeder Blick nach draussen kann mich immer noch begeistern.

    Liebe Grüsse

    N☼va

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    1. Da denken wir sehr ähnlich, das weiß ich schon lange. ;-)
      Liebe Grüße

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  2. Das Göttliche zeigt sich in der Natur in seiner einzigartigen, ungezähmten und trotzdem geordneten Vielfältigkeit. Wer mit der Natur eins wird, wird eins mit Gott. Die Kraft die daraus geschöpft wird trägt uns durchs Leben.

    Herzlichst
    Julia

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    1. Liebe Julia,
      ich glaube nicht an Gott! Ich kann eben nur an Sachen glauben, die ich sehen, anfassen kann, alles anderes ist mir nur Märchen. Gerade die Natur zeigt es mir, daß es keinen Gott gibt. ;-)
      Liebe Grüße, Andrea

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  3. Hallo liebe Andi,
    da bin ich Deiner Meinung... ich denke auch so wie Du.

    Ich bin ja schon auf dem Land groß geworden, habe einige Jahre in der Großstadt gelebt und hab mich nie richtig wohl gefühlt.
    Deshalb sind wir wieder aufs Land gezogen. Ich bin hier glücklich, ich liebe die Natur mit all ihren Tieren und Pflanzen.

    Ich kann Dich sehr gut verstehen. Mich ärgert es auch immer, wenn ich sehe wie gleichgütlig manchen Menschen gegenüber der Natur oder unseren Planeten sind. Ich habe ja Frösche an unserem Teich leben und sie stören mich nicht wenn sie quaken... ich erfreue mich sogar darüber. Mich stören auch die Vögel nicht wenn sie zwischern, oder wenn die Kraniche kreischend übers Dorf fliegen .... das ist eben die Natur.

    Liebe Grüße
    Biggi

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    1. Die anderen Wesen haben genau so viel recht hier zu sein, wie wir! ;-)
      Liebe Grüße

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  4. Liebe Andi,
    ich habe hier wieder sooo viele Parallelen gefühlt - auch ich bin in der Natur (und in der Einsamkeit) viel mehr ich selbst als in der Stadt unter all den vielen Menschen, auch ich komme hier weg von meinen Alltagssorgen, auch ich liebe die Natur so wie du. Ich hätte es nicht besser formulieren können - und dein Bilder zu dem Beitrag sind - wie immer - wunderschön! Übrigens passt dieser Post nicht nur zum Naturdonnerstag, sondern auch wunderbar zu ANL! (Das nächste Linkup ist aber erst wieder am 15.3., also noch ein paar Tage Zeit. Aber ich würde mich freuen, wenn du daran denkst und dich dort mit deinem Naturbeitrag verlinken möchtest!)
    Alles Liebe,
    Traude

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    1. Sehr gerne mache ich das, liebe Traude, wenn ich nicht vergesse.
      Da war ich sicher, daß du nicht anders denkst.
      Liebe Grüße

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  5. There is always an amazing amount of nature to discover if we just look and I love your photos that you captured. Good for you for keeping up the alphabet posts :)

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  6. Hallo Andi,
    das sind sehr schöne Portraits von Dir in der Natur, an den Orten, wo ihr wart.
    Viele Grüße, Synnöve

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  7. Liebe Flögi, lieben Dank für Deinen Besuch. Wir sind in Andalusien. Du bist ja schon weit gereist und vielleicht bereits in Andalusien gewesen. Wenn nicht, dann solltest Du es auf Deine "Reiseziele" setzen. Deine Bilder sind wundervoll. Es macht Spaß, mit Dir all die nicht gesehenen Orte zu besuchen.
    Grüße ganz herzlich, Angelika (ZamJu)

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    1. Auf jeden Fall steht Andalusien auf unserer Liste. Wollten wir eigentlich im Mai jetzt, aber irgendwie hatten wir keine Lust eine Woche lang nur Städte anzuschauen, wollten lieben Natur erleben.
      Liebe Grüße

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