Montag, 12. Juni 2017

Seychellen - Teil 5. / Essen, Strände und paar Infos über örtlichen Sachen

4. Tag - Forzsetzung

Nach dem Vallée de Mai fahren wir zu Grand Anse. Diese ist die zweite populäreste Urlaubsortschaft auf der Insel, nach Anse Volbert, wo wir wohnen. Hier finden wir gleich einen Hof, wo mehrere Essensmöglichkeiten sind: ein Restaurant, eine Pizzeria und ein take away. In Anse Volbert gibt es keine Möglichkeit billig zu essen, also, wir freuen uns, daß wir hier jetzt was finden.

Wir gehen in den take away Laden, es ist sehr sympathisch, da es dort ausgeschrieben steht, daß alles sehr hygienisch zubereitet wird, nur aus örtlichen, bio Produkten. Der Koch trägt Papiermütze und Gummihandschuhe und Kochkittel. Das Essen sieht gut aus. Hier werden jeden Tag sechs creolische Gerichte gekocht. Aber bei uns ist nur noch wenig übrig. Ein Rindfleischcurry schaut sympathisch aus, dieses kaufen wir beide. Wir bekommen zwei mächtige Styroporboxen voll mit dem Essen und zahlen dafür mit einem 0,5 l Getränk nur 130 Rupien (8 Euro!).
Wir gehen raus zu den Tischen und Bänken zu essen. Es ist viel und lecker, nur das Fleisch ist etwas zäh.

Hier links hinter dieser Kirche ist der Hof mit den Restaurants: 




Sofort kommen die hiesigen mini Tauben, die wir schon von Mauritius gut kennen. Die machen ganzen Tag einen rhythmischen "krukukuuu, krukukuuu, krukukuuu" Ton, immer dreimal hintereinander und da es mir von Mauritius so fest im Kopf geblieben ist, erinnert mich sehr stark daran, und macht eine besondere tropische Stimmung. Schade, daß ich es nicht aufgenommen habe.
Die betteln Essen und wenn sie nichts bekommen, klettern sie unverschämt in die Essensbox. Also, ich streue ihnen immer ein bißchen Reis auf den Boden. Nach dem Essen dürfen sie dann in unsere Pappboxen und das nehme ich ja auch auf Video auf.
Wir müssen lachen, was hier die Tier so alles essen. Tauben essen Reis, ein Gecko in dem Parkplatz vor dem Vallée de Mai hat uns bettelnd angeschaut, als wir unser Toastbrotsandwiches gegessen haben und ich habe dem ein paar Brösel von dem Brot runterfallen lassen und er hat es sofort aufgegessen. Und hier, wo wir sitzen, am Flußufer, sind ganz viele mächtige Löcher im Boden von Krebsen, die auch an unserem Essen interessiert sind. Der am nähesten zu unserem Tisch ist, sitzt an seinem Lochrand und beobachtet uns. Ich schmeiße ihm ein Stück zähes Fleisch hin. Er schnapp es sich und geht damit in sein Loch. Paar Minuten darauf bettelt er wieder.




Myna oder Beo


Nach dem Essen spazieren wir paar Meter zu der hisigen Küste, aber die gefällt uns nicht,
die ist dick mit Seegras bedeckt und deshalb unschön.






Nachmittags kommen immer die Fischverkäufer an die Strände. Immer sehen wir welche, und die Einheimischen nehmen die Fische in solchen Bunden mit, wie auf dem oberen Bild. Sie bekommen sie sehr günstig.

Mit vollem Bauch fahren wir dann zu unserem Hausstrand, Anse Volbert/Cote D'or zurück. Zu unserem Lieblingsplatz, in der Ecke, wo letztes Mal nur wir waren. Aber diesmal sind schon dort einige Menschen und ein Motorboot bringt noch welche hierher. Wir finden keinen Schatten, bleiben aber zwei Stunden auch so und einiges Mal sehen wir mehrere Rochen.





Oft sehen wir einen kleinen Vogel, der kolibriartig aussieht, ist aber braun. Er ist kein Kolibri, sondern der Seychellennektarvogel, der sein Nest webt.



Kurz vor der Dämmerung fahren wir zum Anse Lazio, der für den schönsten Strand der Insel gesagt wird. Uns gefällt er nicht, da es zu groß ist, viele Menschen sind da und baden kann man nicht, da die Wellen zu groß sind und die Strömungen zu gefährlich sind. Wir spazieren von einem bis zu anderem Ende und machen viele Bilder. Abends sieht man immer ganz viele Flughunde.


Man kann die kleinen Inseln auch mit dem Bus gut erkundigen, eine Fahrt kostet (unabhängig von Streckenlänge) 5 Rupia (0,30 Euro), aber die Busse fahren nur pro Stunde, die selbe Strecke ab. 

















Heimwegs kaufen wir Getränke. Das ist immer das Highlight des Tages, kalte Getränke mit Geschmack zu trinken. Tagsüber haben wir immer nur Wasser dabei, was in kürzester Zeit 50 Grad warm und untrinkbar wird. Dann trinken wir gar nichts mehr. Abends trinken wir dann nach, viele kalte Getränke, oder zu Hause mache ich Limonade mit Eiswürfel.

Man hört auf den Inseln nicht nur die Tauben den ganzen Tag, sondern die Bulbulvögel machen großen Krach, und die Myna (oder anders genannt Beo) machen zu den Elstern ähnliche Töne. Und abends hört man was ganz mystisches. Auf der Terasse sitzend schreit oft was in der Nähe, unheimlich laut und absolut unidentifizierbar. Der Ton ist so ähnlich, als ob gerade ein Babyschwein getötet würde, schreiend, grunzend, quietschend. Wir können uns überhaupt nicht vorstellen, was es sein kann, bis wir dann später auf La Digue sehen, als die Flughunde um ihre Lieblingsfrucht streiten, die machen diesen Ton. Die mögen die mächtigen Früchte des Brotfruchtbaumes. An diesen Bäumen hängen sie meistens und dort streiten sie abends um die Frucht.


Diesen Eintrag teile ich bei Ghislana's NatudDonnertag mit. 

 

Kommentare:

  1. Alles nachgelesen hier nun meine Zeilen...

    Das sind wirklich Traumstrände und eine tolle Natur. Lässt sich denken dass du die Frage ob es sich lohnt selbst gleich mit Ja beantwortet hast. Schon allein diese andere Mentalität kennenzulernen würde mich reizen. Gerade das mag ich auch immer an Reisen in doch so andere "Welten". Mir fällt es da nicht schwer mich sofort darauf einzulassen. Im Gegensatz zu Deutschland wo ich diese Hektik hasse. Konnte ich jetzt auch wieder sehr gut feststellen, auch wenn ich mich nicht davon habe anstecken lassen.

    Eure Unterkunft bei Nora finde ich auch klasse, echt liebevoll und wohl auch typisch. Mag es aber ja eh so lieber als modern.

    Klasse auch dass ihr noch eine günstige Möglichkeit für das AusserHausEssen gefunden habt. Mit den Echsen kenne ich zu gut von hier, auch am Strand bzw. der Charco Viento kommen sie immer an...von mir bekommen sie was, von den Einheimischen werden sie vertrieben. Besonders toll war es bestimmt auch mit den Flughunden. Die hiesigen Fledermäuse lassen sich nur Nachts blicken und wenn dann so schnell, habe noch keine vor die Linse bekommen.

    Toller Urlaub bis dato liebe Flögi, und schon gelesen seid ihr ja dann auch noch in diesem Jahr ein paar Tage auf Tenerife. Mal sehen wie wir es dann hinbekommen, aber darüber schreiben wir dann halt noch, gell.

    Möchte dir auch noch für die lieben Worte bei mir danken.

    Hab einen tollen Wochenstart und herzliche Grüsse

    N☼va

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    1. Liebe Nova, ich freue mich sehr, daß du wieder da bist und die Mühe genommen hast, bei mir zurückzulesen, danke dafür. Du bist meine erste deutsche Blogbekanntschaft und es scheint mir schon eine Ewigkeit zu sein, daß wir einander folgen, es ist schon eine Bindung, du gehörst zu meinem Alltag! Liebe Grüße

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  2. Hallo liebe Andi,
    das sind traumhaft schöne Fotos, vor allem von dem zweiten Strand und den Tieren und der Natur. rings herum. Es muss wunderschön gewesen sein...
    Viele liebe Grüße, Synnöve

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  3. Hallo liebe Andi,
    schön das ihr etwas gefunden habt wo man günstig und gut essen kann. Auch finde ich toll das der Koch Handschuhe, Mütze und Kittel an hatte.
    Beeindruckend finde ich die Flughunde, ich kenne ja nur die Fledermäuse und die sieht man ja nur (wenn man mal das Glück hat eine zu sehen) Nachts.
    Wieder so traumhaft schöne Fotos... einfach herrlich.

    P.S. Danke für Deine Mail, ich antworte Dir später.

    Liebe Grüße
    Biggi

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  4. Liebe Andi,
    so, jetzt habe ich mich bei deinem tollen Reisebericht mal hier bis zu Teil 5 durchgelesen. Klingt wirklich nach einem sehr schönen und interessanten Urlaub. Lachen musste ich über deinen Schilderungen von den Geräuschen, die die "Batmen" beim Streiten um die Brotfrüchte machen. Mich wundert das aber nicht, denn ich finde die Brotfrüchte auch ganz köstlich! (Habt ihr sie versucht?)
    Tut mir leid, dass ich mich erst jetzt wieder bei dir melde - ich habe mir am Ende der Islandreise eine heftige Bronchitis eingehandelt (nicht in Island, sondern im Theatersaal vom Schiff, die hatten die Klimaanlage da blödsinnig kalt gedreht!) - und die Erholung von der Kur ist inzwischen mehr oder weniger Geschichte. Aber das wird schon wieder ;-)
    Herzliche Rostrosengrüße, Traude
    http://rostrose.blogspot.co.at/2017/06/anl-18-die-rettung-einer-alten-bluse.html

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    1. Liebe Traude,
      vielen Dank für deine Aufmerksamkeit, daß du so viel nachliest.
      Nein, wir wussten nicht, daß diese Frucht für Menschen essbar ist (?).
      Ohh, eure Islandreise ist schon vorbei? Da warte ich sehr gespannt auf deine Berichte.
      Liebe Grüße, Andi

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