Montag, 26. Juni 2017

Seychellen - Teil 13. / Anse Source D' Argent und Anse Cocos

11. Tag

Wir wachen früh auf. In der Nacht war stürmicher Regen, es hat sogar unseren Sonnenschirm kaputt gemacht und überall liegen große Pfützen. Der Himmel ist komplett bewölkt.
Das ist unser letzter Tag hier auf La Digue und weil an dem Tag, wo wir auf der Anse Marron Tour waren, auch sehr bewölkt war, haben wir den Source D' Argent auf den letzten Tag gelassen. Das ist der Küstenabschnitt mit den weltberühmten mächtigen Granitfelsen und hier wollte ich nur bei Sonne und blauem Himmel hin, da ich hier unbedingt perfekte Posterbilder machen wollte, davon eins in ganz großem in Acrylglas in unseren Flur gewünscht habe...hat leider beides Mal nicht geklappt. Der weiß bezogene Himmel mit den dunklen Felsen ist nicht ohne Fehler zu bekommen und wirkt nicht schön auf den Fotos. Wasser, Felsen, Himmel haben alle gleich graue Farbe und sind einfach nicht das, was ich wollte.

Die Fahrräder binden wir auf den Zaun des Heliportes fest und gehen wieder entlang der Steinmauer in dem Wasser rein, da wir auch jetzt keinen Eintritt für den L' Union Estate zahlen wollen. Leider kommen öfter kurze Regenschauer, daß wir sogar nach Unterschlupf suchen müssen. Die meisten Menschen, die diesen Strand besuchen wollen, kommen auf der selben (gratis) Weise hin, wie wir. Je später es wird, desto mehr Menschen. Es ist Ebbe und ich gehe nicht an den Felsen entlang, wie vor zwei Tagen, sondern viel weiter im Wasser entlang der Küste, da ich andere Blicke bekommen möchte.
















An einer Stelle sehen wir einen Mann, als er gerade für eine Hochzeit dekoriert, aber in dem Moment fängt es in Strömen an zu regnen. Direkt daneben ist es hoher Fels, worunter wir uns verstecken können und abwarten, bis es aufhört.






Wenn ich die Felsen heller haben möchte, dafür muß leider der Himmel ausgebrannt auf den Fotos wirken, anders geht es nicht. Entweder schwarze Silhouetten der Felsen und grauer Himmel, oder erkennbare Kontraste der Felsen und weißer Himmel. Langsam beginnt die Flut und deshalb gehen wir nicht ganz bis zum Ende dieses Strandes, da wir Gedanken machen, wie wir dann zurückkommen. Wir suchen einen schönen Strandabschnitt aus und bleiben dort eine Stunde lang zum Baden. Dann wird es schöner, aber wir können nicht nochmal alles fotografieren, wir haben für Nachmittag noch was anderes vor.

























 
Zum Schluß sehen wir einen großen schönen Fisch. Ich will ihn fotografieren, aber wir sind sehr weit weg im Wasser von der Küste, deshalb treiben wir den Fisch mit nach außen und er kommt bis zu der Küste mit. Ich hole die Kamera und dann merkt einer von den streunenden Hunden ihn und will ihn fangen. Aber der Fisch ist doch zu groß für ihn und er bekommt eher Angst vor ihm und steht ewig lang beim Überlegen, zitternd im Wasser. Lustige Szene ist es.







Auf dem Rückweg gehen wir durch den Park (man darf) und sehen eine sehr große Vanilleplantage, außerdem noch viele Kokosnussschalen in Bergen und eine Stelle mit vielen Riesenschildkröten. Aber wir wollen hier schnell raus, da uns die Mücken zusammenstechen und weil wir noch was vorhaben.









Wir essen Mittag im Gala, und es ist schon 13 Uhr, nachher fahren wir zum Grand Anse.



Von Grand Anse, gehen wir dann über Petite Anse zu Anse Cocos. Es ist eine halbstündige Wald-Berg Wanderung und der Pfad läuft in einer sehr schönen Umgebung. Wir sehen hier viele dicke, große Tausendfüssler, einige Paradies-Schnäpper, und auch mächtig große Palmendiebe.


Petite Anse






Anse Cocos:








Der Anse Cocos ist sehr schön und es gibt kaum Menschen da. Baden ist hier auch nicht ideal, aber in der letzten Ecke (Bild hier über dem Text) klappt es doch, auch wenn die Wellen groß sind. Nach einer Stunde baden spaziere ich zu dem anderen Ende des Strandes, M. wartet auf mich im Schatten sitzend. Ich sehe viele Sandhaufen am Rande des Grünes und von dort, von Löchern zu dem Wasser führende Babyschildkrötenspuren. Da die Flut später bis zum Grün kommt, müssen diese Spuren von heute von Ebbe sein. Also ganz frisch. Ich schaue noch lange herum, vielleicht sehe ich eine Babyschildkröte, aber leider nicht.










Der Rückweg ist auch anstrengend, aber es lohnte sich auf jeden Fall, da man hier so viele Naturschönheiten sieht.









Bis wir nach Hause ankommen, ist schon 18 Uhr. Wir bezahlen alles, und nehmen unsere Sachen aus dem Safe aus (leider nur an der Rezeption), duschen, ich packe die Koffer und fahren mit den Fahrrädern zu einem anderem take away am Hafen, aber der ist nicht sympathisch, da man das Essen nicht sieht, wie bei Gala in Glastheken, nur die Namen stehen auf einem Schild. Es gibt keine öffentliche Beleuchtung und trotzdem fahren ganz viele Einheimische komlett ohne Licht auf dem Fahrrad. Wir haben vorne Taschenlampen und hinten rot blinkende Stirnlampen in den Korb gelegt. Trotzdem, wenn Kurven kommen, ist es lebensgefährlich, wen man von gegenüber trifft. Wir essen dann doch im Gala und danach trinken noch Bier auf der Terrasse.



Kommentare:

  1. Liebe Flögi, nun habe ich mir zu ersten Mal einer Deiner Seychellen Beiträge angeschaut. Ich bin überwältigt von den Bildern aber auch von der Anzahl der Bilder. Du bist ja schon bei Beitrag Nr. 13 .... wie viele Bilder hast Du denn gemacht? Aber die Seychellen sind wunderschön, ich kann Dich da gut verstehen! LG sendet Marion

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hallo Marion. Wieviel Stőck, weiß ich nicht, aber 24 GB waren die Bilder, 6 GB habe ich schon geschafft zu löschen. :-) Leider blinkt schon rot meine Festplatte, bald ist sie bis zum platzen voll, aber da der Laptop schon lange ganz viel Problemen hat, will ich sowieso heuer einen neuen kaufen, mit viel mehr Speicherplatz :-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  2. Hallo Andi,
    es sind doch sehr schöne Fotos von diesen gigantischen Felsen dabei. Vielleicht suchst Du einfach das Beste heraus und bearbeitest es ein wenig nur.
    Auf jeden Fall so vielfältige Erlebnisse, die ihr hattet. Fantastisch !
    Viele Grüße, Synnöve

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Mal sehen...Wenn ich eins ausgewählt habe, berichte ich darüber.
      Liebe Grüße

      Löschen
  3. Einfach nur klasse. Ärgerlich für einen selbst wenn man ein Traumfoto machen möchte und das Wetter den Strich durch die Rechnung macht. Wobei auch ich die Bilder klasse finde und da findet sich bestimmt eines was du für dein Vorhaben nehmen kannst.

    Liebe Grüsse

    N☼va

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ärgerlich, daß wir zweimal dort waren, und beides Mal schlecht war und ein Tag davor (vorheriger bericht) vormittags voll sonnig und blauer Himmel. Schlechte Timing. ;-)
      Liebe Grüße

      Löschen
  4. Liebe flöggi, nun hätte ich auch stop gesagt, ein wunderbarer Reisebericht , Bilder sagen soviel, ein Fotoalbum. Schöne Eindrücke hast du mit gebracht, von Fischen,Geckos, Hunden, Felsen die an die Normandie erinnnern.Tolle Formationen, es ist ein Fotoparadies. Einfach Klasse, da komme ich noch mal öfter schauen. Herzlichst Klärchen

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke Klärchen. Es war Paradies so und so, fotohrafisch oder nur so gesehen. :-)
      Liebe Grüße

      Löschen